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Karlsruhe KSC startet im Norden in die Saison: Das erhoffen sich Fans von der neuen Spielzeit

In der neuen ka-news-Serie "Fangeplauder" reden wir regelmäßig mit den Anhängern des Karlsruher SC über ihre aktuellen Eindrücke vom Spiel, der Mannschaft, der Trainer - aber auch über Ereignissen abseits des Spielfeldrands. Nach neuneinhalb Wochen Pause geht es wieder los, der KSC startet in Braunschweig in die neue Spielzeit. Leider findet das Duell der beiden Traditionsvereine in der 3. Liga statt. Doch die Fans stehen auch im hohen Norden und den anderen 37 Saison-Spielen trotzdem hinter ihrem Team. Im Vorfeld des Saisonauftakts haben wir mit Mitgliedern der Fan-Szene über ihre Erwartungen und Wünsche für neue Spielzeit gesprochen.

Die Fans sind das höchste Gut eines Vereins. Sie reisen ihrer Mannschaft hinterher, begleiten sie bei Hochs und Tiefs und prägen somit das Vereinsgeschehen maßgeblich mit. Was erhoffen sich die Anhänger in Blau-Weiß von der anstehenden Spielzeit? Was muss besser laufen als im letzten Jahr? ka-news hat mit Mitgliedern der Fan-Szene gesprochen. 

"Der verpasste Aufstieg hat vielen von uns mehr zu schaffen gemacht, als der Abstieg in der vorherigen Saison", findet Marius Bauer von den Supporters Karlsruhe, dem offiziell anerkannten Dachverband der KSC-Fans. Gerade nach dem sehr schlechten Auftritt, insbesondere in der zweiten Halbzeit, im Relegationsrückspiel in Aue, sei die Enttäuschung extrem groß gewesen.

Auch beim Fanclub "Blau-Weiße KSC-Freunde" ist große Enttäuschung über den verpassten Aufstieg verdaut. Schuld war aus Sicht der Gruppe der schlechte Start, so dass es am Ende nur zur Relegation gereicht hatte. "Das waren zwei Bonusspiele um den Aufstieg, in dem Aue, gerade im Rückspiel, gieriger und zwingender war als unser KSC!"

Michael Wiegele von den Wildparkjunxx war hingegen weniger enttäuscht. Spätestens nach dem 0:0 im Hinspiel war für ihn klar, das der Aufstieg kaum zu schaffen sein wird. "Die Mannschaft hatte einfach zu wenig gewagt", findet er. Für die neue Saison ist eine Steigerung in der Offensive aus seiner Sicht ein Muss. 

"3. Liga ist ein Totengrab!"

"Die Gefahr in der Bedeutungslosigkeit des deutschen Fußballs zu versinken ist riesengroß! Die 3. Liga ist ein Totengrab für Vereine wie den KSC", mahnt Bauer von den Supporters. Es sei wichtig, dass auch mit Blick auf die starke Konkurrenz, von Beginn an alle Kräfte gebündelt werden, um einen guten Start in eine erfolgreiche Saison hinzulegen.

Auch in Liga drei stehen viele Fans treu hinter "ihrem" KSC. | Bild: marvinguengoer.de

Bei der Frage nach den Favoriten und den Top-Spielen sind sich die Fanclubs einig: "Der Favoritenkreis ist groß und namhaft bestückt", findet beispielsweise KSC-Fan Marius Bauer. Klare Favoriten ließen sich deshalb nur schwer nennen. Allerdings werden von den befragten Fans, Braunschweig, Kaiserslautern, 1860 München, Uerdingen, Wiesbaden und Rostock als die größten Aufstiegskonkurrenten des KSC genannt.

Auch Michael Wiegele von den Wildparkjunxx sieht einen extrem großen Konkurrenzkampf um die Aufstiegsplätze. "Diese 3. Liga wird die stärkste sein, die es jemals gab", ist sich der KSC-Fan sicher. Rang drei sei mit Blick auf das breite Favoritenfeld ist aus seiner Sicht wieder drin, wenn die Mannschaft ans Limit gehe. 

Alois Schwartz
Alois Schwartz arbeitet seit knapp einem Jahr erfolgreich im Wildpark. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Mit Hinblick auf den Saisonverlauf, äußern sich auch die "KSC-Freunde" eher zurückhaltend. "Wir denken, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft haben und im vorderen Drittel mitspielen." Am Ende müsse man schauen, wozu es reicht. Im besten Falle natürlich zum Aufstieg." Die Abgänge wurden aus Sicht der "KSC-Freunde" gut kompensiert. " Der Kader wurde auch breiter aufgestellt, was das Mittelfeld und den Sturm betrifft", gibt sich der Fanclub auf ka-news-Nachfrage zuversichtlich. Großes Vertrauen haben zudem alle in die geleistete Arbeit von Trainer Alois Schwartz.

Personalie Sandrock wirft bei Fans Fragen auf

"Im Groß und Ganzen steigt die Vorfreude auf die neue Saison", blickt Marius Bauer von den Supporters der anstehenden ersten Partie entgegen. Etwas gedrückter fällt die Stimmung bei den KSC-Freunden aus: "Vorfreude ist zwar da, aber keine Euphorie wie letzte Saison."

Grund dafür sei laut dem Fanclub auch das Wirrwar um die Personalie Helmut Sandrock. "Eine Erklärung warum Sandrock hingeworfen hat, bleibt der Verein bisher schuldig. Stattdessen sind viele Gerüchte im Umlauf, die im Umfeld nicht zu einer gewissen Ruhe beitragen". Aus Sicht des Fanclubs wurde der neue Geschäftsführer zu übereilt ernannt.

"Das ganze hat schon wieder ein ganz komisches Geschmäckle", kritisieren sie. Sollte keine Erklärung des Vereins mehr folgen, erwarten die "KSC-Freunde" eine interessante Mitgliederversammlung. Auch Michael Wiegele hat den Eindruck, dass in der Vereinsführung etwas nicht stimmt.

Zweitliga-Charme und Spiele mit "besonderem Flair"

Wie es sich für richtige Fans gehört, freut man sich auf alle 38 Saisonspiele. Doch es gibt auch Highlights, so wie das Derby gegen Kaiserslautern oder das Duell mit 1860 München, die eine Fanfreundschaft mit dem Lokalrivalen aus Lautern pflegen. Für Michael Wiegele haben Gegner wie Uerdingen, Meppen oder Fortuna Köln einen "ganz besonderen Charme." 

Bild: marvinguengoer.de
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Kommentare (1)
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  •   schmidmi
    (1356 Beiträge)

    27.07.2018 14:05 Uhr
    Immer diese Falschmeldungen
    "KSC startet im Norden in die Saison"
    Wie allgemein bekannt sein sollte, beginnt südlich der Elbe der Balkan, also Kreiswehrersatzamt Palermo Nord grinsen
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