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Nürnberg Die KSC-Stimmen zum Spiel: "Ich glaube, wir sind alle sauer und enttäuscht!"

Frust! Diese Emotion überwiegt an diesem Wochenende im Wildpark nach der bitteren Pleite im Keller-Duell mit Nürnberg. Durch die Pleite hat der Karlsruher SC nicht nur die schlechteste Gegentor-Bilanz, sondern es auch verpasst, den Club in der Tabelle hinter sich zu bringen. Hinzu kommt der Ärger über den ausgebliebenen Elfmeterpfiff in der Schlussphase.

Christian Eichner zeigte sich bei der Pressekonferenz als fairer Verlierer und gratulierte Trainerkollege Jens Keller zum Sieg. "Es war wieder einer dieser klassischen Eigenfehler, wie schon vor zwei Wochen. So werden Spiele im Abstiegskampf entschieden, normalerweise musst du das Ding sauber zu Ende verteidigen und einen Punkt mitnehmen", schilderte Eichner seine Sichtweise.

Der 37-Jährige machte aber auch keinen Hehl daraus, dass er die Entscheidung des Schiedsrichter-Gespanns in der Schlussphase wie die meisten im Stadion nicht nachvollziehen konnte: "So wie wir einen Fehler gemacht haben, war der Kölner Keller heute auch wieder unterwegs. Ich frage mich, wenn man mit vier Leuten am Fernseher sitzt, wie lange das ganze immer dauert und ob die dort vielleicht andere Spiele anschauen", drückte Eichner seinen Unmut über den ausbleibenden Elfmeterpfiff aus.

Der Nürnberger Patrick Erras (r) erzielt den Treffer zum 1:0 gegen den KSC.
Der Nürnberger Patrick Erras (r) erzielt den Treffer zum 1:0 gegen den KSC. | Bild: Uli Deck/dpa

Eichner: Wunden lecken, weiter machen!

Dennoch betonte der Interimstrainer, dass seine Mannschaft den spielentscheidenden Fehler gemacht habe, während der Fehler auf der anderen Seite durch den ausbleibenden Elfmeterpfiff nicht revidiert wurde. Es gelte jetzt, die Wunden zu lecken und den Fokus auf Heidenheim zu legen, um dort wieder in die Punkte zu kommen, richtete Eichner abschließend den Blick nach vorne.

Pech und Selbstverschuldung, eine Erkenntnis die auch die KSC-Profis umtreibt: "Das Heimspiel wollten wir gewinnen heute, wollten danach vor Nürnberg stehen. Ich glaube, wir sind alle sauer und enttäuscht jetzt", sagte Manuel Stiefler nach der Partie in der Mixed Zone.

Stiefler: "Haben dem Gegner zu viel angeboten!"

"Es ist bitter und auch teilweise ein bisschen selbstverschuldet, weil wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr ganz das auf den Platz gebracht haben, wie in der ersten. Ich denke, wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt bis in den Sechzehner hinein, da waren wir dann teilweise nicht mehr konsequent genug. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann ein bisschen anstecken lassen, ein bisschen mehr Ballverluste gehabt, dem Gegner ein bisschen mehr angeboten."

Dirk Carlson (KSC 23) im Zweikampf
Dirk Carlson (KSC 23) im Zweikampf | Bild: Tim Carmele

Ein Umstand, den der Club schließlich in Person von Patrick Erras zum Siegtreffer nutzte. Einer ordentlichen ersten Halbzeit folgte eine zweite Hälfte, in der nur noch wenig zusammen lief - auch bei Torjäger Philipp Hofmann: "Wir sind ein bisschen geschockt natürlich, auch dass es wieder ein individueller Fehler ist, solche Spiele musst du normal null zu null spielen. Wir müssen auch zugeben - in der zweiten Halbzeit haben wir nach vorne dann auch zu wenig gemacht. In der ersten Halbzeit war das besser", befand der 26-Jährige.

 

Uphoff: "Eine Unkonzentriertheit in der Situation darf einfach nicht passieren"

Auch Torhüter Benjamin Uphoff, dessen Fehler den Nürnberger Siegtreffer einleitete, stellte sich nach der Partie den Medien. Sein Fehler erklärte der sonst so sichere Schlussmann mit einer kurzen Unkonzentriertheit: "Selbst wenn ich versuche, ihn zu fangen, sollte ich ihn am besten einfach festhalten“, beschrieb Uphoff seinen Fehler. "Eine Unkonzentriertheit in der Situation darf einfach nicht passieren“,  gab ein sichtlich gefrusteter KSC-Schlussmann zu verstehen. Mitspieler Alexander Groiß richtete indes den Blick bereits nach vorne, auf das Baden-Württemberg-Duell mit Heidenheim: "Wir dürfen den Kopf nicht hängen lassen, es sind noch genug Spiele und wir müssen einfach Gas geben", gab der Mittelfeldspieler zu verstehen.

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Kommentare (34)
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  •   Baden01
    (617 Beiträge)

    02.03.2020 17:37 Uhr
    Geschichte wiederholt sich..
    Schäfer - es muss brennen...
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  •   Dobermann
    (168 Beiträge)

    02.03.2020 14:23 Uhr
    langesam gehen die Lichter aus.....
    wie lange soll der Tanz auf dem Vulkan noch gut gehen ? Fakt ist : Wir spielen unterirdischen Fussball. Die Mannschaft ist nicht Zweitligatauglich, Der Trainer ist vielleicht für die Oberliga geeignet aber nie und nimmer für einen im Abstiegskampf taumelden Zweiligisten. Seit Menschengedenken verlieren wir wichtige Spiele, bzw. gewinnen keins. Alle 6-Punktespiele geben wir aus der Hand. Wenn ich so eine schei7e lese wie: wir reissen Sandhausen mit runter.... ohhhh nein, wir reißen uns selber runter. Schauen zu wenig auf unsere Defizite und tun nix dagegen. Wir der KSC sind nicht tauglich (momentan) Der letzte macht das Licht aus.
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  •   RainerBu
    (1006 Beiträge)

    02.03.2020 15:55 Uhr
    würde sie
    aber noch nicht ganz abschreiben . Wenn sie ab und zu noch nen Sieg ,noch nen Kraftakt schaffen,sollte zumindest Relegation drin sein.
    Die Neuen könnens evtl noch richten .
    Andere Spieler stehen ja voll neben sich wie der Wanitzek .Warum spielt der eigentlich noch ?
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  •   sauerbraten
    (1978 Beiträge)

    02.03.2020 13:04 Uhr
    Nürnberg hatte die bessere
    Spielanlage und deswegen gewannen die das Spiel auch nicht unverdient, wenngleich es eigentlich, vom Verlauf her, ein typisches 0:0 Spiel war. Fehler wurden wohl auf beiden Seiten gemacht, aber wir machten mehr davon und wurden halt einmal mehr bestraft dafür, als die. Das Spiel hat einiges offen gelegt und klar aufgezeigt, wo es beim KSC klemmt. Wir bekommen kein vernünftiges Aufbauspiel hin, velieren die Bälle teilweise auf abenteuerliche Weise, der Hofmann hängt in der Luft und verzeifelt dermassen, dass er sich zurück zieht und beim Versuch, sich hinten Bälle zu holen, Kräfte lässt, die ihm dann wieder fehlen, wenn ihm vorne dann doch mal noch was vor die Füsse fällt. Stellvertretend für das Kernproblem sei jetzt hier mal der Groiss genannt - der ist zwar defensiv absolut stark und er erkämpft sich viele Bälle, aber wehe, wenn er den Ball hat - dann ist Gefahr in Verzug. Auf der 6 sind halt Leute von Vorteil, die beides drauf haben - das Spiel mit und gegen den Ball.
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  •   sauerbraten
    (1978 Beiträge)

    02.03.2020 14:19 Uhr
    Eines aber trotzallem noch zum VAR,
    auch wenn ich weit davon entfernt bin, die Schuld bei Dritten zu suchen. Mit der Einführung des Videobeweises sollte ja eigentlich eine Vereinheitlichung erreicht werden, sprich ein vegleichbares Ahnden vergleichbarer Szenen, aber für meinen Geschmack ist aber genau das nicht eingetreten und die Vorgehensweise ist nach wie vor extrem subjektiv und individuell. Im Spiel gegen Nürnberg habe ich jedenfalls, auch ohne blaue Brille, zwei Szenen gesehen, (Camoglu & Stiefler) die in anderen Stadien auch schon mit Elfmetern bestraft wurden. Das Einzige, das mit der Einführung des VAR tatsächlich einheitlich geworden ist, ist, dass mitlerweile keine Sau mehr weiss, ob sie nach einem Tor überhaupt noch jubeln soll.
    Letztens habe ich mal irgendwo gelesen, dass seit VAR, knapp 90% der Entscheidungen richtig waren - die Bewertungskriterien dafür würden mich echt mal interessieren.
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  •   RainerBu
    (1006 Beiträge)

    02.03.2020 11:27 Uhr
    Gebabbel
    wars denn mit erfahrenem Coach besser ?
    Die Mannschaft ist limitiert und mehr Geld für bessere Zugänge ,grade in der Winterpause wo eh nicht viel geht,is nicht .
    Man sollte mal den Keeper tauschen und immer mit zwei Spitzen spielen .
    Wenns dann auch nicht reicht, dann is es eben so und wieder ein Neuaufbau nötig.
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  •   Tyr
    (553 Beiträge)

    02.03.2020 10:02 Uhr
    Christian Ratlos
    gesteht in den BNN :"den Winter-Neuzugängen und weiteren Spielern fehlt die Wettkampfpraxis."
    Ja warum habt ihr diese Spieler dann überhaupt geholt wenn sie für euch keine Verastärkungen sind?
    Diesem Trainerleichtgewicht die Verantwortung für den gesamtem Verein zu geben ist nur irre!
    Der gesamte KSC kann durch diese katastrophale Personalie vor die Hunde gehen und niemand von diesem sogenannten Verwaltungsrat zieht endlich die Notbremse.
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  •   melotronix
    (3095 Beiträge)

    02.03.2020 10:19 Uhr
    so ein Schwach....
    sorry...als ob alles von Eichner abhängen würde. Dazu braucht man wirklich nicht viel Verstand
    um das zu kapieren, dass die Qualität der Mannschaft sehr begrenzt ist.
    Dies wurde nicht zum erstenmal erkannt, das auch ein Spitzentrainer hier nichts ausrichten könnte.
    Wenn wir drinbleiben sollten, dann ist das vom Glück abhängig nicht von einem Trainer. Wann wird das hier endlich nur kapiert?
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  •   Tyr
    (553 Beiträge)

    02.03.2020 10:37 Uhr
    "dann ist das vom Glück abhängig"
    ich bin gegen Glücksspielsüchtige.
    Was schreibst du nur für ein wirres Zeug das sich ein Profiverein wie der KSC hauptsächlich nur noch auf sein Glück verlassen soll.
    Wer so dumm handeln würde befindet sich ganz schnell in Liga 3 wieder.
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  •   melotronix
    (3095 Beiträge)

    02.03.2020 10:57 Uhr
    Sie scheinen ja antworten zu haben...
    dann mal los!
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