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Karlsruhe Familientreffen im hohen Norden: Der HSV im ka-news.de-Gegner-Check

Die Begegnung in der Hinrunde hat der KSC im heimischen Wildpark mit 2:4 verloren. Nun soll gegen den Hamburger SV im hohen Norden am Samstag (Anpfiff 13 Uhr) endlich eine Revanche her. Können die Blau-Weißen damit auch aus ihrer Niederlagenserie ausbrechen? Die Chancen, die Spieler, die Torbilanzen - ka-news.de hat den Gegner für euch im Fakten-Check.

Schon beim Pokalspiel in Saarbrücken traf der aktuelle KSC-Trainer Christian Eichner auf alte Weggefährten und Familienmitglieder. Beim Auftritt der Badener in Hamburg wird es ähnlich sein.

Denn "Eiche" und der Sportdirektor des HSV, Michael Mutzel, sind seit gemeinsamen Zeiten als Profis im Wildpark gute Freunde. Der jährliche gemeinsame Familienurlaub hat lange Tradition.

Michael Mutzel
Michael Mutzel ist Sportdirektor beim HSV. | Bild: David-Wolfgang Ebener

Vom Wildpark zum HSV

Auch zu Sebastian Dirscherl hat "Eiche" guten Kontakt. Der 33-jährige Dirscherl war beim KSC Scout und Chefanalyst. Da er mit dem Angebot des KSC - nicht in finanzieller Hinsicht, sondern in Sachen Zuständigkeitsbereich - nicht einverstanden war, erlag er den Lockrufen des HSV.

Ähnlich war es bei einem, der nach acht Jahren den Wildpark verließ: Torwarttrainer Kai Rabe, dessen Familie noch in der Nähe von Karlsruhe im Eigenheim lebt.

Karlsruher SC - Hallescher FC, 18.05.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
Kai Rabe, Ex-KSC-Torwarttrainer. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Auf Seiten des KSC hat einer HSV-Erfahrung: Sportdirektor Oliver Kreuzer. Der hat sich aus einem gültigen, laufenden Vertrag bei den Badenern herausgekauft, um zum geliebten HSV wechseln zu können. Man munkelt, Kreuzer habe auf ihm zustehende 100.000 Euro verzichtet, um aus dem Wildpark flüchten zu können.

Karlsruher SC - VFR Aalen, 13.03.2019, Herren, Saison 2018/2019, 3.Liga, Fußball,  Heimspiel, Wildparkstadion, Karlsruhe, Germany, GER
KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Mit David Kinsombi steht einer im Kader der Hanseaten, der auch schon das Trikot der Blau-Weißen getragen hat. Allerdings wird der 24-Jährige, der sowohl in der Abwehr wie im Mittelfeld eingesetzt werden kann, wohl am Samstag auf der Bank Platz nehmen müssen, denn Kinsombi ist im Moment keine Stammkraft bei den Rothosen.

Last-Minute-Sieg
David Kinsombi kickt nun für den HSV. | Bild: Christian Charisius/dpa

Schiedsrichter ließ blau-weißen Aufstiegstraum platzen

Im Juni 2015 scheiterte der KSC in der Relegation am Hamburger SV, schaffte den Sprung in die erste Bundesliga nicht. Der Wildparkclub verpasste den Aufstieg in die erste Bundesliga vor allem, weil damals Manuel Gräfe, der Schiedsrichter, mit seinen eigenwilligen und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen den möglichen "Erstligisten KSC!" verhinderte.

Von den Spielern dieser Begegnung wird keiner am kommenden Samstag beim Anpfiff auf dem Platz stehen. Beim KSC steht lediglich noch Daniel Gordon unter Vertrag. Aber der muss eine Gelbsperre absitzen.

Die Begegnung in der Hinrunde verlor der KSC im heimischen Wildpark mit 2:4. Torschützen: Daniel Gordon und Philipp Hofmann. Die Badener lagen mit 0:3 zurück.

KSC-Training am 13.Dezember
Daniel Gordon sitzt eine Gelbsperre ab. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Auswärtsstatistik macht wenig Hoffnung

Die Gesamtbilanz sieht für die Karlsruher nicht schlecht aus. Von 58 Spielen wurden 20 verloren, 20 endeten remis und 18 konnte der KSC gewonnen.

Doch bei den Auswärtsbegegnungen macht die Statistik wenig Hoffnung: 27 Spiele gab es bisher, nur drei davon konnten die Blau-Weißen siegreich gestalten, zehn endeten unentschieden, 14 wurden verloren. Torverhältnis 60:26 pro HSV.

Der letzte Erfolg im hohen Norden gelang am 18. September 1992: Mit 2:1 behielt der KSC die Oberhand. Doppeltorschütze war Mittelfeldmann Wolfgang Rolff. Der KSC spielte damals mit Kahn, Wittwer, Bogdan, Metz, Nowotny, Reich, Bender, Rolff, Schütterle, Kirjakow und Krieg.

Fussball Harder13 Cup 2015 in Mannheim
Wolfgang Rolff. Foto: Huebner/Ulrich | Bild: Florian Ulrich

Bester Torschütze im KSC-Trikot: Eberhard "Ebse" Carl, in 13 Einsätzen traf er vier Mal. Am häufigsten trat Gunther Metz im blau-weißen Dress gegen den HSV an: Genau 18 Mal.

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  •   melotronix
    (3023 Beiträge)

    08.02.2020 15:05 Uhr
    es geht nur noch so weiter...
    ich hab keine Lust mehr. Wie eine Mannschaft so die Lust und Freude

    am Fussballspielen nehmen kann...keine Einheit...zusammengekaufte bzw. geliehene
    abgehalfterte Spieler die im Profifussball nichts mehr zu suchen haben. Schade um jeden
    Euro der dafür ausgegeben wird.
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  •   karlsruher1955
    (1208 Beiträge)

    08.02.2020 14:50 Uhr
    Schade
    der KSC wird wieder seine Unfähigkeit beweisen. Wetten dass ?
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11663 Beiträge)

    08.02.2020 08:25 Uhr
    keine Sentimentalitäten:
    hinfahren und zeigen, dass es kein Firmenausflug an die Alster ist!

    KSC forever !!!

    grinsen
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  •   sauerbraten
    (1944 Beiträge)

    07.02.2020 21:56 Uhr
    Hoert, hoert - zu was will Herr Putzing
    mit seiner Anekdote zu Kreuzer, die er hier und heute ja nicht unbedingt haette bringen muessen, wohl anregen? Zu einer Personaldiskussion? Na, vielleicht wird das Eis fuer OK ja doch noch so duenn, wie es angesichts seiner ueberschaubaren Erfolge als sportlicher Leiter bei so ziemlich jedem anderen Club normal waere.
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  •   melotronix
    (3023 Beiträge)

    07.02.2020 17:14 Uhr
    schon ein...
    Punkt wäre in der jetzigen Situation eine riesige Überraschung.

    Darf man optimistisch sein...oder gehts noch schlimmer?
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  •   master-of-comment
    (3841 Beiträge)

    07.02.2020 18:48 Uhr
    2008 ...
    gab´s mal eine 0:7 Klatsche dort. Ich hoffe, wir bleiben drunter.

    Aber wenn man oben die Spielernamen aus dem Jahr 1992 liest, bekommt man echte Herzschmerzen! Mann, war das eine Zeit ... traurig
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  •   Schlappedengler
    (335 Beiträge)

    07.02.2020 20:10 Uhr
    Erwartungen?
    Ich wäre auch zufrieden, wenn es nicht schlimmer wird als in 2008. Mal schauen ob die Stolperer auch diese Erwartungshaltung nicht schaffen, zutrauen würde ich es diesem Trümmerhaufen sofort.
    Planungen starten und klären wer nächstes Jahr in Liga 3 noch dabei ist.
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