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Karlsruhe Mehr Ballbesitz, mehr Pässe, mehr Laufleistung: Mit diesen Werten hat Holstein Kiel dem KSC einen Dämpfer verpasst

Jetzt hat es auch den KSC erwischt, bei den "Störchen" in Kiel endete der Höhenflug der Badener. Nach zwei Auftaktsiegen in der Liga mussten die Karlsruher eine 1:2-Niederlage hinnehmen.

Lange hatte der KSC alles im Griff, auch weil Cheftrainer Alois Schwartz, der "Mister Kontinuität", zum dritten Mal in Folge in einem Pflichtspiel die gleiche Startaufstellung auf das Spielfeld schicken konnte. Und: Der KSC hatte die gleiche Taktik wie in den erfolgreichen Spielen zuvor - dem Gegner den Ball überlassen, dessen Fehler ausnutzen.

Wenig Pässe und kaum Ballbesitz in Halbzeit eins

Der Ballbesitz der Badener nach 15 Minuten: 27,4 Prozent - dieser Wert war zur Halbzeit fast gleich. Die Gastgeber hatten in der ersten Viertelstunde 135 Pässe gespielt, der Karlsruher SC nur 46. Doch: Die Schwartz-Elf war zweikampfstärker, mit zur Halbzeit 53,5 Prozent. Die Zweikampfquote wurde bis zum Schlusspfiff noch besser: Der KSC gewann 59,7 Prozent aller Duelle - aber keinen Punkt.

Mit ein Grund für das Misserfolgserlebnis: Die Gastgeber spulten rund sechs Kilometer mehr ab als die Fächerstädter. Die Führung durch den ersten Ligatreffer des Österreichers Lukas Grozurek war zu diesem Zeitpunkt absolut verdient. Der KSC hatte zudem etliche gute Gelegenheiten, um den Vorsprung auszubauen.

 

 

Einer der besten KSC-Akteure auf dem Feld war Mittelfeldspieler Lukas Fröde. Der 24-Jährige gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe. Zudem spulte er 12,56 Kilometer runter und hatte 60 Ballkontakte.

Ebenfalls eine gute Zweikampfquote vorweisen konnte Daniel Gordon. Er gewann 75 Prozent seiner Eins-gegen-Eins-Duelle. Er legte auf dem Platz gut neun Kilometer zurück, bevor er fünf Minuten vor Schluss ausgewechselt wurde. 

Training am 23.Juli
Daniel Gordon beim Torschusstraining | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0, Lukas Grozurek, brachte 80 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler. Außerdem hatte der 27-Jährige 53 Ballkontakte und gewann die Hälfte seiner Zweikämpfe. 

Karlsruher SC - Dynamo Dresden, 03.08.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Lukas Grozurek schießt im Angriff. | Bild: Tim Carmele

Sein Mannschaftskollege aus dem Mittelfeld Marc Lorenz vergibt kurz vor dem Führungstreffer der Hausherren eine gute Gelegenheit. Der Linksfuß hatte in der Partie 45 Ballkontakte und lieferte eine Passquote von 70 Prozent sowie eine Zweikampfquote von 60 Prozent ab. 

Ein wenig mehr Zweikämpfe konnte Mittelfeldmotor Marvin Wanitzek gewinnen, nämlich 64 Prozent. Zudem lief der 26-Jährige wie ein Uhrwerk: 12,57 Kilometer. Desweiteren hatte der gebürtige Bruchsaler 65 Ballkontakte und eine Zweikampfbilanz von 64 Prozent.  

Karlsruher SC - Dynamo Dresden, 03.08.2019, Herren, Saison 2019/2020, 2.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Marvin Wanitzek mit dem Ball im Angriff. | Bild: Tim Carmele

Angreifer Marvin Pourié ackerte und rackerte wie immer. 38 Ballkontakte hatte er, während er 10,32 Kilometer abspulte. Seine Passquote lag bei 75 Prozent, von den Zweikämpfe konnte er 40 Prozent zu seinen Gunsten entscheiden. Er war der Spieler, der am häufigsten sprintete: 34 Mal. 

Rechtsverteidiger Marco Thiede legte seinen Mitspielern zwei Torschüsse vor. Zudem legte er auf dem Platz 11,34 Kilometer zurück und gewann beeindruckende 82 Prozent seiner Zweikämpfe. Außerdem hatte der 27-Jährige 56 Ballkontakte.

Training am 23.Juli
Marco Thiede beim Torschuss. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

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  •   Kartoffelsalat
    (523 Beiträge)

    20.08.2019 22:56 Uhr
    Ich glaube, der eigentliche Grund, dass der KSC verloren hat, ist ....
    dass Kiel mehr Tore geschossen hat. :D
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  •   Shmuel_K
    (421 Beiträge)

    20.08.2019 23:58 Uhr
    Haben sie?
    Die Redaktion sagt, das Ergebnis war 1:2
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  •   Micha
    (7 Beiträge)

    20.08.2019 12:40 Uhr
    Erinnere mich gar nicht...
    daß wir auch gegen Dresden und Hannover (Pokal) verloren haben.
    Wenn der liebe Herr Statistiker recht hat, hätten wir das nämlich müssen - da waren unsere Werte tw. noch schlechter.
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  •   Sportsfreund1951
    (1 Beiträge)

    20.08.2019 12:08 Uhr
    Auf Dauer nicht hinreichend
    Wer ständig auf Fehler des Gegners wartet und selbst kein offensive Spielgestaltung verfolgt, zerstört den Fußball......DAS "Fußball" von vorgestern!
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  •   Shmuel_K
    (421 Beiträge)

    20.08.2019 09:58 Uhr
    Wäre 1:2 gespielt worden,
    hätte der KSC gewonnen.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11315 Beiträge)

    20.08.2019 07:49 Uhr
    Statisten aller Länder
    vereinigt Euch!!!

    grinsen
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