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Karlsruhe KSC in Aufbruchstimmung: So gut ist der Verein für die kommende Saison aufgestellt - sportlich wie finanziell

Die Saison des Karlsruher SC ist vorüber, die neue steht schon in den Startlöchern. Zeit, einmal auf die internen Vorgänge des KSC zu blicken: Wie steht der Verein aktuell da, woran wird gearbeitet? Und hier fällt es direkt auf: Es herrscht Aufbruchstimmung im Verein. Sportlich - und auch finanziell.

Sportlich ist augenfällig, dass sich im Gegensatz zu den zurückliegenden Jahren etliches ins Positive verändert hat. Es wird mit einem Plan am Kaderaufbau gearbeitet. Es wurden lange vor der Verpflichtung mit Spielern geredet, verhandelt – nicht erst in der Transferperiode, das ein oder andere Mal auf Tipp eines Beraters. Es wurden Schwachstellen im Kader analysiert, darauf basierend zielgerichtet Akteure verpflichtet, um eben diese Schwachstellen auszumerzen.

Die Zeit der Wühltisch-Einkäufe scheint vorbei

Unter den aktuellen Neuzugängen, verpflichtet unter der Prämisse: "Verstärkungen mit schnellen Spielern für die offensiven Außenbahnen und den Angriff", dürften wohl keine Top-Flops wie Stroh-Engel, Siebeck, Möbius, Zawada, Amamoo, Röser, Sané, Sararer und, und, und sein. Die Zeit, als Einkäufe ad hoc am Wühltisch getätigt wurden, scheint beim KSC vorbei.

Christian Eichner (KSC Trainer) läuft mit den Neuzugängen zum ersten Fotoshooting, Lazar Mirkovic (KSC 40), Leon Jensen (KSC 6), Lucas Cueto (KSC 17), Fabio Kaufmann (KSC 39)
Christian Eichner (KSC Trainer) läuft mit den Neuzugängen zum ersten Fotoshooting, Lazar Mirkovic (KSC 40), Leon Jensen (KSC 6), Lucas Cueto (KSC 17), Fabio Kaufmann (KSC 39) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie.de

Cheftrainer Christian Eichner und sein Team beschäftigte sich lange mit den Neuen. Leon Jensen hat er im Auge, seit der vor Jahren bei Bremen II spielte. Fabio Kaufmann wollte Eichner schon vor der vergangenen Saison. Damals unbezahlbar, nach dem Abstieg der Braunschweiger - ablösefrei. Zu Fabian Schleusener hielt er immer Kontakt, wollte "Schleuse" schon im vergangenen Winter aus Nürnberg zurück in den Wildpark holen. Auch Lucas Cueto hatte er seit einiger Zeit im Auge.

Das personelle Gerüst bleibt

Auch erstmals seit vielen Jahren: Kein großer Umbruch beim KSC. Kein Akteur, der über die komplette Saison gesehen Stammspieler war, verließ den badischen Zweitligisten. Das personelle Gerüst bleibt - eine gute Basis für eine gute Saison. Nach Jahren, in denen sich am Ende einer Spielrunde regelmäßig Dutzende von Profis beim KSC die warme Türklinke in die Hand gaben.

Die vergangene Saison beendete der KSC auf Position sechs. Eine hervorragende Platzierung. Das offizielle Ziel nun: Diese Leistung bestätigen. Doch das wird schwer, angesichts der namhaften Konkurrenz. Man denke an Schalke, den HSV, Werder Bremen, Paderborn, Hannover, Düsseldorf, oder auch Kiel und den FC St. Pauli. Dennoch: Dieser KSC ist für eine Überraschung gut – auch in Sachen Aufstieg in Liga eins.

Neue Sponsoren und Partner - es sieht gut aus für die blau-weißen Finanzen

Zum Glück gibt es auch eine KSC-Aufbruchstimmung in Sachen Finanzen: Präsidium und Geschäftsführung haben ihre Hausaufgaben richtig gut erledigt. Als neuer Hauptsponsor ist die "CG Elementum AG" eingestiegen. Dadurch wird jährlich rund eine halbe Million Euro mehr generiert, als in den Jahren zuvor. Zudem wurde mit der "E.G.O.-Gruppe" eine neuer "Ärmel-Partner" im Karlsruher Wildpark als Exklusiv- und aKAdemie-Partner präsentiert. Auch dadurch klimpern etliche Euro in der klammen KSC Kasse.

Bild: Hammer Photographie

Noch etwas verbreitet Zuversicht: Die Ruhe, die das Präsidium - allen voran Chef Holger Siegmund-Schultze - ausstrahlt. Keine Alleingänge, keine überflüssigen Kommentare zu jedem und allem. Einfach nur: arbeiten für den KSC. Im Moment arbeiten "HSS" und Geschäftsführer Michael Becker intensiv daran, einen Großinvestor ins KSC-Boot zu bekommen.

Die Verhandlungen mit der die bayrische Unternehmensgruppe Schörghuber sind fortgeschritten – stockten aber zuletzt wegen kleiner Unstimmigkeiten ein wenig. Der mögliche Investor "Schörghuber" ist eine Unternehmensgruppe (Getränke, Hotel, Lachszucht und -verarbeitung, Bauen und Immobilien). Deren Umsatz wird bei Wikipedia mit rund 771 Millionen Euro angegeben. Sollte dieser Coup gelingen, dann sieht die Zukunft der Blau-Weißen rosig aus.

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Kommentare (28)
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  •   KSC1894
    (667 Beiträge)

    13.07.2021 18:58 Uhr
    Kann dem Bericht so nicht zustimmen
    Stand heute hat uns ein Stammspieler, Goller, verlassen. Ein Edelreservist, im wahrsten Sinne des Wortes, MP kam zurück und es wird Geld verbrannt. 3 weitere Reservisten Lorenz, Fröde und Gordon stehen nicht für eine Weiterentwicklung. Die Torausbeute in der Vorbereitung war sehr, sehr dürftig. Von den Verstärkungen war bisher noch Nichts zu sehen. Ok es ist noch Zeit. Abwarten bis zum 10. Spieltag, ab da weiß man wo die Reise hingeht. Finanziell sieht es nur besser aus wenn wir nicht absteigen. Im DFB-Pokal weiter kommen und vor Allem Corona nicht wieder dafür sorgt das Zuschauer ausgeschlossen werden. Für mich hat es OK wieder mal nicht geschafft den Kader sinnvoll zu verstärken. Durch unnötige Vertragsverlängerungen mit Fröde, Lorenz und Gordon sowie das Thema MP dazu Choi und Heise, mit denen hätte ich auch nicht verlängert, sind über
    2 Millionen Gehaltsvolumen gebunden. Da kann man echt sehr viel Qualität holen. Ob Schleusener wirklich eine Verstärkung ist bezweifle ich auch.
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  •   ka76199
    (403 Beiträge)

    13.07.2021 16:28 Uhr
    Gib's auf,
    es bringt nichts... Selbst wenn sie's wieder schaffen sollten ihre Leistung vom letzten Jahr zu bestätigen, wird hier gemeckert werden 🤪
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  •   steely
    (439 Beiträge)

    14.07.2021 20:53 Uhr
    Sie nennen es meckern
    ich denke , es ist nur eine Zusammenfassung der Ereignisse, ein Resumee des Geschehenen. Meckern, motzen usw. hört sich anderst an
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  •   Schneekoenig
    (570 Beiträge)

    13.07.2021 13:26 Uhr
    Sportlicher Erfolg und Zukunftsplanung gehen Hand in Hand…
    Ich kann den Ausführungen so nicht zustimmen. Wühltisch Aktionen ist reiner Populismus, denn wenn der Verbleib der Klasse oder der Aufstieg nicht frühzeitig in trockenen Tüchern sind wird es schwer mit der Kaderplanung. Das Goller nicht gehalten werden konnte ist sehr bedauerlich aber für Bremen kam nur eine Leihe ohne Kaufoption in Frage. Daher mußte man sich anderweitig umsehen.

    Das Präsidium macht eine gute Arbeit und wenn der sportliche Erfolg bestätigt wird, dann steht der KSC vor einer guten blauweißen Zukunft … mit Oliver Kreuzer hoffe ich, denn auch seine Arbeit ist deutlich erfolgreicher einzustufen als hier immer im Forum beschrieben (bestes Beispiel die Verpflichtungen von PH).
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  •   schwarzvoraugen
    (4429 Beiträge)

    13.07.2021 14:08 Uhr
    Resterampenkäufe
    sind kein Populismus sondern waren über Jahre hinweg Fakt.

    Millionen wurden auf diese Weise für Spielergehälter investiert und dauerhaft vernichtet. Bitte nenne mir einen der im Artikel genannten, der neben einem ordentlichen Salär auch nur einen Euro in Form von Transfererlösen beigetragen hat. Einen erfolgreichen SD messe ich ganz einfach auch an seiner Transferbilanz und die sieht sehr düster aus.

    Ich bin froh, dass man hier OK die Hände gebunden hat. Goller war der einzige Leihspieler, auf den man eine Zukunft hätte aufbauen können, der wird nun eben für Darmstadt spielen und nicht mehr für uns.

    Nach mittlerweile 5 Jahren zurück im Wildpark ist Hofmann einer der wenigen Lichtblicke, die OK setzen konnte. Mit Akribie hat er zu Beginn der letzten Saison daran gearbeitet diesen Lichtblick auszulöschen. Wenn dieser Lichtblick uns auch über die kommende Saison hinaus erhalten bleibt, dann am Ehesten aus Mangel an Alternativen...
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  •   Markymark
    (576 Beiträge)

    13.07.2021 16:52 Uhr
    Ja
    Denke ohne Restriktionen wurde schon ein Pisot Ersatz, ein Löhr Ersatz (nach Verletzung), ein Jensen Ersatz (nach Verletztung) bzw. auch die Forderung von Bremen erfüllt für eine erneute Goller Leihe. Heißt dann 4 Spieler mehr im Budget, die weitgehend Tribüne und Bank gedrückt hätte, ohne dass die Personalie Pourie geklärt worden ist. Goller hätte vielleicht gespielt aber dann für jemand anderen den Platz weggenommen. Somit hätten wir bald wieder einen aufgeblähten Kader mit über 30 Spieler und mehr Quantität als Qualität, glaube nämlich nicht dass jetzt die Resterrampe besser ist, wie dass was bislang im Kader ist einschließlich Nachwuchsspieler.

    Ich fand es richtig dass man erst den wichtigen 4. IV verpflichten darf wenn man Pourie von der Payroll bringt und über den Ansatz kommen evtl. mehr Nachwuchsleute zum Einsatz bzw. der Trainer entwickelt Fantasie seinen Kader besser zu nutzen als wieder die vielen Alibis Transfers zu tätigen für den Fall der Fälle.
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  •   Schneekoenig
    (570 Beiträge)

    13.07.2021 14:20 Uhr
    Für alles gibt es Gründe…
    …und die habe ich gleichfalls beschrieben. Ich gebe dir aber recht - das Verhalten von OK im Sommer bzgl. PH ist stark verbesserungsbedürftig.
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  •   Micha
    (175 Beiträge)

    13.07.2021 12:44 Uhr
    AHA
    Kein Akteur, der über die komplette Saison gesehen Stammspieler war, verließ den badischen Zweitligisten. Liebe ka-news was in mit Goller?
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  •   schwarzvoraugen
    (4429 Beiträge)

    13.07.2021 13:13 Uhr
    und Viele die blieben
    blieben aus Mangel an Alternativen und aus Bequemlichkeit. Das bitte nicht vergessen.

    Geben wir dem Team eine Chance. Zum Klassenerhalt wird es reichen, viel mehr möchte man ja eh nicht erreichen.

    Die ganze Budgetdiskussion ist irreführend, dient sie doch nur als Ruhekissen und als Hemmschuh sich mehr als der durchschnitt weiter zu entwickeln.
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  •   Schneekoenig
    (570 Beiträge)

    13.07.2021 13:53 Uhr
    Ich verstehe einfach nicht….
    …woher dein Anspruchsdenken beruht. Wenn es nach dir ginge hätte ein Streich in Freiburg schon mehrmals entlassen werden müssen, weil man nicht dauerhaft in der Europa/Championsleage spielt. Mit Ausnahme von Union ging es für alle spätestens nach 2 Jahren nach unten und man spielte gegen den Abstieg oder stieg aus der 2ten BL ab. Wenn man kein Hopp oder Brausekonzern im Rücken hat muß es doch das Ziel sein, GESUND und NACHHALTIG zu wachsen. Und da sehe ich den KSC auf einen guten Weg … auch wenn es dann noch eine Weile dauert. Nenne mir ein Beispiel aus dem Sport oder gerne auch aus der Wirtschaft, wo man binne 3 Jahre sich dauerhaft einen Platz unter den Besten seines Faches etabliert hat (ohne das man dabei seine Seele verkaufen mußte).
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