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Aue Schicht im Schacht: KSC-Aufstiegsträume zerplatzen in Aue

Wie bitter! Dem Karlsruher SC bleibt das Relegations-Pech erhalten. Durch eine 1:3 (1:1)-Niederlage bei Erzgebirge Aue hatten die Badener in den Aufstiegsspielen erneut das Nachsehen und bleiben damit in Liga drei.

Nach dem torlosen Hinspiel war von Beginn an klar, dass beide Mannschaften deutlich entschiedener den Weg in Richtung gegnerisches Tor suchen würden. Entsprechend viele Offensivaktionen gab es in der Anfangsphase. Die ganz große Torchance blieb aber aus - auch weil beide Abwehrreihen extrem aufmerksam agierten. 

Nach 24 Minuten leistete sich der KSC dann aber einen kleinen Aussetzer, Sören Bertram nutzte dies und traf zum 1:0 für Aue. Marcel Mehlem verlor am Strafraum den Ball, Nicolai Rapp flankte in die Mitte, wo sein Teamkollege aus vier Metern per Kopf zur Stelle war. 

Karlsruher Fans zünden Pyrotechnik vor Beginn des Spiels.
Karlsruher Fans zünden Pyrotechnik vor Beginn des Spiels. | Bild: Robert Michael (dpa)

Damit wuchs der Druck auf den KSC, der nun noch mehr investieren musste. Nur fünf Minuten später bekamen die Karlsruher direkt die Chance, um zurückzuschlagen. Doch ein Schuss von Matthias Bader wurde zur Ecke abgelenkt (29. Spielminute). 

Bitter für die Badener, dass Marco Thiede in der 35. Spielminute verletzt vom Platz musste, nachdem er bereits ganz früh in der Partie einen Schlag auf den Fuß bekam. Er wurde durch Marc Lorenz ersetzt. Fünf Minuten vor der Pause dann die Gelegenheit für Aue einen zweiten Treffer nachzulegen. Doch Bertram schoss einen Konter ans Außennetz.

Aues Mario Kvesic (l) im Zweikampf mit dem Karlsruher Marco Thiede.
Aues Mario Kvesic (l) im Zweikampf mit dem Karlsruher Marco Thiede. | Bild: Sebastian Kahnert (dpa)

Und so konnten die Badener tatsächlich wieder zurückkommen. Nach einer Ecke war es Fabian Schleusener, der ebenfalls per Kopf den Ausgleich markierte (44.) - und den KSC ganz nah dran brachte an die zweite Liga. Denn nun lag der Druck wieder klar bei den "Veilchen", für die Erzgebirgler zählte nur ein Sieg. 

Die erste Chance im zweiten Durchgang hatten allerdings die Karlsruher, als Marvin Wanitzek aus der Distanz Martin Männel prüfte (48.). Fünf Minuten später zappelte der Ball jedoch erneut im Netz hinter Benjamin Uphoff, nachdem Bertram dieses Mal von der Strafraumgrenze und mit dem Fuß verwertete. 2:1 für Aue in der 53. Spielminute. 

Aues Sören Bertram (re.) und Karlsruhes David Pisot kämpfen um den Ball.
Aues Sören Bertram (re.) und Karlsruhes David Pisot kämpfen um den Ball. | Bild: Robert Michael (dpa)

Für die Schlussphase reagierte KSC-Cheftrainer Alois Schwartz, brachte Anton Fink für Marcel Mehlem. Der Stürmer hätte sich auch perfekt einfügen können, verpassten den 2:2-Ausgleich mit einer seiner ersten Ballberührungen nur knapp (69.). Stattdessen schlug erneut Bertram zu und machte mit dem 3:1 eine Viertelstunde vor dem Ende den Deckel drauf für den Zweitligisten. 

Damit hat das Relegations-Trauma des KSC ein weiteres Kapitel bekommen. Schon zum dritten Mal haben die Badener in den Entscheidungsspielen das Nachsehen, müssen nächste Saison weiter in der 3. Liga auflaufen. 

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Bader, Gordon, Pisot (78. Stroh-Engel), Föhrenbach - Thiede (35. Lorenz), Mehlem (67. Fink), Wanitzek, Muslija - Pourié, Schleusener.

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  •   Grumberekicker
    (88 Beiträge)

    23.05.2018 17:46 Uhr
    Quo Vadis KSC?
    Hatte mir von der Relegation auch mehr erhofft., im Nachgang muß man aber den Auern gratulieren, den sie waren das bessere Team! Nicht nur auf die Spieler bezogen!
    Beim KSC wird man wohl wieder weiter wursteln und den Gürtel wieder ein wenig enger schnallen. Aber all zu viele Löcher hat der Gürtel nicht mehr. Vielleicht wurde bei den Entscheidungsträgern in den letzten Jahren das Hauptaugenmerk zu sehr auf den Stadion Neubau gerichtet und das Tagesgeschäft in fahrlässiger Weise vernachlässigt. Was für mich auf jeden Fall ganz fatal ist, ist die Entscheidung das Oberliga Team abzumelden. Aber vielleicht spielt man ja in 2 bis 3 Jahren auch so dort, siehe Stuttgarter Kickers.
    Bin mal gespannt wohin sich noch alles entwickelt, die Hoffnung auf einen Investor habe ich nicht und der braucht dann auch das fachlich kompetente Personal.
    Bleibe dem KSC aber weiter gewogen und hoffe auf eine Wende zum guten, wie es gehen soll weiß ich leider auch nicht so recht.
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  •   Badenzer66
    (82 Beiträge)

    23.05.2018 14:38 Uhr
    Ernüchternd!!
    Ich bin am Boden zerstört...die Mannschaft hat aus der Saison rausgeholt für was Sie fähig war, Respekt dafür !!
    Allerdings verstehe ich auch nicht wie andere Clubs , mit viel kleinerem Etat konsistent zumindest ein höheres Mittelmass erreichen als der KSC in den letzten 30-40 Jahren. Mindestens 40 Jahre bin ich jetzt dabei...ein Teil meiner schlechten Gesundheit ist diesem Leiden zuzuschreiben. Ich wünschte jemand hat den Überblick aus dem Rest der ersten Mannschaft und guten Spielern aus der Zweiten, die jetzt verfügbar sind, einen ordentlichen Kader zusammen zu stellen. Wenn ich den Ball nicht richtig annehmen kann un sofort verlier wieso spiel ich dann Profifussball?? Ich würde dass alles sehr gerne aussortieren aber ich bin ein nobody..trotzdem habe ich jetzt genug und werde mit dem management team Gespräche aufnehmen.
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  •   Loveri
    (3 Beiträge)

    23.05.2018 12:59 Uhr
    Kein neues Stadion
    Der KSC benötigt doch für die dritte und vierte Liga kein neues Stadion. Was soll das?
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  •   Rundbau-Gespenst
    (12352 Beiträge)

    23.05.2018 16:45 Uhr
    haste sonst nix zu
    schaffen?
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (2 Beiträge)

    23.05.2018 10:59 Uhr
    Drittklassige Stadt, Drittklassiger KSC und Drittklassige Lokalpolitik
    passt doch alles perfekt....
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  •   andi-b7
    (3319 Beiträge)

    23.05.2018 21:53 Uhr
    da liegste falsch !
    erstklassige Stadt ; zweitklassiger PSK ; Drittklassiger KSC und dann kommt lange nix ;
    siebtklassige Lokalpolitik.

    das Bild welches die Politiker in Ka abgeben ist von Linksaußen bis Rechtsaußen totall besch...
    wie kann man eine Stadt,Sport und Kultur nur so abwirtschaften ?
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  •   Mannheim56
    (136 Beiträge)

    23.05.2018 08:01 Uhr
    Saison
    Das Relegation Spiel war das Spiegelbild der Saison .Wehen Wiesbaden hat am Schluss keine Luft mehr bekommen durch zu Fall Wurden wir dritter.Insgesamt haben wir zu viele unentschieden und Auswärts zu wenig Siege eingefahren insgesamt waren wir in all den Spielen nie richtig dominant es war mehr oder weniger Zitter Siege.Ich erinnere mich an spiele wie Lotte Halle Wiesbaden . Diese auswärts schwäche hat uns den Kopf gekostet und dies muss in der neuen Saison deutlich besser werden .Gegen Aue haben wir in 20 Spielen bisher nur fünf mal gewonnen. In der neuen Saison müssen sie wieder lernen Dominanz auf dem Platz zu bringen .Nach Abschluss der Saison sehe ich den KSC zwischen der zweiten und der dritten Liga die erste Liga erscheint leider Gottes meilenweit entfernt
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  •   Badenzer66
    (82 Beiträge)

    23.05.2018 15:00 Uhr
    genau richtig
    wenn die Spieler schon selbst zugeben dass Sie ein 'Ticken zu passiv und mutlos waren' , dann wird's mir schon schwindelig...versuch's doch aufTeufel komm raus und wenn es dann immer noch nicht reicht lag es nicht and der Einstellung, irgendwie ist dass alles im Kopf der Spieler und die sind viel zurückhaltend, schau dir mal die Bilder von Aue von gestern an...da ist Wille, Aggressivität und Leidenschaft eine Situation zu verändern....wieso hätte man in diesem Fall Angst !! Angst vor WAS?????
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  •   stev777
    (362 Beiträge)

    23.05.2018 07:32 Uhr
    Maßlos enttäuscht
    Vieles Richtige wurde schon geschrieben, und die Zukunft sieht düster aus. Aber - die sah auch vor Beginn Runde 17/18 düster aus, und doch hat´s zur Relegation gereicht. Mal schauen, was die neue Runde bringt. Dennoch - man hat nach den Bundesliga-Abstiegen auch jahrelang Liga 2 nur als flüchtigen "Schönheitsfehler" gesehen, der schnell repariert wird. Heute langt´s nicht mal mehr zu Liga 2. Kann uns mit Liga 3 also genauso gehen, wenn man die Realität nicht annimmt und reagiert.

    Was mich aber so maßlos ärgert ist das Heimspiel der Relegation. Wenn man schon ein 0-0 wie einen Kantersieg feiert und sich mit anderthalb Beinen in Liga 2 sieht. Hallo???
    Ein Best-of-Two Heimspiel MUSS man gewinnen! Oder zumindest alles dafür tun, um den unbedingten Willen zu zeigen, auch rauf zu wollen!
    Dieser beidseitige Nichtangriffspakt vom Freitag war ein totales Armutszeugnis. Vor allem für die unsrigen, die Auer werden sich die ganze Heimfahrt darüber tot gelacht haben.
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  •   LA001
    (79 Beiträge)

    23.05.2018 13:26 Uhr
    zum Tod lachen
    wenn sich die Auer Tod gelacht hätten, wären wir in der 2. Liga.
    Unglaublich solche Kommentar
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