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Karlsruhe KSC erwischt gegen Lotte einen gebrauchten Tag: "Wussten selbst nicht, wie uns geschieht"

Der berühmte Satz mit X - so lässt sich der jüngste Auftritt des Karlsruher SC zusammenfassen. "Nix" war die spielerische Leistung in der ersten Halbzeit gegen die Sportfreunde Lotte. Dazu kam fehlende Durchschlagskraft nach dem Seitenwechsel. Und so mussten die Beteiligten am Samstag die erste Saisonniederlage erklären - schonungslos und selbstkritisch.

"Es ist natürlich extrem bitter. Da liegst du nach 25 Minuten 3:0 zurück und wir wussten selbst nicht, wie uns da geschieht", fasste David Pisot die Anfangsphase der Partie zusammen. Er selbst hatte die Niederlage mit einem unglücklichen Eigentor eingeleitet. Das große Manko der Badener: die vielen Fehler und Ballverluste. 

"Da haben wir dem Gegner in die Karten gespielt - und dann ging die Post nach hinten ab", fasste Daniel Gordon kurz nach Abpfiff das Geschehen auf dem Platz zusammen. Man habe es dem Gegner viel zu einfach gemacht: "Das müssen wir uns schon ankreiden, dass wir die ersten 30 Minuten überhaupt nicht auf dem Platz standen. Das galt besonders vor dem zweiten Gegentor. Ein Ballverlust im Aufbauspiel im Mittelfeld - und hinten stand der KSC plötzlich komplett blank. 

Möbius beim Startelf-Debüt: Erst gravierender Fehler, dann Torpremiere

Justin Möbius, der am Samstag sein Startelf-Debüt für den KSC gab, nahm die Schuld an dem Treffer voll auf sich. Dass er später noch sein erstes Ligator für die Badener erzielte, konnte ihn dann auch wenig über die Niederlage hinwegtrösten. "Das war ich der Mannschaft schuldig, somit konnte ich es zum Teil wieder gutmachen."

Doch auch er musste eingestehen. "Wir waren insgesamt einfach nicht griffig genug." Vielleicht hätte die Partie in der zweiten Halbzeit noch einmal eine Wende zum Guten nehmen können, doch das große Manko in dieser Saison beim KSC bleibt die Chancenauswertung. Einige aussichtsreiche Möglichkeiten blieben ungenutzt, die beste Chance vergab Marvin Wanitzek vom Elfmeterpunkt.

Wanitzek: "Jeder muss sich selbst hinterfragen"

Dem Mittelfeldspieler ging die Niederlage dann auch sichtbar ans Gemüt. "Das ist sehr enttäuschend, es ist schwierig zu erklären." Im Endeffekt müsse man sich für die Leistung der ersten 25 Minuten selbst hinterfragen, ergänzt Wanitzek.

Sein Elfmeter in der 65. Minute wäre eine große Chance gewesen, das weiß auch der 25-Jährige. "Das zieht Fans und Mitspieler dann nochmal mit runter, wenn du den verschießt." Doch Aussschlaggebend war die Anfangsphase - das weiß jeder. Wanitzek: So wie wir die ersten 25 bis 30 Minuten aufgetreten sind, so geht es auf jeden Fall nicht!"

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  •   BadenEnte
    (196 Beiträge)

    03.09.2018 17:44 Uhr
    SV Sandhausen
    Freiburg und Hoffenheim sind uns inzwischen Lichtjahre voraus. Aber Sanhausen? Wie schaffen die das? Ich verstehe es nicht! Es muss am Präsidium liegen - warum können keine hochwertigen Sponsoren im Dunstkreis des neuen Stadions gefunden werden? Deswegen ist auch der Sandrock weg.
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  •   Grumberekicker
    (56 Beiträge)

    03.09.2018 15:39 Uhr
    Comeback
    Würde als KSC nun den Lukas Kwasinok aus dem Hut zaubern Würde mich überhaupt nicht wundern und das Bild des KSC vollkommen abrunden.
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  • unbekannt
    (1273 Beiträge)

    03.09.2018 13:00 Uhr
    Ja, genau. Gebrauchte Gebüsche und Brennholzverleih
    das passt zum KSC.
    Chef, leider habe ich heute an meinem einzigen Arbeitstag diese Woche alles vergeigt. Hab wohl einen gebrauchten Tag erwischt. - "Sie wissen ja wo Sie Ihre Papiere abholen können !" Lach mich kaputt.
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  •   haustier
    (1338 Beiträge)

    03.09.2018 12:35 Uhr
    Realitätsfremd
    Mich hat die Niederlage und das Auftreten der Mannschaft ebenso enttäuscht wie die Meisten hier, nur sollten so langsam viele Kommentatoren mal ihr Wunschdenken der Realität anpassen. Es scheint, als seien hier einige noch in den UEFA-Cup Zeiten hängegeblieben, in Zeiten, als wir noch einen Häßler, Buchwald etc. in den Reihen hatten. Aufwachen ! Wir sind nicht die super Adresse im deutschen Fußball (was aber immer noch viele glauben), wir haben keinen Großsponsor wie andere Teams im Rücken, müssen mit den paar Kröten auskommen, die man irgendwo ergattern kann ... und somit bleiben einem die Hände gebunden, wenn um Kaderzusammenstellung oder Verstärkungen geht. Auch ich hätte lieber einen technisch versierten Ballverteiler im Mittelfeld, treffsichere Akteure im Sturm ... aber woher nehmen ohne das nötige Kleingeld ?
    Wir sind nun mal in Liga 3, haben auch nur drittligataugliche Akteure mit überschaubaren Niveau -> und das ist die Realität.
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  •   sauerbraten
    (2128 Beiträge)

    04.09.2018 13:35 Uhr
    Moment mal -
    denke hier hat längst jeder begriffen, dass "Valencia" Geschichte und der KSC zwischenzeitlich auf dem harten Boden der Drittklassigkeit angekommen ist. Aber auch einem Drittligisten ist es nicht verboten, im Rahmen eingeschränkter Möglichkeiten vernünftig zu wirtschaften und Spieler zu verpflichten, mit denen man die angestrebten Ziele auch erreichen kann. Ausser Missmanagement & Fehlplanung gibt es keinen einzigen logischen Grund, der ursächlich dafür sein kann, dass wir, hinter dem immer wieder gerne genommenen Besipiel, Sandhausen, hinterher hängen - oder willste mir etwa erzählen, dass das Dorf dort, bessere Infrastruktur, oder sonstige Wettebewerbsvorteile bietet? Unsere Führungscrew, die in den letzten Jahren Personal-Fehentscheidungen en masse produziert hat, ist doch das Problem und solange sich da nichts ändert, gibt es auchwenig Aussicht auf Besserung. Von den Grundvoraussetzungen her, muss der KSC mindestens 2 Liga spielen und ausschliesslich interner Inkompetenz ist es....
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  •   sauerbraten
    (2128 Beiträge)

    04.09.2018 13:47 Uhr
    ....geschuldet, dass Heidenheim, Sandhausen,
    oder jeder andere Zweitligist, ausser Köln & Hamburg, so deutlich vor uns rangieren. Wo bitte gibts sonstwo noch sowas wie z.B. die Kausa Kwasniok? Im Mai noch hätte man Kohle für Ihn einnehmen können, Kreuzer war klar mit Aue, dann kommt Welle daher und sagt "Nö" - drei Monate später ist er dann doch weg und musste abgefunden werden!!!??? So ein Geschäftsgebaren kann man doch niemandem vernünftig erklären und um u.a. so einen Scheiss aufzufangen, muss dann auch noch einer der wenigen Fussballer mit Perspektive in ner Nacht und Nebelaktion verhökert werden, nachdem man den Uphoff dann doch nicht auf die Schnelle losbekam. Nee, Sportsfreund, ich weiss sehr wohl dass die "Winnie-Zeit" vorbei ist, komme zur Not auch mit der 3Liga klar, wenn Aussicht besteht, da wieder hinzukommen, wo der KSC eigentlich hingehört - diese Aussicht sehe ich unter den gegebenen "Welle"-Umständen leider nicht mehr und es tut einfach nur noch weh, was grad rund um den Wildpark passiert
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  •   Markymark
    (438 Beiträge)

    03.09.2018 15:31 Uhr
    natürlich
    natürlich ist es so. Der KSC war leider in der 2. Liga stets in der 2. Hälfte. Viele Clubs, auch aus kleineren Städten, wirtschaftsschwachen Regionen haben einfach bessere Zuschauerzahlen.

    Aber Fakt ist auch, dass man eigentlich in den letzten Jahren viel Geld in die Hand nahm aber wenig sinnvolles daraus entstand.

    Ich persönlich glaube nicht mal so sehr daran, dass man schlecht eingekauft hat (wetten Rostock ist die Saison mit Bülow besser wie wir?), aber es passt einfach nicht, es wird wild irgendeine Mannschaft und Trainer zusammengekauft ohne dass man irgendwie ein Konzept hat....so kommt mir das vor.

    Bestes Beispiel ist Strohengel, so einer hat bestimmt nicht in Karlsruhe das Fußball Spielen verlernt, für Kurzeinsätze reicht es sicher noch...aber er passt anscheinend nie ins Konzept, oder passte in was anderes? Dazu kommt, dass man ohne Not und Leistung allen irgendwie mind. ein 2 Jahres Vertrag gibt und dass ohne Leistungsbezug anscheinend.
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  •   Hartz4Bomber
    (619 Beiträge)

    03.09.2018 13:50 Uhr
    Diese Stadt
    hat von der Wirtschaftskraft durchaus das Potential einen Erst- oder Zweitligaclub zu beheimaten. Allerdings benötigt man hierfür ein gewisses kaufmännisches Verständnis, aber ein solches war beim KSC leider noch nie vorhanden.
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  •   haustier
    (1338 Beiträge)

    03.09.2018 14:51 Uhr
    ...
    Für einen Zweitligaclub wäre das Potential durchaus vorhanden, für Liga 1 ist es einfach zu wenig. Hierzu fehlt uns ganz einfach ein finanzkräftiger Sponsor ... einer, der es ermöglicht, gute Spieler oder hoffnungsvolle Talente zu binden (nicht das diese bereits für das erst beste lukrativere Angebot den Verein verlassen), so dass man mal über ein paar Jahre hinweg eine Mannschaft formen kann, das eine gewisse Kontinuität Einzug hält und man nicht immer wieder die besten Spieler ziehen lassen muss.

    Ich verstehe auch nicht, mit Cronimet und Michelin hat man zwei ortsansässige, finanzstarke Unternehmen -> warum können diese nicht den KSC wirtschaftlich sponsern - bspw. Michelin mit dem Bau eines Stadions in Form eines Autoreifens oder Cronimet als Hauptsponsor ... vom Gewinn der Unternehmen her sollte es doch möglich sein ... tja "sollte" ... aber ein Verein und eine Stadt, welche für Planung und Bau eines Stadions 20 Jahre benötigen, die sind von der 1. Bundesliga meilenweit entfernt
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  •   schwarzvoraugen
    (3462 Beiträge)

    03.09.2018 16:26 Uhr
    Talente
    halte ich zunächst einmal indem ich eine sportliche Perspektive biete. Geld ist bedeutsam, wesetlicher Teil einer embitionierten Zielsetzung zu sein ist aber für einen 19 jährigen ebenso reizvoll. Und genau daran hapert es Jahr für Jahr.

    Bitte nicht immer Budgets als Grund für konzeptionelles, strategisches Scheitern hernehmen.
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