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Karlsruhe Analyse zum Spiel: Kein Fußballfest bei Punktgewinn gegen Jahn Regensburg

Es wird nicht als Spiel in die KSC-Geschichtsbücher eingehen, an das man sich noch lange erinnern wird. Beim torlosen Unentschieden gegen Jahn Regensburg gab es kaum fußballerische Leckerbissen. Stattdessen lieferten sich beide Mannschaften auf dem arg gebeutelten Geläuf ein Hin und Her im Mittelfeld, ohne viele der ganz großen Torgelegenheiten. Auch eine Unterzahl der Gäste spielte der Eichner-Elf nicht mehr entscheidend in die Karten.

Regensburg startete etwas aktiver in der Offensive und erarbeitete sich so eine gewisse optische Überlegenheit. Das sehenswerteste auf Karlsruher Seite war eine offenbar neu einstudierte Formation bei Eckbällen. Bei der versammelten sich fast alle Karlsruher in einer Reihe an der Strafraumaußenlinie und liefen erst Sekunden vor dem getretenen Ball ins Strafraumzentrum ein.

Stärke bei Standards

Und Kobalds anschließender Kopfball nach dieser Ecke und einer knappen Viertelstunde geht knapp drüber. Kein Zufall, dass der KSC ausgerechnet nach einem Kopfball zu seiner besten Chance des Spiels kommt. Bereits neun Mal hatten die Badener in dieser Saison bereits nach Eckbällen getroffen.

Unterdessen feierte Winter-Neuzugang Kevin Wimmer knapp eine Woche nach seiner Verpflichtung aus England direkt sein Startelf-Debüt - auf etwas ungewohnter Position. Wimmer, eigentlich Innenverteidiger, war als Ersatz für den verletzten Heise verpflichtet worden, um ihn auf der linken Abwehrseite zu vertreten.

Kevin Wimmer (KSC 6) lässt den Ball ins Aus rollen
Kevin Wimmer (KSC 6) lässt den Ball ins Aus rollen | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Eine Partie, die sich ansonsten hauptsächlich im Mittelfeld des arg angeschlagen Rasens im Wildparkstadion abspielte. Viele versprungene Bälle, oft ein gegnerischer Fuß dazwischen und insgesamt weitestgehend ruhige Arbeitsverhältnisse für die beiden Keeper an diesem Sonntagnachmittag im Wildpark. Goller lies die beste Gelegenheit nach einer knappen halben Stunde liegen, als er einen Schuss von Hofmann, den Regensburgs Schlussmann Meyer abwehren konnte, nicht optimal verarbeiten konnte und im Nachschuss über den Kasten setzte.

Nach einem Fehlpass in der Hintermannschaft des Jahn war Hofmann zuvor in Schussposition gekommen. Nach einer halben Stunde wurden die Gelegenheiten der Gäste aus Bayern dann gefährlicher. Das Team von Mersad Selimbegovic zwängte die Eichner-Elf ein wenig im eigenen Sechzehner fest, doch die Eichner-Truppe konnte die Situationen immer wieder entschärfen.

KSC mit den besseren Chancen

Nach den ersten 45 Minuten Regensburg mit etwas mehr Spielanteilen, die besseren Gelegenheiten hatte aber der KSC. Das torlose Remis ging jedoch in Ordnung, auch deshalb weil sich der Großteil der Partie zwischen den beiden Strafräumen abspielte.

Jerome Gondorf (KSC 8) im Zweikampf mit Christoph Moritz (Regensburg 18)
Jerome Gondorf (KSC 8) im Zweikampf mit Christoph Moritz (Regensburg 18) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Auch die zweite Halbzeit sollte insgesamt von vielen Zweikämpfen, Grätschen aber auch zu kurz oder zu lang gespielten Pässen geprägt sein, die immer wieder im Fuß oder der Hand des Gegenspielers oder des Gegners Torwart landeten. Insgesamt war es aber der KSC, der nach dem Seitenwechsel mehr vom Spiel hatte und öfter im Strafraum der Donaustädter zu finden war. Doch eine Fußspitze oder ein letzter Pass fehlten immer wieder für die Führung oder eine klare Torchance.

Schlussphase in Überzahl

Der KSC war bemüht, seinen tollen Lauf im Kalenderjahr 2021 mit einem weiteren Dreier fortzusetzen. Und die Chancen dafür schienen sich zu verbessern, als die Gastgeber gut zwölf Minuten vor dem Ende in Überzahl gerieten, nachdem Regensburgs Gimber nach klarem Foul an Goller mit Gelb-rot vom Platz gehen musste. Ein Mann mehr also für die Schlussphase, um die leichte Überlegenheit noch zum späten Siegtreffer verwerten zu können.

Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Zweikampf gegen Max Besuschkow (Regensburg 7)
Kyoung-Rok Choi (KSC 11) im Zweikampf gegen Max Besuschkow (Regensburg 7) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Doch die Regensburger Defensive war gut dran an ihren Karlsruher Gegenspielern, ließen weiter wenig Gefährliches zu. Ansonsten prägten Fouls und Klärungs-Aktionen nach langen Bällen die Schlussphase dieser Partie. Ein Spiel und ein Ergebnis, dass zwar keinem Fußball-Fan wirklich gefallen kann - keine Tore und kaum brandgefährliche Torszenen. Doch der KSC kann mit dem Punkt dennoch gut leben und bleibt somit weiter ungeschlagen im Jahr 2021 und kann somit seine Serie fortsetzen.

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  •   Apu
    (209 Beiträge)

    07.02.2021 23:13 Uhr
    1 punkt ist in ordnung
    Wieder einer mehr für einen entspannten saisonendspurt. Bald werden sie die 40 pkt inne haben. Es ist nur eine frage der zeit bis sich der erste spieler ernsthaft verletzt auf diesem Acker
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  •   FinnMcCool
    (528 Beiträge)

    07.02.2021 21:03 Uhr
    Punktgewinn ...
    ... oder doch eher zwei Punkteverlust?
    Wenn man oben mitspielen möchte, dann müssen auf Dauer solche Spiele gewonnen werden.
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  •   WilderPark
    (10 Beiträge)

    07.02.2021 19:40 Uhr
    SVA
    Sollte mal ein Buch über denn KSC schreiben, würd mich interessieren was für ein Mist da raus kommt.
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