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Karlsruhe Remis für den KSC: "Schade, das wäre ein Big Point gewesen"

Nach dem 1:1 in Bochum sind die Badener im Jahr 2017 weiterhin ungeschlagen. Negativ ist dennoch, dass es die Elf des Karlsruher SC nicht schaffte, den Vorsprung beim VfL über die Zeit zu retten und somit einen Dreier einzufahren.

Das Tor für die Badener erzielte Neuzugang Stefan Mugosa nach toller Vorarbeit von Moritz Stoppelkamp und Grischa Prömel. Da die Konkurrenz im Kampf um den Klassenerhalt auch punktete, reicht dieses Remis nicht aus, dass sich der KSC so richtig aus der Abstiegszone absetzen konnte.

Daher war auch Trainer Mirko Slomka nicht ganz zufrieden: "Mit sechs Punkten aus zwei Spielen wären wir am Mittelfeld richtig dran gewesen." Sportdirektor Oliver Kreuzer war in seiner Analyse sportlich fair: "Es war eine gerechte Punkteteilung. Auch, weil wir es leider nach der Führung nicht geschafft haben, Ruhe ins unser Spiel zu bringen. Irgendwann war der Dauerdruck zu groß", so Kreuzer, der sich dennoch ärgerte, dass der KSC den Dreier nicht mitnahm. "Das wäre ein Big Point gewesen. Schade."

KSC kann sich in vielen Punkten verbessern

Durch dieses Remis konnte der KSC nur eines der letzten neun Zweitligaspiele für sich entscheiden; vier Remis, vier Niederlagen. Der KSC ist auswärts durchaus erfolgreich, verlor nur eines der letzten sechs Auswärtsspiele in der Zweiten Liga.

Die Badener überließen den Gastgebern die Initiative, was man deutlich an der Ballbesitzquote sehen kann. Nach zehn Minuten lag die bei 35 Prozent, steigerte sich auf 45,8 Prozent zur Halbzeit. Am Ende der Partie war diese Bilanz - verständlicherweise - etwas schwächer. Eine logische Entwicklung, denn die Bochumer warfen nach dem KSC-Führungstreffer alles nach vorne. Ballbesitz bei Spielende: 42 Prozent.

Auch bei der Quote der gewonnenen Zweikämpfe steigerte sich das badische Zweitligateam: Von 41 Prozent nach einer Viertelstunde, über 43 Prozent beim Seitenwechsel, lautete diese Bilanz am Ende der Begegnung: 49,7 Prozent. Enorm war die Steigerung bei den Luftduellen. Nach mageren 30 Prozent nach einer halben Stunde, hatten die Karlsruher am Ende der Partie 53,3 Prozent der Kopfballduelle für sich entschieden.

Bei der Genauigkeit hapert es noch

Beeindruckend war auch die Anzahl der Schüsse, die durch KSC-Akteure abgefeuert wurden. 18 Schussversuche beweisen, dass jeder Spieler jede Möglichkeit nutzte, einen Treffer zu markieren. Dass nur fünf Schüsse das Bochumer Gehäuse trafen, ist verbesserungswürdig. 27,8 Prozent bei der Schussgenauigkeit ist kein beeindruckender Wert.

Moritz Stoppelkamp schoss fünf Mal und damit am häufigsten bei den Badenern. Dass der KSC dem VfL kaum Tormöglichkeiten gestattete, lag auch an den erfolgreichen Tacklings. 76,9 Prozent der Tackels führten zu einem KSC-Ballgewinn. Bochum spielte 472 Pässe, die Fächerstädter brachten es nur auf 296. Dass davon 60,1 Prozent beim Mitspieler landeten, war nicht sonderlich gut.

Bei den langen Pässen war die Bilanz noch weniger positiv. Nur 24,3 Prozent der so gespielten Bälle landeten beim Teamkollegen. Das KSC-Team spulte gute 116,94 Kilometer ab. Der lauffreudigste Akteur bei den Badenern? Wie eigentlich immer Grischa Prömel, dieses Mal mit 13,06 Kilometern. Prömel war zudem mit 32,49 Stundenkilometern schnellster Karlsruher Spieler.

Sprints legten die Karlsruher 225 hin, der VfL brachte es auf 205. Stürmer Diamantakos sprintete am häufigsten: 31 Mal. Diamantakos hatte zudem die beste Passquote mit 85,71 Prozent. Torschütze Stefan Mugosa brachte es auf diesem Gebiet nur auf 57,14 Prozent.

Hiroki Yamada spielte am meisten Foul: drei Mal. Prömel wurde am häufigsten gefoult: ebenfalls drei Mal. Die meisten Ballkontakte hatte Linksverteidiger Dennis Kempe. Der eingewechselte "Heimkehrer" Jonas Meffert brachte es auf drei Ballberührungen in zehn Minuten.

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Kommentare (16)
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  •   sauerbraten
    (1774 Beiträge)

    06.02.2017 15:31 Uhr
    Klar, es ist ärgerlich, wenn man
    in so einem Spiel hinten raus noch die Führung abgeben muss, aber selbst wenn der Dreier dabei rumgekommen wäre, dann hätte das ja trotzdem noch längst nicht bedeuet, dass man aller Sorgen ledig ist. Ein Gegentor kann man immer mal kriegen, ganz speziell dann, wenn bei Figueras spontan nach Grundschnelligkeit gefragt wird. Das geht dann halt in die Hose, aber ansonsten find ich den inzwischen gar nicht mehr so übel. Auge hat der jedenfalls. Blöd war halt irgendwo auch, dass der Schiri ein ziemlich klares Foul am Hoffer im gegnerischen Strafraum nicht pfiff. Das Spiel hätte auch schon für Bochum ausser Reichweite sein können, als die ihr Tor machten. Nichtsdestrotrotz liegen wir jetzt mit 4 aus 6 Punkten ganz ordentlich im Soll und ganz grundlos haben die Bochumer ja auch nicht die Heimbilanz, die sie haben. Denke 60 am Samstag wird für uns weniger kompliziert - ich tippe auf ein 1:3
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10773 Beiträge)

    06.02.2017 17:18 Uhr
    der Schiri ???
    Du meinst doch Bibi, die Schiedsrichterin, die bei einem möglichen Verstoß gegen Krebs sofort auf den Elfer gezeigt hätte?

    grinsen
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  •   Eckfaehnchen
    (2538 Beiträge)

    06.02.2017 14:44 Uhr
    Verpaßter Dreier.
    Na und ? Wir schlagen in München die Seppel und alles paßt wieder.
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  •   Aussie
    (545 Beiträge)

    06.02.2017 13:54 Uhr
    Nun mal langsam voran.
    Man sollte nicht immer alles auf einmal wollen.
    Der KSC ist auf einem guten Weg. Lieber schrittchenweise stetig nach oben als ein dauerndes Hin und Her.
    Slomka plant erkennbar längerfristig. Diese "unterfütterte" Entwicklung braucht der Verein!
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  •   Ludwigsstammtischbruddler
    (765 Beiträge)

    06.02.2017 13:38 Uhr
    Slomka
    raus! zwinkern
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  •   Eckfaehnchen
    (2538 Beiträge)

    06.02.2017 14:41 Uhr
    Von wege,
    glei gibts e Maulschell.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10773 Beiträge)

    06.02.2017 13:16 Uhr
    und was lernen wir daraus, Herr Putzing?
    traue keiner Statistik, die Du nicht selbst "gepimpt" hast...

    grinsen
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  •   zahlenbeutler
    (1096 Beiträge)

    06.02.2017 20:30 Uhr
    Die Statistik
    hat einige wichtige Fehler, z.B. ist Prömel nicht 13,06 km gelaufen, sondern nur 13,0489653 km, da er einmal gestoßen wurde und somit nicht in dem Fall mit beiden Füssen auf dem Boden war, außerdem hatte Meffert
    nicht 3 sondern 4 Ballberührungen, einmal hatte er den Ball mit der Hose berührt, auch das ist eine Berührung und später vielleicht einmal wichtig, wenn es um Vertragsverhandlungen geht.
    Ich habe übrigens während ich geschrieben habe, 2 mal aus meinem Glas getrunken, Erdinger Weiße alkoholfrei..
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  •   uffmugger
    (301 Beiträge)

    07.02.2017 13:04 Uhr
    Erdinger Weiße und alkoholfrei
    greißlich
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  •   Rundbau-Gespenst
    (10773 Beiträge)

    06.02.2017 13:14 Uhr
    was sind eigentlich "Tackels"?
    eine Tierart wie Dackel oder Teckel?

    grinsen
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