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Karlsruhe "Wir fahren dahin, um zu gewinnen": KSC könnte Sandhausen mit in den Abstiegskampf ziehen

Trotz der Negativserie von acht Pflichtspielen in Folge ohne Sieg, trotz der Enttäuschung über den verschenkten Sieg gegen den VfL Osnabrück, trotz dieser bitteren Bilanz: Der KSC kann zuversichtlich zum badischen Derby nach Sandhausen fahren. Trainer Christian Eichner ist optimistisch.

Der Chef-Coach der Blau-Weißen traut seiner Mannschaft "auf alle Fälle einen Erfolg zu. Wir fahren dahin, um zu gewinnen." Erneut habe man die Chance, durch einen Sieg einen Konkurrenten richtig mit in den Abstiegskampf zu ziehen. "Eiche" will, dass seine Mannschaft im Baden-Derby beim SVS offensiv, selbstbewusst und mutig agiert. Zu Recht. Denn: Das Team aus dem Hardtwald verbreitete zuletzt alles andere als Angst und Schrecken.

Die Sandhäuser kassierten drei Niederlagen in Folge, erzielten dabei keinen Treffer. Und: der letzte Heimsieg der Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat liegt schon länger zurück. Am 1. Dezember 2019 wurde der VfB Stuttgart im Baden-Württemberg-Derby mit 2:1 besiegt. Zudem konnte der KSC das Spiel in der Hinrunde mit 1:0 für sich entscheiden.

Daniel Gordon (KSC 3) fällt über einen Sandhausener Spieler.
Daniel Gordon (KSC 3) fällt über einen Sandhausener Spieler. | Bild: Tim Carmele

Torschütze: Manuel Stiefler, einer von vielen im KSC-Kader, der auch schon für den SV Sandhausen die Fußballschuhe schnürte. "Stiefel" gehört am Sonntag sicher zur Startelf der Karlsruher. Insgesamt steht ein Quintett beim KSC unter Vertrag, das sein Geld auch schon in Sandhausen verdiente. Dazu gehört Marco Thiede. Der dürfte am Sonntag nicht in der Startelf stehen. Wie auch Damian Roßbach. Dieser Ex-Sandhäuser muss aufgrund seiner Sperre letztmals zuschauen.

Der Karlsruher Manuel Stiefler (2.v.r.) jubelt mit seinen Kollegen (v.l.) David Pisot, Daniel Gordon, Dirk Carlson, Marvin Pourie und Marco Thiede. Foto: Daniel Karmann
Der Karlsruher Manuel Stiefler (2.v.r.) jubelt mit seinen Kollegen (v.l.) David Pisot, Daniel Gordon, Dirk Carlson, Marvin Pourie und Marco Thiede. Foto: Daniel Karmann | Bild: dpa

Auch Daniel Gordon war schon beim SVS aktiv. Sicher in der Startelf beim "kleinen Derby" steht Kapitän David Pisot. Auch der gebürtige Karlsruher hat eine Vergangenheit in Sandhausen. Bevor er als Jugendspieler eine Saison im Wildpark spielte, war er im Hardtwald aktiv. Auf Seiten der Gastgeber gibt es aktuell lediglich einen Profi, der schon das Trikot der Blau-Weißen trug: Philipp Klingmann.

Philipp Klingmann aus Sandhausen stoppt den Ball mit der Brust.
Philipp Klingmann aus Sandhausen stoppt den Ball mit der Brust. | Bild: Friso Gentsch

Letztes Spiel in Sandhausen zum Vergessen

Doch "Klinge", der sympathische Rechtsverteidiger, der noch immer Kontakt zu ehemaligen KSC-Kollegen pflegt, ist im Moment nur Ergänzungsspieler. Das letzte Duell in Sandhausen sollten die Karlsruher am besten: Vergessen. Denn die Karlsruher kassierten im April 2017 eine 0:4-Klatsche. Doch insgesamt sieht die Auswärtsbilanz des KSC gar nicht so furchterregend aus: Von fünf Begegnungen wurden zwei verloren, eine gewonnen, zweimal spielt der KSC remis.

Kopfballduell zwischen Daniel Gordon (KSC 3) gegen Kevin Behrens (SV Sandhausen 16)
Kopfballduell zwischen Daniel Gordon (KSC 3) gegen Kevin Behrens (SV Sandhausen 16) | Bild: Carmele/TMC Fotografie

In der Gesamtbilanz ist es noch positiver. Zehn Begegnungen, vier Siege, drei Unentschieden. Bester Torschütze auf Seiten des KSC ist der Grieche Dimitrios Diamantakos, drei Spiele - drei Treffer. Gefolgt von Manni Bender und Sergej Kirjakow, die beide zwei Tore gegen den SVS erzielten. Die meisten Spiele gegen Sandhausen im KSC-Trikot hat Ex-Keeper Dirk "Orle" Orlishausen absolviert. Er kam auf sieben Derby-Einsätze.

Dirk Orlishausen
Dirk Orlishausen | Bild: Tim Carmele | tmc-fotografie.de

SVS hat die bessere Defensive

Manuel Torres kam sechs Mal zu Zug, der Japaner Hiroki Yamada durfte in fünf Begegnungen für den Wildparkclub ran. Die Gastgeber brachten es im Laufe der Saison nur auf 24 Tore. Der KSC traf immerhin schon 30 Mal ins gegnerische Netz. Bei den Gegentreffern ist die Sandhäuser Bilanz besser. Nur 25 Treffer wurden kassiert, der KSC musste schon 42 hinnehmen.

Sandhausen belegt Rang elf in Liga zwei, mit 27 Punkten auf dem Konto. Der KSC hat Position 16 inne - den Relegationsplatz. Aber: Gewinnt der KSC, dann ist das Team von Trainer Eichner wieder auf Schlagdistanz zum SVS, dann hat der KSC den badischen Konkurrenten wieder in den Abstiegskampf gezogen. So wie es Trainer Eichner gerne hätte.

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  •   karlsruher1955
    (1251 Beiträge)

    21.02.2020 11:45 Uhr
    So, so
    Yes würde mich nicht wundern, wenn dieser Dorfclub -wie Du schreibst - dem KSC zeigen würde wo der Hammer hängt.
    So grottenschlecht wie der KSC seit längerer Zeit spielt.
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  •   sauerbraten
    (2081 Beiträge)

    21.02.2020 12:54 Uhr
    Na, bei einer Einwohnerzahl
    von etwas über 14000, dürfte der Begriff, "Dorfclub" ja durchaus seine Berechtigung haben. Dass es inzwischen dennoch soweit gekommen ist, wie Du sagst und die uns möglicherweise am Sonntag tatsächlich zeigen, wo der "Hammer hängt", ist doch der allerbeste Beweis dafür, dass beim KSC so ziemlich alles aus dem Ruder gelaufen ist und unterstreicht die geballte Ladung Inkompetenz, die von den Herren Wellenreuther & Kreuzer verkörpert wird. Wenn man sich die aktuellen Zweitligaclubs einmal anschaut, hat ausser dem HSV, Stuttgart, Hannover und vielleicht noch Nürnberg, niemand bessere Grundvoraussetzungen, als der KSC und dass wir trotzdem schon wieder mit einem halben Bein in der 3 Liga stehen, hat nur mit Einem zu tun: INKOMPETENZ der handelnden Personen.
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  •   kaesce
    (229 Beiträge)

    21.02.2020 18:31 Uhr
    Wenn man sich nach Sandhausen, Heidenheim, Aue ...
    ... und andere anschaut, sollen die natürlich nicht verklärt werden. Es kann aber auffallen, wie beim KSC seit Jahren Geklotze produziert wird, wo man besser solide kleckert. Die Stadiongeschichte (und das spricht nicht grundsätzlich dagegen) ist exzellentes Beispiel, wie das Blendwerk überhaupt nicht mit dem sportlichen Gebaren korrespondiert. Tatsächlich benötige ich ein angemessenes Sportstätte, wenn sportliches Niveau eintritt. Allerdings macht das Projekt nicht dieses Niveau, sondern das Sportliche erst bringt die Notwendigkeit des Stadions. Beim KSC wird das anders herum gestrickt und deswegen dürfen sich die Verantwortlichen durchaus Frage und Vorwurf ausgesetzt sehen, dass sie das alles an der Realität der notwendigen sportlichen Entwicklung vorbei machen, was im allg. als (bewusste) Inkompetenz bezeichnet wird. Und dann die Kaderbildung mit "Schrotflinte" - viele Spieler, die obgleich doch "vielversprechend und passend", dann wie im Nebel verschwinden ...
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  •   Gevatter
    (278 Beiträge)

    21.02.2020 19:50 Uhr
    Richtig!!!!
    Man schaue sich z.B. Kaiserslautern, Duisburg, Aachen, Offenbach an. Neue oder wie Kaiserslautern großes Stadion. Und was ist? Trotzdem 3. Oder 4. Liga. Wenn es in den Vereinsführung und Management nicht passt, kommt so was heraus.
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  •   Krunemer
    (164 Beiträge)

    21.02.2020 13:21 Uhr
    Die Inkompetenz
    der handelnden Personen hätten die Mitglieder bei der letzten JHV ändern können, wollten sie aber anscheinend nicht.
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  •   Badenzer66
    (74 Beiträge)

    21.02.2020 17:19 Uhr
    Das ist es...
    Genau richtig denn das war der Zeitpunkt und die Chance etwas zu verändern, einmal womöglich neue Richtung anzustreben allerdings haben das anscheinend nicht genug Mitglieder gewollt oder gesehen....Schade...
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  •   zahlenbeutler
    (1574 Beiträge)

    21.02.2020 10:42 Uhr
    vor allem
    muss Gordon aufpassen, die Sandhäuser sind bekannt für ihre Schubserei, nicht dass er wieder kurz vor Schluss hinfällt
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  •   sodbrenner59
    (660 Beiträge)

    21.02.2020 19:49 Uhr
    Alderle...
    ...- zwinkern
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  •   RainerBu
    (1084 Beiträge)

    21.02.2020 09:33 Uhr
    die Konkurrenz
    schläft nicht . Man kann nur hoffen, dass die Formkurve,besonders durch die Neuen, in Abwehr und Angriff endlich nach oben geht . Trainer muss natürlich gut Wetter machen .Was denn sonst.
    Und hofft drauf dass mal keiner patzt.
    Es sind einfach zu viele Spieler nicht in Form.Jedenfalls nicht für Liga zwei .
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  •   MACHTEL
    (190 Beiträge)

    20.02.2020 23:39 Uhr
    Aufbauhilfe
    Werden wir auch wieder leisten...
    Wie immer mit dem gleichen System und Spielermentalitaet.
    Wenn wir da sein sollten sind wir weg.
    Ich trag schon mal 30 punkte fuer Sandhausen und 21 punkte fuer uns ein.
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