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Karlsruhe Mit drei Niederlagen in die Länderspielpause: An diesen Stellschrauben muss Chef-Trainer Alois Schwartz beim KSC nun drehen

Die Rückkehr des Karlsruher SC in die zweite Liga ist nach zwei Siegen in zwei Spielen zuletzt ins Stocken geraten: Drei Niederlagen in Folge kassierten die Badener gegen die drei Nordklubs Holstein Kiel, Hamburger SV und VfL Osnabrück. Die Länderspielpause, in der die deutschen Profi-Ligen pausieren, hätte für die Blau-Weißen wohl zu keinem besseren Zeitpunkt kommen können. Ausreichend Zeit für den Aufsteiger, um an einigen Stellschrauben zu drehen, damit es bald wieder erfolgreicher läuft.

Ob vor oder nach den Spielen: Im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenzen wurde Alois Schwartz nicht müde zu betonen, wie ausgeglichen die zweite Liga ist und mahnte zugleich vor leichtsinnigen Fehlern. Wie recht der erfahrene Karlsruher Fußball-Lehrer damit behalten sollte, haben die letzten drei Liga-Auftritte gezeigt - 3:9 Tore in den drei Spielen zeigen, wo bei den Karlsruhern der Schuh drückt.

Zunächst aber das Positive: Mit sechs Punkten liegt man solide im Mittelfeld, hatte einen guten Start und auch die Neuzugänge - allen voran Lukas Fröde und Philipp Hofmann - konnten super integriert werden. Auch der kämpferische Einsatz stimmte in allen Spielen. Doch wie Schwartz richtig erkannte: Um in Deutschlands zweithöchster Spielklasse erfolgreich zu sein, reicht das allein aber nicht aus.

Karlsruher SC - Hamburger SV, 25.08.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Torjubel durch Philipp Hofmann (KSC 33) | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Den Reset-Knopf drücken

Was ist also noch zu tun in der pflichtspielfreien Zeit? Drei Niederlagen, insbesondere wie sie der KSC zuletzt kassierte, tun weh - vor allem mental. Das Trainerteam muss nach dem ersten Saisonabschnitt also den mentalen Reset-Button bei seinen Jungs finden. Die Fehler der vergangenen Spiele verdrängen und zugleich versuchen zu verbessern. Der 7:1-Kantersieg im Testspiel gegen Verbandsligist SV Mörsch in der vergangenen Woche dürfte dazu beitragen, wieder etwas mehr Selbstbewusstsein bei den Wildpark-Kickern zu entfachen.

Bessere Chancen-Verwertung

Eine weitere Schraube, woran die Badener drehen müssen, zeigt nochmals ein Blick auf das Torverhältnis der vergangenen drei Spiele: Nur drei Treffer konnten die Blau-Weißen erzielen. Dabei gab es ausreichend Gelegenheiten: Sieben Torschüsse in Osnabrück, neun in Kiel und sogar 13 Torabschlüsse gegen den HSV standen in der Karlsruher Arbeitsbilanz.

Ausreichend Möglichkeiten also, um Tore zu erzielen. Doch die Statistik zeigt auch, dass beim KSC mehr Schüsse das Tor verfehlten, als dass sie den gegnerischen Torhüter in Verlegenheit bringen konnten. 17 Mal am Tor vorbei, nur zwölf auf das gegnerische Gehäuse.

Karlsruher SC - Hamburger SV, 25.08.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Marvin Pourié (KSC 9) rettet den Ball vor dem Aus. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Ein Sinnbild dafür ist Marvin Pourié. Der Torschützenkönig der vergangenen Drittliga-Saison durchlebt gerade eine Torflaute. Erst einen Saisontreffer ist ihm bislang gelungen, Chancen gab es ausreichend. Eine zentrale Aufgabe der noch verbliebenen Pause muss es sein, den Torjäger wieder in die Spur zu bekommen.

Konsequentere Manndeckung

Was vorne schleppend läuft, wird hinten eiskalt quittiert. Neun mal schlug es bei den drei Niederlagen im Kasten von Benjamin Uphoff ein. Beim so genannten "Spiel gegen den Ball" muss sich der KSC deutlich verbessern. Zu oft hatten die Gegner bei den Gegentoren zu viel Raum.

Sinnbildlich stehen dafür das 0:2 von Sonny Kittel, das 2:4 durch Jairo im Spiel gegen den HSV aber auch das erste Tor durch VfL-Angreifer Marcos Alverez in Osnabrück. Es zeigt, wie sträflich es ist, wenn die Angreifer im Karlsruher Strafraum viel Platz haben.

Jubel
Der HSV jubelt nach dem 2:0 durch Sonny Kittel. | Bild: Uli Deck

Künftig muss es also noch besser gelingen, eng an den Gegenspielern zu sein und Spielern mit großer Qualität möglichst wenig Raum zu bieten. Nur so kann man defensiv an Stabilität gewinnen. Dabei sind nicht nur die Verteidiger gefordert, auch die robuste Physis des Stürmer-Duos Pourié und Hofmann kann helfen, um das Aufbauspiel des Gegners früh zu unterbinden und einfache Gegentreffer zu verhindern.

Schwartz und das Wiedersehen mit der Vergangenheit

Am kommenden Freitag geht es im Liga-Alltag unter Flutlicht im Lokalderby gegen den SV Sandhausen weiter. Für Karlsruhes Trainer ein Wiedersehen mit der alten Liebe. In der Kurpfalz schaffte Schwartz seinen Durchbruch als Cheftrainer, in dem er den Klub aus der Heidelberger Vorstadt als Zweitligist etablierte.

Eine Woche später geht es nach Nürnberg. Dort treffen die Badener nicht nur auf einen ambitionierten Bundesliga-Absteiger, sondern auch auf einen tabellarischen Nachbarn. Aktuell belegt der Klub rang neun vor dem KSC. Zudem stößt Alois Schwartz auf ein weiteres Kapitel seiner beruflichen Vergangenheit: Zwischen Juni 2016 und März 2017 war er Trainer im Frankenland.

Bestimmt wird der Chef-Coach seine Erfahrungen mit den beiden Klubs auch nutzen wollen, um mit dem KSC wieder auf die Siegerstraße zu finden. Doch Fakt ist: Am Ende zählen im Fußball Ergebnisse - und die sollten die Blau-Weißen demnächst einfahren, damit die Fans auch weiterhin die Zweitliga-Rückkehr genießen können.

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  •   107
    (396 Beiträge)

    10.09.2019 19:44 Uhr
    über die Spielfreude kommt der Erfolg, siehe Halstenberg
    frisch, fromm, fröhlich, frei und mutig mit vollem Risiko getroffen zum 1:0,
    und,
    daß Gnabry aus diesem spitzen Winkel noch trifft, schafft auch nicht jeder, 2:0. !

    Fußball ist ein Mannschaftsspiel und wer bei diesem Spiel nur noch mit dem Kopf dabei ist, der wird nicht gewinnen können.
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  •   Kurpfalz
    (43 Beiträge)

    09.09.2019 20:07 Uhr
    Oh mein Gott
    "Eine weitere Schraube, woran die Badener drehen müssen, zeigt nochmals ein Blick auf das Torverhältnis der vergangenen drei Spiele"

    Was sind denn das für Artikel!?
    Hauptsache der Begriff "Badener" wird ständig verwurstet.
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  •   malerdoerfler
    (5691 Beiträge)

    10.09.2019 09:25 Uhr
    Wenn dann Mannheim oder Heidelberg weiter oben
    mitspielen, dann wird auch der Begriff Kurpfälzer wieder fallen.
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  •   Weichei
    (341 Beiträge)

    09.09.2019 17:29 Uhr
    Die Badener, die Schwaben, die Bayern usw. usf.
    Mir sage einmal Jemand wie viele dieser Volksgenossen in den jeweiligen Vereinen sind.
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  •   Mitsch
    (118 Beiträge)

    09.09.2019 14:40 Uhr
    Reset Knopf bitte nicht!
    Man sollte jetzt nicht alles schlecht reden, wir haben 6 Punkte aus 5 Spielen. Klar zuletzt 3 Niederlagen, mental sollte das aber bei Profis keinen zu großen Knacks geben. Warum auch? Es geht jetzt erstmal darum, zusammen zu halten, gemeinsam wieder zu kämpfen, keine Egos auf dem Spielfeld zu sein, die wichtigen Zweikämpfe zu gewinnen, die Defensive zu stärken! Eventuell nur einen Stürmer, die Null muss jetzt einfach stehen. Am letzten Freitag als ich das Deutschland Spiel gesehen habe, musste ich gleich an die letzten KSC Spiele denken. Der Gegner macht das Spiel, hat zu viel Raum und Deutschland läuft sich müde. Und irgendwann geht es dann nur noch hoch und weit. Einwechselungen verpuffen... jetzt sprechen alle man muss eine Reaktion zeigen! Wir werden es heute Abend und am Freitag Abend nach dem Spiel wissen, ob auf diese viele Worte eben einfach „nur“ Taten folgen...
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  •   myopinions
    (965 Beiträge)

    09.09.2019 11:56 Uhr
    ................Reset-Button und
    Stellschrauben.

    Das hätte man mal dem alten Herberger (Gott hab ihn selig) erzählen sollen.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11320 Beiträge)

    09.09.2019 11:03 Uhr
    und noch ein
    Statistikgläubiger...
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