Karlsruhe Luxus beim KSC-Personal: Daniel Gordon und David Pisot - so ähnlich und doch so verschieden

Der Karlsruher SC hat eine Siegesserie. Nach den Schwierigkeiten zu Saisonbeginn hat sich die Mannschaft gefunden. Vor allem die oft ähnliche Startelf fällt dabei auf. Zum Leidwesen derer Spieler, die eben nicht so oft zum Einsatz kommen. In der Verteidigung wartet beispielsweise mit David Pisot ein erfahrener Mann vergeblich auf Einsatzminuten. Während ein ihm ähnlicher Spieler gerade mächtig für Furore sorgt.

Die Handschrift von Cheftrainer Christian Eichner ist beim Karlsruher SC mittlerweile klar erkennbar und gute Leistungen werden mittlerweile auch mit Toren und vor allem Punkten belohnt. Am Samstag trifft der Karlsruher SC auswärts auf den VfL Osnabrück, welche mit drei Punkten Vorsprung auf dem fünften Tabellenplatz stehen. 

Vier Spiele, vier Siege? - Bestmarke winkt

Der KSC fuhr in den letzten drei Spielen, drei Siege ein. Gewinnen die Blau-Weißen auch im kommenden Spiel gegen Osnabrück, winkt eine neue Bestmarke. Vier Spiele in Serie gewann man zuletzt vor 15 Jahren, unter dem damaligen Trainer Edmund Becker.

Eichner war damals schon bei den Profis und teilte ein ähnliches Schicksal wie David Pisot oder Malik Batmaz heute: Die Kollegen holten die Punkte und der Trainer setzte weiter auf die Sieger-Elf. Für Eichner blieb nur die Bank. 

Daniel Gordon ist nicht nur ein "Kabinenspieler"

Auch aktuell gibt es eher wenig Gründe für Veränderungen .Getreu dem Motto "Never change a winning team". Einige Spieler wie Jerôme Gondorf, Philipp Hofmann oder Marco Thiede, waren von Saisonbeginn an gesetzt. Spieler wie Daniel Gordon oder Kyoung-Rok Choi spielten sich erst frisch in den Vordergrund.

Besonders die Leistung von Daniel Gordon ist derzeit auffallend. "Ich arbeite weiterhin daran, die letzten Körner aus mir raus zu holen, um auf vollem Niveau zu sein", erklärt der KSC-Oldie bescheiden.

Karlsruhes Innenverteidiger Daniel Gordon (r) feiert sein Tor.
Karlsruhes Innenverteidiger Daniel Gordon (r) feiert sein Tor. | Bild: Uli Deck/dpa

Der 35-Jährige wurde zunächst gegen St.Pauli als Art "Notlösung" eingesetzt, zeigte es aber allen Kritikern und brachte Stabilität und Sicherheit in die Abwehr des KSC. "Es ist wichtig meine Erfahrung mit einzubringen, zu führen und zu unterstützen, wo ich nur kann", so Gordon über seine Aufgaben.

Im Heimspiel gegen Paderborn glänzte er dann auch noch als Torschütze und scheiterte wenig später mit einem Kopfball an der Latte. 

Abschiedssaison für "Gordi" ?

Gordons Vertrag ist zunächst auf ein Jahr datiert, danach ist ein Karriereende des Abwehrchefs denkbar. Nach einer Abschiedssaison sieht die aktuelle Leistung von Gordon allerdings nicht aus, denn selbst mit 35 sorgt der Abwehrmann noch für Furore.

Torjubel für Daniel Gordon (KSC 3) zum Tortreffer zum 1:0
Torjubel für Daniel Gordon (KSC 3) zum Tortreffer zum 1:0 | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Doch müssen die Fans schon jetzt mit der Gewissheit rechnen, "Gordi" in der nächsten Saison nicht mehr auf dem Platz sehen zu können? Nein. "Im Fußball kann sich vieles ändern, deshalb werden ich ein 100%-iges Karriereende noch nicht aussprechen, aber die Tendenz geht dahin", eklärt "Gordi". 

vr. Daniel Gordon (KSC 3), Marc Lorenz (KSC 7) kommen ins Stadion.
vr. Daniel Gordon (KSC 3), Marc Lorenz (KSC 7) kommen ins Stadion. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

In direkter Konkurrenz zu Daniel Gordon steht David Pisot, ebenfalls ein äußerst erfahrener Mann, der die Mannschaft in der vergangenen Saison auf das Feld führte. Unter Alois Schwartz galt Pisot als gesetzt, unter Eichner wartet er vergeblich auf Spielminuten. Lediglich vier Minuten durfte der Innenverteidiger in den bisherigen Pflichtspielen auf dem Platz stehen.

David Pisot muss sich derzeit hinten anstellen.
David Pisot muss sich derzeit hinten anstellen. | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Den Optimismus gibt Pisot aber keinesfalls auf: "Mein Ziel ist es in die Mannschaft zurück zu kommen, zu spielen und meinen Teil zum Erfolg dazu beizutragen". Cheftrainer Christian Eichner verfolgt in dieser Hinsicht seit Saisonbeginn eine klare Linie: "Die Jungs müssen sich aufdrängen, um zu spielen".

Konkurrenzkampf fördert die Leistung

Der Konkurrenzkampf untereinander erscheint nach außen als sehr förderlich und treibt jeden einzelnen zu besseren Leistungen an. Christian Eichner appelliert an seine "Ersatzleute" geduldig sein zu müssen und das vielleicht sogar "Woche für Woche".

Philipp Hofmann (KSC 33) am Ball
Philipp Hofmann (KSC 33) am Ball | Bild: Carmele | TMC-Fotografie

Das Produkt des positiven Konkurrenzkampfes zeigt sich mittlerweile auf einigen Positionen, exemplarisch hierfür die Innenverteidigung. "Wir können inzwschen jeden bedenkenlos spielen lassen", erklärt Eichner über die Leistung seiner einzelnen Spieler.

 

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