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Chemnitz/Karlsruhe Licht und Schatten bei Schwartz-Premiere: KSC holt ersten Auswärtspunkt

Zum perfekten Einstand des neuen Cheftrainers hat es nicht gelangt. In einer Partie mit Höhen und Tiefen gab es für den Karlsruher SC am Ende beim Chemnitzer FC ein torlosen Unentschieden.

Die Partie der beiden Krisenklubs versprach im Vorfeld kein fußballerischer Leckerbissen zu werden. KSC-Chefcoach Alois Schwartz hatte seiner Mannschaft mit auf den Weg gegeben, sich zunächst auf defensive Stabilität zu konzentrieren. Das gelang aber nicht ganz. Vor allem bei hohen Bällen hieß es wachsam zu sein, Chemnitz suchte hier immer wieder Miroslav Slavov. 

Bei der ersten richtigen Torchance sielten die Gastgeber aber flach. Slavov kam aus rund zehn Metern zum Abschluss, KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff zeigte einen starken Reflex und parierte den Ball (14.). Kurze Aufregung nach 21 Minuten. Marc Lorenz stoppte einen Konter über Julius Reinhardt unsanft per Foul. In der Folge kam es zu einem kleinen Gerangel, das Schiedsrichter Patrick Schult aber schnell unter Kontrolle hatte. Es zeigte aber auch: Die Nerven auf beiden Seiten waren extrem angespannt.

Schleusener hat Führung auf dem Fuß

Die nächste knifflige Situation dann nach einer halben Stunde, als Florian Hansch im Gästestrafraum fiel. Doch auch hier bewies der Schiedsrichter gutes Augenmaß und gab keinen Strafstoß. Kurze Zeit später dann Freistoß für den CFC. Der Ball kam auf Laurin von Piechowski, der den Ball knapp neben den Pfosten setzte (32.)! Durchatmen war beim KSC angesagt. 

Nach vorne lief bei den Badenern in der ersten Halbzeit dagegen nicht viel zusammen. Die Angriffe waren zu ideenlos und durchsichtig für Chemnitz, Abschlüsse landeten dazu weit neben dem Tor. In der 37. Minute hatte Fabian Schleusener dann aber doch die Führung auf dem Fuß, als er nach Hereingabe von Lorenz aus kurzer Distanz an Kevin Kunz scheiterte. 

Viel Arbeit für Uphoff nach dem Seitenwechsel

Während die Badener in der Schlussphase der ersten Halbzeit Feldvorteile hatte, versuchte Chemnitz nach dem Seitenwechsel zunächst wieder das Kommando zu übernehmen. Die Chance verzeichnete aber der KSC! Bei einem Konter schickte Fink den alleine enteilenden Lorenz. Sein Schuss landet aber am Außennetz (55.). 

Nur eine Minute später dann schien es fast so, als würden sich die Karlsruher selbst wieder um den Lohn bringen. Nach einem Foul auf der Strafraumbegrenzung gab es Elfmeter für den CFC! Frahn übernahm die Verantwortung, schoss aber ganz schwach und Uphoff konnte parieren (57.). Insgesamt war es nun so, dass die Partie deutlich an Fahrt aufnahm - allerdings lief alles in Richtung KSC-Strafraum. Wiederum nur wenige Augenblicke später hatte Björn Kluft eine Chance, sein Ball ging knapp vorbei. 

KSC kämpft sich zurück ins Spiel

Schwartz reagierte in der 66. Spielminute und brachte mit Florent Muslija eine neue Offensivkraft. Er ersetzte Lorenz, der deutlich Gefahr lief Gelb-Rot zu sehen. Die zweite Chance für die Badener nach dem Seitenwechsel hatte allerdings Marcel Mehlem. Nach Zuspiel von Fink scheiterte der 22-Jährige freistehend aus drei Metern (67.). 

Der KSC wurde nun wieder etwas mutiger in der Vorwärtsbewegung, 20 Minuten vor dem Ende hatte Fink eine weitere gute Möglichkeit. Sein Schuss war aber zu unplatziert. Die Partie war nun vollkommen offen, die 7.013 Zuschauer in Chemnitz konnten sich auf jeden Fall nicht über mangelnde Unterhaltung beschweren. Letztlich blieb es aber beim torlosen Unentschieden und damit dem ersten Auswärtspunkt der Saison für den KSC. 

 

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Föhrenbach, Pisot, Gordon, Bader - Bülow - Lorenz (66. Muslija), Wanitzek (85. Stroh-Engel), Mehlem, Schleusener (82. Camoglu) - Fink.

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Kommentare (72)
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  •   Bannimender
    (112 Beiträge)

    11.09.2017 15:36 Uhr
    Glückssträhne
    Wir haben eine absolute Glückssträhne erwischt. Wenn der unberechtigte (trotzdem trottelig angestellt
    Herr Bülow) Elfer reingeht sind wir Letzter. So wird das 0-0 gegen Chemnitz als Erfolg verkauft. Ist nicht mehr zum aushalten. Und leider auch keine klare Strategie vom neuen Coach. DSE gehört vorne rein, genauso wie
    Fink absoluter Strafraumkiller, die Chancen von Schleusener, der nicht mal was in der zweiten zu suchen hat, und Mehlem hätten beide mit verbundenen Augen versenkt, aber Fink spurtet und flankt irgendwo im Mittelfeld oder Halbfeld... wo er nix zu suchen hat. Dazu der mit Schlaftabletten vollgepumpte Bülow, braucht dringend Mentalcoach oder Pause hier werden laufstarke Spieler benötigt die wir haben. Generell
    brauchen wir mehr Typen und DSE ist einer, Hinten waren wir immer noch wackelig, Bader ist überfordert,
    Pisot und Gordon werden sich finden, würde es wirklich mit 3 IVs versuchen Stoll noch mit dazu...
    Bitte jetzt irgendwie Schalter umlegen und zwei Siege her.
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  •   Bernd007
    (24 Beiträge)

    10.09.2017 21:38 Uhr
    1 Wunsch habe ich
    Ich wünsche mir doch nur das der KSC endlich mal wieder Spiele gewinnt. 2 Jahre nur Mist jedes Wochenende Fussball aus der untersten Schublade ist genug.
    Ist das zu viel verlangt??????Wir KSC Fans sind einiges gewohnt. Aber irgendwann reicht es auch mal......
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  •   RainerBu
    (282 Beiträge)

    10.09.2017 17:17 Uhr
    Qualitätsmängel
    Bei einem Konter schickte Fink den alleine enteilenden Lorenz. Sein Schuss landet aber am Außennetz (55.).

    Steht hier. Aus der Position konntest quasi nur das Außennetz treffen. Bist Du als Spieler schlauer dann hätte man versucht den einen Gegenspieler noch aussteigen zu lassen um dann direkt aufs Tor , ins (hohe) Eck zu schlenzen. Lorenz gehört aber noch zu den Besseren . Gestern waren aber auch seine Flanken gar nichts . Zu tief zu kurz . Es fehlt aber allen , fast allen an Qualität und auch Cleverness. Ist jetzt die Frage wieviel da ein Trainer richten kann . Ich find den neuen Coach gut. Heisst aber noch nicht dass das reicht .
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  •   stev777
    (269 Beiträge)

    10.09.2017 13:54 Uhr
    Alles in Allem
    War´s wieder ein grausliges Gekicke. Von beiden Teams. Wir spielen genauso mies wie letzte Runde. Nur eine Etage tiefer.
    Der KSC hat wahrscheinlich die schlechteste Innenverteidigung der 3. Liga. Was die Herren G+P sich da erlauben, spottet jeder Beschreibung. Das die Null stand ist nicht der Defensive sondern dem Unvermögen der Chemnitzer zuzuschreiben.
    Ich hoffe dass man nach 5 weiteren Spielen die Handschrift des neuen Coaches erkennen kann.
    Sonst - Hut ab zum Gebet.
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  •   Messer
    (246 Beiträge)

    10.09.2017 11:08 Uhr
    der lange Schatten Wellenreuthers
    tut dem KSC nicht gut, er sollte so schnell wie möglich zurücktreten, soviel Abstiege und entlassene Trainer hat noch kein Präsident beim KSC angehäuft wie er.
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  •   Badenstolz
    (609 Beiträge)

    10.09.2017 09:40 Uhr
    Laut der sportlichen
    Leitung und dem Präsidium haben wir einen Kader mit dem man aufsteigen muss bzw. zumindest um den Aufstieg mitspielt.
    Mich verwundert es dann schon das ein neuer Trainer mit zwei Wochen Zeit und einer defensiveren Grundaufstellung als zuvor es nicht schafft mehr Grundstabilität ins Team zu bringen (sind wir mal ehrlich wir waren gestern wieder für 2-3 Dinger gut) ... das lässt mich nun doch an der Qualität des Teams zweifeln.
    Die vergebenen Groschancen geben mir dann den Rest ... auch wenn es DSE an spritzigkeit fehlt - warum sitzt Er auf der Bank ... der würde knipsen !
    Jedes Wochende wird man als KSC Fan weiter gedemütigt ... Fussball zum abgewöhnen.
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  •   RainerBu
    (282 Beiträge)

    10.09.2017 13:24 Uhr
    also
    Klar, Stroh-Engel sollte man öfter mal bringen.Ist zwar nicht schnell aber mit dem Körper kann man natürlich Ball halten,abschirmen,auflegen.Wie er es ja schon gezeigt hat.
    Spruch von Kreuzer dass man mit der Mannschaft oben mitspielen muss, fand ich falsch . Manchmal brauchts evtl Druck aber so früh in der Saison und wenns grad nicht läuft ?
    Wiegesagt etwas schockiert war ich von Fink am Mikro bei telekomsport. Er kann ja nicht zufrieden sein. Hat es aber schöngeredet. Wahrheit ist aber dass sein Talent kaum zur Geltung kommt weil er zu wenig gute Vorlagen bekommt und zu wenig andere Spieler sind mal torgefährlich.
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  •   EmilyHobhouse
    (1012 Beiträge)

    10.09.2017 10:57 Uhr
    Hilfe
    Badenstolz[b] wird [b]gedemütigt. Durch was wird er gedemütigt, durch einen Fußballverein? Das scheint mir nicht ganz normal zu sein.
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  •   Schlappedengler
    (227 Beiträge)

    10.09.2017 09:00 Uhr
    Wieder nicht das bessere Team
    und das an allen 7 Spieltagen. Diese Erkenntnis ist Fakt und somit ist das Saisonziel weit entfernt, nahezu unerreichbar!
    Zum gestrigen Spiel habe ich mir nochmal die Chancen von Chemnitz angeschaut und da sehe ich weiterhin haarsträubende Abwehrfehler von vorallem Bülow im defensiven MF und den beiden IV's.
    Wie auch immer, da muss dringend angesetzt werden,da bringen wir unsere Gegner in Vorteil.Zudem fehlt die spielerische Klasse im offensiven MF,die werden wir auch nicht so schnell bekommen!Daher würde ich auf jeden Fall einen großen und einen quirligen Stürmer aufbieten.DSE und Zwawada sind hoch anspielbar,Fink und Schleusener sind für die richtige Bewegung verantwortlich.Das wäre meine Strategie und wenn sich das stabilisiert und Ergebnisse kommen, wird auch die Spielkultur sich verbessern.Kein Trainer der Welt kann durch Handauflegen diese Verunsicherung von heute auf morgen rauszaubern.Wir haben jetzt einen guten Trainer, die Tabelle sollen die sich in der Winterpause anschauen!
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  •   teflon
    (2332 Beiträge)

    10.09.2017 08:36 Uhr
    Interessant wird sein, welche
    Schlüsse der Schwartz aus seinem ersten richtigen Spiel ziehen wird und wie das nächste Spiel ausgehen wird.
    Ich bin gespannt, wer von den schlecht Benoteten am nächsten Spieltag in der Startelf steht. In der derzeitigen Verfassung ist der KSC ein realer Abstiegskandidat , der wieder einmal eine willenlose Söldnertruppe zusammengekauft hat. Eine 2te Liga ist aktuell Lichtjahre entfernt von diesem Club und wird so schnell nicht mehr erreicht werden - OK ist die gleiche Vollkatastrophe wie der Todt - das nimmt sich absolut nichts.
    Da Welli nach der Wahl den KSC eh nicht mehr braucht und dann sein Amt, wenn der Druck auf ihn noch weiter steigt, hinwerfen wird, ist es müßig über die nächste Saison zu diskutieren. Die Frage ist doch nur noch , ob ein kompletter Reset & Neuanfang a la 1860 nicht die bessere Wahl ist anstatt den langsamen Tod und die noch schlimmeren Konsequenzen zu durchleben.
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