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Karlsruhe Spielanalyse: Karlsruher drücken gegen Hannover erst spät den Turbo-Knopf

In einer Zweitliga-Partie, die sich ihre Spannungsmomente bis zum Schluss aufgehoben hatte, sicherte sich der Karlsruher SC im Abstiegskampf einen wichtigen Punkt gegen Bundesliga-Absteiger Hannover 96. Kein unverdientes Ergebnis für die Badener, die sich nach Rückstand zurück ins Spiel kämpften und nach dem Restart somit weiter ungeschlagen bleiben.

Im Vergleich zum torlosen Remis gegen Bochum tauschte Karlsruhes Trainer Christian Eichner vier Personalien in seiner Startelf aus: Manuel Thiede, Damian Roßbach und Alexander Groiß saßen in Hannover auf der Bank, dafür ging es für Dirk Carlson, Christoph Kobald und Marco Djuricin auf's Feld. SC Freiburg-Leihgabe Jerome Gondorf kehrte nach abgesessener Gelbsperre in die Startelf zurück, dafür fehlte gegen "96" Lukas Fröde gesperrt.

In dieser Formation hat der KSC gespielt

Taktisch war der KSC einen Tick offensiver, in einer 4-3-3-Formation angeordnet, mit Kobald als zentralem Defensivspieler, Wanitzek und Gondorf als Doppelachse im Mittelfeldzentrum und Mittelstürmer Philipp Hofmann wurde auf den Außenbahnen von Djuricin und Lorenz flankiert.

Karlsruhes Marco Djuricin.
Karlsruhes Marco Djuricin. | Bild: Michael Deines/dpa/Archivbild

Die erste Halbzeit war verhältnismäßig ereignislos. Abtasten und erstmal den Gegner kommen lassen hieß die Device - ungünstig nur für die Partie, dass beide Mannschaften diesen Plan hatten. Die Defensivreihen erlebten eine weitestgehend sehr ruhige erste Arbeitshälfte und auch viele Zuschauer dürften fast froh gewesen sein, diese Anfangsphase nicht im Stadion verfolgen zu können.

Bis zur Halbzeit schwaches Spiel

Viele unpräzise Zuspiele entschärften potentielle Gefahrensituation noch bevor diese überhaupt gefährlich werden konnten. Ein Pfostenschuss von Kaiser nach 32 Minuten war die beste Aktion der 96er nach gut vorgetragenem Angriff in der ersten Hälfte.

Hannover kam nach der Pause zunächst wieder als spielbestimmende Mannschaft auf den Rasen, KSC-Schlussmann Uphoff konnte nur wenige Momente nach Wiederanpfiff einen Kopfball von Hübers klären. Der anschließende Eckball jedoch sorgte dann für die Führung der Niedersachsen: Die Hereingabe wurde unsauber in den Rückraum gespielt, wo der freistehende Prib nicht weiter von den Blau-Weißen gestört wurde und so aus 13 Metern ins Tor von Uphoff einnetzen konnte.

Torwart Benjamin Uphoff (KSC 1) beim hält den Ball.
Torwart Benjamin Uphoff (KSC 1) beim hält den Ball. | Bild: Carmele / TMC-Fotografie.de

Von diesem Moment an nahm die Partie aber langsam mehr Schwung auf, es kam vermehrt zu Torchancen, zunächst allderdings wieder durch Hannover. Stürmer Weydandt scheiterte zweimal in Folge an Uphoff. Bis zur 55. Minute dauerte es, bis der KSC zu seiner ersten Torgelegenheit kam - durch Marco Djuricin. Kurz darauf folgte ein Kopfball von Hofmann, der nur knapp das Hannoveraner Tor verfehlte. Schon die erste Viertelstunde des zweiten Durchgangs war umkämpfter als die ganze erste Hälfte.

KSC sichert sich den Ausgleich in Minute 70

Karlsruhes Druckphase machte den Hausherren mehr und mehr zu schaffen und so belohnte sich der KSC mit seinem Angriffsspiel und besorgte nach 70. Minuten durch seinen Top-Torjäger Philipp Hofmann den verdienten Ausgleich. Der 26-Jährige schlug wieder einmal per Kopf zu und veredelte so die Hereingabe von Mitspieler Wanitzek. Hofmann erweist sich auch in Hannover als Lebensversicherung der Badener im Abstiegskampf.

Philipp Hofmann (r) rettete dem KSC einen Punkt in Hannover.
Philipp Hofmann (r) rettete dem KSC einen Punkt in Hannover. | Bild: Friedemann Vogel/EPA - Pool/dpa

Ein Ausgleichstreffer, der nicht nur den KSC freute, sondern der gesamten Partie gut tat: Beide Teams wollten nun die drei Punkte. Durch einen Bock von Hannovers Abwehrmann Julian Korb, hatte Djuricin die große Chance auf die Führung, konnte seinen Sololauf auf 96-Schlussmann Zieler jedoch nicht krönen und schob den Ball knapp am Tor vorbei. Weydant wiederum vergab setzte einen Kopfball knapp neben das KSC-Gehäuse.

Die Einleitung einer chancenreichen Schlussphase, in der KSC-Winterzugang Ben-Hatira, der für Lorenz gekommen war, den Pfosten traf. Bei Hannover hatte Maina noch den Lucky Punch auf dem Schuh, vergab jedoch. So blieb es bei zwei Treffern in Hannover und einem Punkt auf dem KSC-Konto, der nach starker zweiter Halbzeit voll in Ordnung geht.

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  •   Rundbau-Gespenst
    (11881 Beiträge)

    28.05.2020 10:07 Uhr
    so, so... also ein 4-3-3
    warum hat die KSC-Seite von transfermarkt.de dann ein 4-1-4-1 auf dem Zettel stehen?
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  •   melotronix
    (3159 Beiträge)

    28.05.2020 09:12 Uhr
    wenn schon, denn schon..
    KA-News..manchmal möchte ich es nicht glauben was ihr für Böcke schiesst. Und das schon seit Ewigkeiten.
    Gibts bei euch kein Vieraugenprinzip?..ich denke das wäre angebracht.

    unter dem Foto von Uphoff:

    "Torwart Benjamin Uphoff (KSC 1) beim hält den Ball."
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  •   schlaule2
    (182 Beiträge)

    28.05.2020 08:38 Uhr
    Karlsruher erst spät den Turbo-Knopf
    aha, tolle Satz das sein?

    Und was ist bitte ein Turbo-Knopf?

    Einen Turbolader kenne ich, aber einen Turbo-Knopf?
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  •   Micha
    (80 Beiträge)

    28.05.2020 12:45 Uhr
    Turbo-Knopf
    gab es bei uralten PCs! 386er wenn das jemand noch was sagt. Ich konnte meinen damals von 24MHz auf unglaubliche 40MHz mit dem Turbo Knopf hochschalten. Wahrscheinlich benutzt ka-news noch immer solche Rechner.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11881 Beiträge)

    28.05.2020 10:10 Uhr
    das ist doch der Turbobooster
    vom Michael Knight alias Dusslhoff.
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  •   motzki
    (744 Beiträge)

    28.05.2020 09:33 Uhr
    redaktionelle...
    ...arbeit von ka-n und spielweise des ksc müssen halt im einklang sein...
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  •   zahlenbeutler
    (1574 Beiträge)

    28.05.2020 10:49 Uhr
    ob KA-news
    einen Präsidenten hat ?
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11881 Beiträge)

    28.05.2020 12:03 Uhr
    mal beim Südkurier
    nachfragen!
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