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Karlsruhe Spannende Fakten vor dem Match gegen Heidenheim: In der Provinz klingelt die Kasse - anders als beim KSC

Allzu oft traf der KSC nicht auf den 1. Fußball Club Heidenheim 1846, auf den Dorfverein aus der schwäbischen Provinz. Doch der kleine Club ist inzwischen etablierter Zweitligist. Ob die Badener beim Heimspiel am Samstag (Anpfiff 13 Uhr) da nicht eine böse Überraschung erleben? ka-news.de hat den FCH mal genauer unter die Lupe genommen und ein paar Fun Facts ausgegraben.

Der FC Heidenheim ein Provinzclub? Von wegen: Durch kontinuierlich gute Arbeit und durch Treffer bei Neuverpflichtungen aus unteren Ligen, die für viel Geld weiterverkauft und prompt gut ersetzt wurden, hat der FCH bessere finanzielle Möglichkeiten als der Traditionsverein KSC.

Beispiel gefällig? Die Badener hätten vor der laufenden Spielrunde sehr gerne den offensiven Außenbahnspieler Merveille Biankadi vom FC Hansa Rostock in den Wildpark gelockt. Aber: Rostock wollte für den deutsch-kongolesischen Profi rund 350.000 Euro Ablöse. Viel zu viel für die klamme KSC-Kasse. Für den Dorfklub FCH - problemlos machbar. 

Kontinuität in Reinform

Heidenheim - das ist Kontinuität in Reinform. Beispiel: der Trainer. Dort trägt Frank Schmidt seit 2007 Verantwortung als Chef-Coach. Im Wildpark hatten diesen Job in diesem Zeitraum rund ein Dutzend Fußballlehrer inne. Man denke zum Beispiel an die glücklosen Jörn Andersen, Mirko Slomka und Marc-Patrick Meister.

Marc-Patrick Meister
Marc-Patrick Meister | Bild: Caro Reisenauer

Die Heimbilanz des Karlsruher SC gegen Heidenheim: Vier Spiele - ein Sieg, zwei Remis, eine Niederlage. Das Torverhältnis ist mit 6:4 pro KSC. Aber Achtung: Das letzte Heimspiel ging mit 0:1 verloren.

Die Gesamtbilanz: Punktemäßig absolut ausgeglichen. Acht Spiele - zwei Siege, vier Unentschieden und zwei Niederlagen. In Sachen Tore hat der KSC auch hier die Nase etwas vorne mit 11:9. Der letzte KSC-Sieg gelang den Badenern am 13. Februar 2016. Torschütze: Rouven Hennings.

"Mister FCH" und "Föhre" haben KSC-Vergangenheit

Wer an den FC Heidenheim denkt, der denkt an Marc Schnatterer. Den Kapitän, den Standard-König, den Torjäger - den inzwischen 33 Jahre alten Dauerbrenner. "Mister FCH" hat eine KSC-Vergangenheit. Im Reserveteam des Wildparkclubs spielte der Außenstürmer von 2006 bis 2008.

Marc Schnatterer aus Heidenheim trägt den Ball.
Marc Schnatterer aus Heidenheim trägt den Ball. | Bild: Friso Gentsch/Archivbild

Zum Durchbruch bei den Profis reichte es nicht. Die Konkurrenz in der Offensive war in dieser Zeit für den talentierten Nachwuchsmann zu groß. Damals standen die Topspieler Giovanni Federico oder Edmond Kapllani und Sebastian Freis beim KSC unter Vertrag. Gegen diese Akteure hatte der junge Schnatterer keine Chance.

Auch Jonas Föhrenbach gab als Linksverteidiger ein Intermezzo beim KSC. "Föhre" war in der Saison 2017/18 vom SC Freiburg an den KSC ausgeliehen. Inzwischen ist er auf der Alb gelandet. Seine Bilanz: Einmal Startelf, insgesamt magere 152 Minuten auf dem Feld. Er soll wehmütig an die Karlsruher Zeit denken.

Jonas Föhrenbach reagiert in einem Spiel für Karlsruhe nach einem Gegentor.
Jonas Föhrenbach reagiert in einem Spiel für Karlsruhe nach einem Gegentor. | Bild: Robert Michael/Archiv

Assistenz-Coach Bernhard Raab ist Ex-KSC-Profi

Der gebürtige Pforzheimer Denis Thomalla ist nach einer "Tour durch Europa" in Heidenheim gelandet. Thomalla spielte einige Jahre beim KSC-Nachwuchs, ehe ihn die Fächerstädter für rund eine halbe Million Euro Ablöse an Hoffenheim verkauften. Für Heidenheim erzielte er diese Saison einen Treffer.

Selbst im Trainerstab des FCH gibt es Angestellte mit KSC-Stallgeruch. Ex-Profi Bernhard Raab ist Assistenz-Coach. Zudem ist der ehemalige Langensteinbacher beim 1. FC Heidenheim als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums tätig. Der gebürtige Karlsbader spielte von 1987 bis 1990 in der Bundesliga bei den Blau-Weißen, brachte es in dieser Zeit auf 31 Bundesligaeinsätze, in denen er drei Tore erzielte.

2017 spielte der KSC gegen den FC Heidenheim. | Bild: Deniz Calagan (dpa)

Und KSC'ler mit Heidenheim-Vergangenheit? Keiner. So weit in die Provinz hat es bisher keinen verschlagen. Wie der KSC ist Heidenheim zwei Spiele in Folge ungeschlagen, zunächst ging es 3:0 gegen Holstein Kiel, dann 1:0 gegen Darmstadt.

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Kommentare (12)
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  •   sodbrenner59
    (641 Beiträge)

    28.09.2019 11:58 Uhr
    Joooooo.....
    KSC....Provinzverein seit ewigen Zeiten! Da wird sich nie etwas ändern. Auch nicht mit neuem Stadion!
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  •   malerdoerfler
    (6035 Beiträge)

    28.09.2019 08:03 Uhr
    Kann es sein, dass
    in Karlsruhe noch zu viele Personen (Politiker?) den KSC zur PR missbrauchen und so die Entwicklung eher behindern als befördern?
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  •   Deisyy
    (284 Beiträge)

    29.09.2019 15:28 Uhr
    Wellenreuther
    nenen sie ruhig seinen Namen sie sind doch sonst nicht so zimperlich mit ihren Kommentaren. zwinkern
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  •   107
    (444 Beiträge)

    28.09.2019 06:23 Uhr
    Solarzellen auf dem Stadiondach finden wir in Heidenheim
    Architekt : Dietbert E. Trägner

    Wer mehr als 100 Millionen Euronen in ein neues Fußballstadion investiert und es schafft die Nutzung der Sonnenenergie zu ignorieren, sollte es unterlassen sich Wissenschaftsstadt zu nennen.
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  •   malerdoerfler
    (6035 Beiträge)

    28.09.2019 08:01 Uhr
    Ein Neubau ohne Solarzellen?
    Nicht ihr ernst, oder?
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  •   Kopfschüttler
    (192 Beiträge)

    28.09.2019 11:37 Uhr
    Keine Solarzellen
    natürlich keine. Zu Umweltschädlich in der Produktion. Wenig effizient, nur was fürs Geldverdienen.
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  •   malerdoerfler
    (6035 Beiträge)

    28.09.2019 08:02 Uhr
    Und warum eigentlich mehr als 100 Mio?
    Wer verdient da denn noch dran mit?

    Es gibt Beispiele da ging es auch deutlich unter dieser Summe mit dem Stadionneubau.
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  •   teflon
    (2830 Beiträge)

    28.09.2019 10:41 Uhr
    Weil in Schilda alles immer
    deutlich teurer als bei anderen Kommunen ist. Das Stadion wird- wenn man alles in einen Topf wirft- irgendwo bei grösser 140 Mio ankommen. Dazu kommt noch, dass man kein Konzept für einen gescheiten ÖNV Anschluss hat und man sich nur die Parkflächen in Sinsheim ansehen muss, um zu begreifen, was dann in der Region um den Wildpark herum passiert, wenn die Hütte wirklich mal ausverkauft sein sollte. Das derzeitig Geplante ist deutlich zu gross dimensioniert und am falschen Standort - aber da haben die ganz Schlauen ja anders entschieden. Also wirds die nächste teure Baukatastrophe , auf die dann die Europahalle als Sahnehäubchen folgen wird. Karlsruhe ist in jeglicher Hinsicht bitterste Provinz und das sieht man am Rathaus & den dort agierenden Protagonisten überdeutlich.
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  •   Beobachter
    (148 Beiträge)

    28.09.2019 12:46 Uhr
    Jeder hat eine (andere( Meinung
    Was den Standort betrifft hätte ich auch eine Änderung bevorzugt. Aber zur "Überdimensionierung". Welches wäre die richtige?
    Das Stadion mit dem ganzen Drumherum zum Aufblasen oder Luftablassen, je nach Bedarf, ist noch nicht erfunden.
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  •   zahlenbeutler
    (1472 Beiträge)

    28.09.2019 01:07 Uhr
    Heidenheim Dorfclub
    ein Dorf mit 50 tausend Einwohnern, was ist dann z.B. Rheinstetten, ein Weiler ?
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