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Stuttgart Nach der Pleite in Stuttgart: KSC mit knappen Vorsprung auf Relegationsplatz

Mario Gomez vermutet, dass trotz des Derbysiegs gegen Karlsruhe einige VfB-Fans immer noch "viele Fragezeichen" haben. Außerdem trübt die Rote Karte gegen Kapitän Kempf ein wenig die Stimmung in Stuttgart. Der KSC ist ohnehin schlecht drauf.

Nachdem etliche Fans des Karlsruher SC von der Polizei nicht ins Stadion gelassen wurden, blieb die Derbystimmung in Stuttgart ein wenig aus. Der verdiente 3:0-Erfolg des VfB lieferte aber auch unabhängig von der vergleichsweise entspannten Atmosphäre in der Arena einige Gesprächsthemen. Ex-Nationalstürmer Mario Gomez beispielsweise erklärte im Anschluss, warum sich aus seiner Sicht wahrscheinlich nicht alle Stuttgarter Fans ungetrübt freuen konnten. Außerdem steckt der KSC nun im Abstiegskampf, obwohl er zuvor acht Spiele in der 2. Fußball-Bundesliga nicht verloren hatte. Und beim VfB sorgte der Kapitän ein wenig für gedämpfte Stimmung.

Kempf-Sperre: Ohne Chance auf den Ball hatte Marc-Oliver Kempf seinen Gegenspieler Christoph Kobald in der 87. Minute abgeräumt. Dafür sah der Innenverteidiger zurecht Rot, ihm droht nun durch den DFB eine Sperre von mindestens zwei Spielen. "Natürlich war das einfach dumm", sagte der Kapitän, der trotz des groben Foulspiels aber nicht von Absicht sprach. "Wer mich auch kennt und meine Bilanzen, sieht in den letzten Jahren mit meinen Karten, war ich da immer relativ fair unterwegs. Mir sind auch keine Sicherungen durchgebrannt. Ich wollte ganz klar den Ball spielen."

Marc Oliver Kempf
Marc Oliver Kempf, Kapitän des VfB Stuttgart. | Bild: Tom Weller/dpa/Archivbild

Schwaben-Kenner: Mario Gomez ist gebürtiger Schwabe, unter anderem deswegen weiß er, wie die Fans des VfB ticken. "Ich sehe bei den Leuten immer noch viele Fragezeichen. Es ist nicht so eine losgelöste Stimmung, wie ich sie eigentlich erwartet hätte", sagte der 34-Jährige nach dem Derbysieg. "Aber das ist auch ein Stück weit normal, die Erwartungshaltung in Stuttgart ist riesig." Nach zuvor vier Niederlagen aus fünf Spielen verkürzte der VfB den Abstand auf die direkten Aufstiegsränge. Am nächsten Sonntag beim SV Sandhausen muss der VfB aber nachlegen, sonst könnten seine Anhänger unruhig werden.

KSC-Abstiegskampf: Auch die Fans des KSC kennen die Tabelle. Vor der Niederlage in Stuttgart hatten die Badener siebenmal nacheinander Remis gespielt. Mit einem achten Unentschieden hätten sie einen Zweitliga-Rekord aufgestellt. So aber trennen die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz nun nur noch zwei Punkte vom Abstiegs-Relegationsplatz. "Uns muss bewusst sein, dass das eine gefährliche Situation ist", sagte Kapitän David Pisot. Gegen Regensburg am Freitag (18.30 Uhr/Sky) "sollte und darf" daher ein Sieg her, fand Torhüter Benjamin Uphoff.

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  •   teflon
    (2723 Beiträge)

    26.11.2019 16:30 Uhr
    Wenn der Laden mal wirklich unten
    auf einem Abstiegsplatz drin steht, wird es bei dem Motivationsmonster Alois schwer bis unmöglich, da wieder rauszukommen. Und ich denke auch, dass die Platzhirsche a la Fink durchaus fähig sind, eine Revolte gegen den Trainer & sein bescheuertes Spielsystem anzuzetteln - das Beispiel Kovac sollte noch frisch genug sein, um zu begreifen, wie schnell Spieler einen Trainer abschiessen können. Wird spannend, was in der Winterpause passieren wird - je mehr Abstiegsplatz, umso unlustiger wird die Nummer
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  •   Jan-Hannya
    (57 Beiträge)

    25.11.2019 15:37 Uhr
    Wie ein Absteiger...
    Gestern wie ein Absteiger !!! Eine Schande, sich im Derby so zu präsentieren !!!
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  •   schmidmi
    (2090 Beiträge)

    25.11.2019 13:40 Uhr
    Die 3 bis 4 Punkte
    noch zu versemmeln, sollten doch für den KSC kein Problem sein....
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  •   Neureuter
    (47 Beiträge)

    25.11.2019 13:27 Uhr
    Sooo...
    ... nun mal nicht gleich auf Panik machen.
    Sind ja noch `n paar Tage bis Saisonende.
    Jetzt müssen halt mal wieder ein paar 3er her.
    Leicht gesagt - aber sicherlich machbar.
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  •   Waterman
    (6390 Beiträge)

    25.11.2019 13:05 Uhr
    Gemach...
    Es ist ja jetzt nicht so, dass die Vereine vor und hinter dem KSC ein piel nach dem anderen gewinnen. Die haben alle Probleme , genau wie die beiden Mitaufsteiger.

    In dieser Tabellengegend liegen auch die wahrscheinlichsten Punkte. Punkte von oben sind Bonus und vermutlich die, die den Ligaerhalt sichern werden.

    Der KSC hat schlechte Erfahrung mit Trainerwechseln gemacht und zumindest vorerst besteht kein GRund diese Unruhe jetzt in die Mannschaft zu tragen.
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  •   hajmo
    (4187 Beiträge)

    25.11.2019 10:42 Uhr
    Dritte Liga
    wir kommen!
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  •   patrickkk
    (1424 Beiträge)

    25.11.2019 11:23 Uhr
    ...
    Ne du fährst bitte alleine nach Lautern zwinkern.
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