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Karlsruhe Wegen einer Verwechslung: KSC-Fan nach Randalen in Dortmund freigesprochen

Ein Fan des Karlsruher SC wurde laut Ermittlungsbehörden vom Amtsgericht Dortmund freigesprochen. Er wurde angeklagt, sich beim Gastspiel von Hertha BSC bei Borussia Dortmund an Auseinandersetzungen mit der Polizei beteiligt haben. Nun allerdings steht fest: Der Anhänger befand sich zu diesem Zeitpunkt im 600 Kilometer entfernten München - beim Auswärtsspiel des KSC in Unterhaching.

Am 27. Oktober 2018 kam es beim Bundesligaspiel zwischen Borussia Dortmund und Hertha BSC zu Ausschreitungen im Gästeblock. Nachdem Berlin-Fans pyrotechnische Gegenstände abbrannten, stürmten Polizisten den Gastbereich - es kam zu Auseinandersetzungen zwischen Beamten und Fans. Ein KSC-Fan wurde beschuldigt, bei den Aktionen beteiligt gewesen zu sein. Das geben die Fanhilfen des KSC und der Hertha in einer Pressemitteilung bekannt. 

Die beiden Organisationen kritisieren den Vorgang: "Die bisherigen Ermittlungen zu den Geschehnissen an diesem Tag, haben schon für reichlich Kopfschütteln gesorgt. Das nun aber eine Person aufgrund einer Verwechslung vor Gericht erscheinen musste und sie der gesuchten Person nicht einmal annähernd ähnlich sieht, ist eine neue Dimension von fehlerhafter Polizeiarbeit." 

Laut der Mitteilung der Fanhilfen beider Vereine konnte belegt werden, dass der Angeklagte anhand von Bildern des besagten Tages und durch Zeugenaussagen zeitgleich das Auswärtsspiel des KSC in Unterhaching besuchte. "Dies wurde auch durch die anwaltliche Vertretung dem Gericht bereits im Vorfeld der Hauptverhandlung mitgeteilt", heißt es in der Pressemeldung weiter. 

KSC und Hertha pflegen seit Jahren eine Fanfreundschaft

Die Fans des Karlsruher SC und von Hertha BSC pflegen bereits seit Jahren eine Freundschaft. Immer mal wieder besuchen KSC-Fans Spiele des Hauptstadtklubs - und umgekehrt. 

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Kommentare (12)
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  •   Micha
    (66 Beiträge)

    28.01.2020 12:52 Uhr
    Was soll das ganze Gequatsche ?
    Es geht doch darum, daß schon vorher nachgewiesen werden konnte, daß der KSC-Anhänger garnicht in Dortmund war! Ob die Polizei inkompetent war oder nicht, tut hier nichts zur Sache. Auch nicht das Gelaber wegen Pyro. Wenn schon klar war, daß er nicht da gewesen sein kann, warum wurde das Vefahren dann überhaupt eröffnet? Da wird immer rumgeheult, die Gerichte wären so überlastet; bei solchen unnötigen Aktionen ist das ja wohl klar!
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  •   andi79
    (2914 Beiträge)

    27.01.2020 16:34 Uhr
    die Aktion bei dem Spiel
    War unabhängig von der Verwechslung ein Paradebeispiel dafür dass die Polizei die Eskalation suchte. Jedem Einsatzleiter war klar was passiert wenn sie in vor Block maschieren und versuchen die Zaunfahne wegzureisen. Warum die Aktion nicht verhältnismäßig war? Begründet wurde sie garantiert mit der Pyro... aber was sollte sie bringen? Mit den Kameras hatte man von oben Einsicht, verdeckt wurde also nichts. Was man also nicht erreicht hat: irgendetwas verwertbares. Was man erreicht hat... Ausschreitungen in der nähe aktiver Pyrotechnik. Damit hat man fahrlässig und im vollen Bewusstsein dieser Situation a) schwere Verletzungen und b) evt. eine Massenpanik riskiert.... und ich wiederhole nochmal.... es gab in der Situation absolut nichts zu erreichen. Vollkommen Sinnfrei also (es sei denn der Sinn war eben die folgende Eskalation).

    Wir müssen einfach mal die Diskussion über Wildwestsherifs bei der Polizei führen die ihr Ego ohne Rücksicht auf Verluste durchziehen.
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  •   Gegenspieler67
    (84 Beiträge)

    27.01.2020 22:35 Uhr
    Zugegeben
    die Verwechslung ist dilettantisch... ABER dein Kommentar ist eine Schande für jeden Fußballfan der friedlich mit seinen Kindern ins Stadion gehen will...!!!
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  •   schmidmi
    (2254 Beiträge)

    27.01.2020 21:40 Uhr
    Das ist ja eine charmante
    Argumentation! Weil die Chaoten gefährliche Pyrotechnik einsetzt, darf die Polizei nicht eingreifen?
    Ich glaube es ja nicht! Wo lassen Sie denn denken? Oder sind Sie etwa fester Bestandteil der Chaotenszene? Wenn Ihnen zuhört, keimt da schon der Verdacht auf...,
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  •   sodbrenner59
    (601 Beiträge)

    28.01.2020 17:10 Uhr
    Joooooo.....
    ...das denke ich schon lange!
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  •   andi79
    (2914 Beiträge)

    28.01.2020 07:05 Uhr
    nein
    aber es geht eben darum was erreicht werden kann. Wenn jetzt ein Bankräuber über die Autobahn flüchtet wäre es sicherlich auch effektiv Wagenkrallen über die Autobahn zu werfen.... allein nur würde man das Leben von vielen anderen gefährden. Lieber wartet man ab bis der Täter wieder abgefahren ist und stoppt ihn dann. Ich hoffe diese Analogie ist verständlich.

    Mit der Aktion in Dortmund konnte von Anfang an nichts erreicht werden. Eine Gefärdung von letztenlich Menschenleben ohne die Chance auf einen Minimalerfolg die bei Einsätzen in Menschenmassen immer bestehen ist so ein Einsatz in meinen Augen nicht akzeptabel.... genauso wenig wie die Analogie oben. Zu wählen ist immer das mildest mögliche Mittel um das beste Resultat zu erziele n, nicht das maximal brachiale um als hardliner dazustehen. Pyrozünder identifizieren, personalien nach dem Spiel feststellen, Ordnungsgeldverfahren einleiten. So sähe gute Polizeiarbeit aus.
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  •   sodbrenner59
    (601 Beiträge)

    28.01.2020 17:14 Uhr
    Alter Falter..
    ...schon klar, und nach dem Spiel gehen die Polizisten dann, mit einem lustigen Lied auf den Lippen, mitten rein in den Pulk, um sich den/die Täter zu krallen ! Na da käme garantiert Freude auf beim Mob!

    grinsen
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  •   andi79
    (2914 Beiträge)

    28.01.2020 20:58 Uhr
    ist es besser
    In einen pulk von von mir aus 50-200 leute zu gehen auf einer großen Fläche... oder in einer umzäunten Fläche bei 2000-3000 Leuten? Man sollte meinen man hätte aus dem Loveparadedesaster gelernt, aber scheinbar ist dem nicht so. Und nochmal... welche Erfolge hatte z.B. der Einsatz in Dortmund? Und wenn der "Erfolg" bei 0 lag... war es das letztendlich wert so viele Menschen zu gefährden nur um "härte" damit man sich hinterher nicht vorwerfen muss "nichts getan" zu haben?
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  •   schmidmi
    (2254 Beiträge)

    28.01.2020 10:15 Uhr
    Du solltest Dich bei der Polizei bewerben
    als Deeskalationsmanager....
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  •   sodbrenner59
    (601 Beiträge)

    28.01.2020 17:12 Uhr
    Joooooo.....
    grinsen
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