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Stuttgart Kosten für Polizeieinsätze: KSC kritisiert DFL-Urteil

Mehrere Fußballvereine im Südwesten haben das Gerichtsurteil zur Beteiligung der Deutschen Fußball Liga (DFL) an Kosten für Polizeieinsätze kritisiert.

"Die Gefahrenabwehr ist Sache der Polizei. Bei uns gilt das Prinzip der Gewaltenteilung. Deswegen glaube ich, dass es verfassungsrechtlich nicht haltbar ist, die Kosten hier auf den Fußball, auf die Vereine oder auf die Verbände umzulegen", sagte der Präsident des Karlsruher SC, Ingo Wellenreuther, dem SWR. Die Bremer Richter hatten ihrem Bundesland erlaubt, die DFL für Polizeieinsätze bei Spielen mit hohem Risiko zur Kasse zu bitten.

Ähnlich wie der KSC äußerte sich der Vorstand des Bundesligisten SC Freiburg, Oliver Leki, der die öffentliche Sicherheit als "Kernaufgabe des Staates" bezeichnete. Für Vereine wie den Viertligisten SV Waldhof Mannheim wäre eine Beteiligung an den Polizeikosten bei Hochrisikospielen ein Fiasko. "Eine weitere finanzielle Belastung wäre für uns nicht tragbar", sagte Geschäftsführer Markus Kompp.

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Kommentare (40)
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  •   Markymark
    (228 Beiträge)

    22.02.2018 17:44 Uhr
    Wandel
    Der Profi-Fußball hat sich nun mal zu einem Wirtschaftszweig entwickelt und sollte so auch behandelt werden, und vor allem sich auch voll selbst finanzieren. Die Events (Stadions) und auch die Sicherheit der Events.

    Ich muss in meine Wohnung auch Rauchmelder einbauen, und kann auch nicht sagen, es ist für die Allgemeinheit, soll die das bezahlen.....wie jede Firma für seine Sicherheit bezahlen muss. Was außerhalb passiert, das ist Allgemeinheit, das kann man nicht den Vereinen anlasten. Wenn sich jemand prügeln und randalieren will, macht er dass, da nützen keine Stadion Verbote. Da ist evtl. der Bezug zu einem Verein nur ein Vorwand, genauso wie wir plötzlich so viele IS Amokläufer haben/hatten.

    Im Amateur Sport ist das denke ich anders, da ist evtl. eine Förderung sinnvoll, man will ja auch nicht in eine Welt leben, in der es immer nur um Profit geht, vor allem weil die es sich leisten können, eigentlich immer weniger werden und die Armen Tafel dafür wächst.
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  •   Hüttenkäse
    (421 Beiträge)

    22.02.2018 15:18 Uhr
    Was würde Welli denn wohl als KA-OB verlautbaren?
    Fakt ist ja wohl, dass der KSC als einladender Veranstalter unterklassiger Gladiatorenkämpfe in einem nicht mal ausreichend kommerziell finanzierten Stadion wiederholt und regelmäßig jede Menge eigene und auswärtige Störfaktoren für die öffentlichen Ordnung anzieht, deren Bändigung alle Bürger eine Heidenknete kostet - abgesehen mal von der Belästigung durch Hubschrauber, die über den abziehenden Fan-Mob nach einem Drittliga-Spiel (!!!) kreisen.

    Die Bremer Entscheidung ist die einzig richtige - ohne eine DFL-/Vereinsbeteiligung bekommt man den Schwachsinn nicht in den Griff. Und dann werden halt die kuscheligen Opa- und Familienfans bei Spielabsagen mal in eine Gesamthaftung genommen - was soll's solange der Fußball nicht zivil bleibt.
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  •   haustier
    (1317 Beiträge)

    22.02.2018 16:05 Uhr
    ...
    Aber wo zieht man aber die Grenze ?

    Für die Gewährleistung der Sicherheit, gerade bei den Risiko-Fußballspielen, entstehen enorme Kosten .. keine Frage. Aber wenn sich die Vereine hieran finanziell beteiligen sollen, was ist dann mit den Kosten bei diversen Demonstrationen oder dem G20-Gipfel in Hamburg letztes Jahr (lag der nicht allein bei über 70 Millionen). Dann müssten doch im Rahmen der Gleichbehandlung auch hier die Veranstalter mit herangezogen werden.
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  •   betablocker
    (3132 Beiträge)

    22.02.2018 21:41 Uhr
    Korrekt,
    das sollten sie auch. Aber falls du den Thread nicht ganz gelesen hast: Es geht um private gewinnorientierte Veranstaltungen, dazu zählen Demonstrationen nicht.
    Dazu würden auch zB keine Faschingsumzüge zählen, weil diese zumindest keine direkte Gewinnorientierung haben.
    Im Prinzip gehts eigentlich nur um Sportveranstaltungen und Konzerte. Bei Konzerten braucht man es erfahrungsgemäss nicht, egal wie gross sie sind, und bei Sportveranstaltungen anderer Art als Fussball auch nicht. Also...
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  •   max
    (167 Beiträge)

    22.02.2018 14:17 Uhr
    Herr I.W. irrt sich gewaltig,
    denn er sollte oder müsste es am besten Wissen. Wenn die Vereine, wohlgemerkt, nicht alle, Millionen an Spielergehälter zahlen können, der muss sich auch an den Polizeikosten anteilsmäßig beteiligen. Gerade der Staat jammert doch dauierhaft, kein Geld für mehr Polizei zu haben, aber bei manchen Risikospielen müssen Beamte von anderen Städten angefordert werden und müssen den Kopf hinhalten. Viele tragen noch Verletzungen davon. Und da soll der Staat aufkommen. Nein, sage ich nur. Herr I.W. und Herr Strobel nehmen sie sich dies zu Herzen. Bei so einem Risikospiel müsstet ihr zwei Polizeiuniform tragen und in der ersten Reise stehen; anschließend möchte ich einen Kommentar von ihnen hören. Das wäre Realität, aber sie sie kennen ja dieses Wort nicht.
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  •   Dorlacher
    (35 Beiträge)

    22.02.2018 12:14 Uhr
    Irren ist menschlich..
    was auch für Hr. Wellenreuther gelten mag. In diesem Fall geht es alleine darum, die öffentl. Sicherheit zum Zwecke eine gewinnorientierten Privatveranstaltung eines wirtschatfl. Unternehmens alleine durch Steuermittel zu finanzieren. Und das ist eben nicht mit der Verfassung vereinbar. Während sich die DFL und ihre Vereine die Taschen vollwirtschaften, soll die Allgemeinheit unter dem Deckmantel der Verfassung die Kosten tragen. Da hat der liebe Hr. Wellenreuther wohl im Sinne der Eigennutz die Verfassung nicht richtig verstanden, hinter der er sich nunmehr verstecken möchte. Und sind wir doch mal ehrlich... Wenn die Vereine meinen die Kosten nicht tragen zu können und sich hier nur die Rosinen rauspicken wollen, dann sollen sie es einfach bleiben lassen.
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  •   stefko
    (1949 Beiträge)

    22.02.2018 10:37 Uhr
    Würde mich nicht seht verwundern
    wenn nun plötzlich die Anzahl der Risikospiele sprunghaft in die Höhe ginge ... zwinkern
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  •   Kruppstahl
    (846 Beiträge)

    25.02.2018 00:13 Uhr
    Das wäre auch vollkommen richtig.
    Die Polizei sollte nämlich auch einmal anfangen gewinnorientiert zu arbeiten. Die Arbeitsstunde des einzelnen Beamten würde ich sauteuer verkaufen. Schon ist auch wieder Geld für erstklassige Ausrüstung da.

    PAY FOR POLICE!
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  •   Mili
    (977 Beiträge)

    22.02.2018 09:27 Uhr
    Tja Leute, Spaß kostet Geld
    Un des hemma koins. Punkt
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  •   Krawallier
    (3 Beiträge)

    22.02.2018 09:06 Uhr
    Lächerliches Urteil
    Die DFL darf für Polizeieinsätze also zur Kasse gebeten werden. Die wiederum leitet dann die Kosten einfach an die Vereine weiter. Die Polizei hat aber nunmal das Gewaltmonopol in diesem Staat und ist für die öffentliche Sicherheit zuständig. Ein Fußballspiel ist eine öffentliche Veranstaltung, da kann man nicht einfach sagen, der Veranstalter zahlt jetzt hier den Einsatz der Polizei, weil die meint, mehr Polizisten schicken zu müssen. Die Polizeieinsätze werden durch Steuerabgaben der Bürger und Unternehmen finanziert und da sowohl die Vereine, als auch die DFL reichlich Steuern zahlen, müssen auch diese von der Polizei geschützt werden wie jeder andere Bürger auch. Warum sollte man als DFL/Verein auch extra bezahlen, wenn irgendwo in der Stadt an einem Spieltag eine Schlägerei unter Fußballfans statt findet? Dieses Urteil wird fallen und das wissen die Verantwortlichen auch.
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