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Karlsruhe Reaktionen zur KSC-Pleite: "Wir dürfen uns jetzt nicht zerfleischen"

Der Karlsruher SC hat mit dem 1:3 gegen Sandhausen die dritte Pleite in Folge kassiert und steckt damit mittendrin im Abstiegskampf. ka-news hat sich nach der Partie bei den Beteiligten umgehört.

Bjarne Thoelke: Wir haben super Fußball gespielt in der ersten Halbzeit und trauen uns plötzlich in der zweiten Halbzeit nichts mehr. Aber was auch zustande kam ist, dass wir nach dem 1:0 gedacht haben wir müssten nicht mehr so in die Zweikämpfe, nicht mehr so die zweiten Bälle erkämpfen. In der ersten Halbzeit haben wir eben so gut gespielt, weil wir die zweiten Bälle wollten und in die Zweikämpfe gegangen sind. Das hat auf einmal aufgehört. Ich bin ein bisschen sprachlos. Wir nehmen uns für jeden Spiel viel vor. Gegen Heidenheim führen wir 1:0, hier führen wir… auch wenn wir nicht schön spielen, wir müssen uns zusammenreißen und das 1:0 auch einmal über die Bühne bringen.  

Dirk Orlishausen: Es ist schwierig zu erklären wie man nach so einer ersten Halbzeit, in der man klar besser war, dann so wenig zusammenbringt. Fakt ist: Jetzt sind wir drin im Strudel. Das ist ein sehr langer und schwieriger Weg da raus. Ich kann nur an die Fans appellieren, die zurecht ihren Unmut äußern, dass da nur mit Zusammenhalt rauskommen - Mannschaft und Umfeld. Wir dürfen uns jetzt nicht zerfleischen und nicht in Hektik verfallen. Mehr kann ich nicht sagen. Wie gesagt, wir belohnen uns in der ersten Halbzeit nicht und reiten uns dann in die Sch**** rein. Wir müssen jetzt mental stark sein, weil viel auf uns einprasseln wird. Jeder der jetzt an den Abstieg denkt, kann seine Sachen packen und gehen. Das wäre eine Bankrotterklärung. Wir brauchen jetzt mental starke Spieler. 

Kenan Kocak: Ich denke wir haben in der ersten Halbzeit gegen den Ball kein gutes Spiel gemacht. Auch im eigenen Spiel haben wir zu viele Bälle verloren. Der KSC war besser und spielbestimmend. In der zweiten Halbzeit macht meine Mannschaft ein recht gutes Spiel abgeliefert. Ein großes Kompliment an meine Spieler, wie sie nach dem Rückstand zurückgekommen sind. Das spricht für die Moral der Mannschaft. 

Tomas Oral: Für uns ist das natürlich eine ganz, ganz bittere Niederlage. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, waren die spielbestimmende Mannschaft. Zweite Halbzeit gehen wir in Führung, so wie es auch verdient war. Dann werden wir etwas nachlässig. Die Mannschaft hat einen Schritt weniger getan als in der ersten Halbzeit. Das Spiel gleitet uns dann aus der Hand durch einen Elfmeter, der für mich niemals einer ist. Damit kommt Sandhausen ins Spiel. Nach dem 1:1 war die Mannschaft verunsichert. So geben wir ein Spiel her, das wir niemals verlieren dürfen. Deshalb sind wir richtig enttäuscht. Wenn man ein Spiel beurteilt, darf man nicht nur die letzten 20 oder 30 Minuten nehmen, sondern muss das ganze Spiel sehen. 

Enrico Valentini: Wir müssen uns vorwerfen, was wir nach dem 1:1 gemacht haben. Da war die Verunsicherung klar zu spüren. Mann muss die Fans verstehen, aber der Trainer kann nichts dafür. Da höre ich lieber „Mannschaft raus“. Ich will uns garnicht in Schutz nehmen. Man sieht, dass wir kämpfen, aber Fußball ist ein Kopfspiel. Nach dem 1:1 war es einfach nicht mehr gut und das obwohl wir mit die besten 60 Minuten der Saison gespielt haben. Die aktuelle Situation hat keiner gewollt. Wir hätten bis auf Union Berlin eigentlich jedes Spiel positiv gestalten können. Das ist dann das traurige, weil du weißt es liegt an dir. Das tut weh. Dann bist du jetzt im Sumpf und da müssen wir uns selbst rausziehen. 

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  •   tomumanu
    (216 Beiträge)

    20.11.2016 15:57 Uhr
    Lol
    Hallo wie lange wollen die noch warten um endlich aktiv zu werden.
    Zuerst diesen Abstiegstrainer Oral raus !Todt raus !und gleich der IW mit.

    Am besten Neuaufbau mit neuer Führungsriege.
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  •   schwarzvoraugen
    (4026 Beiträge)

    20.11.2016 12:49 Uhr
    Herr Valentini: Dem Gedanken "Mannschaft raus" kann ich so einiges abgewinnen.
    Besonders Ihre Leistung war gestern - gemessen an der dramatischen Tabellensituation - wieder einmal unterirdisch.

    Aufgefallen sind Sie mir nur in Diskussionen gegen Schiedsrichterentscheidungen und bei den gewohnten Flankenbällen ins Niemandsland.

    Sie sind stellvertretender Kapitän. Darf ich dann nicht gerade von Ihnen erwarten, dass Sie mit Kampfkraft vorangehen, das Feld umpflügen und anders als beim zweiten Gegentor Ihren wohlgepflegten Luxuskörper auch einmal zur Abwehr eines Passes im Strafraum nutzen?

    Sie haben vollkommen Recht: es liegt an Ihnen. Und nur Sie können die erforderlichen Punkte zum Klassenerhalt erringen. Ich hoffe nur, dass wir nach erfolgtem Klassenerhalt einen strategisch denkenden Manager haben werden, der Ihrer Idee "Mannschaft raus" konzeptionelles Leben einhaucht. Ob wir dann Ihre Flanken in der kommenden Saison im Wildpark noch bewundern dürfen, diese Frage lass ich ganz gewusst einmal offen im Raum stehen.

    Denken Sie einmal selbstkritisch darüber nach
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  •   max
    (274 Beiträge)

    20.11.2016 16:46 Uhr
    Großes Kompliment,
    das ist wirklich ein Kommentar der Ehrlichkeit und keine Polemik aufzeigt. So sollte es auch bei den anderen Kommentaren sein.
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  •   domino
    (87 Beiträge)

    20.11.2016 12:38 Uhr
    Also ich habe die ganze Zeit
    auch eher zum Trainer gehalten, aber die 2. HZ gestern hat hat meine Meinung grundlegend geändert. Hier muss ein Wechsel stattfinden, am besten nach dem Lautern-Spiel. Das sahen übringens auch die meisten anderen Logenkunden so wie ich grinsen
    Und mal kurz noch eine Kleinigkeit an alle "Ahnungslosen" hier im Forum: glaubt ihr wirklich, dass unser Präsidium so naiv war und dem Trainer einen 3-Jahrevertrag ohne Passus über eine mögliche vorzeitige Ablösung zu geben?? Kann euch beruhigen, das ist klar geregelt. Ein bißchen Sachverstand könnt ihr dem Präsidium schon zutrauen - da sitzen ja keine Amateure.
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  •   sauerbraten
    (2259 Beiträge)

    20.11.2016 11:41 Uhr
    Was seht ihr, wenn ihr Euch das Foto
    vom Oral oben anschaut? Ich sehe einen verbitterten Mann, der ganz einfach nicht die positive Aura ausstrahlt, die jetzt gefragt waere, um einen verunsicherten Haufen Elend, wieder auf Spur bringen zu koennen. Klar, die Mannschaft macht die Fehler und verliert die Spiele, aber wir werden in der Winterpause keine 11 neuen Spieler holen koennen - wir muessen deshalb irgendwie mit dem Kader klar kommen, den wir haben und deswegen kann es jetzt nur ueber einen Trainer gehen, der Positivitaet ausstrahlt, an die Kopefe der Spieler ran kommt und dafuer sorgt, dass jeder einzelne Spieler wieder an sich glaubt und ganz einfach besser spielt. Und damit sind wir dann wieder beim Foto - sieht so ein Trainer aus, der mentale Staerke ausstrahlt und diese an eine angeschlagene Truppe weiter geben kann? Ich denke nicht, aber neben monitaeren Gesichtspunkten, kommen hier jetzt halt auch noch persoenliche Eitelkeiten ins Spiel und der Praesi muesste sich eingestehen, dass Oral ein teurer Irrtum war.
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  •   Ebes
    (69 Beiträge)

    20.11.2016 15:44 Uhr
    Gut analysiert
    Es macht keinen Sinn auf die Mannschaft einzubruegeln. Ein Trainer mit positiver und ueberzeugender Ausstrahlung ist gefragt. Oral hat das zu keiner Zeit gezeigt. Der war von Anfang an nicht akzeptiert und von Todt mit Billigung des Präsidenten verpflichtet worden. Todt soll endlich eingestehen, dass er sich verschaetzt hat und handeln.
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  •   Pointguard
    (1 Beiträge)

    20.11.2016 14:54 Uhr
    Thomas Oral
    das ist genau der Punkt.Herr oral wirkt verbittert verkniffen und verspannt. Er gibt keine Interviews Und ist mal mit dem kruden Satz in Erscheinung getreten er könne auch Bayern München trainieren.
    Dabei ist nicht überliefert ,dass er schon mal irgendwo Erfolg gehabt hätte . Mit Ingolstadt landete er am Tabellenende bevor es nach ihm für die auf direktem Wege in die Bundesliga ging.
    Die Frankfurter Rundschau , eine der angesehensten Zeitungen Deutschlands ,schreibt über ihn er hätte FSV Frankfurt im Alleingang kaputt gemacht.
    Ich bin mir nachher zu 100-prozentig sicher dass dieser Mann beim KSC keine Zukunft mehr hat .
    Es gibt da nur zwei Probleme , nein eigentlich drei .
    Zum einen der kolportierte Drei-Jahres-Vertrag wobei ich mir auch nicht vorstellen kann dass Herr Wellenreuther so einfach mal einen Drei-Jahres-Vertrag ohne Ausstiegsklausel vergibt .
    Problem zwei ist unser Sportdirektor ,glücklos und selbst um seine Zukunft kämpfend.Er wird hier auch keine Zukunft haben.
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  •   Mozzer
    (2066 Beiträge)

    20.11.2016 13:39 Uhr
    Ich sehe einen....
    Denker und keinen Macher. Die Jungs wollen auf dem Platz und im Training Spaß haben. Zudem hat man die Jungs zu motivieren, muss Sie an der richtigen Stelle kitzeln. Es ist die Gratwanderung zwischen Respektsperson und Kumpel, dem man alles erzählen kann und bei dem man sich gut aufgehoben fühlt. Das kann ein Tuchel, ein Klopp oder auch ein Nagelsmann.....aber Oral kann das nicht. Und zu allem Überfluss schmeißt man noch den Mentaltrainer raus.......
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  •   garrus
    (727 Beiträge)

    20.11.2016 11:29 Uhr
    Blablabla...
    Diese Mannschaft spielt gegen den Trainer.
    Leider spielen die Herren somit auch gegen ihre Fans, gegen ihren Verein und gegen ihren eigenen Geldbeutel. Und so was wird dann als "Profi" bezeichnet.
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  •   fuzzynervzwerg
    (1148 Beiträge)

    20.11.2016 11:46 Uhr
    Diese Mannschaft spielt nicht gegen den Trainer, sie spielt gar nicht.
    Der SWR hats auf den Punkt gebracht:

    "... währenddessen posierten die Karlsruher im Mannequin-Style, ein Internet-Phänomen, bei dem möglichst viele Menschen möglichst lange in einer Pose verharren - wie Schaufenster-Puppen ..."
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