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Karlsruhe KSC kassiert zweite Niederlage in Serie: 2:4 gegen HSV

Nach einem tollen Saisonstart verliert der KSC gegen den HSV zum zweiten Mal in Serie. Das erste Wiedersehen beider Clubs nach dem Relegationsdrama 2015 verläuft weitgehend einseitig - bis zur Schlussphase.

Dem Karlsruher SC ist trotz einer starken Schlussphase die Revanche am Hamburger SV für die bittere Relegations-Pleite 2015 misslungen. Im ersten Aufeinandertreffen beider Clubs seit dem verpassten KSC-Aufstieg vor vier Jahren unterlagen die Badener dem Aufstiegsfavoriten der 2. Fußball-Bundesliga am Sonntag mit 2:4 (0:2). Die Tore für den abgezockteren HSV erzielten Stürmer Lukas Hinterseer (16. Minute) per Foulelfmeter, Sonny Kittel (34./67.) und Jairo Samperio (90.+1).

Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Daniel Gordon (76.) und Philipp Hofmann (88.) machten es zwar in der Schlussphase noch mal spannend, das Aufbäumen kam aber zu spät. Während die Hamburger damit wieder die Tabellenspitze übernahmen, rutschte der Aufsteiger nach der zweiten Niederlage nacheinander ins obere Mittelfeld der Tabelle ab.

Torwart Daniel Heuer Fernandes (HSV 1) konnte hier nichts mehr Halten, Tortreffer durch Philipp Hofmann (KSC 33) kurz vor Ende des Spiels
Torwart Daniel Heuer Fernandes (HSV 1) konnte hier nichts mehr Halten, Tortreffer durch Philipp Hofmann (KSC 33) kurz vor Ende des Spiels | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Nach dem Seitenwechsel drängte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz zwar auf den Anschlusstreffer, aber der HSV schlug meist zur richtigen Zeit zu. Erst schien Kittel mit seinem herrlichen Schlenzer zum 3:0 alle Hoffnungen des KSC beendet zu haben. Dann aber köpfte Gordon nach einer Ecke von Marvin Wanitzek noch das 1:3. Rund zehn Minuten später schob Hofmann sogar zum 2:3 ein. Doch dann sorgte Jairo Samperio kurz vor Schluss für den Sieg der Gäste.

Torjubel durch Philipp Hofmann (KSC 33)
Torjubel durch Philipp Hofmann (KSC 33) | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Der Treffer stand sinnbildlich für den Spielverlauf: Karlsruhe versuchte viel und spielte engagiert, die Gäste allerdings agierten deutlich effektiver im Abschluss. Im Stile eines Aufsteigers nutzte der HSV fast jede seiner Gelegenheiten eiskalt aus. In Sachen Spielwertung könnte es aber noch ein Nachspiel geben.

Marvin Wanitzek (KSC 10) hockt sich enttäuscht ab.
Marvin Wanitzek (KSC 10) hockt sich enttäuscht ab. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Denn HSV-Coach Dieter Hecking ließ erneut den Flügelstürmer Bakery Jatta von Beginn an auflaufen. Bei dem Gambier soll es Zweifel an der Identität geben, weshalb sich der KSC einen Protest gegen die Spielwertung vor der Partie offen gelassen hatte. Am Montag wolle man sich diesbezüglich beraten, hatte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer vor dem Anpfiff bei Sky gesagt.

Sportlich dagegen waren die Gastgeber den Hamburgern teils klar unterlegen. Zwar ließ Schwartz seine Mannschaft durchaus offensiv agieren, die HSV-Defensive stand aber weitgehend sicher - bis auf die Schlussphase, in welcher der KSC es zumindest kurzzeitig noch mal spannend machte.

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  •   Badenstolz
    (1438 Beiträge)

    25.08.2019 18:43 Uhr
    Pouriè
    ... geht mir mit seinen verbissenen Einzelaktion außerhalb des 16ers so langsam auf die Nerven (in der Box okay , da muss ein Stürmen auch mal eigenwillig sein).
    Er verschleppt das Spiel dadurch ... trennt sich oft zuspät vom Ball und freier Raum wird dadurch vom Gegner zugelaufen.
    Hoffmann macht das viel besser ... auch heute wieder ein klasse Spiel von ihm !!!
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  •   Schlappedengler
    (362 Beiträge)

    25.08.2019 18:37 Uhr
    Zu viele individuelle Fehler
    verhindern für heute mehr, aber die Punkte könnten vielleicht ja noch nachgeliefert werden. Erste Halbzeit generell zu weit weg von den Gegenspielern, zudem Fröde ungeschickt beim Elfer. Chancen waren auch für vier Tore da, aber eben nicht effizient genutzt. Leider funktioniert der Djuricin gerade noch gar nicht, verliert auch ganz einfach den Ball vor dem vierten Treffer. Daher ist die Niederlage nicht unverdient, es war aber mehr drin.
    Die Pfiffe gegen Jatta haben der Schwalbe und dem Gejammere bei einer weiteren Aktion gegolten. Dafür muss sich niemand entschuldigen KSC. Dass es bestimmt auch ein paar Unverbesserliche in jedem Stadion gibt, lässt sich nie verhindern, aber wie gesagt, Schwalbe und Gejammere waren die Auslöser und sicherlich verstärkt die Identitätsgeschichte das dann noch. Aber Rassismus ist was anderes, da wegen der Hautfarbe keiner heute ausgepfiffen wurde, die wenigen Unverbesserlichen ausgenommen. Aber falls die Identität doch nicht stimmt,haben wir 3:0 gewonnen.
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  •   Badenstolz
    (1438 Beiträge)

    25.08.2019 18:29 Uhr
    Der KSC befindet sich
    derzeit in einem sehr positiven Entwicklungsprozess was die Spielanlage betrifft ... hätte das der Mannschaft unter Alois noch vor Wochen so nicht zugetraut .
    Aber man darf in dieser starken 2ten Liga nicht so leichtfertig mit seinen gut raus gespielten Chancen umgehen wie heute ... hinzu noch diese groben Abwehrfehler (den Elfer muss man pfeifen) - seid dem 1:1 in Kiel scheint uns die Defensive-Kompaktheit abhanden gekommen zu sein ... daran gilt es zu arbeiten.
    Hoffe die Mannschaft lässt sich nicht auf das Tabellengeschwätz ein , zeigt weiter diese Leidenschaft und lernt aus ihren Fehlern .
    40ig Punkte gilt es erst mal zu erreichen !
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  •   Holzbierebub
    (295 Beiträge)

    25.08.2019 18:24 Uhr
    So sehen Spiele halt aus,
    wenn ein Aufstiegskandidat gegen einen Abstiegskandidaten spielt.

    Mit viel Können und Glück ist vielleicht auch ein Platz im gesicherten Mittelfeld drin. Mal sehen.
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  •   sauerbraten
    (2072 Beiträge)

    25.08.2019 18:15 Uhr
    Der KSC hat auch heute wieder
    deswegen verloren, weil er hinten zuviele Fehler gemacht hat und vorne nicht genug Kapital aus seinen Torchancen schlagen konnte. Ob man den Elfer vor dem 0:1 geben muss, will ich mal offen lassen - fuer mich war der nicht gegebene Elfmeter vor dem 0:3, der Klarere, aber war ja eh wurscht, denn Camoglu war wohl von dem unterbliebenen Pfiff selbst derart ueberrascht, dass er das Verteidigen einstellte und das Tor dann eben in der folgenden Szene fiel. Bei allem Respekt vor dem, was der KSC in der 2HZ abgeliefert hat, frag ich mich dann aber doch irgendwie, wieso der totale Wille, etwas zu reissen gegen den HSV, erst und nur nach der 45 Minute erkennbar war. Wenn Du gegen so einen Gegner gewillen willst, brauchst Du zwei baerenstarke Halbzeiten, wir haben aber leider nur eine zu sehen bekommen und das hat dann eben nicht gereicht. Trotzdem, ich bleibe dabei, dass der KSC so nichts mit dem Abstieg zu tun bekommen wird. Noch ein Wort zu den Fans - mit 2015 noch im Hinterkopf,.......
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  •   sauerbraten
    (2072 Beiträge)

    25.08.2019 18:26 Uhr
    ....war ich schwer davon ausgegangen,
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere AGB und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   Schlappedengler
    (362 Beiträge)

    25.08.2019 18:52 Uhr
    Das ist Rassismus!!!
    Sauerbraten, für Deine Ausdrucksweise muss man sich schämen, das ist Rassismus!

    Einen Spieler wegen einer Schwalbe oder dem Gejammere auszupfeifen nicht. Auch wenn die Identität falsch ist und er das bewusst gemacht hat, ist das nicht Rassismus, auch diese Pfiffe gelten der Unsportlichkeit. Falls Jatta aufgrund seiner Hautfarbe ausgepfiffen geworden wäre, dann wäre das Rassismus. Es gibt ganz bestimmt ein paar Unbelehrbare in jedem Stadion, das kann man schwer verhindern. Sicherlich hat das Verhalten auf dem Platz und die Vorgeschichte dazu beigetragen und lieferte heute eine Vorlage für die sehr wenigen Unbelehrbaren im Wildparkstadion! Alle anderen Pfiffe galten dem unsportlichen Verhalten Jattas und das war die große Mehrheit.
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  •   sauerbraten
    (2072 Beiträge)

    25.08.2019 19:56 Uhr
    Auch wenn ich mich wiederhole - ich benutze
    den Begriff, ohne jegliche Werteinstufung und was der Rest der Welt darueber denkt, ist mir voellig wurscht. Was zaehlt ist, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht und nicht, welche Begriffe von irgendwelchen hochbezahlten Knigge-Experten als politisch korrekt freigegeben, bzw. gesperrt werden. An einem Zigeunerschnitzel sehe ich jedenfalls absolut nichts rassistisches und ich hab die immer verdammt gerne gegessen, bis sie wegen den vorgenannten Schnoeseln von den Speisekarten verschwinden mussten. Mit Sinti, oder Roma, hatte ich deswegen aber trotzdem nie ein Problem. Anyway, um aufs eigentliche Thema zurueckzukommen - wenn Du Dir, so wie ich, die Muehe machen wuerdest, die ersten paar Minuten nochmal anzugucken, so ab 2Min20, dann muesstest eigentlich selbst Du feststellen, dass das Gepfeife schon losging, bevor er zu Boden ging und zweitens, man das Halten von Thiede durchaus auch abpfeifen hatte koennen.
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  •   Schlappedengler
    (362 Beiträge)

    25.08.2019 22:14 Uhr
    Nicht vermischen!
    Das Zigeunerschnitzel bestellen oder einen Fußballer als „den Neger“ bezeichnen ist ein Unterschied. Auch wenn Dein persönliches Wertesystem das nicht unterscheidet, solltest Du das in der heutigen Zeit zumindest beachten. Ich habe die Lautstärke der Pfiffe erst nach der ersten Aktion, für mich Schwalbe, laut wahrgenommen, aber sicher haben einige das vorher schon gemacht. Ich würde halt einen Identitätsbeweis veröffentlichen, dann ist das Thema erledigt. Eine Haarprobe ging ja vor Jahren auch schon mal schief! Falls Jatta eine falsche Identität ist, was ja nicht aus der Luft gegriffen ist, dann ist das Unsportlich. Somit sind aus diesen beiden Gründen die Pfiffe nicht rassistisch, das ist Quatsch. Wenn in Karlsruhe dunkelhäutige Spieler aufgrund ihrer Hautfarbe ausgepfiffen werden würden, dann wäre das für mich nicht tragbar. Das ist und war aber heute nicht so! Hoffentlich ist das Ding bald geklärt, die Punkte bleiben doch in Karlsruhe und Du kannst Dein Schnitzel genießen.
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  •   Svantovit
    (118 Beiträge)

    26.08.2019 07:41 Uhr
    Verstehe
    Wenn mans schon sportlich nicht gebacken kriegt dann durch die Hintertür. Aber egal Hauptsache die Punkte bleiben in Karlsruhe...
    Oh man
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