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Hamburg/Karlsruhe Der Untergang! KSC verpennt den Abstiegskampf

Oh weh, Karlsruher SC. Das war ein ganz bitteres Spiel beim FC St. Pauli. Am Ende mussten die Badener eine 0:5 (0:1)-Klatsche beim direkten Konkurrenten hinnehmen. Es war die dritte Pleite in Folge, die den Absturz auf Rang 17 bedeutet!

Der KSC hatte in seinem ersten Montagsspiel der Saison gleich vier Veränderungen der Startformation vorgenommen. So kehrte Innenverteidiger Bjarne Thoelke ebenso in die Mannschaft zurück wie die Mittelfeldspieler Hiroki Yamada, Grischa Prömel und Angreifer Dimitris Diamantakos. 

Den besseren Start in die Partie hatten allerdings die Hausherren, die bittere Folge: Bereits in der 12. Spielminute fiel das 1:0. Erschreckend schwach zeigte sich in dieser Phase die KSC-Hintermannschaft. Diese hatte auf der Außenbahn Cenk Sahin vollkommen ohne Gegenwehr laufen lassen. Sein Schuss ging zwar an den Innenpfosten und von dort wieder raus, doch Mats Möller Daehli stand goldrichtig und beförderte das Leder über die Linie. Die Gäste im absoluten Tiefschlaf!

Orlishausen verhindert höhere Klatsche

Und so wirklich wach waren die KSC-Spieler in der Defensive auch in der Folge nicht. In der Vorwärtsbewegung dazu ein ähnliches Bild wie zuletzt: Es waren durchaus Ansätze zu erkennen, aber die entscheidenden Pässe kamen nicht an. In der 36. Minute trotzdem fast der Ausgleich! Nach einem Eckball war Thoelke mit dem Kopf zur Stelle. Doch der Ball ging genau auf Torwart Philipp Heerwagen, der nur wenig Mühe hatte. Auf der Gegenseite verhinderte Dirk Orlishausen gegen Aziz Bouhaddouz einen höheren Halbzeitrückstand (45.).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit reagierte der KSC. Charis Mavrias kam frisch in die Partie für Dennis Kempe, der doch ungewöhnlich viele Unsicherheiten hatte. Doch es waren genau 60 Sekunden gespielt, da brannte es schon wieder lichterloh im Karlsruher Strafraum. Dieses Mal retteten Orlishausen und das Aluminium bei Bouhaddouz' Kopfball.

Spielerischer Offenbarungseid der KSC-Defensive

St. Pauli drückte auf den zweiten Treffer und bekam dabei Unterstützung von den Gästen. Denn ein Ballverlust im Mittelfeld leitete in der 50. Minute das 0:2 ein. Wiederum konnte der KSC Sahin im Strafraum nicht stoppen, Waldemar Sobota nahm dieses Geschenk dankend an. Und nur wenige Augenblicke später dann sogar das 0:3. Dieses Mal flankte Sobota von links, am langen Pfosten stand Bouhaddouz blank und ließ den Ball aus drei Metern ins Tor abtropfen (52.).

Der fußballerische Offenbarungseid wurde in der 58. Spielminute noch ein Kapitel länger. Wiederum war es Bouhaddouz, der damit einen Doppelpack schnürte. Eine gute KSC-Aktion soll an dieser Stelle natürlich auch nicht verschwiegen werden: Erst parierte Heerwaagen gegen Erwin Hoffer aus spitzem Winkel, dann war er auch gegen Diamantakos zur Stelle (66.). Prömel versuchte sich zudem aus der Distanz (80.). Dazu verhinderte Orlishausen mit seinen Paraden ein noch größeres Debakel, obwohl er von der Hintermannschaft viel zu oft im Stich gelassen wurde. 

Zwölf Minuten vor dem Ende dann eine erneute Backpfeife für die Badener. Bouhaddouz machte seinen Hattrick und deckte dabei noch einmal auf, dass in der Defensive der Gäste absolut überhaupt nichts zusammenpasste. In alle Einzelheiten wurde der KSC zerlegt. Diese Scherben aufzusammeln wird in den kommenden Tagen keine einfache Aufgabe. Dass am Samstag (13 Uhr) Hannover 96 in den Wildpark kommt, macht dazu nur wenig Hoffnung auf schnelle Besserung.

Aufstellung FC St. Pauli:   Heerwagen - Dudziak, Gonther, Hornschuh, Buballa - Nehrig (70. Thy), Möller Daehli (63. Flum) - Sobota, Buchtmann, Cenk Sahin (75. Kalla) - Bouhaddouz.
Karlsruher SC: Orlishausen - Bader, Thoelke, Figueras, Kempe (46. Mavrias) - Prömel, Meffert - Yamada (53. Hoffer), Stoppelkamp - Mugosa (62. Marvin Mehlem), Diamantakos.

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Kommentare (178)
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  •   max
    (272 Beiträge)

    28.02.2017 16:31 Uhr
    Mir tut nur der Trainer Slomka leid!
    Zwei Drittel der Spieler sind nicht tauglich für diese Liga. So wie die gespielt haben, wird noch nicht einmal in der Kreisliga gespielt. Da kann kein Trainer etwas bewirken. Schuld sind die Vorgänger; aber jetzt muss man nach vorne schauen. Ist die Stadionfrage schon wirklich ganz geklärt? In dieser Sache darf man doch nach haken.
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  •   schwarzvoraugen
    (3966 Beiträge)

    28.02.2017 19:17 Uhr
    Er wird für seine Leiden ordentlich bezahlt
    Er muss einfach jetzt einmal den Wattebausch zur Seite legen und ganz ordentlich dazwischenfahren.

    Leistungswillen belohnen, Leistungsverweigerung oder Leistungsunfähigkeit für alle Helden nachvollziehbar aufdecken und aussortieren.

    Beobachte einmal im Trainingsspiel wenn wieder eine Ecke ins Niemandsland fliegt die Reaktion. Null Reaktion. Techniktrainer, Standardtrainer, Cheftrainer alle dabei. Null Reaktion. Stoppelkamp würde bei mir für jeden ins Niemandsland getretenen Ball eine Strafrunde laufen. Der käme aus dem Laufen nicht mehr heraus. Im Spiel würde er beim dritten ins Nirvana getretenen Ball demonstrativ ausgewechselt werden. Solange bis es eben klappt mit den langen Bällen.

    Genug getätschelt, jetzt hilft nur noch ordentlich dazwischen hauen. Klare Zeichen setzen. Aussortieren.
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  •   karl143
    (344 Beiträge)

    28.02.2017 13:05 Uhr
    So spielen
    Absteiger. Kein Druck vorne und die Abwehr eine Schießbude. Es liegt weder am Geld noch am Trainer. Es liegt an der Zusammensetzung des Kaders. Und da trifft Slomka die wenigste Schuld. Die Fehler liegen in der Vergangenheit. Die Stadt Karlsruhe sollte sich wirklich überlegen, ob ein neues Stadion sinnvoll ist. Es ist ja nicht so, in die 3. Liga absteigen und sofort wieder hoch. Da gibt es bessere Mannschaften als den KSC. Ich glaube nicht, das der "normale" Karlsruher Bürger noch Verständnis für die Ausgaben hat, bei diesen Leistungen. Konsequenz. Erkenne ich nur in einem Abstieg. Der Verein hat in der 2. Liga nichts zu suchen.
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  •   Pilsi57
    (296 Beiträge)

    28.02.2017 12:41 Uhr
    Fahrstuhlmannschaft 1.2
    Diesmal aber zwischen 2. und 3. Liga. Und da muss ich herr Rupp in seinen Ausführungen recht geben, so leid mir das tut. Am Trainer liegt es nicht, wie schon Einer vorher meinte, ein Klopp, Pep, Andriotti könnte aus diesen Trümmerhaufen auch nicht mehr rausholen. Mit Oral wäre u.U. das Licht schon entgültig aus. Die Einkaufspolitik ist grotten schlecht. Nun nicht kommen mit schmalen Buget. Wenn ich sehe wie ein SV Sandhausen sich in der Liga schlägt, mit einem wahrscheinlich weit geringeren Buget als der KSC, muss man fragen, warum? Dort Spielen Mauersberger und Gordon, letzterer fehlt in unserer Abwehr an allen Ecken und sEnden, und war auch immer für ein Tor gut. Sandhausen verstärkt sich nicht auf den letzten Drücker, und nimmt dann nur noch die, die eh nicht mehr woanderst unterkommen, von Spielpraxis ganz zu schweigen. Es gibt immer mal Fehlgriffe, beim KSC ist dies aber fast schon die Regel. Und ein Spieler der weis, er ist nur ein halbes Jahr da gibt der wirklich 100% ?
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  •   Renewal
    (468 Beiträge)

    28.02.2017 19:23 Uhr
    Andriotti?
    Mauer in Sandhausen?
    Hier spricht der personifizierte Fussballsachverstand.....
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  •   Eckfaehnchen
    (2681 Beiträge)

    28.02.2017 13:17 Uhr
    Stopp
    also Mauersberger spielt bei 1860, in Sandhausen spielt aber außer Gordi auf RV Philipp Klingmann,
    den man beim KSC auch ausgemustert hat. Komisch, in Sandhausen ist er Stammspieler. Gordon auch.
    Und bei uns jagte man ihn vom Hof, weil er einen längeren Vertrag wollte !
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  •   egg-stoiner
    (57 Beiträge)

    28.02.2017 11:49 Uhr
    Trainer raus! Trainer raus!
    dies würden nach diesem Kick hunderte hier und noch mehr Fans vor Ort fordern.
    Vielleicht war T.Oral doch nicht so schlecht wie gedacht. Schlecht ist die Mannschaft. Irgendwie hat man es schon im ersten Heimspiel gespürt. Kein guter Spielaufbau, schlechte Zweikämpfe, keine Kopfbälle gewonnen, keine Kämpfer und kein "Leader" auf dem Platz. Mein Sitzbachbar hat schon damals gemeint: "Die könnes net!".
    Das zieht sich durch die ganze Saison. Den Ball stoppen und 5 Meter zum Mitspieler passen lernt man schon in der D-Jugend.
    Dieses Team könnte ein A.Wenger, J.Mourinho oder C.Ancelotti trainieren. Sie würden genauso an den fehlenden Fußballgrundlagen verzweifeln wie M. Slomka.
    Nur, wer hat diese Truppe so zusammengestellt? Präsidium? Oral? Todt? Alle sind daran nicht unschuldig.
    Vielleicht kommt noch die Fußballeingebung bis zum Samstag.
    Bis dahin studiere ich die 3.Liga. Wer da so spielt. Sind ja dann 2 Heimspiele mehr.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (191 Beiträge)

    28.02.2017 19:29 Uhr
    dann bin wohl ich neben...
    ...Dir gesessen im ersten Heimspiel...leider muss ich Dir in allen Punkten recht geben.

    Das Niveau reicht nicht aus - und leider hat man ohne Not die Struktur in der Mannschaft zerstört und Leader wie Peitz keinen Vertrag mehr gegeben...ja - schade um das Potential welches wir hatten mit MK als Trainer...tja - jetzt wird es sehr schwer und es ist schockierend zu sehen wie diese Truppe dem Untergang entgegen wankt...
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  •   brueuepolker
    (84 Beiträge)

    28.02.2017 16:08 Uhr
    Oral war nix Berühmtes ...
    ... und Slomka ist auch nix Berühmtes (...Erfolge? Mal ein paar gute Monate in Hannovr, danach lange ... sehr lange ... nix). Aber was will man erwarten - bei einem Verein wie dem KSC geben sich jetzt nicht grad Pep Guardiola oder Alex Ferguson die Klinke in die Hand. Da muss man froh sein, zur Not halt irgendwen als Trainer zu bekommen.
    Am besten sind erfahrungsgemäß in solchen Phasen Eigengewächse als Trainer, Leute, die noch unbeschriebene Blätter sind und sich beweisen können. Aber einen solchen Mann hat man ja ohne Not letztes Jahr ziehen lassen...
    Jede Wette, dass bis zum Abstieg am Saisonende noch ein weiterer Trainer auf der Gehaltsliste auftauchen wird ...
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  •   Renewal
    (468 Beiträge)

    28.02.2017 11:09 Uhr
    Kann
    man irgendwo lesen oder hören, was die Verantwortlichen zum Spiel gesagt haben?
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