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Karlsruhe KSC gegen Heidenheim: Gelingt den Karlsruhern hier der erste Sieg seit fünf Jahren?

Die Gästetribüne der Voith-Arena ist ausverkauft - 1.475 KSC-Fans wollen ihren Verein am Samstag (Anpfiff 13 Uhr) endlich gegen den 1. FC Heidenheim siegen sehen, denn: Der letzte Triumph der Blau-Weißen gegen den FCH liegt bereits fünf Jahre zurück!

Gerade einmal 159,3 Kilometer sind es über die A8 von Karlsruhe nach Heidenheim. Aber unter zwei Stunden kann man diese Strecke eigentlich nie zurücklegen. Denn: Etliche Kilometer müssen auf Bundesstraßen gefahren werden - und das kostet Zeit.

Heidenheim ist Provinz, weit weg von den großen Straßen. 1.475 KSC-Fans werden am Samstag dennoch in der "Voith-Arena" - früher "Albstadion" - ihr Team unterstützen.

Kopfballduell zwischen Sebastian Griesbeck (FC Heidenheim 18) und Marc Lorenz (KSC 7).
Die Fans des KSC wollen ihre Mannschaft auch am Samstag wieder kräftig unterstützen. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Letzter KSC-Sieg gegen Heidenheim liegt fünf Jahre zurück

Und die KSC-Anhänger hoffen, dass damit eine lange Durststrecke zu Ende geht: Am 13. Februar 2015 gewann der KSC letztmals gegen den FC Heidenheim. Mit einem 1:0-Sieg im Gepäck - den Treffer hatte Rouven Hennings markiert - ging es da auf die Rückreise. Damals schon im KSC-Team: Daniel Gordon. Er ist der einzige "Überlebende" im Trikot der Blau-Weißen.

Insgesamt sieht die badische Bilanz in Heidenheim gut aus. Fünf Spiele - zwei Siege, zwei Unentschieden und eine Niederlage. Bester Torschütze: Supertechniker Hakan Calhanoglu, der ist inzwischen beim italienischen Erstligisten AC Mailand unter Vertrag.

Jubel der Karlsruher ueber das 1:0, v.l. Hakan CALHANOGLU, Philipp KLINGMANN, Rouven HENNINGS, Koen VAN DER BIEZEN (alle KSC)

Karlsruher SC - Preussen Muenster am 27.10.2012 im Wildparkstadion Karlsruhe, 3. Liga, Saison 2012/2013
Hakan Calhanoglu (l.) und Rouven Hennings (Vordergrund) | Bild: marvinguengoer.de

Zwei Spiele - drei Tore. Ex-Keeper Dirk Orlishausen hatte mit sechs Mal die meisten Einsätze gegen den FCH. Dass Dominik "Kampfmaschine" Peitz die meisten Verwarnungen - fünf Spiele, drei gelbe Karten - kassierte, ist keine allzu große Überraschung.

KSC hat mehr Treffer als Heidenheim erzielt

Überraschend dagegen: Der KSC, das Team auf dem Relegationsrang, erzielte mehr Treffer als der Rangvierte Heidenheim. KSC: 32, FCH: 31. Aber die Badener haben gegenüber den Schwaben leider auch bei den Gegentreffern die Nase vorn. Furchtbare 43 Gegentore mussten die Karlsruher hinnehmen. Die Gastgeber ließen nur 25 Tore zu.

Zwei Männer sind die Baumeister des enormen Erfolges des FCH: Trainer Frank Schmitt und Kapitän Marc Schnatterer. Schmidt trägt seit 2007 Verantwortung als Chefcoach. Spielmacher, Torjäger und Führungsspieler Schnatterer spielt seit Juli 2008 für die Heidenheimer.

Marc Schnatterer denkt noch nicht ans Aufhören

Von 2006 bis 2008 stand der "Mister FCH" allerdings beim KSC unter Vertrag. Zum Durchbruch bei den Profis reichte es nicht. Im KSC-Kader damals: Der aktuelle Trainer Christian Eichner. An ein Karriereende denkt der inzwischen 34 Jahre alte Standard-König Schnatterer noch nicht.

Marc Schnatterer (FC Heidenheim 7) schießt Heidenheim zum 1:1 Ausgleich in der zweiten Hz.
Marc Schnatterer (FC Heidenheim 7) schießt Heidenheim zum 1:1 Ausgleich in der zweiten Hz. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

"Wenn ich fit und verletzungsfrei bleibe, warum soll nicht noch das ein oder andere Jährchen dazukommen? Solange es so ist, dass die Jungen mir nicht komplett davonrennen, kann ich noch spielen. Aber ich will mich nicht auf ein Alter festlegen." Apropos Alter: Der Kader des Gastgebers FCH ist im Schnitt ein Jahr jünger als der des Wildparkclubs.

Beim Hinspiel brachte Philipp Hofmann die Badener in Führung. Den Ausgleichstreffer zum 1:1 Endstand erzielte - Marc Schnatterer. Er wird sicher am Samstag gegen den KSC auflaufen.

"Heidenheim ist bei der Laufstärke und den Sprints vorne mit dabei"

Aber der 1. FC Heidenheim muss im Zweitliga-Duell auf Oliver Hüsing verzichten. Der Verteidiger wurde nach seiner Roten Karte vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bunds wegen rohen Spiels für zwei Partien gesperrt.

Dennoch: Der Dorfverein aus der schwäbischen Provinz ist gegen die Blau-Weißen Favorit. Trainer Eichner nennt dafür Gründe: "Heidenheim ist bei der Laufstärke und den Sprints in Liga zwei ganz vorne dabei. Darauf müssen wir uns einstellen."

Christian Eichner (KSC Trainer) mit Blickkontakt.
Christian Eichner weiß, dass Heidenheim als Favorit ins Spiel geht. | Bild: Carmele|TMC Fotografie

Beim KSC hat niemand FCH-Erfahrung. Im Kader des Teams aus dem kleinen Städtchen an der Brenz gibt es allerdings einige Ex-KSC'ler: Jonas Föhrenbach spielte als Linksverteidiger in der Saison 2017/2018 im Wildpark. Angreifer Denis Thomalla, gebürtiger Pforzheimer, wurde in der Jugend des KSC ausgebildet.

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Kommentare (18)
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  •   sodbrenner59
    (660 Beiträge)

    07.03.2020 14:24 Uhr
    Joooooo.....
    1:3 ! Ausgerechnet Kobalt, der bei allen drei Gegentoren beteiligt war! Auf gehts...weiter, immer weiter!
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  •   sodbrenner59
    (660 Beiträge)

    07.03.2020 13:52 Uhr
    Jetzt gehts dahin...
    ...0:3
    Unser AH-Abwehr sieht irgendwie nicht ganz so souverän aus!
    Nur noch 9! Immerhin sind noch 27 Punkte zu vergeben.....
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  •   steely
    (96 Beiträge)

    07.03.2020 13:57 Uhr
    und so verabschieden wir
    uns von der 2.Liga, egal wieviel Punkte noch zu vergeben sind. Diese Mannschaft kann nicht viel und - ich habe den Eindruck - will auch nicht. Jetzt schreien wahrscheinlich wieder alle nach einem neuen Trainer...der wird wohl auch kommen...nur bringen tut dies nichts.
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  •   Riewespitz
    (82 Beiträge)

    07.03.2020 13:39 Uhr
    Sieht leider
    aktuell nicht so gut aus. Das tut weh.
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  •   steely
    (96 Beiträge)

    07.03.2020 13:53 Uhr
    Schmerzen
    musste man beim KSC schon immer ertragen können zwinkern , aber das was die Herren jetzt bei HDH abliefern ist eine Frechheit und zeigt die wahre Einstellung der Spieler. Denen geht es am Hintern vorbei wo der KSc landet weil ihre Moneten kriegen sie trotzdem. Hofmann ? Stürmer ? Ja, rennen tut er, aber erfolglos jede Ballannahme wird weggepickt... Wanitzek - wo ist sein Können geblieben, unsere Gazelle Guiye bringt = nichts, und so könnte man jedenEinzelnen (leider) zerlegen. Diese Leistung ist inakzeptabel. Es reicht nicht 10 Minuten (erfolglos) zu stürmen und dann den alten Trott wieder weiter zu laufen. Trainersache ? Ich weiss net, ich denk es liegt an jedem einzelnen Spieler welche Ansprüche er an sich selbst stellt....
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  •   sodbrenner59
    (660 Beiträge)

    07.03.2020 13:28 Uhr
    Jetzt gehts dahin...
    ...und da ist sie wieder, die schläfrige Abwehr des Karlsruher Schnarch Clubs! Beim Einwurf pennen alle...und schwupps..1:0 Heidenheim! Nun denn.....
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  •   Mozzer
    (1994 Beiträge)

    07.03.2020 12:39 Uhr
    Auf den Auftritt....
    ....von Ben Hatira bin ich gespannt....wenn er kickt....vermutlich fängt Guyue an, oder wie der geschrieben wird.....
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11814 Beiträge)

    07.03.2020 10:00 Uhr
    wieder einmal ein echter Putzing:
    "der erste Sieg seit fünf Jahren?"

    Wenn der KSC nicht in der selben Liga wie Heidenbims gespielt hat, kam es doch auch zu keinem Aufeinandertreffen, oder?

    Das relativiert die 5 Jährchen schon mal.
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  •   zahlenbeutler
    (1520 Beiträge)

    07.03.2020 11:17 Uhr
    und wieder ein Dorfverein
    Heidenheim, Kreisstadt ca. 50 Tsd. Einwohner, was ist dann z.B. Weingarten, ein Weiler, und ja, die haben ja noch nie gegen Valencia gespielt, Mann, oh Mann, Überheblichkeit ist gerade das Richtige zur Zeit...
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  •   4everksc
    (1135 Beiträge)

    07.03.2020 09:28 Uhr
    Also diesen Typen Rehm....
    und sein Gezappel kann ich ja eigentlich überhaupt nicht ab, aber wie der gestern seine Mannschaft selbst nach dem 1:4 nach vorne geputscht hat, habe ich mir insgeheim gedacht, jetzt - in genau der Situation in der wir mit dem A..... an der Wand stehen und mit einem Auge bereits in Richtung 3. Liga schielen, jetzt bräuchten wir so einen Typen ! Mir gefällt die Art von CE - er sieht schon die Probleme und versucht sie auf seine Art zu lösen - alles gut, aber das er 3 Tage in der Woche nicht bei der Mannschaft ist - sich ja auch auf bis Ende März auf seinen Trainerschein konzentrieren muss...sorry - dann als Interimstrainer mal so nebenbei ein Team vorm Abstieg zu retten ?...das ist zu viel - es geht um unseren Verein !
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