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Karlsruhe Wie geht es beim KSC weiter? Ausschuss empfiehlt Ausgliederung der Profis - Mitglieder können im Juni abstimmen

Einige Profi-Fußballvereine in Deutschland haben es schon vorgemacht und ihre Lizenzspielerabteilung ausgegliedert. Nun soll der Karlsruher SC folgen. Insbesondere die Profis, die U19 und die U17 sollen in eine GmbH&Co. KGaA gegliedert werden. Ein eigens gegründeter Ausgliederungsausschuss hat dem Präsidium einstimmig eine Empfehlung für diesen Schritt empfohlen.

Der Ausschuss, dem Vertreter aller Interessensgruppen rund um den KSC angehören, tagte am Montag, 1. April, bereits zum fünften Mal. Bei den Sitzungen davor wurde über die möglichen Rechtsformen diskutiert. Bei der letzten Sitzung wurden letzte Details der möglichen Satzung und des Gesellschaftsvertrages diskutiert und geklärt. "Transparenz und Mitsprache aller am KSC beteiligten Interessensgruppen war uns immens wichtig", so KSC-Präsident Ingo Wellenreuther in einer Pressemeldung des Drittligisten.   

In den kommenden Wochen sollen alle notwendigen, rechtlichen Vorbereitungen in die Wege geleitet werden. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die laut KSC am 29. Juni stattfinden soll, dürfen alle Mitglieder über diesen Schritt abstimmen. Bei positiver Abstimmung, für die eine Dreiviertelmehrheit benötigt wird, ist die Ausgliederung aus steuerlichen Gründen rückwirkend zum 31. Dezember 2018 geplant. 

Infoabende mit Michael Becker

Über die mögliche Ausgliederung werden die Mitglieder des Karlsruher SC in den kommenden Wochen informiert. Außerdem werden in der Region Infoabende veranstaltet, bei denen Geschäftsführer Michael Becker anwesend sein wird.

Zudem soll laut KSC ein Erklärvideo entstehen, in dem die Gründe und Strukturen des Vorgangs einfach und verständlich dargestellt werden. Doch auch vor Ort im Wildparkstadion können sich die Fans informieren: Zu den letzten beiden Heimspielen der Saison 2018/2019 soll es einen Infostand geben.

ka-news-Hintergrund 
Es gilt den Karlsruher SC für die Zukunft fit zu machen. Der wirtschaftliche Teil des eingetragenen Vereins würde bei positiver Abstimmung in eine Kapitalgesellschaft (KG) ausgelagert werden, da sich ein e.V. laut BGB nicht wirtschaftlich betätigen darf.

Die Ausgliederung der Profifußballabteilung auf eine KG führt zu einem leichteren Zugang zu externen Kapitalquellen. Nach der 50+1-Regel muss der Mutterverein mindestens 50 Prozent der Stimmanteile zuzüglich einer Stimme an der KG halten. Zu dieser Regel bekennt sich der KSC im Rahmen seiner Satzung.

Mehr zum Thema:

Kommt jetzt die Ausgliederung der KSC-Profis? Erstes Treffen mit Präsident Wellenreuther

Karlsruher SC beschäftigt sich mit möglicher Ausgliederung

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Kommentare (24)
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  •   ruejoka
    (18 Beiträge)

    04.04.2019 18:56 Uhr
    Profis?
    ja wo sind den die Profis die ausgegliedert werden sollen?
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  •   Markymark
    (315 Beiträge)

    04.04.2019 14:14 Uhr
    Aus meiner Sicht
    Aus meiner Sicht macht es Sinn so eine Trennung zu vollziehen, weil die Profi Abteilung wohl alles andere sonst in die Pleite treibt. Jeder weiß, eine Pleite ist überfällig, kein Investor würde so einen hochverschuldeten und evtl. intransparenten Verein übernehmen (Wieviel schulden hat den jetzt der Verein? Es gibt geschönte Antworten und echte Schätzungen oder unechte Schätzungen???), wenn dann muss das ein absoluter KSC Fan sein (ich wäre dafür selbst zu wenig Fan). Und es wird keine solchen KSC Fans in Russland/Saudi-Arabien geben, fertig-ende-pleite. Vielleicht hat man noch eine Patrone für ein nächstes Jahr in der 3. Liga, aber glaube danach ist Schluss. Danach müsste man vermutlich den Kader auf Regional Liga Niveau zusammenstreichen und hoffen, dass man noch die 3. Liga halten kann wenn man nicht wirklich zwangsabsteigen muss.
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  •   zahlenbeutler
    (1232 Beiträge)

    04.04.2019 14:05 Uhr
    Scheich
    Haddschi Haaleff Omar ben Haddschi Haaleff Schlappedengler aus Absurdistan sucht noch einen Klub, er bringt seinen Assiststen Old Shatterfuss Effendi Effenberg gleich mit
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  •   teflon
    (2656 Beiträge)

    04.04.2019 13:43 Uhr
    Die Ausgliederung wird und muss kommen,
    da einfach zu viel Geld im Umlauf ist und das Feigenblatt des Vereinsrechtes den Profisport nicht mehr abdeckt. Ebenso wird über kurz oder lang die 50+1 Regel fallen und dann hat man die exakt gleichen Zustände wie in England, Frankreich, Italien etc - die Vereinsmitglieder haben keine Rechte mehr und sind nur noch zahlende Zaungäste . Ob das Thema den KSC noch retten wird, wage ich aber zu bezweifeln - die Frage ist, wieviel Geld jemand zum jährlichen Verbrennen abgeben will. Auch die immensen Schulden , die über die Besserungsscheine aufgelaufen sind, wird einer tragen müssen. Da der KSC schon fast alles Tafelsilber verkauft hat und seit Monaten verzweifelt versucht, die laufenden Kosten zu senken, ist das Ganze eher als letzter Rettungsring zu sehen. Bin gespannt, ob ich mit meinem Tipp auf eine (planbare) Insolvenz spätestens in 2020 richtig liege - nur so kann der KSC IMO überhaupt noch saniert werden
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  •   Karlsruh1976
    (288 Beiträge)

    04.04.2019 13:54 Uhr
    Totaler Unfug.
    50+1 wird niemals fallen. Das kannst du vielleicht mit Engländern, Franzosen oder Spaniern machen aber mit Deutschen die den Fußball nicht nur konsumieren, sondern lieben und leben wird das nie passieren.
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  •   teflon
    (2656 Beiträge)

    04.04.2019 14:02 Uhr
    Du wirst bald ganz
    unsanft aus deinem sozialromantischen Traum erwachen. Aller Profisport in D wird sich nach dem orientieren,was die Anderen machen, weil man sonst in der Spitze nicht mehr mithalten kann . Und beim Fussball ist jetzt schon auf europäischer Ebene sichtbar, dass sich andere Länder leistungsmässig immer weiter von deutschen Fussball absetzen können- weil einfach viel mehr Geld im Umlauf ist. Und nur darum geht es beim Profissport - entweder man passt sich diesen Gegebenheiten an oder versinkt im Niemandsland der Unbekannten.
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  •   357.Magnum
    (80 Beiträge)

    04.04.2019 12:43 Uhr
    die dümmsten Schafe wählen ihre Metzger selbst
    ganz ist eine ganz fiese Tour sonst nichts
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  •   ImZeichendesPhoenix
    (168 Beiträge)

    04.04.2019 09:50 Uhr
    Alle, die hier Stimmung gegen die Ausgliederung machen,
    haben sicher ein schlüssiges Finanzierungskonzept für weitere Jahre in der dritten Liga in der Schublade liegen. Mir ist leider nicht klar wie das ohne weitere Investoren funktionieren soll und deswegen werde ich dafür stimmen. Das heisst ja nicht gleich, dass wir einen Mäzen aus dem nahen Osten oder aus Russland bekommen, ausserdem ist Pilarski schon in einer ähnlichen Rolle. Wo ist da der Unterschied?
    Ohne weitere Geldgeber gehen in naher Zukunft im Wildpark die Lichter aus. Der Aufstieg steht aktuell auf sehr wackeligen Beinen, und falls er nicht gelingt ist vollkommen offen wie die Mannschaft nächste Saison aussieht, dazu die angespannte finanzielle Situation. Ich halte die Ausgliederung für den richtigen Schritt.
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  •   Hagbart
    (63 Beiträge)

    04.04.2019 07:28 Uhr
    ...
    Hier wird so viel Käse geschrieben. Die Ausgliederung der Profiabteilung ist für jeden Verein im Profifußball gesetzlich verpflichtend. Die wirtschaftliche Tätigkeit in diesem Bereich ist mit dem Vereinsrecht nicht in Einklang zu bringen, weshalb eine Überführung in eine andere Rechtsform zwingend nötig ist,will man die Löschung aus dem Vereinsregister nicht riskieren. Das haben Gerichte bereits mehrfach festgestellt und das ist auch aktuelle Gesetzeslage.

    Hier irgendwas reinzuinterpretieren und Vorwürfe gegenüber dem Präsidium des KSC zu konstruieren oder gar Vergleiche zu Ponomarev und dem KFC zu ziehen ist hanebüchen. Der KSC geht hier absolut verantwortungsbewusst, und zudem durch die Einbindung der verschiedenen Kräfte im Verein überaus umsichtig vor.

    Da gibt es überhaupt nichts zu motzen. Manche sollten sich ertsmal informieren, bevor sie irgendeinen Käse ins Forum rotzen.
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  •   Hagbart
    (63 Beiträge)

    04.04.2019 07:30 Uhr
    ...
    Wen die tatsächliche rechtliche Lage interessiert, der kann ja mal hier reinschauen:

    https://rp-online.de/sport/fussball/sportrechtsexperte-warum-fussballvereine-ihre-profiabteilung-ausgliedern-sollten_aid-20679077
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