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Karlsruhe Mäßige Stimmung in der Winterpause: KSC will und muss sich "Gedanken machen"

Mit 20 Punkten auf dem Konto ist der KSC in die Winterpause gestartet. Für einen Aufsteiger ist das in Ordnung. Am kommenden Samstag starten die Blau-Weißen in die Vorbereitung, um die nötigen Zähler für den Klassenerhalt zu holen.

Nicht die Weihnachtsglocken, sondern die Alarmglocken läuten im Karlsruher Wildpark. Nach dem 0:1 gegen Mitaufsteiger Wehen Wiesbaden rutschten die Badener der Abstiegsregion bedrohlich nahe. Nur noch drei Punkte trennen den KSC vom Abstiegsplatz. Mit mäßiger Stimmung und angekratztem Selbstbewusstsein ging es in den Urlaub.

Dabei konnte sich keiner beim KSC in Sachen Einstellung einen Vorwurf machen. Jeder wollte - aber das reichte nicht. Deutlich wurde wieder einmal, dass der KSC spielerisch Probleme hat, eine Begegnung zu bestimmen und in der Offensive Chancen zu kreieren. Und: Die Gäste aus Hessen waren glücklicher und effektiver. Trainer Alois Schwartz sprach von einem "ordentlichen Spiel mit Scheiß-Ergebnis".

Karlsruher SC - Hannover 96
Alois Schwartz (KSC Trainer) mit enttäuschtem Blick zum Rückstand der Mannschaft. | Bild: Tim Carmele/TMC-Fotografie

Es bleibt einiges zu tun in der Winterpause, wohl auch personell. Auch, weil zuletzt die Tendenz ein wenig nach unten ging. In den letzten zwölf Spielen gelang nur ein Sieg. Die Wurzel allen Übels: Der KSC mit Keeper Benjamin Uphoff kassiert zu viele Gegentore. 36 in 18 Spielen, im Schnitt zwei pro Partie - eine geradezu furchterregende Bilanz. Und keine gute Basis für den Klassenerhalt.

Gegentorflut minimieren

Dabei hat Trainer Alois Schwartz gegen Wiesbaden sowohl taktische wie personelle Änderungen vorgenommen. Die schlugen sich allerdings nicht in Punkten nieder. Positiv ist die Anzahl der Tore, die die Badener in der zweiten Bundesliga erzielten: 29. Doch es gilt die immense Gegentorflut zu minimieren, daran muss das Team nach der Pause arbeiten, oft geht in wichtigen Phasen die Konzentration verloren.

Auffällig im bisherigen Saisonverlauf: Die Verpflichtung von sechs neuen Feldspielern meldete der KSC vor der Saison. Aber: Das halbe Dutzend Neuzugänge brachte keine Qualitätssteigerung. Meist schaffte es nur einer, maximal ein zweiter, in die Startformation. Der Rest? Bankdrücker oder gar Tribünengast. Durch die - in der Gehaltsliste nicht all zu billigen - Neuen konnte das Team in Sachen Qualität bisher nicht wesentlich verstärkt werden.

Hofmann erwies sich als Volltreffer

Als absoluter Volltreffer erwies sich nur Sturmtank Philipp Hofmann. Der 26-Jährige erzielte bisher zehn Treffer. Auch Mittelfeldmann Lukas Fröde hat sich stabil gezeigt, mit einem kleinen Durchhänger. "Die Offensive ist ordentlich", bilanzierte Trainer Alois Schwartz, verhehlt aber nicht: "Die Defensive wackelt richtig. So viele Tore wie wir bekommen, können wir gar nicht schießen", so der Coach, der flugs versichert: "Der Kader ist mit Sicherheit konkurrenzfähig."

Training am 28.11.2019, Herren, Fußball, Saison 2019/2020, 2.Liga, Karlsruher SC.
Die Mannschaft läuft zum Training auf. | Bild: Tim Carmele

Dennoch müsse man sich "Gedanken machen." Die Horrorzahl an Gegentreffern sei unter anderem ein Qualitätsproblem. "Als Aufsteiger musst du auch mal hinterfragen, ob bei dem einen oder anderen die Qualität fehlt."

Ob Winterzugänge für die Defensive ein Thema sind, dazu sagt Schwartz: "Der ein oder andere will ja vielleicht weg, um mehr Spielzeiten zu bekommen. Man muss sehen, was wir an Budget freikriegen. Im Winter ist es immer schwer. Vor eineinhalb Jahren hatten wir Glück mit der Verpflichtung von Marvin Pourié, das hat man nicht immer. Der Kader ist konkurrenzfähig, das zeigt er immer mal wieder." Obwohl der Finanzrahmen noch nicht klar ist, macht man sich konkret Gedanken.

Jerome Gondorf zum KSC?

Zum Beispiel über Jerome Gondorf, den Karlsruher, der beim Bundesligisten SC Freiburg unter Vertrag steht, aber schon einige Zeit nicht mehr zum Zuge kommt. Nur in den beiden ersten Spielen der Saison kam er bei den Breisgauern zum Einsatz. Schon vor der laufenden Spielrunde hat man im Wildpark über ein Leihgeschäft Gondorfs nachgedacht, vielleicht klappt es nun im Winter.

Fussball 2.Bundesliga, Karlsruher SC - SV Darmstadt 98
Jerome Gondorf im Mai 2015, damals noch im Trikot von Darmstadt 98. | Bild: fu-sportfotografie.de

Gondorf wohnt in Malsch, ist ein vielseitiger Mittelfeldspieler und aufgrund seiner Erfahrung - er ist 31 Jahre alt - und seiner Mentalität einer, der das KSC-Team führen könnte. Aber: Um Neuverpflichtungen tätigen zu können, sollte - oder muss - man den einen oder anderen von der Gehaltsliste streichen.

Da Kyoung-Rok Choi für den Rest der Zweitliga-Saison verletzt ausfallen wird, übernimmt dessen Gehalt die Berufsgenossenschaft. Da werden ein paar Euro frei.

Baustelle auf den offensiven Außenbahnen 

Neben der wackligen Defensive sind die offensiven Außenbahnen eine Baustelle. Dort hätte man gerne - wie schon vor der laufenden Spielrunde - einen schnellen Mann im Kader. Im vergangenen Sommer wollten die Badener Merveille Biankadi vom FC Hansa Rostock verpflichten, konnten aber finanziell mit dem FC Heidenheim nicht mithalten. Der 24 Jahre alte Deutsch-Kongolese wurde bisher bei den Schwaben nicht glücklich, stand einmal in der Startelf, brachte es auf insgesamt 162 Einsatzminuten - spielte zuletzt gar keine Rolle mehr.

Der Artikel wurde nachträglich bearbeitet.

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  •   KSC1894
    (409 Beiträge)

    03.01.2020 13:07 Uhr
    Neuer Trainer hier mein Vorschlag
    Bernhard Trares. Der lässt erfolgreichen Offensivfussball spielen. Fördert und fordert junge Spieler. Er entwickelt seine Mannschaft stetig weiter. Wir hatten in den letzten 20, 25 Jahren nur Defensivtrainer und Talentvernichter auf der Bank. Ede Becker auch gleich feuern der sitzt doch nur seine Zeit ab. Ich weiß nicht wieviele Spieler OK verpflichtet hat aber die meisten waren Fehlverpflichtungen. Viele Spieler erhielten Abfindungen damit sie gehen, Bülow, DSE, Andreas Hofmann usw.. OK muss endlich liefern oder er muß auch weg.
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  •   Kraichgauer80
    (10 Beiträge)

    03.01.2020 16:34 Uhr
    Trainer
    Trares hat Vertrag bis 2020. Ein Wechsel zum KSC ist unrealistisch.
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  •   Kraichgauer80
    (10 Beiträge)

    03.01.2020 16:34 Uhr
    Bernhard Trares
    hat Vertrag bis 2020. Ein Wechsel zum KSC ist unrealistisch.
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  •   Kraichgauer80
    (10 Beiträge)

    03.01.2020 16:33 Uhr
    Trares
    hat Vertrag bis 2020. Ein Wechsel zum KSC ist unrealistisch.
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  •   sodbrenner59
    (346 Beiträge)

    03.01.2020 17:31 Uhr
    Alter Falter..
    ....haschs ball? grinsen
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  •   Kraichgauer80
    (10 Beiträge)

    03.01.2020 17:50 Uhr
    Sorry
    hab noch Startschwierigkeiten 😃 dachte auch schon, oh Gott wie peinlich 🙈
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  •   olafb
    (289 Beiträge)

    05.01.2020 17:20 Uhr
    Brauchts net, kann ja mal passieren
    da sind so manche Kommentare im KA-News Forum eher peinlich.
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  •   Weichei
    (501 Beiträge)

    03.01.2020 14:15 Uhr
    Mein Vorschlag
    ORAL!!!!
    Der hat wenigsten etwas Sexigest im Wort. Zu mehr seit ihr sowieso nicht tauglich.
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  •   Maverick
    (125 Beiträge)

    03.01.2020 13:02 Uhr
    Es ist mutig von OK und AS....
    mit hüftsteifen Tanzbären wie Gordon und Roßbach in eine Zweitligasaison zu starten.

    OK und Welle haben schon mehrfach bewiesen, dass Liga 2 einer Nummer zu groß für sie ist.
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  •   Oculus67
    (47 Beiträge)

    03.01.2020 15:53 Uhr
    😂😂😂
    'Hüftsteife Tanzbären'... Jetzt mach aber mal nen Punkt. Die rennen wenigstens und verbreiten ab und zu ETWAS Gefahr
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