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Karlsruhe Das KSC-Jahr 2016: Große Meilensteine, aber sportlich keine einfache Zeit

Traurige Abschiede, motivierte Neustarts, große Überraschungen und ungeahnte Rückkehrer. Beim Blick auf die vergangenen zwölf Monate beim Karlsruher SC zurück sieht man, wie eng Freud und Leid liegen können.

 

Januar - Vorbereitungshighlight gegen Bayern München

Zum Jahresauftakt geht es traditionell etwas ruhiger zu im Wildpark. Das liegt zum einen an der Winterpause, zum anderen daran, dass sich die Profis zum Grundlagentraining gerne in wärmere Gefilde zurückziehen. Nachdem Markus Kauczinski  letztmals zum Winterauftakt gebeten hatte , hieß es in diesem Jahr daher "Saludo aus Malaga".

Das absolute Highlight ereignete sich schließlich am 16. Januar. Rekordmeister FC Bayern München kam in die Fächerstadt. Und der KSC lieferte. Die Badener setzten sich nach Toren von Boubacar Barry und Dimitrij Nazarov mit 2:1 durch!

Februar - Trainersuche bestimmendes Thema

Recht schnell kehrte beim KSC wieder der Alltag ein. Nach einem Remis zum Auftakt gegen Frankfurt folgte ein Dreier in Duisburg. Dazu beschäftigte vor allem eine Frage: Wer folgt auf Kaukzinski?

März - Präsentation, Auszeichnung und Ermittlungen

Der Monat begann mit einem Aufreger: Manuel Gulde gegen die Fans. Der Profi bezeichnete Pfiffe von den Zuschauerrängen als "Frechheit". Kauczinski stellte sich schützend vor seinen Spieler. Dazu zeichnete sich nach monatelanger Hängepartie eine Entscheidung bei der Trainersuche ab. Am 8. März schließlich wurde Vollzug vermeldet: Tomas Oral wurde als Nachfolger präsentiert, während Kauczinski die Auszeichnung als "Trainer des Jahres" bekam.

Sportlich erlebten die Blau-Weißen ein ständiges Auf und Ab. Dazu schien den Verein plötzlich die Vergangenheit einzuholen: Die FIFA überprüfte den alten Vertrag von Hakan Calhanoglu – entschied schließlich aber auf Freispruch. 

April - Ersehnter Dreier und deutliche Worte

Bis zum ersten Heimsieg des Jahres hatten die Fans lange Zeit warten müssen. Erst am 3. April gelang dieser gegen den TSV 1860 München (3:1). Mittelfeldmotor Hiroki Yamada sorgt zudem mit einer Aussage für Aussehen. Das Ziel des Japaners ist mit dem KSC in die Erste Liga aufzusteigen.

Mai - Zeit des Abschieds

Der Wonnemonat war eine Zeit des Abschiednehmens. Kauczinski verkündete seinen Wechsel nach Ingolstadt und auch Spieler wie Daniel Gordon oder Dominic Peitz kehrten dem Wildpark nicht gerade geräuschlos den Rücken. Für Gänsehaut neben dem Platz sorgte Urgestein Edgar Schmitt, der auf das traurige Schicksal seiner Stieftochter aufmerksam machte und um Unterstützung bat.

Und dann kam es, das letzte Saisonspiel. Mit einem Unentschieden gegen Bielefeld endete die Ära "Kaucze" und es war Zeit nach einer langen und aufregenden Saison Bilanz zu ziehen.

Juni - Neuanfang in ungewohntem Gebiet

Nach dem verdienten Urlaub startete der KSC für seine Verhältnisse ungewohnt ins Trainingslager. Es ging auf den Schliffkopf um konditionelle Grundlagen zu legen, ehe die Spieler erstmals einen Ball an die Füße bekamen. Erst Ende des Monats wurde es dann im Wildpark wieder voll auf den Plätzen

Juli - Grillen, Reisestress und Dauergrinsen

Stell dir vor, die komplette KSC-Mannschaft steht plötzlich vor deiner Tür - genau das ist einiem Fan zu Monatsbeginn passiert. Doch noch mit etwas anderem machten die Blau-Weißen Schlagzeilen: Aufgrund der Witterungsverhältnisse musste kurzfristig das Trainingslager in Österreich verlegt werden. Und so hieß es plötzlich: "Grüße von der Skischaukel", ehe dann wieder zurück in der Heimat das offizielle Mannschaftsfoto geknipst wurde – zumindest vorerst.

August - Sportliche Rückschläge und einmalige Erlebnisse

Freud und Leid lagen im August ganz nah zusammen. Auf der einen Seite kam der KSC nur schwer in die neue Saison und musste bei den Münchner Löwen schon in der ersten Pokalrunde die Segel streichen. Auf der anderen Seite erlebte Grischa Prömel die wohl spannendste Zeit seiner noch jungen Karriere und krönte das Erlebnis Olympische Sommerspiele mit der Silbermedaille.

September - Ende einer langen Durststrecke

Keinen guten Start in den neunten Monat des Kalenderjahres erlebte Gaetan Krebs. Der Franzose riss sich das Kreuzband und muss damit monatelang pausieren. Mitte des Monats stand zudem der endgültige Kader fest. Damit war es Zeit für  Mannschaftsshooting Teil II . Am siebten Spieltag sollte es dann auch endlich mit dem ersehnten ersten Sieg klappen. Gegen Aue gelang ein 2:0-Erfolg. Der bereits in der Kritik stehende Oral saß damit wieder etwas fester im Sattel und auch die Mitgliederversammlung lief in ruhigen Bahnen ab.

Oktober - Krawalle vor dem absoluten Saisonhighlight

Der Spannungsbogen stieg. Ende des Monats stand das sehnsüchtig erwartete Derby gegen den VfB an. Zuvor erwartete der KSC allerding noch den 1. FC Nürnberg im Wildpark. Die Geschehnisse rund um diese Partie sowie die Ausschreitungen warfen eine erneute Sicherheitsfrage auf. Entsprechens rüstete sich die Polizei und rief zur Fairness auf. Das Spiel endete schließlich 1:3 und tatsächlich zeigten sich beide Seiten besonnen. Rund ums Spiel blieb es relativ ruhig.

 

November - Start in einen heißen Winter

Kaum zur Ruhe kam der KSC gegen Jahresabschluss. Sorgte der Club zu Beginn mit der Gründung der Wildpark-Kids für ein erstes positives Glanzlicht und sorgte gemeinsam mit der Stadt (endlich) für einen positiven Abschluss der unendlichen Geschichte Wildparkstadion, überschlugen sich kurz darauf die Ereignisse. Zunächst musste Jens Todt seinen Stuhl räumen. Bereits kurz darauf präsentierten die Karlsruher mit Oliver Kreuzer einen alten Bekannten als neuen Sportdirektor.

Beim Derby in Kaiserslautern kam es schließlich zum Zerwürfnis zwischen Oral und Teammanager Burkhard Reich. Der Trainer dürfte damit seine Position im Verein nicht gerade gestärkt haben und wackelte kräftig.

Dezember - Neuer Cheftrainer kommt

Die Einschätzung über Oral sollte sich nach dem Heimspiel gegen Fürth schließlich bestätigen. Der KSC stellte Oral frei und schenkte Nachwuchstrainer Lukas Kwasniok bis zur Winterpause das Vertrauen. Damit konnte man sich ohne Druck auf die Nachfolger-Suche machen.

Unterdessen machte Kwasniok einen guten Job. Zwei torlose Unentschieden gegen Dresden und Braunschweig sprangen heraus. Damit kann die Mannschaft mit einem guten Gefühl in die Winterpause. Die Trainersuche gestaltete sich unterdessen spannend: Dirk Schuster erteilte den Karlsruhern ebenso eine Absage wie Franco Foda. Am 22. Dezember dann die "erlösende Nachricht": Der Karlsruher SC holt Mirko Slomka als künftigen Cheftrainer in den Wildpark. Er wird zum 3. Januar antreten.

 

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  •   hansfranz12
    (343 Beiträge)

    27.12.2016 14:06 Uhr
    rapolderrapolder
    traurige abschiede. ich muss mir immer noch die augen reiben.fang gleich an zu weinen.
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