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Karlsruhe KSC reicht Lizenzunterlagen für Liga zwei und drei ein: Hohe Einnahmeverluste wegen Stadionneubau

Der KSC hat seine Lizensierungsunterlagen für die Saison 2020/21 fristgerecht eingereicht. Sowohl für die 2. Bundesliga bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) sowie für die 3. Liga beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Verein rechnet mit Einnahmeverlusten in Millionenhöhe.

Wie der KSC in einer Pressemeldung mitteilt, wurden die Planungen für die kommende Spielzeit in den letzten Wochen und Monaten von der Geschäftsführung gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer erarbeitet. Erstmals wurden die Unterlagen nicht für den Karlsruher SC e.V. eingereicht, sondern für die neu gegründete KSC GmbH &. Co. KGaA. 

Eine besondere Herausforderung für die kommende Saison sei, dass ligaunabhängige Einnahmeverluste und erhöhte Ausgaben in Höhe von ein bis zwei Millionen Euro zu verarbeiten sind.

Stadion-Innenausbau kostet 2,5 Millionen Euro

"Darüber hinaus müssen in der nächsten Saison rund zweieinhalb Millionen Euro in den Innenausbau des neuen Stadions investiert werden", gibt der KSC in einer Pressemitteilung bekannt. Dabei gehe es im Wesentlichen um die Kioske in der neuen Ost- und Südtribüne sowie den provisorischen Hospitality-Bereich. 

"Der KSC befindet sich in einer herausfordernden Übergangszeit bis zur geplanten Fertigstellung des neuen Stadions zur Saison 2022/23. Ohne außerordentliche Erlöse oder die Ablösung der Verpflichtungen aus der Vergangenheit wird es in den kommenden zwei Saisons ligaunabhängig nicht möglich sein, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen", sagt Geschäftsführer Michael Becker. 

Corona-Pandemie sorgt für weitere Verluste

"In der 3. Liga wirkt sich zusätzlich die extrem schlechtere Einnahmesituation hinsichtlich der TV-Gelder negativ aus. Von knapp 10 Millionen Euro würden wir hier auf rund 1 Millionen Euro zurückfallen", so Becker. "Darüber hinaus könnte die Corona-Pandemie zu weiteren Einnahmeverlusten führen. Wie hoch diese genau sein könnten, ist stark von der zukünftigen Entwicklung abhängig und zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht zu beziffern." 

Ausgliederung_Mitgliderversammlung am 29.06.2019 in Karlsruhe (Wildparkstadion), Germany
Michael Becker (Geschäftsführer) präsentiert die Ausgliederung mit weiteren Informationen. | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Mit einer Entscheidung in Sachen Lizenzunterlagen ist laut KSC Ende April zu rechnen. Mögliche Bedingungen müssen bis Ende Mai erfüllt werden, damit der Verein die Lizenz für kommende Saison, sei es in Liga zwei oder drei, erhält. 

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  •   Markymark
    (368 Beiträge)

    17.03.2020 16:35 Uhr
    Lizenz ?
    Macht das gegenwärtig Sinn ? Die Spieler müssten sich erstmal solidarisch mit den Verein zeigen und auf ein Teil ihrer Gehälter verzichten. Und nicht darauf hoffen dass der dfb zur Rettung ihrer Kohle seine geisterspiele erjammert. Sportlich ist das eh Grenzwertig weil ohne Publikum und mit möglichen Todesfällen im Hinterkopf anders Fußball gespielt wird. Denke es sollte zum. kein Abstieg geben selbst wenn man jetzt noch die Saison fertig spielt , weil das ist keine normale Saison mehr und ist sportlich zweifelhaft. Da sollte man kein Team bestrafen weil die kein Bock auf Fußball grade haben
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  •   Gegengerade1975
    (201 Beiträge)

    17.03.2020 15:42 Uhr
    Ende mit Schrecken
    Immer diesselben Szenarien. Insolvenz und Neuanfang in der Oberliga bitte.
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  •   teflon
    (2819 Beiträge)

    17.03.2020 14:23 Uhr
    Wenn man den Terminrahmen ansieht,dann
    wird klar, warum Welle & Co so mit der Aktienausgabe drängeln. Die eingeplante Kohle muss das vorhandene Loch stopfen und irgendwie zur Lizenzerteilung ausreichend sein. Und dann verbrennt man wieder viel Geld für wenige Erfolg als Gegenwert und nächstes Jahr exakt das gleiche Spiel. Spannend finde ich bei solchen Sportaktien, wie sich Werte zT sprunghaft entwickeln und wie schnell sowas bei Mißerfolgen zum Pennystock werden kann . Der KSC muss sich wirklich ernsthaft mit einer Planinsolvenz auseinandersetzen, wenn er wirklich langfristig eine Perspektive haben will - so wie es gerade läuft, ist der Weg zum Abgrund nur noch ein Kurzer
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  •   Samoht500
    (848 Beiträge)

    17.03.2020 13:52 Uhr
    Paradox
    Die Situation des KSC ist mehr als existenzbedrohend und trotzdem überlässt man die sportliche Leitung einem Herrn Eichner, der noch nicht einmal die nötige Lizenz hat, der mehr als die Hälfte der Woche nicht beim Training und der Mannschaft sein kann und der nebenbei erwähnt in Sachen "Ergebnissen" auch keine Veränderung herbeigeführt hat. Für mich ist es unfassbar die sportliche und somit auch finanzielle Zukunft des Vereins in die Hände eines so jungen und unerfahrenen Mannes wie Eichner zu legen!
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  •   Anti_DFB
    (109 Beiträge)

    17.03.2020 14:16 Uhr
    Lächerlich.
    Noch vor ein paar Monaten haben alle hier im Forum nach einem jungen und frischen Trainer geschrieen. Jetzt muss es plötzlich doch wieder ein Erfahrener sein?? Entscheidet euch mal!
    Auf jeden Fall hatten wir mit Alois Schwartz einen Trainer, der genau der Richtige für den Abstiegskampf war...
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  •   andi-b7
    (3101 Beiträge)

    17.03.2020 20:12 Uhr
    Ganz klar pro Eiche !
    Da geht was nur keine Sorge wir bleiben in Liga 2 mit Eiche 🤘
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  •   Wahrheit
    (325 Beiträge)

    17.03.2020 13:51 Uhr
    Kurzarbeit
    Jetzt die Angestellten in Kurzarbeit schicken wie es andere Firmen machen.
    Dadurch werden die Kosten massiv gesenkt.
    Mit einem Spielbetrieb wird es vor Sommer sowieso nichts.
    Hannover und Wehen sind in Quarantäne, die spielen so schnell nicht mehr.
    Liga aufstocken und mit den zusätzlichen Heimspielen die Verluste wieder, zum Teil hereingeholt.
    Auf was wartet die DFL noch? Auf irgendwelche Geisterspiele die keiner sehen will?
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  •   franklin
    (256 Beiträge)

    17.03.2020 17:11 Uhr
    Genauso
    ist es. Diesem Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen.
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  •   andi-b7
    (3101 Beiträge)

    17.03.2020 20:14 Uhr
    Die Zweite wird nicht aufgestockt nur die 1. mit 4 Clubs
    😇
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