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Karlsruhe Analyse zum Spiel: Effizienter KSC verdirbt Kiel die Aufstiegs-Sause

Der Karlsruher SC hat es endlich wieder geschafft und im heimischen Wildpark ein Spiel gewonnen. Damit endet eine Serie von insgesamt neun Partien am Stück in denen nicht dreifach gepunktet werden konnte. Gegen die Gäste aus Kiel war es vor allem die Effektivität vor dem Tor die den Unterschied machte. Unsere Analyse zum letzten KSC-Heimspiel der Saison.

Im letzten Heimspiel der Saison gelingt dem Karlsruher SC eine kleine Überraschung. Gegen Aufstiegs-Favorit Holstein Kiel holen die Badener durch einen 3:2-Erfolg den lang ersehnten Dreier und können schon vor dem Saisonfinale in Heidenheim auf eine gelungene Spielzeit zurückblicken. Vor allem in Sachen Toreffizienz zeigte sich die Eichner-Elf von ihrer besten Seite gegen die Störche.

Kiel muss Aufstiegsparty nachholen

Der KSC hat den Kieler Störchen vorerst die Aufstiegsparty versaut und die Siegesserie der Nordlichter gestoppt. Stürmer Philipp Hofmann erwies sich mal wieder Unterschiedsspieler bei den Blau-Weißen. Zugleich war es für den KSC im Endspurt mal wieder ein wichtiger Erfolg nach zuvor neun sieglosen Spielen in Folge.

Christian Eichner (KSC Trainer) gestikuliert laut am Spielfeldrand.
Christian Eichner (KSC Trainer) gestikuliert laut am Spielfeldrand. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Der straffe Spielplan, den beide Mannschaften durch die Quarantäne bedingte Zwangspause zuletzt hatten, war ihnen anzumerken. Vor den Toren passierte denkbar wenig und beide Teams neutralisierten sich über die kompletten ersten 45 Minuten. Ein defensiver Aussetzer der Karlsruher Hintermannschaft sorgte dann vor der Pause doch noch für Bewegung auf der Anzeigetafel.

Serra aus dem Nichts - Batmaz und Hofmann kontern

Kiels Angreifer Serra wurde kaum attackiert und konnte somit seinen 12. Saisontreffer erzielen. Die schnelle Antwort der Gastgeber gab es dann nach der Pause und wieder mehr oder weniger aus dem Nichts: Gondorf setzte Batmaz im Strafraum in Szene, der profitierte von Lorenz' Ausrutscher und schob zum 1:1-Ausgleich ein. Die Kieler wiederum verpassten ihrerseits die erneute Führung.

Malik Batmaz (KSC 31) schießt den KSC zum 1:1 gegen Thomas Dähne (Torwart Kiel 21)
Malik Batmaz (KSC 31) schießt den KSC zum 1:1 gegen Thomas Dähne (Torwart Kiel 21) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Stattdessen zeigte sich der KSC als die effizientere Mannschaft und drehte nach sehenswerter taktischer Eckball-Formation die 2:1-Führung. Wanitzeks Eckball fand die Stirn von Philipp Hofmann der Mithilfe des Innenpfostens einnetzte. Zuvor hatten sich die Karlsruher rechts an der Strafraumlinie aufgestellt und waren dann in die Gefahrenzone gesprintet. Somit hatten die Badener die Partie nach genau einer Stunde gedreht.

VAR hilft dem KSC

Auch danach blieb die Partie ereignisreich. Eine Viertelstunde vor Schluss erhöhte Hofmann mit einem satten Abschluss auf 3:1 und die vermeintliche Vorentscheidung. Doch die Gäste aus Kiel hatten die Partie noch nicht abgeschrieben, trotz erkennbarer Müdigkeit in den Beinen. Nach 84 Minuten foulte Heise Kiels Porath im Strafraum, so dass Mühling zum Elfmeter antrat und zum 2:3 aus Kieler Sicht verwandelte.

Philipp Hofmann (KSC 33) schießt zum 3:1 gegen Simon Lorenz (Kiel 19) ein.
Philipp Hofmann (KSC 33) schießt zum 3:1 gegen Simon Lorenz (Kiel 19) ein. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

In der Nachspielzeit gab es dann nochmal helle Aufregung: Der vermeintliche Kieler Ausgleich durch Girth wurde vom Videoassistenten zurückgenommen, da der Vorbereiter zuvor im Abseits gestanden hatte. So durfte sich am Ende der KSC über den lang ersehnten Sieg nach neun Spielen freuen und mit noch mehr Vorfreude ins Saisonfinale am kommenden Sonntag in Heidenheim gehen. Mit einem Sieg am 34. Spieltag hat die Mannschaft von Christian Eichner die Chance die Saison auf Platz sechs zu beenden. 

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Kommentare (6)
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  •   Ringo.Ginsterburg
    (159 Beiträge)

    17.05.2021 21:45 Uhr
    Klar kann es wieder werden
    Es sollte den Verantwortlichen halt bewusst sein, dass der Rasen ein wichtiger Faktor ist und entsprechende Investitionen vielleicht mehr zum Erfolg der Mannschaft beitragen als ein teurer Spieler. Problematisch ist dabei aber, dass der KSC für den Rasen gar nicht zuständig ist, sondern die Stadt inklusive Tiefbauamt (!), was sich allerdings mit der Eröffnung des neuen Stadions ändern soll.

    P.S.: In Sachen Rasen-Abenteuer habe ich dem hier und da berichteten nichts hinzuzufügen. grinsen
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  •   Ringo.Ginsterburg
    (159 Beiträge)

    17.05.2021 14:51 Uhr
    Rasen vor Glück!
    Anfang des Jahres glaubte ich noch, der kaputte, aber vertraute Untergrund müsste eigentlich eher ein Heimvorteil sein, und dachte mir: "Bergauf wechselt man den Rasen nicht!" zwinkern

    Mittlerweile stelle ich aber fest, dass der KSC daheim zunehmend besser spielt, seit der Rasen (unterstützt durch die Corona-Pause) wieder besser geworden ist.

    Das sollten sich die Verantwortlichen vor Augen halten und weder Kosten noch Mühen scheuen, um ihn zur neuen Saison im neuen Stadion bestmöglich in Schuss zu bringen und zu halten.
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  •   Waterman
    (6559 Beiträge)

    17.05.2021 17:35 Uhr
    War und kann wieder werden
    Rasen des Jahres (2015).

    PS. Gibt es kein berichtenswertes Abenteuer im, auf oder unter dem Rasen....
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12434 Beiträge)

    17.05.2021 10:41 Uhr
    @ka-news: diese Überschrift stimmt mit den Gegebenheiten nicht überein
    "VAR hilft dem KSC"

    das hat irgend etwas Unkorrektes, Negatives in sich, was der KSC nicht nötig hat!
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  •   Kraichgauer80
    (208 Beiträge)

    17.05.2021 19:10 Uhr
    Vor allem
    was hat dies mit Hilfe zu tun? Das Tor war nicht regelgerecht und dafür wurde der VAR ins leben gerufen. Bei Abseits gibt’s keinen Spielraum, auch wenn es knapp war. Wer so eine Überschrift schreib sollte vielleicht seine Berufswahl überdenken.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12434 Beiträge)

    19.05.2021 08:33 Uhr
    so
    isses!
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