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Karlsruhe Wertschöpfungsanalyse: Das bringt der Karlsruher SC seiner Stadt

Der KSC ist wichtig für das Image der Stadt. Dieses Argument bringen Fans gerne in den Diskussionen an. Nun haben sie handfeste Zahlen an der Hand. Denn der Verein hat am Dienstag eine Wertschöpfungsanalyse vorgestellt.

Dass der KSC schon lange mehr ist als nur ein Verein, ist klar. Vielmehr muss der Klub als Unternehmen betrachtet werden. Er schafft Arbeitsplätze und trägt den Namen der Stadt Karlsruhe weit über die Grenzen der Region hinaus. doch was genau bringt der KSC der Stadt nun? Eine vom Verein bei ValuMedia in Auftrag gegebene Studie schafft Fakten. Mit 9,2 Millionen Euro regionaler Wertschöpfung und 10,1 Millionen Euro Mediawert ist der KSC ein Imageträger und Ankerpunkt in Karlsruhe und der Region. 

Um die volkswirtschaftliche Wirkung für die Stadt Karlsruhe zu ermitteln, wurden alle Gelder einbezogen, die der KSC, seine Angestellten und die Besucher der Heimspiele in den regionalen Wirtschaftskreislauf einbringen. Über neun Millionen Euro sind für den Drittligisten eine stolze Summe. 

Stadt profitiert laut Fans von Image des Vereins

Ein weiterer wichtiger Baustein der Analyse ist die Medienpräsenz. Dabei wurden alle redaktionellen Beiträge mit KSC-Beteiligung in visuellen Medien, Printprodukten und aus dem Online-Bereich herangezogen. Daraus ergibt sich, dass Karlsruhe pro aktuellem Drittliga-Spieltag zirka 120 Minuten Werbung erhält, das entspricht einen Wert von 530.000 Euro/Spieltag. Markus Lichti von ValuMedia stellte bei der Präsentation in Aussicht, dass sich sowohl der Wert der regionalen Wertschöpfung als auch der Medienpräsenz mit einem Aufstieg deutlich erhöhen würde. Er sprach von 20 bis 30 Prozent. Zugleich betont er aber auch: "Das sind letztlich geschätzte und analysierte Werte und keine, die auf dem Konto liegen."

Außerdem wurde eine Zielgruppenbefragung bei Besuchern und Fans des KSC im Wildparkstadion durchgeführt. Der Aussage, dass die Stadt Karlsruhe vom Image des Vereins profitiert, stimmten dabei 89 Prozent der im Stadtgebiet Karlsruhe lebenden Stadionbesucher zu. Bei Zuschauern, die von außerhalb der Stadtgrenzen stammen (vereinfacht "Auswärtige" genannt) sind es sogar 90 Prozent.

Ein Drittel der Bürger halten KSC für finanzielle Belastung

Sehr hohe Zustimmungsraten erhielten auch die Aussagen "Der KSC macht die Stadt für mich persönlich lebenswerter" (Karlsruher: 90 %, Auswärtige: 85 %), "Der KSC ist der wichtigste Werbeträger der Stadt Karlsruhe" (Karlsruher: 79 %, Auswärtige: 84 %) und "Der KSC steht bundesweit positiv für die Stadt Karlsruhe" (Karlsruher: 83 %, Auswärtige: 87 %).

Auf der anderen Seite stimmten bei der Frage, ob der KSC für die Stadt eine finanzielle Belastung ist, 32 Prozent der Karlsruher mit ja, bei Auswärtigen waren es 25 Prozent. "Das zeigt, dass sich die Karlsruher durchaus kritisch mit dem KSC auseinandersetzen", meint Lichti. Zugleich sei ein solcher Wert keine Besonderheit, Vergleichswerte lägen zwischen 30 und 40 Prozent.

KSC-Geschäftsführer Helmut Sandrock sieht die Analyse als ersten Schritt für eine erfolgreiche Zukunftsgestaltung des Vereins. Dazu wolle man der Bevölkerung damit objektive Werte an die Hand geben und aufzeigen, "was der KSC wirtschaftlich für die Stadt ausmacht." Der Zeitpunkt der Präsentation scheint gut gewählt - aktuell berät der Gemeinderat wieder einmal über den Umbau des Wildparkstadions. 

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Kommentare (36)
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  •   Kopfschüttler
    (70 Beiträge)

    vor 3 Stunden
    Wertschöpfung
    9.200.000 ÷ 38 Spiele = 242.105 €
    pro Spieltag.
    242.105 € : 3,50 € / Bier = 69.172 Biere.
    69.172 ÷ 15.000 KSC Sympathisanten
    im Landkreis = 4,61 Biere pro Sympathisant und Spieltag. Pokalspiele nicht eingerechnet.
    Will nur damit sagen, dass jeder Hasenzüchterverein der ehrenamtlich geführt ist und nicht so dumm wie die KSC Führung ist, 1. keine Studie benötigt und 2. wenn schon eine Studie, dann aber richtig manipuliert.
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  •   Mili
    (658 Beiträge)

    19.04.2018 12:31 Uhr
    Ein 4:0 und
    viel Ärger !
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  •   Hüttenkäse
    (194 Beiträge)

    18.04.2018 23:54 Uhr
    Woraus hat der KSC eigentlich die Studie bezahlt?
    Aus:

    - dem Stadion-Budget ?
    - aus den Profi-Gehältern ?
    - den gestundeten Pacht-/Mietzahlungen ?
    - aus den Rücklagen für die Krawallstrafen für seine Vorzeigefans ?

    Es ist wie so oft - um zu zeigen dass man nichts in der Tasche hat - kauft man sich erst mal eine neue Hose.
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  •   mikado46
    (87 Beiträge)

    18.04.2018 20:17 Uhr
    Nicht zu vergessen.....
    +++ Das Posting verstößt gegen unsere Netiquette und wurde daher von der Redaktion gesperrt +++
  •   betablocker
    (2116 Beiträge)

    18.04.2018 21:10 Uhr
    Also den
    letzten Satz hättest du dir sowas von sparen können...
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  •   santana
    (895 Beiträge)

    19.04.2018 07:49 Uhr
    Nicht nur
    den letzten Satz, sondern den gesamten Kommentar.
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  •   Timmy78
    (158 Beiträge)

    18.04.2018 10:08 Uhr
    Zahlen bereinigt ?
    Um den "Mediawert" des KSC lässt sich sicherlich streiten. Ich habe bei den genannten Summen allerdings meine Zweifel. Besonders wenn man das "Drumherum", was dem steuerzahlenden Bürger zur Last fällt, gegenrechnet. Und die zahlreichen "Besserungsscheine", die der Verein der Stadt ausgestellt hat.

    Gefragt werden muss natürlich auch, ob bei dem Betrag der regionalen Wertschöpfung diejenigen Beträge herausgerechnet wurden, die "ohnehin" anfallen. Zum Beispiel : Fällt ein Heimspiel aus, legt sich der hiesige Fan sein Würstchen daheim auf den Grill und oder trinkt sein Bier in einem Karlsruher Biergarten. Eine Wertschöpfung findet daher in jedem Fall (auch ohne KSC) statt.
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  •   RainerBu
    (406 Beiträge)

    18.04.2018 10:02 Uhr
    auch skeptisch
    naja ...Studien ...Analysen ..

    ein neues Stadion bringt vielleicht etwas mehr Geld durch Zusatzveranstaltungen , die nicht so viel mit Fußball zu tun haben um die Schulden bei der Stadt schneller abtragen zu können.Bringt vielleicht auch etwas mehr Besucher wenns drumrum moderner,einfacher wird. Aber was für ein Stadion hat Sandhausen ?
    Es ist eben ein langfristiger Kredit. Das muss die Stadt wissen, wieviel Budget sie dafür hat, für den KSC investieren will. Falls wenig muss sich der KSC halt mal um Geldgeber bemühen . Andere Geldgeber .
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  •   Messer
    (257 Beiträge)

    18.04.2018 09:15 Uhr
    Stadion-Neubau steht nächste Woche im Stadtrat an
    dafür wird schon mal die Propagandamaschine/Dreckschleuder mit Gefälligkeitsumfragen angeworfen
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  •   heikoka
    (290 Beiträge)

    18.04.2018 08:40 Uhr
    Also heute stimmts :-)
    Zumindest ist Karlsruhe mit dem Hochrisikospiel wieder mal bundesweit in den Schlagzeilen.
    Ob das jetzt für das Image der Stadt gut ist, wenn die Polizei im Radio davor warnt bestimmte Bereiche als nicht Fußballfan zu meiden mag ein anderer beurteilen.
    Zumindest dürfte das Alkoholverbot im Stadion bei solchen Spielen den Supermärkten in der Stadt zusätzlichen Umsatz bringen.
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