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Karlsruhe Analyse zum Spiel: KSC legt mit erneutem Doppelschlag den Grundstein für Auswärtssieg im Norden

Der Karlsruher SC konnte sich dank eines erneuten Doppelschlags den dritten Saisonsieg sichern. Das Team von Christian Eichner konnte dank seiner Standardstärke dreimal jubeln. Im Duell der Tabellennachbarn schlugen die Badener Eintracht Braunschweig mit 3:1 und zogen an den Niedersachsen vorbei. Ausschlaggebend für den zweiten Auswärtssieg in Folge war eine starke Anfangsphase der Blau-Weißen mit zwei Treffern nach Standardsituationen.

Die Badener fanden im Auswärtsspiel in Niedersachsen zu einer ihrer alten Stärken zurück, den Standards. Diese bescherten dem KSC gleich zwei schnelle Treffer. Die Karlsruher, die ohne personelle Wechsel im Vergleich zum Sieg gegen St. Pauli in die Partie gegangen waren, erwischten den besseren Start.

Für den wachen Beginn belohnten sich die Badener mit zwei Treffern nach ruhenden Bällen: Zunächst landete ein Eckball von Heise bei Choi, dessen Abschlussversuch von Ziegele dann entscheidend abgefälscht wurde und unhaltbar links oben einschlug (14.). Und wie schon bei St. Pauli legte der KSC direkt nach: Nur wenige Minuten später führte ein Freistoß zum zweiten Treffer des Tages: Wanitzek schlenzte den Ball per Freistoß aus rund 18 Metern sehenswert über die Mauer hinweg ins rechte Eck (18.).

KSC-Profi Kyoung-Rok Choi (l) schirmt den Ball gegen den Braunschweiger Manuel Schwenk ab.
KSC-Profi Kyoung-Rok Choi (l) schirmt den Ball gegen den Braunschweiger Manuel Schwenk ab. | Bild: Swen Pförtner/dpa

Das Team von Christian Eichner beweist an diesem Nachmittag, dass es die Effektivität und die Kaltschnäuzigkeit gewonnen hat, die man zu Beginn der Saison noch so schmerzlich vermisste. Die beiden Treffer hinterließen Wirkung bei den Gastgebern aus Braunschweig, die in dieser Phase ziemlich unsicher waren.

Die Badener verpassten es stattdessen, einen dritten Treffer nachzulegen. Stattdessen traf Braunschweigs Proschwitz in der besten Phase der Gäste quasi aus dem Nichts zum Anschlusstreffer, der zu diesem Zeitpunkt jedoch mehr als schmeichelhaft war. Die Partie gestaltete sich nach diesem Tor dann deutlich offener, der KSC gab mehr Spielanteile an die Gastgeber aus Niedersachsen ab.

Braunschweig nach Pause stärker

Nach der Pause präsentierte sich Braunschweig immer stärker. Der KSC schwamm nach knapp einer Stunde im Glück, als Felix Kroos mit seinem Freistoß nur das Aluminium getroffen hatte. Das Blatt hatte sich in dieser Phase komplett gewendet, die Gastgeber waren drauf und dran, den Ausgleich gegen den KSC zu erzielen.

Nun war es der KSC, dem wie aus dem Nichts ein Treffer gelang. Mitten rein in die Sturm- und Drangphase gelang dem KSC der dritten Treffer des Nachmittags. Dem 3:1 war zunächst ein weiter Abschlag von Gersbeck vorausgegangen, Braunschweig konnte den Ball nicht aus der Gefahrenzone klären und schließlich fälschte Unglücksrabe Ziegele (Eigentorschütze zum 0:1) ein Lorenz-Zuspiel mit der Hacke in den Lauf von Hofmann ab.

Karlsruhes Trainer Christian Eichner gestikuliert an der Seitenlinie.
Karlsruhes Trainer Christian Eichner gestikuliert an der Seitenlinie. | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

Der Ex-Braunschweiger bewies dann Übersicht und hatte das Auge für den völlig freistehenden Choi, der vor dem Tor cool blieb und zum 3:1 veredelte. Hofmann kann es also auch als Vorlagengeber. Die Niedersachsen versuchten es in der Folge zwar noch einmal vor das KSC-Gehäuse zu kommen, schafften es aber nicht mehr wirklich, Torgefahr zu erzeugen, die Karlsruher schafften es hingegen den Ball geschickt aus der Gefahrenzone zu halten.

Somit dürfen sich Christian Eichner und alle KSCler über den zweiten Dreier in Folge freuen. "Ich wünsche der Mannschaft in den nächsten Tagen, dass sie dieses Gefühl aufsaugt. Dass sie fühlt, wie Erfolg schmeckt", sagte Eichner nach der Partie und mit Blick auf die kommende Herausforderung.

Als nächstes ist der KSC aber wieder im heimischen Wildpark gefordert, wo am kommenden Samstag (13 Uhr) Absteiger SC Paderborn zu Gast sein wird.

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Kommentare (3)
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  •   Schneekoenig
    (445 Beiträge)

    24.11.2020 12:41 Uhr
    Ich bin gespannt....
    ....alles ist möglich. Mit dem Sieg haben wir uns den Druck genommen und können befreit aufspielen. Das ist ein richtig spannendes Spiel - Ausgang offen. Konzentriert bleiben und Hausaufgaben machen. Schau‘n wir mal...
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  •   107
    (582 Beiträge)

    23.11.2020 19:23 Uhr
    Die Paderborner haben erst 7 Treffer kassiert.
    Das muß nicht so bleiben.
    Wer den Paderbornern die Tordifferenz verhageln wird, weiß ich zwar jetzt noch nicht,
    aber, wen hätten wir denn da nicht alles ?
    Heut ist erst Montag.
    Das Warten bis Samstag 13 Uhr dauert. Lang. Länger.
    Gefühlt : Ewig.
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  •   schwarzvoraugen
    (3610 Beiträge)

    22.11.2020 18:42 Uhr
    Schwung mitnehmen
    und mit einem Heimsieg auf Paderborn aufschliessen.

    Dann wird das was.
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