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Karlsruhe/Sandhausen Analyse zum Spiel: Aufatmen beim KSC dank Blitzstart und Neuzugang-Doppelschlag

Mit einem 2:0-Erfolg im "kleinen" Derby gegen den SV Sandhausen hat der Karlsruher SC seinen Negativlauf beendet. Zwei Winterneuzugänge spielen dabei eine große Rolle und wecken neue Hoffnung im Abstiegskampf.

Die ersten knapp 25 Minuten im Hardtwald-Stadion in Sandhausen sind die entscheidendsten der ganzen Partie. Den bereits in der Anfangsphase legt der Karlsruher SC - nach wie vor unter Führung von Interimscoach Christian Eichner - den Grundstein für einen lange herbeigesehnten Sieg. Zudem blieb man ohne Gegentreffer.

Einer der Hauptfaktoren für den Erfolg im Baden-Derby war eine Änderung in der Startformation: Eichner setzte erstmals von Beginn an auf Winterneuzugang Änis Ben-Hatira, langjähriger Bundesliga-Profi bei Hertha, Hamburg und Eintracht Frankfurt. Der 31-Jährige sortierte sich im Offensiven Mittelfeld der Blau-Weißen ein.

Wird vom Karlsruher SC unter Vertrag genommen: Der Tunesier Änis Ben-Hatira.
Vom Karlsruher SC unter Vertrag genommen: Der Tunesier Änis Ben-Hatira. | Bild: picture alliance / Arne Dedert/dpa

Offensiv mutiger KSC

Ansonsten signalisierten die Gäste aus Karlsruhe, dass sie nach dem jüngsten Unentschieden gegen Osnabrück endlich den lang ersehnten Dreier landen wollten. So nahm der Aufsteiger das Spielgeschehen von Beginn an in die Hand. Und es sollte nicht lange dauern, bis sich das offensive Agieren auszahlte.

Ben Hatira bediente nach zwölf Spielminuten den anderen Neuzugang mit reichlich Bundesliga-Erfahrung, Jerome Gondorf. Der 31 Jahre alte Mittelfeldmann, ausgeliehen vom SC Freiburg, köpfte sträflich allein gelassen zur Karlsruher Führung ein.

Ben-Hatira als Unterschiedsspieler

Keine zehn Minuten später machte Ben-Hatira von seinen Qualitäten, die ihn einst auch in der Bundesliga auszeichneten, erneut Gebrauch. Diesmal vollstreckte er selbst mit einem platzierten Schuss ins lange Eck, mit dem er SVS-Keeper Fraisl keine Chance ließ.

Karlsruhes Torschütze Änis Ben-Hatira (M) feiert seinen Treffer zum 2:0 gegen Sandhausen.
Karlsruhes Torschütze Änis Ben-Hatira (m.) feiert seinen Treffer zum 2:0 gegen Sandhausen. | Bild: Uwe Anspach/dpa

Sandhausen wirkte verunsichert und konnte auch aufgrund vieler Ballverluste nur selten Druck auf die KSC-Defensive ausüben, bei der Kapitän David Pisot zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. Mehr als einige Halbchancen, wie durch Biada kurz vor der Pause, bekam die Elf aus der Heidelberger Vorstadt im ersten Durchgang nicht zu Stande.

Defensiv kompakter KSC lässt SVS abblitzen

42 Gegentreffer kassierte die "Schießbude" KSC bereits in dieser Spielzeit, doch die Sandhäuser bissen sich an der kompakt und gut pressenden Hintermannschaft die Zähne aus. Auf Biegen und Brechen ließ die Abwehrreihe kaum nennenswerte Gefahrensituationen zu.

"Wir hatten unheimliche Probleme mit der Flexibilität des KSC. Die erste Phase des Spiels war entscheidend heute", sagte SVS-Trainer Uwe Koschinat, der von einem "verdienten Sieg" des KSC sprach, nach der Partie. 

Uwe Koschinat, Trainer vom SV Sandhausen.
Uwe Koschinat, Trainer vom SV Sandhausen. | Bild: Hasan Bratic/dpa/Archivbild

"Schön zu sehen, wie Erfolg schmeckt!"

Die Badener, die zwar in Punkto Passquote, Zweikampfquote und Ballbesitz hinter dem SVS lagen, konnten nach ihrem Blitzstart das Spiel verwalten und am Ende wichtige drei Punkte im Abstiegskampf feiern. 

Der Karlsruher Trainer Christian Eichner.
Der Karlsruher Trainer Christian Eichner. | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

"Das Ergebnis ist in der Höhe verdient, ich freue mich, dass die Mannschaft heute mal wieder sieht, wie Erfolg schmeckt", sagte Christian Eichner nach dem Spiel. Mit dem erst zweiten Auswärtserfolg der Saison zieht der KSC den Nachbar aus Sandhausen zudem auch weiter mit in den Abstiegskampf. Auf Rang 16 erwarten die Kicker aus dem Wildpark nun am Freitag den 1. FC Nürnberg.

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Kommentare (13)
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  •   DominikKane
    (52 Beiträge)

    25.02.2020 16:04 Uhr
    Wo seid ihr??
    Interessant... Der KSC gewinnt ein Spiel und auf einmal werden nur noch (bis jetzt) 9 Kommentare in unserem Forum veröffentlicht! ...Was meine Theorie mal wieder bestätigt, dass ein guter Teil dieser Foristengemeinde nur darauf aus ist, hetzerisch und negativ über den Verein zu schreiben!

    Nun gilt es, diesen Rückenwind aus dem letzten Spiel mitzunehmen und der Liga zu zeigen, dass dieser Verein in die Liga gehört! Hauptsache, unsere Jungs zeigen dieselbe Einsatzbereitschaft der letzten beiden Spiele!
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  •   sodbrenner59
    (660 Beiträge)

    25.02.2020 20:51 Uhr
    Alderle...
    ...jetzt gewinnen sie mal nach 14 Böcken gegen einen noch schlechteren Gegner, als sie selbst sind, und dann sollen alle in Jubelarien ausbrechen? Nene... wenn sie die nächsten 3 Spiele positiv gestalten, dann kann man von einem Fortschritt sprechen. Vorher aber nicht! Hab in den letzten 55 Jahren genug mit dem KSC erlebt!
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  •   MACHTEL
    (173 Beiträge)

    25.02.2020 12:02 Uhr
    Euro Eddy
    Bravo Edgar Schmitt fuer den SWR Auftritt.
    Nur die Wahrheit gesagt.Ja.Sie waeren besser gewesen als Trainer anstelle von Meister.Sie haben Fachkompetenz
    Dagegen unterste Schublade Kreuzers Aussagen im SWR ueber Edgar.
    Bin so enttaeuscht.
    Kopf hoch Edgar.Weiterkaempfen und den Mund nicht verbieten lassen
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  •   Solare
    (370 Beiträge)

    26.02.2020 15:42 Uhr
    Euro Eddy
    Was nützt es wenn einer Fachkompetenz hat, aber einen schlechten Charakter?
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  •   4everksc
    (1139 Beiträge)

    25.02.2020 13:37 Uhr
    Was für ein Käse !!
    sportlich gesehen mag er mit seinen Aussagen ja recht haben - da läuft einiges schief was Kreutzer und Wellenreuther betrifft - da muss sich einiges ändern, aber mit seinen Aktionen auf der Mitgliederversammlung und jetzt in SID mit seinem akademisch-psychologischen Geschwafel ...was will er denn damit bezwecken ? Ein solches Auftreten und die Art und Weise der Kommunikation war nur peinlich - ein Nachtreten auf unterstem Niveau, weil er sich wieder übergangen fühlt......bei allem Respekt als Spieler und seinen Leistungen für den Verein !
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  •   MACHTEL
    (173 Beiträge)

    25.02.2020 23:03 Uhr
    Guter Kaese
    Als Franzose hab ich nur guten Käse.
    Also ein Kompliment.
    Wer eine 2.Mannschaft abmeldet um entlassene Trainer zu bezahlen hat entweder keine Fachkompetenz oder ist hirntot.
    Alle jubeln jetzt wegen einem Sieg.
    Gejubelt wird am Schluss..
    Oder auch nicht...
    Vielleicht klappts ja noch diese Saison aber frueher oder spaeter wird dieser Tanz auf der Rasierklinge nicht mehr gut gehn.
    Und da hat Eddy Recht.
    Ich steh zu diesem ehrlichen authentischen Menschen.
    Er hat zumindest keine politischen Interessen
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  •   Schneekoenig
    (328 Beiträge)

    24.02.2020 21:01 Uhr
    Egal was war...Ruhe es in Frieden....
    ...in Frieden und freuen wir uns auf die neue Chance sich zu bewähren. Das gilt für Ben und für den KSC.

    Dicker Schlussstrich was war - was zählt ist die bessere Zukunft. Auf geht’s, 3 Punkte am Freitag und der nächste Schritt von vielen...mit Ben als Vorbereiter und/oder Torschütze.
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  •   Garrincha
    (587 Beiträge)

    24.02.2020 13:17 Uhr
    Ben-Hatira machte den Unterschied
    auch wenn man bedenkt wie hier in den Kommentaren der braunen Society gegen diesen Spieler, nur weil er Muslim ist, gehetzt wurde, ist unglaublich aber war...
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  •   sodbrenner59
    (660 Beiträge)

    24.02.2020 18:58 Uhr
    Joooooo.....
    ..kann dir nur bedingt Recht geben! Überwiegend wurde Ben-Hatira wegen seiner Nähe zu einem Salafistenverein kritisiert, welchen er unterstützt! Diese Tatsache bedeutete auch schon bei Darmstadt das Aus für Ihn! Das sich der braune Abschaum hier auch immer wieder mal meldet.... traurig
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  •   Karlsruher
    (154 Beiträge)

    24.02.2020 19:08 Uhr
    ja
    leider, könnten wir drauf verzichten
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