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Karlsruhe Nächste Pleite: KSC verschenkt Punkte gegen Sandhausen

Einen ganz bitteren Nachmittag erlebte der Karlsruher SC. Im Heimspiel gegen den SV Sandhausen setzte es eine 1:3 (0:0)-Niederlage. Für die Blau-Weißen ist es die dritte Pleite in Folge, wodurch man im Tabellenkeller hängen bleibt.

KSC-Cheftrainer Tomas Oral baute seine Startformation vor dem Spiel kräftig um. Zwischen den Pfosten vertraute er wieder Kapitän Dirk Orlishausen, In der Viererkette begann Ylli Sallahi für den verletzten Dennis Kempe. Der erkrankte Grischa Prömel wurde dieses Mal im defensiven Mittelfeld von Enrico Valentini vertreten. Er hatte sich durch starke Trainingsleistungen für diese Position empfohlen und gegen Yann Rolim und Franck Kom durchgesetzt, die beide nur auf der Bank saßen. Im Sturm versuchten es die Gastgeber an diesem Spieltag mit Dimitris Diamantakos und Erwin Hoffer.

Viele Chancen - keine Tore

Was die Hausherren im nur mäßig gefüllten Wildparkstadion anboten, war in Sachen Offensive zumindest mutig, wenn auch nicht konsequent genug. Zugleich hatte der KSC aber auch Glück, nach einer Viertelstunde nicht in Rückstand zu geraten. Eigentlich hätte Sandhausen einen Strafstoß bekommen müssen, nachdem Diamantakos im eigenen Strafraum Daniel Gordon foulte (13. Spielminute).

Die beste Karlsruher Chance hatte Sallahi, dessen Freistoß aus 30 Metern knapp am langen Pfosten vorbei ging (19.). Kurz darauf ging der Ball nach einem Gewühl knapp vor dem Tor ebenfalls wieder rechts am Aluminium vorbei (21.). Der KSC bestimmte nun immer deutlicher das Geschehen gegen sehr passiv agierende Gäste. Doch auch Stoppelkamp verzog nach 32 Minuten seinen Distanzschuss knapp über die Latte. Es blieb dabei: die Karlsruher machen schon die ganze Saison immer wieder vieles richtig – nur beim Abschluss hapert es gewaltig.

Diamantakos trifft - Wooten dreht das Spiel

Perfekter Start dann nach der Halbzeitpause. Zwei Minuten waren gespielt, da traf Diamantakos zum 1:0 für den KSC. Stark auch das Zuspiel von Yamada, der einen langen Ball genau in die Schnittstelle spielte. Doch die Führung wackelte nur sechs Minuten später, Bjarne Thoelke klärte einen Schuss von Lucas Höler auf der Linie!

Die kalte Dusche schließlich in der 60. Minute. Nach einer Ecke hatte Schiedsrichter Wolfgang Stark ein Foul im Strafraum von Diamantakos an Gordon gesehen. Seine Entscheidung: Strafstoß. Diese Gelegenheit ließ sich Andrew Wooten nicht nehmen und traf zum 1:1. Und damit nicht genug, Wootenlegte in der 74. Spielminute, als der KSC sich gerade wieder gefangen schien, das 1:2 nach.

Großer Frust bei den Hausherren. Doch in der verbleibenden Viertelstunde bekamen sie es spielerisch nicht auf den Platz gebracht. Eine wirkliche Chance zum Ausgleich ergab sich jedenfalls nicht. Vielmehr legte Sandhausen in der Nachspielzeit dann sogar noch einen dritten Treffer durch Höler nach. Die Zuschauer ließen ihrem Frust freien Lauf. Nach dem Tor ertönten wieder laut "Oral raus"-Rufe.

Aufstellung Karlsruher SC: Orlishausen - Bader (82. Rolim), Kinsombi, Thoelke, Sallahi - Valentini - Torres (73. Mavrias), Yamada, Stoppelkamp - Hoffer (68. Kamberi), Diamantakos.
SV Sandhausen: Wulle - Klingmann, Gordon (85. Karl), Kister, Roßbach - Linsmayer, Kulovits (58. Lukasik) - Pledl, Vollmann (70. Sukuta Pasu) - Höler, Wooten.

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