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Karlsruhe Stadt bestätigt: Stadionbaustelle bis zu 30 Millionen Euro teurer

Der Umbau des Wildparkstadions wird teurer als geplant. Das ist das offizielle Ergebnis einer Beratung des städtischen Eigenbetriebs "Fußballstadion im Wildpark" (EiBS). Dennoch soll das Stadion im Frühjahr 2022 fertiggestellt sein. Grund für die Kostensteigerung sind unter anderem Fluchtwege, Brandschutz und Risiken im Bereich des Baupreisindex.

Die zentralen Botschaften aus dem umfassenden Statusbericht lauten: Der Fertigstellungstermin Ende Mai 2022 kann aus heutiger Sicht gehalten werden. Die Kostenrisiken werden laufend überprüft, das ganze Projekt "intensiv auf Einsparpotenziale untersucht". 

Stadt und KSC teilen sich die Mehrkosten auf

Tatsächlich können sich aus Anpassungen durch die Stadt Karlsruhe als Bauherrin, Sonderwünschen des KSC als künftigem Pächter und Nutzer sowie Nachträgen durch die beauftragte Baufirma Mehrkosten in einem Korridor von 10 bis 30 Millionen Euro ergeben. Das gibt die Stadt in einer Pressemeldung bekannt.

"Darunter finden sich sicherheitsrelevante Positionen im Bereich Entfluchtung und Brandschutz, erhebliche Risiken im Bereich Baupreisindex, aber auch Kosten für die Ausstattung etwa mit Klappsitzen oder die Erweiterung der KSC-Geschäftsstelle im Stadion", so die Stadt Karlsruhe.

Der 47-Jährige war 1982 bei seinem ersten Heimspiel im Wildparkstadion.
(Symbolbild) | Bild: privat

Seriös ließen sich die Mehrkosten erst beziffern, wenn die ersten Ausschreibungen erfolgt sind. Auch die Aufteilung der Mehrkosten zwischen Stadt und Verein sei Inhalt intensiver Gespräche.

Zum Thema Regenrückhaltebecken wurde der Betriebsausschuss darüber informiert, dass die jetzt vollzogene Volumenanpassung nicht auf geänderten Vorgaben der Stadt beruht. Die Einleitbedingungen aus dem genannten Areal in die öffentliche Kanalisation wurden bereits 2016 durch das Tiefbauamt festgelegt und haben sich seither nicht geändert. Im Mai wird der Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung zu dieser Entwicklung beraten.

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  •   enzkreisler
    (23 Beiträge)

    08.03.2020 20:57 Uhr
    ach leute
    Bei öffentlichen Ausschreibungen wird immer getrickst ,um den Auftrag zu erhalten.ich denke,dass auch die Freiburger noch nachzahlen werden,allerdings spielen die im Oberhaus mit lukrativen Einnahmen.Hoffen wir dass die Arena pünktlich fertig wird.Falls wir doch absteigen( wasdochsehr wahrscheinlich scheint) hoffe ich durch die besseren Vermarktungschancen einen effektiveren Kader zu stellen,um nicht lange 3 klassig zu bleiben.Wir müssen halt durch Heimspielbesuch den neuen Wildpark zur Bastion werden zu lassen,auch in Liga 3.Auf jeden Fall freue ich mich auf die neue Wirkstätte und hoffentlich erfolgreichern Fussball-möge der Relegationsengel mit uns sein
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  •   peddersenn
    (1000 Beiträge)

    08.03.2020 11:34 Uhr
    " ....wird teurer....."
    Mich kekst immer diese falsche und irreführende Wortwahl an.

    Beim Bauen "wird" nix teurer - es wird nur im weiteren Fortschritt deutlich, was man nicht richtig geplant, nicht richtig bedacht und nicht richtig erfasst hat. ODER - und das ist die traurige Realität z.B. bei öffentlichen Bauten - es wurden die Leute einfach über die wirklichen Kosten GETÄUSCHT. Um Zustimmungen wahrscheinlicher zu machen.

    Unwägbarkeiten gibts nur in geringen Umfang - z.B. beim KSC-Stadion wären das z.B. im Bereich der Kampfmittelräumung gewesen - aber den Rest? Kann man REELL kalkulieren - wenn das im Interesse gewesen wäre. Für Preissteigerungen gibts Tabellen- und Auflagen sowie Bedürfnisse sollten Fachplanern bekannt sein bzw.. richtig ermittelt werden können. Dann bleiben da Kostenrisiken im Mikrometerbereich.

    Und wenn ich dann lese: Brandschutz, Fluchtwege usw - spätestens DA ist klar, es handelt sich um Basics - das wird man wohl nicht "Bau wird teurer" einordnen können.
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  •   Neuni
    (43 Beiträge)

    08.03.2020 11:55 Uhr
    Kostensteigerung
    Ja mir war es schon klar, aber solange die Bürger immer wieder auf solche ersten Kostendarstellungen hereinfallen, werden uns Bauherren immer wieder täuschen, um mehr Zustimmung für solche Projekte im Vorfeld zu bekommen.
    Das hat mit BILDUNG zu tun, deshalb gibt es ja auch Interessen, die gegen mehr Ausgaben für Bildung sind und stattdessen für solche Luxus-Projekte mit unvorstellbar hoen Ausgaben (wie S21, Berliner Flughafen, Mini-U.Bahn Karlsruhe oder eben überdimensionierte Stadion-Neubau für Drittligisten vor Berechtigung durch entsprechende Erfolge).
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  •   Sabine_Klemm
    (14 Beiträge)

    08.03.2020 12:59 Uhr
    Die "Bürger" lassen sich täuschen oder "Realpolitik"?
    Wohl eher nicht. Wenn ich mich richtig erinnere, war es der Gemeinderat unter OB Mentrup, der dieses Projekt möglich machte. Man fragt sich was hinter dem Deal zur Unterstützung der erneuten OB-Kandidatur durch die Grünen steht? Vielleicht, die SPD verzichtet auf "gebührenfreien Kitas" unter dem Deckmantel der Qualitätssicherung, damit kommen die Grünen weiter gut weg und können nochmal 4 Jahre regieren. Im Gegenzug darf der Dr. Lenz im Dezernat 3 weitermachen wie bisher und der Dr. Mentrup weiter aus dem Gemeinwohl abschöpfen. Frau Rastätter, unserer Bildungsexpertin käme wohl entgegen, dass sie sich in dieser Konstellation weiter vormachen kann, dass es an Karlsruhe Schulen und mit der Inklusion sehr gut läuft. Ich würde sagen eine Win-Win-Win-Situation. Richtig super wird es nach der Wahl, wenn die Nachwuchsgemeinderäte der Grünen dann feststellen, dass ihre Absprachen so wachsweich sind, dass der Dr. Mentrup einfach mit den nächsten einen Deal macht und sich an gar nichts hält.
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  •   Neuni
    (43 Beiträge)

    07.03.2020 16:48 Uhr
    Wir zahlen am Ende
    das meiste für die KSC-Fans und die KSC-Funktionäre sowie deren Fehler!
    Weil wir es uns leisten können und es der Elite wichtiger ist als gut ausgestattete Schulen etc.
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  •   peddersenn
    (1000 Beiträge)

    08.03.2020 11:21 Uhr
    ich bin mir nicht sicher....
    ...daß ein neues Stadion der allererste und wichtigste Wunsch der KSC-FANS war. Bezweifle ich sogar sehr.
    Da hat jemand Wolkenkuckucksheim an die Tafel geschrieben und alle haben mit viel Begeisterung gejubelt - das ist ja jetzt nichts Ungewöhnliches. Die Verfehlung liegt aber da nur zum geringstem Teil bei den Jublern, zum deutlich größeren Teil aber an den Leuten, die das an die Tafel geschrieben haben.

    So fair sollte man da sein.

    Zumindest die schnellerere und besserere Bierversorgung wäre eventuell auch anders zu erreichen gewesen - wenn DAS zugegebenerweise auch ne gewagte Spekulation darstellt grinsen
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  •   Neuni
    (43 Beiträge)

    08.03.2020 11:51 Uhr
    Kostenträger
    werden also zu einem großen Teil alle Karlsruher sein ... Dafür verschuldet sich Karlsruhe weiter (und deshalb müssten auch noch zukünftige Zinsen miteingerechnet werden, die ja wieder steigen können). Dabei könnte Karlsruhe schuldenfrei sein, und auch ganz andere Sachen mit dem übrigen Geld machen (anstatt es in den Tunnel zu werfen, über deren Kosten wir bei der Abstimmung ja auch betrogen worden sind). Wie wäre es mit sozialem Wohnungsbau? Freier Eintritt für mehr Kulturveranstaltungen? ... Und nicht zuletzt einer Top-KSC-Mannschaft in der 1. Bundesliga, die erstmal für ein Stadion spart, das sie selbst bauen und finanzieren kann, dank ihres Erfolges vielleicht sogar mit mehr Sponsoren-Gelder und ohne Rechtsstreit mit der Stadtd ...
    Interessante Frage, wofür sich die Bürger entschiedne hätten:
    a) Investition in eine Top-Mannschaft, die anschließend Ruhm und Geld sammelt (durch CL etc.)
    b) Investition in ein modernes "Wellenreuther-Stadion", das die Stadt/wir mitfinanzieren müssen
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  •   Sabine_Klemm
    (14 Beiträge)

    08.03.2020 11:01 Uhr
    Elite?
    Man fragt sich, wie der Zugang zu diesem illustren Kreis geregelt wird und was man als Mitglied beitragen darf, um ein Teil der Privilegierten zu bleiben. Interessant ist, dass auch der Diskurs vor Wahlen auf kommunaler Ebene, anscheinend im parteiübergreifenden Konsens abgeschafft wurde. Ich bin echt gespannt, was für ein Marketingfeuerwerk den Bürger am 6. Dezember in die Wahllokale bringen soll, um gegen ihre ureigensten Interessen zu stimmen. Da hilft es wohl eher, wenn die "Sozialschwachen" in miesen Schulen, nicht zum kritischen Denken ausgebildet werden.
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  •   FCKSUV
    (80 Beiträge)

    07.03.2020 16:22 Uhr
    Die begonnene Tribüne fertig bauen,
    Stahlrohrtribünen abreissen und entsorgen. Dann sofortiger Baustopp, zwei Tribünen reichen für die 3. Liga.

    Baufirma entschädigen, immer noch billiger als das Projekt durchzuziehen.

    Aber nein, in Karlsruhe fährt man lieber mit Vollgas gegen die Wand.

    Noch ein Abstieg bricht dem Verein endgültig das Genick. Die sind mausetot.
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  •   Wahrheit
    (335 Beiträge)

    07.03.2020 11:23 Uhr
    Mehrkosten teilen?
    Ich dachte der Stadt gehört das Stadion.
    Wie soll der KSC denn 15 Mio aufbringen? als Drittligist?
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