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Karlsruhe Der Bau verzögert sich weiter: KSC-Stadion soll nicht vor 2023 in Betrieb gehen

Saison neu, alles neu? Weit gefehlt! Auch zum Auftakt der Saison 2021/22 wird der Karlsruher SC weiterhin von denselben wirtschaftlichen Problemen wie im vergangenen Jahr geplagt. Vor allem die Pandemie macht dem Sportclub massiv zu schaffen. Ebenso das neue Stadion, dessen Fertigstellung sich immer weiter nach hinten verschiebt.

"Hinter uns liegt eine ereignisreiche Saison. Eine Saison voller Veränderungen und Wandlungen", sagt Michael Becker, Geschäftsführer des KSC, bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Und: Auch für die kommende Saison 2021/22 sei der Veränderungsprozess in vollem Gange.

KSC-Geschäftsführer Michael Becker.
KSC-Geschäftsführer Michael Becker. | Bild: Carsten Kitter

"Wirtschaftlich hat der KSC weiterhin zwei große Herausforderungen: einerseits natürlich die Corona-Krise, andererseits den Stadion-Neubau." Besonders die Corona-Krise habe dabei merkliche Schäden hinterlassen.

Sieben Millionen Euro Verluste bisher

"Bisher bescherte die Krise dem Verein einen Verlust von sieben Millionen Euro, sechs Millionen davon vergangene Saison", so Becker. Zur nächsten Bilanzierung um Oktober solle ermittelt werden, wie hoch die Verluste genau waren.

Und auch wenn der Sportclub alles in allem "gut durch die Krise gekommen" sei, wie Becker erklärt, sei die Angst vor einer erneuten Corona-Welle aus finanzieller Sicht groß. "Wir haben ernsthafte Angst, dass der Fußball in Deutschland eine weitere komplette Schließung nicht aushält", so Michael Becker.

"Gemeinsam mit einigen anderen Vereinen Baden-Württembergs beraten wir uns gerade, ob wir notfalls gegen die Verbote der Regierung klagen könnten." Einbußen durch Corona könne man sich auch deshalb nicht leisten, da die zweite Herausforderung, der Stadionbau nämlich, sich "in einer absoluten Übergangsphase" befinde.

Erst in der Saison 2023/24 geht der Wildpark in Betrieb

"Wir können bei den Kosten des neuen BBBank Wildparks durchaus mit Gesamtkosten von 15 Millionen Euro rechnen", so Becker. Und das sei nicht das einzige Problem. Vor allem Organisation und Logistik führten immer wieder zu Verzögerungen im Betriebsablauf. "Die Fertigstellung wird definitiv einige Monate länger dauern als geplant. Das haben auch die Bauherren bestätigt", so Becker.

Es gebe sehr viele Stolpersteine auf dem Weg zum vollendeten Stadion - sehr viele Möglichkeiten, die das Ende der Bauarbeiten noch weiter nach hinten verschieben könnten. "Aus diesem Grund entschieden wir uns, den BBBank Wildpark erst in der Saison 2023/24 in Betrieb zu nehmen, um dem Projekt genügend Puffer einzuräumen, falls sich die Fertigstellung noch weiter verzögern sollte."

Blick über die Nordost-Seite in den Innenraum des Wildparkstadion, entlang dem Adenauerring.
Blick über die Nordost-Seite in den Innenraum des Wildparkstadion, entlang dem Adenauerring. | Bild: Tim Carmele

Zusätzlich zu dieser Vorsichtsmaßnahme sei es außerdem nicht möglich "während der Saison umzuziehen", so der Geschäftsführer. "Und da wir es zwischen dieser und nächster Saison wohl kaum schaffen werden, bleibt uns als frühster Termin nur, das Stadion vor der übernächsten Saison zu beenden und den Fans und Gastmannschaften zu öffnen."

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  •   dipfele
    (5940 Beiträge)

    22.07.2021 19:49 Uhr
    Jedem einigermassen....
    erfahrenen Baufachmann ist klar, dass wenn etwas Neues in etwas Altes eingebaut wird, dass das zu Verteuerungeen führt. Wie so oft, haben weder Verwaltung noch gGmeinderat auf exteren Fachleute gehört Ein Neubau auf der grünen Wiese hätte 80 Mio gekostet, der Speilbetreib hätte ungehindert durchgeführt werden können und die Abrisskosten wären auch gespart, weil die UNI das Stadion übernommen hätte,.Genauso kurzsichtig geht die Verwaltung und GR in Durlach mit der Schlossschule um. Statt einem Neubau für 1000 Schüler für 21 Mio wird der hässliche Betonbunker für 350 Schüler für 24 Mio saniert. In der historischen Altstadt, derekt neben dem Kulrutdenkmal von herausragender Bedeutung "Karlsburg". Fehleistungen über Fehlleistungen. Glücklicher weise interessiert das die Steuerzahler nicht.
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  •   andip
    (11190 Beiträge)

    23.07.2021 08:08 Uhr
    Auf welche grüne Wiese
    hätte man denn ein neues Stadion stellen sollen?
    Die wurde damals gesucht und nicht gefunden.
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  •   Burgman
    (51 Beiträge)

    23.07.2021 13:09 Uhr
    Oh doch
    Man hätte schon was gefunden wenn man es ernsthaft versucht hätte.
    Wollte man aber nicht, weil dann hätte Karlsruhe einmal alles richtig gemacht.
    Allein die Namensrechte in der Nähe der Autobahn hätten in 10 Jahren das Stadion bezahlt.
    Leider sind die Leute die in Karlsruhe dafür zuständig waren nicht so weitsichtig.
    Und das Stadion wäre 2022 fertig.
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  •   rollbond
    (112 Beiträge)

    23.07.2021 14:13 Uhr
    Wow
    Sie müssen ja vom Fach sein! Haben Sie ihr fundiertes Wissen denn an die zuständigen Personen und Behörden weitergegeben?
    Waren Sie einer der Personen, die bei der Suche involviert waren? Oder woher kommt das Wissen, dass man nicht ernsthaft gesucht hätte?
    Und welche Rolle haben Sie inne, damit Sie uns Karlsruhern sagen, was richtig und falsch ist?
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  •   Burgman
    (51 Beiträge)

    26.07.2021 10:42 Uhr
    Sorry
    Du nimmst das viel zu persönlich.
    Ich sage niemandem was richtig und falsch ist, ich sage, (schreibe), hier nur meine Meinung. Ich habe halt von Anfang an immer darauf geachtet dass man das Stadion so günstig wie möglich baut, aber da war ich bei der Minderheit. Leider.
    Weitsicht sollte halt bei so einem Projekt ziemlich vorne stehen.
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  •   Schneekoenig
    (566 Beiträge)

    23.07.2021 13:57 Uhr
    Träum weiter…
    Der Kommentar ist so falsch - da schmerzen die Augen beim lesen.

    Schalke liegt an der Spitze aber das wurde 2018 festgelegt. FC Bayern München und der BVB bekommen für ihre Namensrechte 5 Mio per anno - danach kommt sehr lange nix. Bei den restlichen Bundesligisten sprechen wir von ca. 1.5 Mio. Wenn in 10 Jahren das Stadion durch Namensrechtevermarktung abbezahlt werden sollte braucht es 2.5 Mio per anno. Vergleiche ich das Sendungsvermögen eines KSC mit anderen Vereinen, dann ist das ein sehr guter Deal! Erst mal recherchieren und dann schreiben/reden.
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  •   Burgman
    (51 Beiträge)

    26.07.2021 10:31 Uhr
    Es gibt andere Kriterien
    Das KSC Stadion wäre ein effektives Werbeobjekt gewesen, mit Sicherheit nicht schlechter wie das Münchner Stadion. Es wäre täglich von Millionen Menschen gesehen worden, und deshalb wären auch die Namensrechte gut zu vermarkten gewesen. Für diejenigen die an den Namensrechte Interesse haben ist das der Hauptgrund.
    Dann hätten wir auch einen überregionalen Sponsor bekommen, den werden wir im Hardtwald nie finden. Außer der KSC spielt regelmäßig in der Champions Lige.
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  •   andip
    (11190 Beiträge)

    23.07.2021 13:45 Uhr
    Dieses Grundstück an der Autobahn
    gehörte der DB und die wollte es nicht hergeben oder zumindestens nicht zu einem akzeptablen Preis, daran sollte man sich schon erinnern.
    Und wo gibt oder gab es in Karlsruhe passende Grundstücke, über die die Stadt auch noch frei verfügen hätte können?
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  •   Burgman
    (51 Beiträge)

    26.07.2021 10:08 Uhr
    Man braucht auch mal....
    Leute mit Eiern im Rathaus. Die DB ist Bund, und da muss man halt mal Druck machen, dann bekommt man das was man will. Aber da sind wirklich Leute gefragt mir Eiern und keine Trinkgeldschwätzer.
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  •   dipfele
    (5940 Beiträge)

    24.07.2021 07:40 Uhr
    Stimmmt nicht.....
    .... an der Autobahn war die HUB in Durlach im gespräch. Dann gab es noch an der Durlacher Alle vis a vis IKEA - jetzt sollen dort Wohnungen hin kommen- und am Ostauepark/ Bushof der DB. NEIN, es waren die Fans, die aus Tradition den Wildparkt erhalten wollten. Obwohl der vollkommen verkehrsungünstig liegt. und auch die Trennung von Fangruppen schlecht möglich ist. Verwaltung und Gemeinderat fehlt das Dernken im Zusammenhang. Aus grossen Würfen, werden kleine, teure Misthaufen.
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