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Karlsruhe Analyse zum Spiel: Ineffizienter KSC verliert wichtige Punkte im Abstiegskampf an Konkurrent Nürnberg

Unter Flutlicht bat der Karlsruher SC im Wildparkstadion am Freitagabend zum Kellerduell gegen den 1. FC Nürnberg. Ein Tor-Spektakel der beiden "Schießbuden" der Liga blieb aus. Das lag vor allem an der oft fehlenden Abschlussqualität. Für die Blau-Weißen war es trotz engagiertem Auftritt ein bitterer Abend.

Nach dem überzeugenden Auftritt im Derby gegen Sandhausen vertraute Trainer Christian Eichner gegen Nürnberg auf die gleiche Startformation. So feierte Winterneuzugang und Derby-Held Änis Ben-Hatira seine Startelf-Premiere im Wildpark. Dampf und Feuer war von zu Beginn an dabei, allerdings zunächst nur auf den Rängen, wo Fans des KSC und der Nürnberger mehrmals Pyrotechnik abbrannten.

Die Nürnberger Fan zünden Pyrotechnik und Fackeln im Stadion.
Die Nürnberger Fan zünden Pyrotechnik und Fackeln im Stadion. | Bild: Tim Carmele

Der KSC suchte schnell das Spiel nach vorne. Allerdings wirkte das Aufbauspiel der Badener oft zu unstrukturiert. Fehlpässe im Offensivspiel und Ballverluste nach Balleroberung waren oft die Folge, sodass eine echte Torchance lange auf sich warten ließ. Die beste Gelegenheit gehörte den Gästen, als Robin Hack Benni Uphoff mit einem Volleyschuss schon nach vier Minuten erstmals prüfte. 

KSC mit Spielkontrolle, aber ohne klare Chancen

Defensiv präsentierten sich die beide Viererketten der Teams, immerhin mit den meisten Gegentoren aller Zweitligisten, stabil. Den ersten sportlichen Aufschrei gab es nach rund 18 Minuten, als Burak Camoglu nach einer Flanke durch Marvin Wanitzek bei Nürnbergs Klärungs-Aktion von Geis am Kopf getroffen wurde. Nach Abstimmung mit dem Videoassistenten entschied sich Schiedsrichter Christof Günsch jedoch dafür das Spiel ohne Strafstoß weiterlaufen zu lassen.

Burak Camoglu (KSC 2) im Zweikampf mit Robin Hack (1. FC Nürnberg 17)
Burak Camoglu (KSC 2) im Zweikampf mit Robin Hack (1. FC Nürnberg 17) | Bild: Tim Carmele

Dem KSC gelang es danach mehr und mehr die Spielkontrolle zu übernehmen. Doch den Offensivaktionen, wie etwa den Flanken, fehlte es an Qualität. Die besseren Abschlüsse hatten die Franken, allerdings auch ohne nennenswerten Ertrag. Mit dem Pausenpfiff hatte der KSC seine beste Möglichkeit, als Rechtsverteidiger Manuel Stiefler Camoglu bediente, dessen Abschluss aber noch von Nürnbergs Hintermannschaft geklärt werden konnte. Auch mit Beginn des zweiten Abschnitts sahen die Zuschauer zwei offensiv mutig agierende Teams.

Nürnberg nutzt individuellen Fehler

Die für Kellerduelle typischen harten Zweikämpfe und Fouls waren vergleichsweise selten zu sehen. So behielt das Spiel einen Spielfluss: Schnelles Umschaltspiel auf beiden Seiten allerdings ohne die nötige Effektivität: Sinnbildlich dafür standen eine Flanke von Gondorf auf Wanitzek, der diese nicht gut verarbeiten kann (47.) und eine schlecht ausgespielte Konter-Situation des FCN durch Hack und Dovedan (49.).

Alexander Groiss (KSC 20) im Kopballduell.
Alexander Groiss (KSC 20) im Kopballduell. | Bild: Tim Carmele

Der 19-Jährige Dominik Kother ersetzte ab der 70. Minute den heute zwar bemühten und fleißigen, aber unauffälligen Ben-Hatira und sollte wieder für mehr Entlastungen sorgen. Stattdessen blieben die Franken am Drücker und kamen nach einem Eckball im zweiten Versuch durch Patrick Erras, der zum 1:0 einköpfte, nachdem Uphoff den Ball nicht festhalten konnte.

 

Torjubel zum 1:0 durch Patrick Erras (1. FC Nürnberg 29)
Torjubel zum 1:0 durch Patrick Erras (1. FC Nürnberg 29) | Bild: Tim Carmele

Eichner reagierte auf den Rückschlag mit der Einwechslung des flinken Babacar Gueye als zusätzliche Offensiv-Option. Seine Schnelligkeit brachte der 25-Jährige auch gleich auf den Platz, allerdings fehlte es auch dem Winterneuzugang an Präzision. Auch Edeljoker Anton Fink brachte Eichner in der Schlussphase noch in die Partie, um die Offensive des KSC weiter anzukurbeln.

Videoassistent verweigerte Strafstoß in Schlussphase

In den Fokus rückte in der Folge dann allerdings keiner der neuen Offensiv-Optionen, sondern erneut der Videoassistent. Nachdem Manuel Stiefler bei einem Nürnberger Klärungsversuch an der Wade getroffen wird, bleibt der Elfmeterpfiff in der Folge erneut aus, sehr zum Unmut aller Blau-Weißen. Den Badenern gelang danach nichts mehr, um den FCN vom Auswärtssieg abzubringen. Damit verliert der KSC drei wertvolle Punkte im Kampf um den Klassenerhalt und ein Stück weit wohl auch den Glauben an den Videoassistenten.

 

Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet.
In einer früheren Version wurde angegeben, dass Manuel Stiefler am Kopf getroffen wurde.

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  •   kaehler
    (80 Beiträge)

    02.03.2020 10:42 Uhr
    jooo......
    dann müssen sie halt gegen die Heiden gewinnen!
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  •   patrickkk
    (1479 Beiträge)

    01.03.2020 10:12 Uhr
    ...
    Naja. Auf Wahrertabelle sind wir 11ter.

    Nur mal so.

    Der Kasperleverband DFB trägt dieses Jahr mehr Schuld als alle Verantwortlichen zusammen. Mehr als 11ter kann keiner erwarten.
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  •   Uli123456789
    (1 Beiträge)

    01.03.2020 07:34 Uhr
    Ede
    Ich frage mich wirklich, warum man nicht Ede zum Klassenerhalt einsetzt. Mit ihm hatte der KSC die letzte erfolgreiche Zeit nach einer ähnlichen Situation.
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  •   Markymark
    (368 Beiträge)

    29.02.2020 17:19 Uhr
    schade
    Ich habe gehofft dass ich nach Nürnberg meine Meinung revidiere dass mehr als Platz 16 drin ist.

    Leider ist wohl maximal nur Platz 16 möglich und auch um diesen Platz zu schaffen, wird der KSC sehr viel Dusel und Glück brauchen, habe gegen Nürnberg auf eine Wende gehofft...trat nicht ein. Warum auch?

    Realistischer ist wohl ein direkter Abstieg, nachdem man sowohl gegen Wehen als auch Dresden verlor und auch durch die Winter Transfers und durch den Trainerwechsel keine Wende erkennbar ist. Aber man sollte die Mannschaft nicht aufgeben, im Fußball entscheiden oft auch Kleinigkeiten und Nürnberg war wohl nur "mit Glück" zu schlagen. Nicht aufgeben. Jetzt erst recht. Auswärts ist man vielleicht sogar stärker. Vielleicht kann die Mannschaft überraschen.
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  •   Solare
    (347 Beiträge)

    01.03.2020 07:56 Uhr
    Feststellung!!!
    Nach Sieg in Sandhausen 60 im Forum ,nach Niederlage gegen Nürnberg am 01.03.schon 86 im Forum, da gibt es doch einige die sich nur melden wenn der KSC verloren hat. Unterstützung wäre hier angebracht und nicht immer Negative Berichte schreiben, Beleidigungen gegen Personen IW oder OK, oder einfach ein Amt übernehmen, dann wird alles besser.
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  •   steely
    (89 Beiträge)

    02.03.2020 17:13 Uhr
    Wer Ausrufezeichen
    setzt,schreit. Ich nehme fuer mich in Anspruch weder zu mosern noch negativ zu schreiben. Wie oft hatten wir hier im Forum und auch alle anderen Sympathisanten einen Grund den KSC zu loben? Die Rückrunde ist eine einzige Enttäuschung da kann man es darstellen wie man will. Ich wiederhole mich gern wenn ich sage diese Mannschaft ist in dieser form nicht 2.liga tauglich. Und daran "schuld" sind die Spieler selbst , denn SIE kicken auf dem Platz. Wenn ein Herr eichner es scheinbar ebenso wenig seine Vorstellungen rüberbringen kann wie Schwartz liegt's vielleicht auch am Intellekt der spieler.daumen drücke ich aber trotzdem 🙂
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  •   sodbrenner59
    (614 Beiträge)

    01.03.2020 20:08 Uhr
    Joooooo.....
    ...wen sollten wir den hier unterstützen? Dich? Oder glaubst Du im Ernst, das ein einziger der Spieler, oder der Verantwortlichen beim KSC, sich hier durch die Foren liest? Hahaha.... das ganze hier dient nur zur Unterhaltung und Frustbewältigung Einzelner! Unsere Auslassungen gehen denen doch am Arsch vorbei! Ob positiv, oder negativ! grinsen
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  •   Markymark
    (368 Beiträge)

    01.03.2020 21:15 Uhr
    eben
    wenn sie hier sich Ratschläge holen würden, machen die sicher ihren Job nicht.
    Frustbewältigung sicher, aber interessieren auch andere Meinungen. Grundsätzlich nehme ich mir vor, weniger oder gar nicht zu schreiben, aber schreibe auch wenn der KSC gewinnt. Was soll man positives schreiben wenn man 0:1 verliert? Dass man nur ein Gegentor bekommen hat, gegen eine bessere Mannschaft? Dass man hätte auch unentschieden/gewinnen können ohne Torwartfehler bzw. mehr Glück bei Schiedsrichterentscheidungen. Das Glück kommt hoffentlich zurück, ansonsten geht es wohl in Liga 3.
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  •   Rundbau-Gespenst
    (11726 Beiträge)

    01.03.2020 08:11 Uhr
    so
    isses!
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  •   Shmuel_K
    (495 Beiträge)

    29.02.2020 17:02 Uhr
    Welcher Spieler des KSC hatte den zweitmeisten Ballkontakt?
    UPHOFF
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