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Karlsruhe Spielfreudige Niedersachsen bringen schludrigen KSC zu Fall: Taktikanalyse zum Spiel beim VfL Osnabrück

Beim Aufsteigerduell in Osnabrück kassierte der Karlsruher SC die dritte Saisonpleite und offenbarte eklatante Schwächen im Defensivbereich. Gegen spielfreudige und abgeklärte Osnabrücker ging man am Ende mit 0:3 vom Feld - und mit der Erkenntnis, dass man die Hausherren geradezu zum Tore schießen eingeladen hatte.

Nach der 2:4-Pleite gegen den HSV änderte Alois Schwartz die Startelf auf nur einer Position: Burak Camoglu ersetzte Lukas Grozurek im rechten Mittelfeld. Und die Badener begannen an der Bremer Brücke mit mutigem Pressing, legten ein hohes Tempo vor. Die Schwartz-Elf störte so das Osnabrücker Aufbauspiel konsequent.

Die beste Chance durch Marc Lorenz (9.) gab es dann nach einem ruhenden Ball von Marvin Wanitzek. Technisch schön gemacht, kann Osnabrücks Schlussmann den Schuss von Lorenz allerdings entschärfen.

Pressekonferenz KSC Osnabrück
Marc Lorenz bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Osnabrück. | Bild: ka-news.de

Nach einer Viertelstunde schalten sich auch die Hausherren ins Spiel ein und wurden schnell effektiv. Nach einem ersten Pfostenschuss saß bereits der zweite gefährliche Versuch. Der Grund: Slapstick in der KSC-Defensive. Osnabrücks Kevin Wolze nutzte das schwache Verteidigungsverhalten der KSC-Hintermannschaft und konnte Topstürmer Alvarez bedienen, der viel Platz hatte, um zur Führung einzunetzen.

"Wir sind nach einer Viertelstunde nicht mehr gut ins Spiel gekommen. Nach dem Gegentor hat es Osnabrück gut in die Karten gespielt", äußerte sich KSC-Trainer Schwartz nach der Partie zum verdienten Sieg der Osnabrücker.

VfL Osnabrück - Karlsruher SC
Osnabrücks Marcos Alvarez jubelt nach seinem Tor zum 1:0 gegen den KSC. Foto: David Inderlied | Bild: dpa

Was positiv auffiel: Trotz des Gegentreffers versuchte der KSC dort weiterzumachen, wo er angefangen hatte. Allerdings wurden die Aktionen nach vorne oft nicht konsequent genug ausgespielt. Wirkliche Gefahr im Osnabrücker Strafraum kam nicht zustande, da es in der badischen Offensive an der nötigen Präzision fehlte. Die Hausherren kamen durch das Tor hingegen mehr und mehr ins Spiel. 

Karlsruhe ist zu oft "zweiter Sieger"

Die zweite Hälfte hätte für den KSC wohl nicht schlechter beginnen können, als in der 47. Minute auf Elfmeter für die Niedersachsen entschieden wurde. Überflüssig, denn der Ball ist beim Dribbling des Osnabrückers Taffertshofer eigentlich schon weg, doch Linksverteidiger Roßbach traf seinen Gegenspieler beim Nachhaken. Alvarez ließ sich diese Chance zum 2:0 nicht nehmen.

Karlsruher SC - Hamburger SV
Alois Schwartz (KSC Trainer) gibt mit Gestik Anweisungen. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Nach dem zweiten Nackenschlag des Nachmittags rannte der KSC weiter an, war nach dem zweiten Gegentreffer gezwungen, offensiver zu agieren. Das ergab zwar Chancen, ermöglichte Osnabrück aber auch Räume zum Kontern. Trainer Alois Schwartz hatte immer wieder betont, dass man zu oft in den vergangenen Spielen "zweiter Sieger" geblieben war. Auch in Osnabrück war das der Fall, in den entscheidenden Aktionen war man meist zu spät.

"Wunden lecken, Spiel analysieren und besser machen"

Die Niedersachsen konnten sich fallen lassen und auf Gegenangriffe warten. Die Standardstärke des KSC fand an diesem Nachmittag keinen Ertrag. Stattdessen waren die Hausherren kurz vor Spielende noch einmal zur Stelle: Van Aken konnte sich in der Luft durchsetzen und traf zum 0:3 aus Sicht der Gäste.

"Wunden lecken, Spiel analysieren und in den nächsten Spielen besser machen", kündigte Schwartz anschließend an. Knapp zwei Wochen haben der Coach und sein Team dafür Zeit, bevor nach der Länderspielpause im nächsten Pflichtspiel Schwartz' Ex-Klub Sandhausen zu Gast ist.

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  •   Ich-habe-es-doch-gesagt
    (28 Beiträge)

    03.09.2019 13:03 Uhr
    Genau so
    Mit Händen in der Hosentasche als ob es keine Arbeit geben würde... Die landen eh wieder ganu weit unten
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  •   andi-b7
    (2928 Beiträge)

    02.09.2019 17:23 Uhr
    Ich wundere mich hier eher über diese Digital "Fans"
    Eine Woche himmelhoch feiern die andere Woche kotzen.
    Ganz ehrlich lasst das Trainerteam in Ruhe die wissen schon was sie tun, so blöde sind sie auch wieder nicht.

    Blau Weiß für immer solange die Sterne noch stehen......
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  •   Markymark
    (327 Beiträge)

    02.09.2019 12:43 Uhr
    Bin mal gespannt...
    ...welche Schlussfolgerungen jetzt gezogen werden. AS hat bereits mehrmals bewiesen, dass er die Mannschaft wieder zurück auf die Erfolgsspur bringen kann. Allerdings ist es jetzt ein höheres Niveau.
    Leider haben wir gegen eine Mannschaft verloren, die sich für die beiden Niederlagen von letzten Jahr revanchieren wollte (und somit heißer war) und die scheinbar auch konstanter spielt. Von Osnabrück kann sich der KSC wohl derzeit eine Scheibe abschneiden.
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  •   Holzbierebub
    (295 Beiträge)

    02.09.2019 12:27 Uhr
    Gegen Sandhausen raus
    auf die Baustelle und die Mannschaft anfeuern.

    Freitagsspiel, Flutlicht, Stimmung, und als Sahnehäubchen hoffentlich 3 Punkte.
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  •   schmidmi
    (1929 Beiträge)

    02.09.2019 12:13 Uhr
    Und der ekelhafte Einspruch
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   andi-b7
    (2928 Beiträge)

    02.09.2019 17:19 Uhr
    Egehaft war an dem Einspruch nichts,
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   schmidmi
    (1929 Beiträge)

    02.09.2019 17:27 Uhr
    Gerade von Dir hier bewiesen
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   andi-b7
    (2928 Beiträge)

    02.09.2019 17:52 Uhr
    Im übrigen Wo ist Daffeh?
    +++ Das Posting ist themenfremd und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   melotronix
    (2861 Beiträge)

    02.09.2019 12:02 Uhr
    das wird noch...
    ganz hartes Stück Arbeit. In der 2. Liga werden wir nur bestehen, wenn wir wir jedes Spiel an unserer Leistungsgrenze agieren. Sinngemässer Wortlaut unseres Trainers.
    Dann erwarte ich aber, das er die Mannschaft vor jedem Spieltag danach trainiert, sprich die mit den besten Trainingseindrücken auch spielen lässt.
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