Karlsruhe Der KSC auf Punktejagd: Das sagen die Fans zur Leistung der Mannschaft

Der Karlsruher SC kämpft sich von Spieltag zu Spieltag. Aufgrund der Corona-Krise nicht im Stadion dabei: Die treuen KSC-Fans. Wie bewerten sie die aktuelle Saison unter Christian Eichner? Besteht nach der guten Leistung und dem daraus resultierendem Sieg gegen St. Pauli Hoffnung auf eine ruhigere Saison, oder überwiegt die Angst vor einem erneuten Abstiegskampf bis zur letzten Sekunde? ka-news-Redakteurin Lena Ratzel ging am Wildparkstadion auf Stimmenfang.

Sieben Spiele, Sieben Punkte - ein Punkt pro Spiel also. Mit diesem Schnitt wäre der KSC in der letzten Saison je nach Torverhältnis direkt abgestiegen oder hätte in die Relegation gehen müssen. Alles egal, der Klassenerhalt wurde direkt geschafft - mit 37 Punkten. Rund um den Wildpark weiß man also, dass man sich steigern muss, um aus dem Tabellenkeller heraus zu kommen.

Derzeit belegt der Zweitligist den 15. Tabellenplatz, die Abstiegsplätze sind in Sichtweite, doch auch das Tabellenmittelfeld ist zum Greifen nah. ka-news.de hat bei KSC-Fans nachgefragt, ob der Blick eher nach oben, oder eher nach unten geht und wie ihre Einschätzungen zu den bisherigen Saisonspielen lautet. Wird also eher gelobt oder dann doch badisch gebruddelt?

In Glanzzeiten lieben gelernt und immer noch treuer Fan

Marcel Bertlein blickt wehmütig auf die Bagger neben der Haupttribüne. "Hier hat alles angefangen, auf der Haupttribüne saß ich, als ich das erste Mal zum KSC gegangen bin", erzählt der 38-Jährige. "Ich habe den Verein als UEFA-Cup-Mannschaft in seinen Glanzzeiten kennengelernt, heute kämpfen wir um den Klassenerhalt in der zweiten Liga", so der Vollblut-KSC-Fan.

Bild: Lena Ratzel

An der Liebe zum Verein ändert dies trotzdem nichts. "Das Theater um Philipp Hofmann war nicht gewinnbringend, doch die Mannschaft hat sich bis auf das Spiel in Regensburg gut geschlagen", resümiert Marcel. Gibt es einen Spieler, der besonders heraussticht?

"Philipp Hofmann stand im Sommer oft in der Kritik, doch mittlerweile hat er sich gefangen und ragt in meinen Augen am meisten heraus". "Wir landen zwischen Platz zehn und Platz 15", blickt der Malscher positiv in die Zukunft.

"Hier entsteht etwas großes" 

Die KSC-Sympathisantin Katharina lässt ihren Blick auf die neue Osttribüne schweifen und staunt nicht schlecht über den Baufortschritt. "Hier entsteht etwas Großes", meint der junge KSC-Fan. Doch lässt sich das auch über die sportliche Entwicklung sagen? "Der KSC startete  holprig und spielte oft gut, auch wenn sich das meistens in den Punkten nicht zeigte", resümiert die Karlsruherin.

Bild: Lena Ratzel

Woran liegt das? "Oft hat die Portion Glück, die Durchschlagskraft und die Kaltschnäuzigkeit gefehlt", so die Fußballbegeisterte, "klar, ist aber auch, dass die Mannschaft dem Gegner oft nur hinterhergelaufen ist und Führungen schlecht verteidigt hat."

"Es macht endlich wieder Spaß Fußball zu schauen"

Marvin Pohle ist ebenfalls Vollblut KSC-Fan und geht von Kindestagen an zu den Spielen des KSC in den Wildpark. Mit der Mannschaft ist er zufrieden, wie er ka-news.de im Gespräch verrät.

"Die Mannschaft spielt von Spieltag zu Spieltag gut mit, geht voran und presst dagegen", so der 26-Jährige. Besonders den Unterschied zu den letzten Jahren hebt er hervor: "Man merkt, dass es ein komplett anderer Spielstil als die letzten Jahre ist. Die Mannschaft spielt endlich wieder Fußball und es macht Spaß, ihr zuzuschauen."

Bild: privat

Welche Gründe sieht der KSC-Fan dann für die magere Punkteausbeute? "Wir haben ziemlich viel Pech mit den Schiedsrichtern und Pech im Abschluss gehabt."

Fazit positiv, aber...

Der Optimismus prägt dennoch das Gefühl von Marvin Pohle, denn "die Tabellensituation entspricht nicht der Leistung, die der KSC auf dem Platz zeigt."  Gespannt schaut der Karlsruher auf die nächsten Spieltage: "Wenn mehr Sachen automatisiert werden, dann werden wir am Ende der Saison definitiv nicht gegen den Abstieg spielen."

Ein Fazit, das durchaus positiv ausfällt und auch zu den oft gewählten Worten von KSC-Trainer Christian Eichner passt. Die Punkteausbeute sollten die Blau-Weißen aber dennoch erhöhen, sonst droht den optimistischen KSC-Fans erneut eine Zittersaison und dann wird auch das bekannte bruddeln rund um den Wildpark wieder lauter. Die nächste Chance auf Punkte hat der KSC am Samstag um 13 Uhr gegen Eintracht Braunschweig. 

 

 

 

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