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Karlsruhe Sportchef Oliver Kreuzer zum Restart und wie sich der KSC jetzt vorbereitet

Der Termin steht: Am 16. Mai um 13 Uhr empfängt der Karlsruher SC den SV Darmstadt im Wildparkstadion - ohne Zuschauer. Rund eine Woche hat das Team von Christian Eichner nun Zeit sich auf den Restart der zweiten Bundesliga vorzubereiten. Es steht ein Quarantäne-Trainingslager auf dem Programm. Wo steht noch nicht fest - im heimischen Wildpark ist es wegen fehlender Übernachtungsmöglichkeiten nicht möglich.

Seit dem 9. April sind die Profis des KSC wieder in Kleingruppen und unter Hygieneauflagen im Mannschaftstraining. Dass nun bald wieder der Spielbetrieb aufgenommen wird, sorgt für Freude. "Es ist eine große Erleichterung für alle", sagt Sportdirektor Oliver Kreuzer im Gespräch mit ka-news.de. 

Oliver Kreuzer (Sportdirektor des KSC) besucht das Abschlusstraining.
Oliver Kreuzer auf dem Trainingsgelände des Wildparks. | Bild: Tim Carmele

Dass die Runde nun mit dem 26. Spieltag fortgeführt wird, hält der 54-Jährige für richtig. "Die Fortführung der Saison ist absolut korrekt - wir wollen die Liga zu Ende spielen", so Kreuzer. Aktuell stehen die Blau-Weißen dort auf dem 17. Rang, einem Abstiegsplatz. Zum Relegationsplatz 16, den aktuell Mitaufsteiger Wehen Wiesbaden belegt, hat der KSC einen Punkt Rückstand. Zum rettenden Ufer, dem 15. Platz,  sind es vier Zähler, die es aufzuholen gilt. 

Max Dittgen (Wehen Wiesbaden 7) schießt den Ball nach dem Zweikampf mit Burak Camoglu (KSC 2), links lauert Marco Thiede (KSC 21)
Max Dittgen (Wehen Wiesbaden 7) schießt den Ball nach dem Zweikampf mit Burak Camoglu (KSC 2), links lauert Marco Thiede (KSC 21) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Um sich bestmöglich auf die Aufholjagd vorbereiten zu können, wird in der Woche vor dem Restart fleißig trainiert. Ein von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vorgeschriebenes Quarantäne-Trainingslager muss das Eichner-Team absolvieren. Doch wo steht noch nicht fest. "Das gestaltet sich schwierig, da Hotels ja aktuell noch geschlossen sind. Eine Option wäre die Sportschule Schöneck in Durlach", sagt Oliver Kreuzer. 

"DFL hat ein gutes Konzept"

Doch auch dort gilt dann: Abstand halten. Die Einhaltung der Hygiene-Regeln sei für die Spieler kein Problem. "Die Jungs gehen an die Sache mit großer Sorgfalt und Respekt ran. Das Konzept der DFL ist ein gutes", so Kreuzer. Sollten positive Corona-Fälle bei Spielern oder Betreuern auftreten und die betroffenen Personen in Quarantäne müssen habe man bei der DFL auch dafür eine Lösung parat. 

Wie genau diese aussieht verrieten die Verantwortlichen allerdings noch nicht. "Wir haben entsprechende Pläne in der Schublade, werde diese aber erst veröffentlichen, wenn der Fall tatsächlich eintritt", sagt Christian Seifert, Sprecher der DFL. 

Dirk Carlson (KSC 23) im Sprint.
Dirk Carlson (KSC 23) im Sprint. | Bild: Carmele|TMC Fotografie

Doch nicht nur sportlich ist die Fortführung der Saison wichtig für den KSC, sondern auch wirtschaftlich. Die letzte Charge an Fernsehgeldern wird an die Vereine ausgezahlt. "Da geht es um rund 2,5 Millionen Euro", sagt Oliver Kreuzer. Viel Geld für den auch so nicht auf Rosen gebetteten Verein. Daher gilt es jetzt sich voll und ganz auf die Wiederaufnahme des Spielbetriebs zu konzentrieren. 

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  •   freigeist
    (566 Beiträge)

    10.05.2020 17:47 Uhr
    Pilarsky , Trump der 2.Liga
    na ja,da auch nicht mehr der Jüngste dürften wohl seine Erben so langsam daran arbeiten das der alte Herr und Gatte das Erbe nicht weiterhin in ein Fass ohne Boden wirft.
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  •   citizentm
    (1396 Beiträge)

    09.05.2020 23:39 Uhr
    Luftpump
    Hätte IW einen fähigeren Mann gefunden als die Luftpump müsste er vielleicht jetzt nicht selbst um Amt und Würden fürchten.
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  •   FCKSUV
    (245 Beiträge)

    08.05.2020 12:55 Uhr
    Die kolportierten 6 Mio.
    reichen doch gerade einmal aus, um einige Löcher notdürftig zu stopfen.

    Langfristig ändert sich dadurch gar nichts.
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  •   Karlsruher
    (197 Beiträge)

    08.05.2020 13:28 Uhr
    Klar
    sie Held. Sie wissen dass.
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  •   Gevatter
    (282 Beiträge)

    08.05.2020 10:13 Uhr
    Die letzten Tage für IW als
    Präsident? Es wird immer ungemütlicher für IW. Wenn man dem Bericht in den BNN glauben schenken kann, geht es am 15. Mai um mehr als die Insolvenz. Es geht um den Kopf von IW.

    Bis jetzt hat er keinen einzigen Investor oder Gönner gefunden, der den Verein aus der misslichen finanziellen Lage befreit.

    Laut dem Bericht von den BNN wären die 6 Millionen € nicht als Darlehen, sondern als Aktienkauf angeboten worden.

    Das dürfte es gewesen sein für IW, da dessen Rücktritt als Voraussetzung für diesen Deal ist. Seine einzige Rettung wäre, wenn er etwas Vergleichbares anbieten könnte.
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  •   kommentar4711
    (2508 Beiträge)

    08.05.2020 12:24 Uhr
    ANTWORT AUF "DIE LETZTEN TAGE FÜR IW ALS"
    Wird auch endlich Zeit, dass die Welle an uns vorbei geht. Ich mochte ihn noch nie, aber inzwischen ist ja nun wirklich nicht mehr zu übersehen, dass es mit dem KSC unter Welle immer weiter bergab geht obwohl Pilarsky eine Millionen nach der anderen rein buttert.
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  •   citizentm
    (1396 Beiträge)

    09.05.2020 23:40 Uhr
    Er ist der...
    ... Trmp der 2. Liga.
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  •   Garrincha
    (609 Beiträge)

    08.05.2020 10:26 Uhr
    richtig
    aber Wellenreuther hat nichts anzubieten außer hohlen Durchhalteparolen, das "Bündnis KSC" will ihn nicht mehr sehen und das ist auch gut so.
    Aber Kreuzelein pack du mal auch gleich deine Klamotten und verschwinde endlich, deine "Arbeit" war ein schlechter Witz!
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  •   Krunemer
    (165 Beiträge)

    08.05.2020 11:13 Uhr
    Ich hätte nicht
    geglaubt, Dir einmal recht geben zu müssen. Dies wäre eine einmalige Chance, einen Neubeginn zu starten und nicht gezwungenermaßen in der Regionalliga oder noch tiefer wieder anzufangen
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  •   sauerbraten
    (2084 Beiträge)

    08.05.2020 11:01 Uhr
    Das sind ja hoechst interessante
    Nachrichten, die da auf der BNN-Plattform publiziert wurden und man darf gespannt sein, ob/wie sich IW aus dieser Nummer noch herauswinden kann. Wie er ja immer wieder selbst betonte, ist sein oberstes Gebot, Schaden vom Club fernzuhalten, nur hat er wohl niemals damit gerechnet, dass sein eigener Verbleib eines Tages mal einen solchen Schaden darstellt. Wenn das, was bei BNN nachgelesen werden kann, den Tatsachen entspricht, dann hat der KSC, in Bezug auf die aktuell drohende Insolvenz, jetzt eigentlich schon gewonnen und IW kann sich alternativlos, hoechstens noch ueber selbst eingebrachte Investoren retten. Denke, dass die Aussicht auf Nachhaltigkeit wohl groesser waere, wenn es jetzt dann zu einem Wechsel auf Fuerhungsebene kaeme, aber wenn es denn so kommt, dann bitte richtig Naegel mit Koepfen machen - Kreuzer hat es zu keinem Zeitpunkt geschafft, seine Existenzberechtigung beim KSC nachzuweisen,- er ist Teil des Problems und nicht der Problemloeser.
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