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Karlsruhe KSC sucht neuen Präsidenten: Diese Voraussetzungen müssen Sie mitbringen

Die Fans des Karlsruher SC haben die Stelle als KSC-Präsident ausgeschrieben. Teamplayer und Kommunikationstalent soll das neue Oberhaupt des Karlsruher SC sein. Doch das nötige Rückgrat ist ebenfalls gefragt: Auch wenn er für "warmes Bier und kalte Würstchen" verantwortlich gemacht wird, soll der neue Präsident nicht einknicken.

Nach dem Rücktritt von Ingo Wellenreuther ist die Stelle des KSC-Präsidenten derzeit vakant. Um den Posten neu zu besetzten, müssen die Mitglieder des KSC sich mit einer Mehrheit für einen Nachfolger aussprechen.

Doch bevor es zur Abstimmung kommt, gilt es, geeignete Kandidaten für den Posten zu finden. Eine entsprechende Stellenanzeige ist auf der Homepage der Mitgliederinitiative "Der Neue KSC" zu finden. 

Das geforderte Profil der Bewerber lautet im Wortlaut wie folgt: 

  • Du bist KSC-Fan und fußballverrückt!
  • Du bist KSC-Mitglied seit mindestens 3 Jahren, aber "vereinspolitisch unbeschädigt"
  • Du hast Spaß daran, in der Presse von Fans und Mitgliedern in den Himmel gehoben zu werden und erträgst es, auch für verschossene Elfmeter, warmes Bier und kalte Würstchen, Abstiege etc. verantwortlich gemacht zu werden
  • Du hast Managementerfahrung, die Du in das Unternehmen KSC einbringen kannst!
  • Du bist ein Kommunikationstalent
  • Du schaffst es, Vorstandsvorsitzenden die eine oder andere Million "aus dem Kreuz zu leiern" und kannst ein paar Minuten später beim Bier mit Ronny und Hubi über den sicher unberechtigten Elfmeter gegen uns schwadronieren
  • Du bist ein/e Teamplayer/in und finanziell unabhängig!
  • Dann bist Du unser Mann! Oder unsere Frau!

Doch lautet so ein seriöses Gesuch? "Die Stellenausschreibung der Mitgliederinitiative ist eher als Gag zu verstehen", teilt der KSC gegenüber ka-news.de mit. Die offizielle Ausschreibung findet sich in einem Mitgliederschreiben vom 20. Mai. 

Kandidaten müssen drei Jahre Mitgliedschaft aufweisen

Darin heißt es: "Bewerber für das Amt des Präsidenten müssen seit mindestens drei Jahren ununterbrochen Vereinsmitglied sein und sollten darüber hinaus über eine Persönlichkeit verfügen, die Gewähr dafür bietet, den Aufgaben, die der Satzung auf das Präsidium zukommen, gerecht zu werden. Die Integrität des Bewerbers und die Fähigkeit zu einem angemessenen Auftreten in der Öffentlichkeit werden dabei vorausgesetzt."

Wer sich berufen fühlt, den KSC in den kommenden Jahren zu führen, darf seine Bewerbung an den Wahlausschuss des Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix, Adenauerring 17, 76131 Karlsruhe zu Händen von Herrn Sathia Lorenz senden. Das Bewerbungsschreiben sollte einen Lebenslauf und ein Lichtbild umfassen. 

ka-news.de-Hintergrund: "Der Neue KSC"

Der Neue KSC ist eine Mitgliederinitiative, die sich im Jahr 2000 als konstruktive und kritische Gruppe von KSC-Mitgliedern formierte. In den folgenden Jahr(zehnt)en engagierten sie sich nach eigenen Angaben immer wieder "für einen transparent und mitgliederorientiert geführten Verein". Die "aktuelle Notsituation" des Vereins habe man zum Anlass genommen, Den Neuen KSC wieder aufleben zu lassen.

 

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  •   Kraichgauer80
    (188 Beiträge)

    03.06.2020 22:06 Uhr
    Meine Meinung
    offensichtlich ungeeignete Trainer waren zu genügend hier. Es gibt genügend positive Beispiele bei anderen Vereinen die einen unerfahrenen aber aus dem eigenen Stall der den Verein perfekt kennt mit Erfolg eingesetzt haben. Mit 2 Punkten mehr auf dem Konto wären alle zufrieden und dies wäre auch drin gewesen. Im Team fehlt der absolute Leader, dass hat der Elfer gegen Pauli mal wieder gezeigt, ein Leader nimmt den Ball und schießt das Ding. Ob er dann trifft sei mal dahin gestellt. Wenn ein Gordon oder Pisot mit über 30 es nicht gelernt haben einen gescheiten öffnenden Pass zu spielen, schafft es Eichner in ein paar Monaten auch nicht. OK ist ein anderes Thema, den Verbleib ist für mich nicht nachvollziehbar, den perfekten sportlichen Leiter zu finden wird dann aber auch nicht einfach.
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  •   Gevatter
    (522 Beiträge)

    02.06.2020 17:11 Uhr
    Der muss erst gebacken werden.
    Man wird bei jeden Kandidaten ein mehr oder weniger großes Haar in der Suppe finden. Axel Kahn scheint für mich schon aus dem Rennen, zu groß die Widerstände gegen ihn.
    Bei Rolf Dohmen nimmt man es übel, das er mal die Mitgliedschaft gekündigt hat.

    Eines sollte man auf jeden Fall unterlassen, wieder jemanden mit einem Parteibuch zu wählen. Metzger und Wellenreuther sollten genügen.

    Wäre nur noch Raase oder der große Unbekannte im Petto. Wie aber unten schon jemand schrieb, müsste unter Umständen, wenn es ein guter Kandidat wäre, die 3 Jahre Regel außer Kraft gesetzt werden.

    Nur, dieser Schuss muss sitzen, und er muss gewillt sein, die Strukturen wie Sportdirektor, Scouting, neu aufzustellen. Der Geschäftsführer sollte man nicht wechseln. MB hat keinen so schlechten Job gemacht. Ohne IW im Nacken kann dies was werden.
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  •   FCKSUV
    (604 Beiträge)

    02.06.2020 13:39 Uhr
    Sind Dohmen und Schäfer
    3 Jahre Mitglied?
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  •   Heiligergeist
    (34 Beiträge)

    02.06.2020 12:23 Uhr
    ..also Mitglied bin ich...
    sogar mehr wie 3 Jahre... aber leider für den SC Freiburg.

    Glaube das geht wohl nicht :D

    Wobei es dem KSC gut tun würde Strukturen und ein Umfeld zu haben wie der SCF.

    Wäre doch schön ein Badisches Derby in der 1. Liga wärend der VFB aus der 2. Liga zuschaut :D
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  •   Urbadner
    (133 Beiträge)

    02.06.2020 10:11 Uhr
    Ob es da soviele
    Bewerber geben wird?
    Wäre vielleicht besser nicht auf die drei Jahre Mitgliedschaft zu beharren und jemanden unverbrauchten, als Präsi mit Qualität wählen zu lassen.
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  •   sauerbraten
    (2241 Beiträge)

    02.06.2020 14:38 Uhr
    Sehe das ziemlich aehnlich und
    frage mich ernsthaft, wieso man sich da dermassen selbst reglementiert - was zaehlt, ist die Eignung, sprich nachweisbarer Erfolg in einer leitenden Funktion, die Liebe zum Fussball im Allgemeinen und im Speziellen, zum KSC, sowie eine gewisse Portion Fussball-Sachverstand. Wie lange einer schon seine Mitgliedsbeitraege zahlt, ist da doch voellig unerheblich. So wird der Kreis, der moeglichen Welle-Nachfolger nur unnoetig klein gehalten und wer weiss, vielleicht faellt die best moegliche Loesung fuer den Club so durchs Raster. Nicht dass da jetzt die Kandidaten unbedingt Schlange stehen wuerden, aber man muss sich's doch auch nicht schwerer machen, als es ohnehin schon ist.
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