67  

Meppen KSC zittert beim SV Meppen einen 3:2-Auswärtserfolg ins Ziel

Am Ende musste der Karlsruher SC mächtig zittern. Beim SV Meppen retteten die Badener nach einem lange Zeit souveränen Auftritt in einer kuriosen Schlussphase noch einen 3:2 (3:0)-Auswärtserfolg über die Ziellinie.

Mit unveränderter Startformation imVergleich zum 2:1-Heimsoeg gegen Würzburg und großem Selbstvertrauen gingen die Badener das Geschehen im Emsland an. Das Geschehen auf dem Rasen entwickelte sich dann auch von Beginn an recht munter, denn auch Meppen versteckte sich keinesfalls. Die Hausherren agierten wie von KSC-Cheftrainer Alois Schwartz prognostiziert, mit Leidenschaft und Laufbereitschaft zu überzeugen - hier hielt der KSC ordentlich dagegen. 

Pourié legt vor, Wanitzek macht's mit Gefühl, Lorenz schraubt Ergebnis hoch

Dies sorgte allerdings dafür, dass sich beide Teams neutralisierten und lange Zeit offensiv wenig passierte. Doch in der 22. Spielminute schlug der KSC dann  eiskalt zu. Einen Befreiungsschlag von David Pisot leitete Marvin Wanitzek auf Anton Fink weiter. Der hatte den Blick für den freien Marvin Pourié. Der Stürmer hatte keine Probleme, traf per Rechtsschuss mit seinem zehnten Saisontreffer zur 1:0-Führung der Badener. 

Marvin Pourié (l.) und Marc Lorenz
Marvin Pourié und Marc Lorenz trafen gegen Meppen beide in der ersten Halbzeit. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Nach rund einer halben Stunde zeigte dann Wanitzek wieder einmal, wie viel Gefühl er im Fuß hat. Die Nummer Zehn der Badener verwandelte einen aus 17 Metern direkt auf das Tor geschossenen Freistoß zum 2:0 (30.) und brachte die Gäste damit auf die Siegerstraße. Und der KSC spielte weiter nach vorne, was nur sieben Minuten später zum 3:0 führte. Wieder bewies Fink ein gutes Auge, setzte dieses Mal Marc Lorenz in Szene, der aus dem Lauf heraus aus kurzer Distanz Erik Domaschke keine Chance ließ.

Schreckmoment bei Uphoff kurz vor der Pause

Fünf Minuten vor der Halbzeitpause dann ein Foul mit Folgen: Eigentlich war es eine harmlose Aktion, doch Wanitzek sah die Gelbe Karte - die fünfte in dieser Saison. Damit fehlt der Mittelfeldspieler beim nächsten Heimspiel am 25. November gegen den TSV 1860 München. Dazu sorgte Benjamin Uphoff für einen kleinen Schreckmoment, als er einen Schuss von Granatowski nicht festhalten, den Ball erst beim zweiten Versuch aus der Gefahrenzone schlagen konnte (44.). 

Meppen kam auch hochmotiviert aus der Kabine, versuchte einiges, um vielleicht noch ein kleines "Wunder" herbeizuführen. Mit zunehmender Spielzeit schwand diese Hoffnung allerdings, weil der KSC seine Aufgabe ruhig und souverän löste. Manuel Stiefler hätte in der 61. Spielminute sogar noch den vierten Treffer für die Gäste nachlegen können, scheiterte aus kurzer Distanz aber an Domaschke. In der Folge klärte der Keeper erst gegen Daniel Gordon (68.), kurze Zeit später gegen Pisot (70.). 

Unfassbar: Zwei Gegentreffer innerhalb einer Minute

Rund 20 Minuten vor dem Ende bekam dann auch Uphoff noch einmal die Chance sich gegen Nick Proschwitz auszuzeichnen, ehe Gordon die Situation beim Nachschuss endgültig klärte. Aufregung dann zehn Minuten vor dem Ende, als Marco Thiede der Ball im eigenen Strafraum an den Arm sprang. Meppen nutzte den gegebenen Strafstoß, Proschwitz traf zum 1:3. Unfassbar: Nur 55 Sekunden später legte Marius Kleinsorge aus spitzem Winkel das 2:3 nach - und plötzlich wackelte der Auswärtssieg des KSC nochmals gewaltig!

Am Ende war es eine Zitterpartie, doch die Badener brachten das Ergebnis über die Zeit. Damit geht der KSC mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause und ist als aktuell Tabellen-Dritter weiter mittendrin im Rennen um die Aufstiegsplätze. 

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Stiefler (73. Choi), Groiß, Wanitzek, Lorenz - Fink (79. Röser), Pourié (90. Sané).

Haben Sie einen Fehler entdeckt?
Unsere Sonderthemen
Das wird gerade bei ka-news heiß diskutiert
Die besten Themen
Kommentare (67)
Hinweis: Kommentare geben nicht die Meinung von ka-news wieder.
Bitte beachten Sie die Kommentarregeln und unsere Netiquette!
  •   Karlsruh1976
    (66 Beiträge)

    12.11.2018 21:00 Uhr
    Davon rede ich die ganze Zeit!
    Lieber drei mal knapp gewinnen, als nur einmal sehr hoch! Was bringt Wehen dieses 7:0 aus der letzten Woche, wenn sie dann heute 2:3 gegen Jena verlieren? SVA war sich doch so sicher, dass Wehen punkten wird. Tja, nichts da! Prognosen kann man sich in Liga drei aus dem Kopf schlagen, da ist jedes Spiel ein 50:50 Ding. Ich hoffe ihr merkt jetzt wie gut wir es haben. Wir stehen in der Länderspielpause auf dem dritten Platz, punktgleich mit Platz zwei! Da seht ihr endlich, dass auch die Teams mit der angeblichen ,,Siegesgeilheit'' nicht jedes Spiel gewinnen und auch ihre Schwächen zeigen! Ja, zugegeben: Wehen war klar die bessere Mannschaft, hatte zwei Alu Treffer und sie waren auch sonst die spielbestimmende Mannschaft. Aber wie sagt ihr Kritiker immer so schön: Wer nicht abgezockt genug ist seine Chancen zu nutzen, der wird nicht aufsteigen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   schwarzvoraugen
    (3003 Beiträge)

    13.11.2018 02:57 Uhr
    Das war nun eine echte Überraschung
    Gratulation an Jena.

    Hätten wir mit soviel Herz gegen LOtte verloren wäre dies einfacher zu verkraften...

    Der Spieltag lief - bis auf Osnabrück - in unserem Sinne.
    Wir freuen uns nun auf Spieltag 18, ein Hammerspieltag in der Spitzengruppe.

    Osnabrück nur nicht davonziehen lassen, sonst kämpfen am Ende 5 Mannschaften um Platz 2.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   master-of-comment
    (3737 Beiträge)

    12.11.2018 22:39 Uhr
    Letztes Jahr ...
    war es doch genau das gleiche Geheule: "Schaut auf die starken Wehener und ihren geilen Trainer! Und unser schlechtes Torverhältnis wird uns bestimmt den Kopf kosten!" (mimimi)
    Am Ende stand Wehen hinter uns, und das Torverhältnis hat keine Sau interessiert ...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Karlsruh1976
    (66 Beiträge)

    12.11.2018 23:16 Uhr
    Ätzender Trainer, dieser Rehm!
    Mir geht vor allem dieser schmierige Rüdiger Rehm total auf den Keks. Ein richtiger ,,Schönling'', der immer auf 180 ist und an der Seitenlinie rumtanzt wie ein kleines Zirkusäffchen. Bei jeder Fehlentscheidung macht er den Hampelmann. Da ist mir unser Coach doch deutlich sympathischer, weil bodenständiger. Der Alois steht lässig und abgeklärt am Seitenrand und meint nicht eine große Tanzeinlage liefern zu müssen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   wasi
    (970 Beiträge)

    12.11.2018 13:19 Uhr
    Meine Güte....
    Auswärtssieg, 3 Punkte und hier wird fast nur gemault.

    Mamma Mia
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Abstieg
    (1 Beiträge)

    11.11.2018 22:30 Uhr
    Gewonnen
    und gut...
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   quovadisksc
    (39 Beiträge)

    11.11.2018 18:01 Uhr
    schwarzvoraugen, sauerbraten, meine Wenigkeit,
    scheinen nur noch Randerscheinungen zu sein, in diesem Forum, die den KSC NICHT durch die blau-weiße Vereinsbrille sehen.
    Ein Aufstiegsanwärter sieht anders aus! Natürlich 3 Punkte mehr, aber ob das auf Dauer weiter gutgeht, wage ich zu bezweifeln. Die Saison ist noch lang, und der KSC zu instabil.
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Badenstolz
    (907 Beiträge)

    11.11.2018 22:54 Uhr
    "Meine Wenigkeit"
    bringt deine Selbstbeschreibung wohl auf den Punkt ... Hauptsache dagegen - dein Nickname ist Programm ... Troll und KSC Hasser 👎
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   Karlsruh1976
    (66 Beiträge)

    11.11.2018 19:14 Uhr
    Zum Glück ist die Konkurrenz so unglaublich stabil!
    Ist ja nicht so, als hätte heute Münster in Großaspach mit 1:3 verloren. Ihr könnt ja ruhig kritisieren, aber schaut auch mal auf die anderen Mannschaften da oben. Da haut keiner Sieg für Sieg raus, in der dritten Liga ist fast jedes Spiel ausgeglichen. Ich glaube euch würde es gut tun die Ansprüche mal runterzuschrauben! Wir haben im Sommer zig Schlüsselspieler verloren, aber dank Schwartz und Kreuzer stehen wir trotzdem wieder so weit oben. Schau mal wo Lautern steht, schau mal wo Braunschweig steht! Möchtest du mit denen tauschen?! Klar ist nicht jedes Spiel eine Glanzleistung, aber das muss es auch NICHT um aufzusteigen. Kapiert es endlich, in Liga drei muss man nicht jedes Spiel spielerisch überzeugen, man muss kämpfen und abgezockt sein, dann steht man oben in der Tabelle. Und da stehen wir Stand jetzt also zeigt mal bitte mehr Respekt vor der klasse Arbeit die zurzeit im Wildpark geleistet wird. Hut ab an alle Verantwortlichen!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten
  •   quovadisksc
    (39 Beiträge)

    11.11.2018 19:37 Uhr
    Die Konkurrenz,
    wird sich noch herauskristallisieren, möglich daß der KSC dabei ist, bei noch 23 ausstehenden Spielen, aber eher unwahrscheinlich.
    Hätte der KSC bei einem „abgeklärterem Team" wie Meppen, mit 0:3 zur Halbzeit geführt, und mit der Leistung von Halbzeit 2 gespielt, wäre man womöglich mit leeren Händen dagestanden! Das ist der Unterschied! Man hat schwache Meppener unnötigerweise stark gemacht, das wird noch manches mal ins Auge gehen!!! Jetzt wird's langsam mal Zeit, daß der KSC der Favoritenrolle gerecht wird und Dominanz und Aggressivität zeigt, denn daß muß der Anspruch sein!!!
    Menschen's Kind!!!
    Bewerten:  Lädt... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet melden antworten

Seite : 1 2 3 4 5 6 7 (7 Seiten)

Schreiben Sie Ihre Meinung
Ein neues Posting hinzufügen
Fett Kursiv Link Zitat
Sie dürfen noch Zeichen schreiben