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Hamburg Analyse zum Spiel: Talfahrt setzt sich fort - Karlsruher SC findet auch in Hamburg nicht zurück in die Spur

Die sportliche Talfahrt des Karlsruher SC geht auch nach der Entlassung von Alois Schwartz weiter. Gegen den Hamburger SV setzte es die dritte Pleite innerhalb einer Woche und ein Fehlpass von Marc Lorenz stand sinnbildlich für die derzeitige Lage im Wildpark.

Die 0:2-Niederlage wirft die Badener auf den vorletzten Tabellenplatz zurück. Interimscoach Christian Eichner sah dennoch eine über weite Strecken engagierte Leistung seiner Elf: "In Summe bin ich sehr zufrieden mit den Jungs. Sie haben das umgesetzt, was wir ihnen vorgegeben haben."

Es ist aber auch in Hamburg nicht gelungen, positive Impulse für Erfolgserlebnisse zu schaffen und so die sechste Saisonpleite in Folge abzuwenden. Mit einem individuellen Fauxpas leitete der KSC schließlich den Sieg der favorisierten Hanseaten ein.

Christian Eichner
Karlsruhes Trainer Christian Eichner gibt Anweisungen. | Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

An der Grundlinie unterlief Marc Lorenz ein folgenreicher Querschläger eines eigentlich bereits geklärten Balles. Der Ball flog hoch in die Luft, kam am Fünfmeter-Eck wieder runter, wo Hamburgs Stürmer Lukas Hinterseer zur Stelle war und zur Führung einköpfte.

Dominierende Hausherren, kompakte Gäste

Und das zu einem Zeitpunkt, wo der KSC eigentlich gut im Spiel war. Zu Beginn der Partie konnte der KSC nur reagieren statt agieren, der HSV hatte voll und ganz die Spielkontrolle und suchte den Torabschluss. Der HSV wollte das Heft des Handelns in die Hand nehmen und erspielte sich durch Louis Schaub zwei gute Chancen in der Anfangsviertelstunde. "Wir hatten sehr viel Kontrolle über das Spiel", sagte Dieter Hecking nach der Partie.

HSV lässt Führung liegen

Karlsruhe beschränkte sich in dieser Phase auf das Verteidigen und spekulierte auf Hamburger Fehler im Aufbauspiel, um so Nadelstiche in der Offensive zu setzen. Lukas Hinterseer, Jordan Bayer und Adrian Fein hatten weitere gute Möglichkeiten, dass die Rothosen in den ersten 45 Minuten in Führung hätten gehen können.

Tabellenführung
Zumindest bis Sonntag eroberte der HSV durch den Sieg gegen den KSC die Tabellenführung. | Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

Die beste Möglichkeit für einen KSC-Treffer hatte der spätere Pechvogel Lorenz nach knapp 40 Minuten, als er an HSV-Schlussmann Heuer Fernandes scheiterte. Nach der Pause zeigte sich der KSC mutiger, Hofmanns Kopfball landete auf dem Tornetz. Der HSV übernahm schließlich nach dem Führungstreffer allerdings wieder die Spielkontrolle, indem die Hecking-Elf durch eigenen Ballbesitz den KSC zum Anlaufen zwang und auf Fehler der Gäste spekulierte.

Blitzkonter besiegelt KSC-Pleite

Der KSC, der im Vergleich zum Pokal-Aus gegen Saarbrücken wieder mit nur einer Sturmspitze spielte, hatte zu wenig Ideen gegen kompakt stehende Gastgeber. Zehn Minuten vor dem Ende setzten die Hamburger mit einem astreinen Konter den Schlusspunkt der Partie – 0:2 durch den zweiten Treffer von Hinterseer.

"Es war mir klar, dass der KSC sich teuer verkaufen und eine gute Ordnung haben wird", lobte HSV-Trainer Dieter Hecking das Auftreten des KSC. Tatsächlich spielten die Badener beim ambitionierten HSV, der nach knapp zwei Jahren zurück in die Bundesliga möchte, keinesfalls wie ein Absteiger, blieb aber mal wieder ohne Torerfolg und brachte sich durch individuelle Fehler in der Defensive erneut um einen Punktgewinn.

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  •   brosi13
    (352 Beiträge)

    10.02.2020 22:36 Uhr
    Und nun haben die Spieler...
    drei Tage trainingsfrei... Ich hoffe, dass diese Maßnahme nur dem Sturmtief "Sabine" geschuldet ist, sonst wäre das nicht unbedingt nachvollziehbar!! Vor allem wenn man bedenkt, dass eigentlich eine modifizierte Taktik in Anwendung kommen soll....
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  •   kaehler
    (76 Beiträge)

    10.02.2020 17:08 Uhr
    Alter Mann....
    die Antwort ist [b][/b]JA
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  •   AlterMann
    (123 Beiträge)

    10.02.2020 13:06 Uhr
    Stadion
    lohnt es sich überhaupt noch für diesen KSC ein teures Stadion zu bauen?
    Ein Bolzplatz auf irgendeinem Acker würde doch da völlig reichen.
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  •   sodbrenner59
    (486 Beiträge)

    12.02.2020 20:15 Uhr
    Jetzt gehts dahin...
    Beiertheim hat soooo e scheenes Stadion....des dät a für de KSC lang. Isch jo schließlich egal, wo se verliere!
    ;-)
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  •   melotronix
    (3023 Beiträge)

    10.02.2020 09:19 Uhr
    das wird nichts mehr...
    die schönen Zeiten sind vorbei...endgültig.
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  •   Samoht500
    (815 Beiträge)

    10.02.2020 08:59 Uhr
    Eichner hätte lieber....
    "mit einem Weitschusstor von Louis Schaub in den Winkel verloren als mit so einem Eierdoddel-Tor." (Zitat Eichner in den BNN) Eichner ist also auch ein Trainer wie Schwartz dem die 100 prozentige Siegermentalität fehlt. Diese "Bescheidenheit, Zufriedenheit" wird im Abstiegskampf nicht reichen. Solche Aussagen dürfen erst gar nicht kommen. Das Wort verlieren darf ein Trainer der zum Siegen verdammt ist, erst gar nicht erwähnen, weil keine Option.
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  •   sauerbraten
    (1944 Beiträge)

    10.02.2020 10:55 Uhr
    Zu dieser Aussage kam es ja erst, nachdem das
    Spiel schon verloren war und er hat damit doch völlig recht - wenn ich schon verliere, dann lieber wegen zwei Unhaltbaren in den Winkel, als wegen so ner Gurke, wie der vom Lorenz und einem Torschützen, der danach nicht mal so richtig wusste, wie ihm geschah. Wenn Du Dich auf den Kreuzer einschiessen willst, dann bin ich der Erste, der bei Dir ist, aber was den Eichner anbelangt, sollte man sich dann doch aktuell noch in Zurückhaltung üben und zunächst mal anerkennen, dass das Match am vergangenen Samstag, das Beste seit Bielefeld war.
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  •   RainerBu
    (902 Beiträge)

    10.02.2020 14:53 Uhr
    andere Clubs
    wollen auch von Liga drei nach zwei und schaffen es nicht .
    Hr.Kreuzern und Schwartz habens aber geschafft.
    Also nicht zu viel meckern.
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  •   sauerbraten
    (1944 Beiträge)

    10.02.2020 18:34 Uhr
    Willst Du mir jetzt etwa den Zweitligaaufstieg
    als eine besondere Leistung verkaufen? Solange sich Clubs, wie Sandhausen, Regensburg, Aue, oder Heidenheim, problemlos in der Zweiten halten, hat der KSC in der Dritten aber mal gar nix verloren und dass es uns in juengerer Zeit dennoch ein paar mal "erwischt" hat, lag in allererster Linie an der mangelnden Fachkompetenz unserer sportlichen Leitung.
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  •   brosi13
    (352 Beiträge)

    10.02.2020 22:30 Uhr
    Und vor allem an der...
    ...katastrophalen Führung auf oberster Ebene - das bitte nicht vergessen!! Hier liegt das Über begraben...
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