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Karlsruhe KSC in Berlin: Peinlichkeit pur! Kein Einsatz, kein Engagement

Was der Karlsruher SC beim 0:4 in Berlin bot, lief unter der Überschrift: Peinlichkeit pur! Kein Einsatz, kein Engagement – keine Torgefahr. Gegenüber den hoch motivierten Gastgebern wirkten die Badener völlig überfordert, konzeptlos. Der KSC trat wie ein Abstiegsaspirant auf. In allen Mannschaftsteilen. Die Prognose von Cheftrainer Tomas Oral: "Wir sind schwer zu schlagen", traf nicht zu.

Die sonst so tolle Stabilität in der Defensivarbeit war nicht zu sehen. Im kompletten Spiel fand die Mannschaft des KSC keinen Zugriff auf den Gegner. Das lag auch an der mäßigen Laufleistung des Teams: 102,67 Kilometer. Solch einen schwachen Wert gab es seit Jahren nicht mehr. Vier Gegentore musste der KSC schon sehr lange nicht mehr hinnehmen.

Die Berliner rannten rund sechs Kilometer mehr. Alle Spiele in dieser Saison berücksichtigt, dann liefen die Berliner rund 20 Kilometer mehr als die Badener. Fußball ist nun einmal ein Laufspiel. Das scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Einige der statistischen Daten sind für den KSC beschämend. Zur Halbzeit lag der Ballbesitz bei rund 30 Prozent, am Ende der Partie bei schwachen 39,98 Prozent.

Ein magerer Schuss aufs Berliner Tor in der ersten Halbzeit

Union spielte 515 Pässe, der KSC brachte es auf 276. Bei der statistischen Abteilung "Zuspiele allgemein" konnten die Fächerstädter nur 35,1 Prozent vorweisen. Bis zum Seitenwechsel hatten die Wildparkprofis drei Schüsse in Richtung Union Tor abgegeben. Einer traf das Tor der Berliner.Am Ende konnten die KSC´ler elf Schussversuche vorweisen – doch es blieb bei dem einen Ball, der das Gastgebergehäuse traf.

Schussgenauigkeit: Furchtbare 9, 1 Prozent. Besonders bitter die Zweikampfquote: nur 43 Prozent. Neuzugang Jordi Figueras konnte erneut nicht überzeugen. Der Innenverteidiger konnte nur magere 30 Prozent seiner direkten Duelle gewinnen.Schwach: Abwehrmann Figueres warf sich in über 90 Minuten nur in sechs Zweikämpfe. Zudem hatte er - trotz vieler nach hinten gespielter Bälle - eine mäßige Passquote.

Stoppelkamp gab alles-aber es reichte nicht

Der ins defensive Mittelfeld versetzte gelernte Abwehrspieler David Kinsombi hatte eine noch schwächere Zweikampfbilanz von nur 10 Prozent. Mit solchen Werten ist eine krasse 0:4 Klatsche erklärbar. Silbermedaillengewinner Grischa Prömel spielte zwar auch nicht gut, doch mit 10,69 Kilometern brachte er es auf die beste Laufleistung aller Karlsruher. Enrico Valentini hatte 53 Ballkontakte, die meisten aller Akteure aus dem Wildpark. Bester Akteur war wieder einmal Moritz Stoppelkamp. Er hatte die meisten Torschüsse: Vier, die meisten intensive Läufe mit 963,83 Metern. 57 intensive Läufe und 24 Sprints beweisen, dass "Stoppel" alles gab, unbedingt gewinnen wollte.

Bei anderen war dieser Wille nicht so offensichtlich. Der Grieche Dimitrios Diamantakos hatte mit 55 Prozent die schwächste Passquote, wurde aber am häufigsten gefoult: Viermal, und war mit 33,61 km/h schnellster Karlsruher. Nur bei den Fouls hatten die KSC den Nase vorn: 21 zu 16.

Der "Lohn" für den KSC-Katastrophenkick? Die Heimfahrt wurde nicht im bequemen ICE angetreten, sondern im Bus. Dabei mussten die Profis am Bildschirm ihren blutleeren, kraft- und konzeptlosen Auftritt anschauen. Wie viele der KSC Profis allerdings ihre Augen schlossen ist nicht bekannt.

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Kommentare (45)
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  •   schwarzvoraugen
    (4444 Beiträge)

    13.09.2016 19:59 Uhr
    Es hat Todt sechs Monate
    intensiver Suche gekostet um Oral zu finden. Nicht auszudenken, wenn er jetzt tatsächlich einen neuen Trainer auf die Schnelle finden müsste...

    Wir bezahlen jetzt den Preis der fehlenden strategischen Ausrichtung und Kurzsichtigkeit des Managements. Anstelle Super Coach bereits zur Winterpause durch einen arrivierten und ambitionierten Trainer zu ersetzen haben wir uns letzte Saison durchgehangelt, dann eine Suboptimale Notlösung mit Oral gefunden. Damals bereit predigte Todt "kein Zeitdruck".

    Das gleiche Spiel wieder bei den Neuverpflichtungen. Wir bedienen uns an der Restetheke, denn es ist ja "kein Zeitdruck".

    So verpennen wir neuerlich den Start in die Saison, werden auch dieses Jahr wieder im Niemandsland Aber es ist ja kein Zeitdruck.

    Wir zahlen den Preis für Untätigkeit und Planlosigkeit des Herrn Todt. Aber es ist ruhig. Sehr ruhig.
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  •   kallsruher
    (9 Beiträge)

    13.09.2016 17:24 Uhr
    Trainer?
    ich schrieb schon vor längerer Zeit mal, dass der Weg von Oral zu Rektal ziemlich kurz sein kann........und nu ??
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  •   Renewal
    (468 Beiträge)

    13.09.2016 17:21 Uhr
    Ich
    kann mich an Zeitungsartikel der BNN in der Sommerpause erinnern, wo drinstand, dass Oral sein Wunschpersonal auch erhält. Das hat man in den letzten Jahren so nicht gelesen. Für wen er letztendlich verantwortlich war, weiss ma net. Fakt ist, dass nicht nur die Neuen enttäuschen, sondern auch die "Alten" ausser Form sind. Den Figueras hätt er schon gg. Bielefeld zu Hause zur HZ gegen Stoll tauschen müssen.
    Im Vorfeld war von Oral von offensiver Aufstellung die Rede. Allerdings lies er erst im letzten Spiel 2 Spitzen auflaufen, nach der Verpflichtung des Schweizers, der angeblich der Gegenpart zu Hoffer und Diamantakos sein soll; aber gespielt haben Hoffer und Diamantakos. Alles seltsam. Ich hab seit ein paar Jahren das Gefühl, dass von oben(Geschäftsführung) nach unten diktiert wird, wie Trainer und/oder Manager zu arbeiten haben. Ansonsten vllt. Geldhahn zu. Nur so ne Überlegung.
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  •   jojo
    (877 Beiträge)

    13.09.2016 12:41 Uhr
    Die Diskussion
    Über den Trainer ist richtig,auch wenn ich eigentlich kein Freund davon bin.aber es läuft vieles schief,was trainiert werden kann und muss.von einem System ist nichts zu sehen und das Passspiel geht gar nicht.was trainiert werden kann und wird ist sache des Trainers.und dieser Verantwortung muss er sich stellen.bis Weihnachten warten macht keinen Sinn ,dann ist die Messe gelesen.sollte gegen Pauli kein Umschwung feststellbar sein, muss gehandelt werde und ein neuer Trainer her.
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  •   waldkauz
    (351 Beiträge)

    13.09.2016 12:09 Uhr
    Was mich schon bedenklich stimmt
    ist die Tatsache, dass der Trainer jedes Spiel mit einer völlig anderen Formation beginnt. Dass die Spieler ziemlich verunsichert sind, kann man jetzt schon sehen. Und dass die Stimmung schlecht ist, an vielen Kleinigkeiten, Gesten usw. erkennen. Die Entwicklung seit Saisonbeginn ist jedenfalls nicht positiv, sondern negativ.
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  •   haustier
    (1446 Beiträge)

    13.09.2016 12:03 Uhr
    Der Trainer ...
    diese völlig verdummten Trainerdiskussion kann ich schon nicht mehr hören. Wenn ich den blutleeren Auftritt der Akteure noch einmal vor meinem geistigen Auge Revue passieren lasse, dann würde ich lieber 10 Spieler sofort rauswerfen. Egal welcher Trainer an der Seitenlinie steht, von einem Fußballprofi kann ich verlangen, dass er einen Ball annehmen kann ohne das ihn dieser weiter vom Fuß abprallt als ich schießen kann, ich kann verlangen, dass er einen Pass auf 5 Meter ankommt -> und zwar bei einem Spieler der eigenen Mannschaft (!) ... ich kann Einsatzwillen und Kampfbereitschaft fordern (was die Einstellung zu seinem Job widerspiegelt)... aber nichts (!!!) von dem war auf dem Platz zu sehen.

    Von daher sollten sich hier einige User lieber der Zielscheibe Trainer abwenden und einmal stattdessen die Darbietung der Spieler hinterfragen !!!!
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  •   sauerbraten
    (2309 Beiträge)

    13.09.2016 13:46 Uhr
    Und wer ist verantwortlich für das,
    was auf dem Platz passiert? Wer stellt die Mannschaft auf und wer baut sich vor der Presse auf und erzählt Geschichten von "nahezu unschlagbar und witterungsbedingt inkzeptablen Anstosszeiten?" Ist es denn nur für unseren KSC zu warm? Was aktuell Sache ist, haben wir jetzt 5 Spiele lang gesehen und den Höhepunkt bekamen wir vergangenen Samstag verabreicht. Zum derzeitigen Kader hat er sicherlich auch seinen Teil "beigetragen" - kann mir nicht vorstellen, dass die neuen Granaten nicht von ihm abgenickt wurden. Dafür gibt er jetzt noch dem Yamada den Rest, anstatt ihn aufzupppeln. Sorry, aber 10 Spieler kriegste jetzt nicht los und vor dem Winter geht da gar nix - also wird eine schnelle Änderung am ehesten über einen anderen Trainer gehen. Und der Ede war immerhin der letzte Aufstiegstrainer, den wir hatten. Knn mir nicht vorstellen, dass er nein sagen würde, wenn ihm klar gemacht wird, dass man ihn jetzt braucht.
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  •   haustier
    (1446 Beiträge)

    13.09.2016 14:40 Uhr
    ach so ...
    Heute jubeln wir also dem "Ede" zu und wünschen ihn umgehend auf die Trainerbank zurück, ich dagegen kann mich noch ganz gut an folgendes erinnern: Was war denn bei seinem Saison-Fehlstart vor einigen/vielen Jahren (?), da hat man von den Rängen "Ede Raus" gerufen und ihn dann schließlich auch gefeuert !! Aber so ist es nun mal, gestern gefeuert und morgen am liebsten als den "Messias" wieder einstellen.

    Sicherlich ist der Trainer für Motivation, taktische Ausrichtung etc. verantwortlich, da stimme ich Dir durchaus zu, aber (!) letztendlich stehen da Profis auf dem Platz, welche mit Fußball ihr Geld verdienen - und somit kann ich durchaus verlangen, egal welcher Trainer an der Seite steht, dass diese Superprofis einen vernünftigen Ball spielen und wenn man als Mannschaft schon einen beschissenen Tag erwischt (was durchaus vorkommen kann), dann sollte man sich wenigstens für den Verein, für seine Fans den Arsch aufreißen und kämpfen, und das ist Einstellungssache eines jeden Spielers
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  •   hansischimpansi
    (206 Beiträge)

    13.09.2016 10:48 Uhr
    Der
    Karren ist leider jetzt schon in den Dreck gefahren. Herr Sauerbraten hat dies trefflich beschrieben. Nun schnell handeln! Ede Becker hätte die nötige Ruhe, Erfahrung und Durchhaltevermögen um die Klasse mit dem vorhandenen Spielermaterial zu halten. Nächste Saison Neuanfang mit Konzept.
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  •   Havenschrat
    (16 Beiträge)

    13.09.2016 12:16 Uhr
    Ede Becker
    Das ist doch der, der sich ein Jahr mit Angsthasengekicke oben halten
    konnte, dem dann aber doch der Defensivsuizid gelang.
    Da fragst besser bei Winnie an.
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