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Karlsruhe Hofmann-Posse bei KSC: 3 Möglichkeiten, wie es jetzt weitergehen kann

Es rumort im KSC-Kader - vor allem um die Personalie Philipp Hofmann. So schnell scheint beim Karlsruher SC in dieser Frage keine Ruhe mehr einzukehren: Zwar ist ein Wechsel zu Union Berlin vom Tisch, KSC-Sportchef Oliver Kreuzer ließ für einen möglichen Transfer aber ein Hintertürchen offen. Bis zum 5. Oktober ist das Transferfenster offen. Wie es jetzt in der Hofmann-Frage weitergeht, dazu gibt es drei Möglichkeiten. ka-news.de zeigt, welche.

Woher der ganze Trubel um den KSC-Stürmer? Der 27-Jährige wäre gerne zu Union gewechselt. Durfte aber nicht. Den Unmut darüber äußerte Hofmann kurz nach dem Hannover-Spiel. Bei diesem saß Philipp Hofmann überraschend auf der Bank. Der Stürmer fühlte sich nicht im Stande, für den KSC aufzulaufen.  Für Oliver Kreuzer war es sogar "ein letzter Versuch, den Wechsel zu erzwingen." 

Ob der Stürmer, wie von vielen Fans und Medien vorgeworfen wirklich "streikte" oder sich tatsächlich nicht in der Lage sah, seinem Team zu helfen, weiß nur Hofmann selbst.  Kreuzer und der KSC müssen sich jetzt eine Frage stellen: Wollen wir einen Profi im Kader haben, der nicht mehr voll zum KSC steht? Je nachdem, wie diese Frage intern beantwortet wird, bleiben drei Möglichkeiten wie die ganze Posse ausgehen könnte.

1. Wunsch erfüllen - Hofmann wechselt doch noch

Einen Transfer zu Union Berlin wird es auf keinen Fall mehr geben. Die beiden Vereine konnten sich nicht auf eine Ablöse einigen und die Berliner verpflichteten mit Taiwo Awoniyi bereits einen anderen Stürmer, der Hofmann in der Spielanlage sehr ähnelt.

Der Traum Bundesliga ist, stand heute erstmal vorbei für Hofmann. Seine Enttäuschung darüber versteckte der gebürtige Arnsberger nicht: "Ohne Klassenerhalt wäre ich ablösefrei gewesen. Ich finde, die Forderung sollte deshalb auch realistisch sein", so Hofmann im "Kicker." Und weiter: "Die letzten Tage haben natürlich etwas mit mir gemacht."

Philipp Hofmann (KSC 33) im Zweikampf gegen Grischa Prömel (Union Berlin 21)
Philipp Hofmann (KSC 33) im Zweikampf gegen Grischa Prömel (Union Berlin 21) | Bild: Carmele|TMC Fotografie

Ein Hintertürchen ist aber weiterhin offen: "Ich weiß nicht, ob da noch einmal irgendwo eine Erleuchtung kommt und es eine Anfrage in einer Größenordnung gibt, wo wir sagen, wir beschäftigen uns damit noch einmal", sagte Kreuzer gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur (DPA).

Ein Abgang Hofmanns würde den KSC schwer treffen. Wie wichtig er für ein funktionierendes Offensivspiel ist, zeigte zuletzt der Auftakt gegen Hannover: "Ich glaube, dass meine Mannschaft ein sehr ordentliches Auswärtsspiel gemacht hat (...) am Ende entscheiden die Tore nun mal das Spiel", so Christian Eichner nach der Niederlage.

Ohne den bulligen Stürmer fehlt der Mannschaft von Eichner der Zielspieler. Hofmann zieht schon alleine durch seine Präsenz die Aufmerksamkeit der gegnerischen Verteidiger auf sich und reißt wichtige Lücken für seine Mitspieler. Dazu ist er auch noch torgefährlich.

Benjamin Goller (KSC39) liegt verletzt am Boden kann aber wieder aufstehen.rechts Philipp Hofmann (KSC 33).
Benjamin Goller (KSC39) liegt verletzt am Boden, kann aber wieder aufstehen. Rechts Philipp Hofmann (KSC 33). | Bild: Carmele|TMC Fotografie

Aus diesen Gründen wird mit jedem Tag, der verstreicht, ein Wechsel unwahrscheinlicher. Der KSC müsste bei einem Abgang noch unbedingt einen adäquaten  Nachfolger verpflichten, was in so kurzer Zeit schwer werden dürfte.

Es sieht wohl so aus, als Würde der Stürmer beim KSC bleibe und das führt zu Möglichkeit zwei.

2. Hofmann bleibt - spielt schlecht

Ohne Wenn und Aber: Philipp Hofmann war in der vergangenen Saison die Lebensversicherung des KSC! 17 Tore und sechs Vorlagen in 33 Ligaspielen stehen in seinem Leistungsnachweis. Für den erneuten Klassenerhalt braucht es in dieser Saison einen ähnlich treffsicheren und selbstbewussten Torjäger.

Ohne solch eine Leistung wird es für die Badener schwer, in der Liga zu bleiben. Um diese Bomben-Saison zu wiederholen, muss der 1,95 Meter große Stürmer aber frei im Kopf und zu 100 Prozent auf den KSC konzentriert sein. Ist er das nicht, spielt vielleicht sogar die "beleidigte Leberwurst", kann es für die Blau-Weißen ganz ungemütlich werden. 

Philipp Hofmann (KSC 33) bei einer Dehnübung.
Philipp Hofmann (KSC 33) bei einer Dehnübung. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Wie schlecht so etwas sein kann, konnten die Verantwortlichen schon zuletzt bei Marvin Pourié beobachten. Zusätzlich müsste sich Kreuzer den Vorwurf gefallen lassen, die Chance auf eine Millionenablöse verschenkt zu haben. Denn spielt Hofmann eine schlechte Saison, dürfte ein solches Millionen-Angebot nicht mehr auf dem Tisch des KSC-Sportchefs landen.

3. Hofmann bleibt - trifft einfach weiter

Für alle KSC-Fans wäre dies natürlich die bevorzugte Variante. Der Blondschopf bleibt im Wildpark, zeigt sich von dem ganzen Theater um ihn unbeeindruckt und macht einfach da weiter, wo er letzte Saison aufgehört hat: Tore schießen.

Der Karlsruher Philipp Hofmann (r) und der Berliner Christopher Trimmel kämpfen um den Ball.
Der Karlsruher Philipp Hofmann (r) und der Berliner Christopher Trimmel kämpfen um den Ball. | Bild: Uli Deck/dpa

Am besten schon am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen den VfL Bochum (Anpfiff 13.30 Uhr). Ist das der Fall, wird der Trubel rund um Hofmann schnell wieder vergessen sein und auch die Fans, die ihn nach der Hannover-Partie als "charakterlos" und "schlechten Sportsmann" verurteilten, werden dem Stürmer schnell verzeihen.

Was nun wirklich passiert, wird die Zukunft zeigen und egal was kommt: Fans, Spieler und Verantwortliche werden froh sein, wenn es beim KSC wieder nur sportliche Schlagzeilen gibt. Ob nun mit oder ohne Hofmann. 

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Kommentare (12)
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  •   steely
    (237 Beiträge)

    22.09.2020 16:49 Uhr
    Was muss im Vorfeld
    Seit dem Verbleib in Liga 2, alles passiert sein?? Ich kann ein wenig Hofmann verstehen wenn er sagt es ist etwss.it ihm geschehen. Kreuzer ist rücksichtslos wenn es darum geht einem Spieler teuer zu verkaufen um seine Stellung im Verein zu festigen. Der OK hat soviel Mist gebaut in den letzten Jahren, da braucht er Erfolge. Fink, Pourie und jetzt Hofmann
    ..alles gute Spieler, moderne junge Menschen die sich eben auch durchsetzen können und nicht nur ja und Amen sagen. Die Posse ist hausgemacht,passt zum Verein und den dort tätigen "Machern". Wenn CE so einen guten Stand hat,dann kann er auch Mal gegen OK Partei ergreifen und als Trainer ein Machtwort sprechen
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  •   RainerBu
    (1212 Beiträge)

    22.09.2020 17:01 Uhr
    setz mal deine
    einseitige Brille ab.
    Pourie war bei x Vereinen .Warum wohl. Wurde alles hier schon x-mal diskutiert !
    Der KSC kann es sich nicht leisten DEN wichtigsten Spieler billig herzuschenken.
    Gueye und Djuricin und andere sind wohl kaum Torjäger.
    Ein Pourie oder Fink sehen in der zweiten Liga kein Land. Da fehlt was. Wären also auch nur Ergänzungsspieler.
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  •   steely
    (237 Beiträge)

    22.09.2020 20:15 Uhr
    Fakt ist aber
    das beim KSC das Menschliche unter Typen wie OK leidet. Spieler immer nur am Geldwert zu messen ist nicht richtig. Ein Sensibelchen ist PH bestimt nicht, aber es wurde halt ständig über einen Verkauf geredet (wenn die Summe stimmt)...natürlich kommen beim Spieler dann auch Begehrlichkeiten. Scheint ja abgehakt zu sein...also konzentrieren sich die Herren Balltreter wieder auf ihren Beruf...mir soll's recht sein.
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  •   Ente
    (6 Beiträge)

    22.09.2020 16:43 Uhr
    Beitrag nicht mehr aktuell
    Hofmann: “És war einfach eine menschliche Reaktion” Philipp Hofmann: „Nach den zuletzt doch etwas turbulenten Tagen liegt mein Fokus wieder komplett auf dem Fußball. Ich werde im Training und den Spielen vollen Einsatz zeigen, mich komplett auf den KSC konzentrieren.“
    Jetzt geht es darum, dass auch die Fans des KSC den verlorenen Sohn wieder aufnehmen. Nur so wird er Leistung bringen.
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  •   Ljungqvist
    (31 Beiträge)

    23.09.2020 11:00 Uhr
    Volle Zustimmung
    Toller Beitrag. Auch KA News wäre gut beraten diese Clickbaiting Beiträge endlich zu lassen. Haben sie es so nötig? Lasst doch endlich mal Ruhe einkehren und die Verantwortlichen einfach ihre Arbeit machen.
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  •   sauerbraten
    (2193 Beiträge)

    23.09.2020 08:42 Uhr
    In Anbetracht der Konstellation,
    die sich nun ergeben hat, kann er ja nicht anders, als sich auf diese Weise zu aeussern und ich nehme es ihm sogar ab, dass er sich von nun an wieder auf seinen Job beim KSC fokussieren will. Wehe aber, er trifft jetzt drei, vier Spiele lang die Kiste nicht - dann geht alles wieder von vorne los und diejenigen, die der Kreuzer mit seinem unklugen Interview ins "Verraeter-Boot" geholt hat, werden dann wieder zur Stelle sein und spaetestens dann, einen neuen Shitstorm anstossen. Ich lobe den Hofmann sicherlich nicht fuer sein Verhalten letzten Samstag, kann es aber menschlich nachvollziehen, dass ihn die Geschehnisse durcheinander gebracht haben - Kreuzer dagegen, haette seinen verdienten Topstuermer schuetzen muessen, anstatt ihn auf die Schlachtbank zu fuehren und bei seiner Erfahrung haette er sich darueber im Klaren sein muessen, dass so ein Interview niemandem etwas nuetzt, am Wenigsten, dem KSC.
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  •   Mitsch
    (249 Beiträge)

    22.09.2020 16:12 Uhr
    PH sollte sich auf seinen Job beim KSC
    ...konzentrieren. Was bringt es jetzt auf „beleidigte Leberwurst“ zu machen. „Wenn der KSC abgestiegen wäre, dann... „ eine wirklich dämliche Aussage für mich als KSC Fan seit 35 Jahren. Wir sind 2. Liga -zum Glück -DANKE PH für 17 Tore, aber wir haben den 22.9. und jetzt zählt nur die Zukunft. Ich würde PH raten die letzte Saison jetzt mit erneut 17 Toren die jetzige Saison zu bestätigen, dann klopft bestimmt ein anderer Bundesliga Verein an. Kurz noch zu Oliver Kreuzer bitte ab sofort keine öffentliche Kommentare mehr á la Uli Hoeneß -das bringt letztlich keinem was und wir sind schließlich Karlsruhe und nicht Bayern München!
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  •   schwarzvoraugen
    (3586 Beiträge)

    22.09.2020 18:04 Uhr
    Bitte nenne Hoeness und OK nicht in einem Atemzug
    Hoeness hat in 35 Jahren gezeigt dass er einen Verein profitabel aufbauen und führen kann. OK beweist Saison für Saison dass ihn jede Art von kaufmännischem Talent abgeht. Er ist einer der Gründe für die aktuelle finanzielle Situation des Vereins.
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  •   Arrows
    (143 Beiträge)

    22.09.2020 20:27 Uhr
    Dann...
    Bewerbe Dich, und mach‘s besser.
    Es ist auch seine Mannschaft die vor 2 Jahren aufgestiegen ist. Seine Mannschaft hat den Klassenerhalt geschafft. Baue eine Mannschaft ohne Geld, die zumindest Drittligareif ist. Bewerbe Dich und mach‼️‼️‼️
    Am Sonsten 🤫
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  •   Gevatter
    (383 Beiträge)

    22.09.2020 18:10 Uhr
    Ist eigentlich eine
    Beleidigung von Hoeneß. 😉
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