Eine Formation mit einer Dreier-Abwehrkette werde neben den bisher bevorzugten 4-3-3 und 4-4-2 das System sein, das er in der Winterpause zusätzlich trainieren lasse, sagte er vor dem Trainingsauftakt des Fußball-Zweitligisten am Montag (15.00 Uhr). "Das kann ich jetzt sehr gut testen, um zu schauen: Wird das eine realistische, ernsthafte Option für unser Spiel?" Ist er damit erfolgreich, wäre die Mannschaft für die Gegner möglicherweise weniger ausrechenbar als bisher.

Der Tabellen-13. hat in der Vorrunde, die er nach fünf Niederlagen in Serie mit einem 4:4 gegen den FC St. Pauli beendete, mit 30 Gegentoren die zweitmeisten in der Liga kassiert. Auch deshalb steht der KSC mit 18 Punkten nur einen Zähler vor den Abstiegsplätzen. Weil zum Kader fünf Innenverteidiger gehören, ließe sich eine Dreierkette zumindest von der Zahl der zentralen Abwehrspieler her gut umsetzen. Zudem könnte dann der Linksverteidiger Philip Heise seine offensiven Stärken auf dem Flügel besser einbringen, erklärte Eichner.

Mehr Zeit zur Vorbereitung

Dem 40-Jährigen kommt entgegen, dass er wegen der langen WM-Pause deutlich mehr Zeit für die weitere Vorbereitung mit der Mannschaft hat als in anderen Jahren. In die Zweitliga-Rückrunde starten die Badener am 27. Januar zu Hause gegen den SC Paderborn.

Noch vor Weihnachten werden die Karlsruher unter anderem beim VfL Bochum (10. Dezember) und beim SC Freiburg (16. Dezember) Vorbereitungsspiele bestreiten. Solche Erstligisten seien "super Testspielgegner", meinte Eichner. "Da siehst Du, wie weit Du bist und wo Du stehst." Zudem wird der KSC nach dem Jahreswechsel vom 13. bis 22. Januar für ein Trainingslager im spanischen Estepona sein. Erster Test ist die Partie bei Drittligist Viktoria Köln am kommenden Freitag.