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Karlsruhe Wie geht es beim KSC weiter? Ausschuss empfiehlt Ausgliederung der Profis - Mitglieder können im Juni abstimmen

Die KSC-Profis beim Training am 30. März. (Archivbild) | Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Einige Profi-Fußballvereine in Deutschland haben es schon vorgemacht und ihre Lizenzspielerabteilung ausgegliedert. Nun soll der Karlsruher SC folgen. Insbesondere die Profis, die U19 und die U17 sollen in eine GmbH&Co. KGaA gegliedert werden. Ein eigens gegründeter Ausgliederungsausschuss hat dem Präsidium einstimmig eine Empfehlung für diesen Schritt empfohlen.

Der Ausschuss, dem Vertreter aller Interessensgruppen rund um den KSC angehören, tagte am Montag, 1. April, bereits zum fünften Mal. Bei den Sitzungen davor wurde über die möglichen Rechtsformen diskutiert. Bei der letzten Sitzung wurden letzte Details der möglichen Satzung und des Gesellschaftsvertrages diskutiert und geklärt. "Transparenz und Mitsprache aller am KSC beteiligten Interessensgruppen war uns immens wichtig", so KSC-Präsident Ingo Wellenreuther in einer Pressemeldung des Drittligisten.   

In den kommenden Wochen sollen alle notwendigen, rechtlichen Vorbereitungen in die Wege geleitet werden. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die laut KSC am 29. Juni stattfinden soll, dürfen alle Mitglieder über diesen Schritt abstimmen. Bei positiver Abstimmung, für die eine Dreiviertelmehrheit benötigt wird, ist die Ausgliederung aus steuerlichen Gründen rückwirkend zum 31. Dezember 2018 geplant. 

Infoabende mit Michael Becker

Über die mögliche Ausgliederung werden die Mitglieder des Karlsruher SC in den kommenden Wochen informiert. Außerdem werden in der Region Infoabende veranstaltet, bei denen Geschäftsführer Michael Becker anwesend sein wird.

Zudem soll laut KSC ein Erklärvideo entstehen, in dem die Gründe und Strukturen des Vorgangs einfach und verständlich dargestellt werden. Doch auch vor Ort im Wildparkstadion können sich die Fans informieren: Zu den letzten beiden Heimspielen der Saison 2018/2019 soll es einen Infostand geben.

ka-news-Hintergrund 
Es gilt den Karlsruher SC für die Zukunft fit zu machen. Der wirtschaftliche Teil des eingetragenen Vereins würde bei positiver Abstimmung in eine Kapitalgesellschaft (KG) ausgelagert werden, da sich ein e.V. laut BGB nicht wirtschaftlich betätigen darf.

Die Ausgliederung der Profifußballabteilung auf eine KG führt zu einem leichteren Zugang zu externen Kapitalquellen. Nach der 50+1-Regel muss der Mutterverein mindestens 50 Prozent der Stimmanteile zuzüglich einer Stimme an der KG halten. Zu dieser Regel bekennt sich der KSC im Rahmen seiner Satzung.

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