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Karlsruhe Nach langem Ringen: Die Stadt hat die Stadion-Unterlagen an den KSC übergeben

Es war ein langer Weg über mehrere Gerichtsinstanzen: Letztendlich hat die Stadt Karlsruhe am gestrigen Montag die Unterlagen für den Neubau des Fußballstadions an den Karlsruher SC herausgegeben - oder besser gesagt - herausgeben müssen. Allerdings nicht alle, denn vertrauliche Unterlagen bleiben vorerst weiterhin ausschließlich bei der Stadt.

Der KSC hat die Stadt Karlsruhe verklagt: Es ging um den Neubau des Fußballstadions. Daraus ist ein Streit entbrannt, der nun sogar bis vor das Oberlandesgericht (OLG) reicht. Einer der Streitpunkte: Bekommt der Fußballverein Einsicht in die Unterlagen?

Das OLG hat in der vergangenen Woche beschlossen: Der KSC hat einen Anspruch auf die Unterlagen - allerdings nicht auf alle.  Ausgenommen sind vorerst vertrauliche Unterlagen zwischen der Stadt und dem Totalunternehmer, der BAM Sports GmbH. Ob der Verein diese Unterlagen auch erhält, da bleibt das eigentliche Urteil des Berufungsverfahrens abzuwarten.

Am Montag war es endlich so weit - die Dokumente wurden an den Verein weitergereicht: "Die Stadt Karlsruhe hat den entsprechenden Teil der Unterlagen nun übergeben, und der KSC konnte sie bei der Rechtsanwaltskanzlei abholen", Mathias Tröndle, Pressesprecher der Stadt, auf Nachfrage von ka-news.de.

ka-news.de-Hintergrund

Die Stadt hat gegen das Urteil des Landgerichts Karlsruhe am 27. September Berufung beim Oberlandesgericht in zwei Punkten eingelegt: Erstens gegen die Herausgabe der Unterlagen mit Antrag auf Einstellung der Zwangsvollstreckung. Zweitens gegen den verordneten Umgang mit Sonderwünschen des KSC.

Im ersten Punkt hatte das Gericht eine entsprechende Eilbedürftigkeit in der Entscheidung bestätigt und daher innerhalb einer Woche den Beschluss gefasst, Einstellung der Zwangsvollstreckung überwiegend zurückzuweisen. Zwei Entscheidungen stehen jetzt noch aus: Der Umgang mit vertraulichen Informationen und mit den Sonderwünschen des KSC.

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  •   sodbrenner59
    (309 Beiträge)

    14.11.2019 15:54 Uhr
    Alter Falter..
    Lesenswerter Bericht zur Zahlungsfähigkeit des KSC in der Vergangenheit.

    DOC-Datei in Goggle; Neues Fußballstadion im Wildpark - KULT-Fraktion
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  •   kuba
    (1029 Beiträge)

    14.11.2019 14:39 Uhr
    Die Stadt ist jawohl sehr geduldig
    Sonst würde sie halt mal den Bau ruhen lassen und der Herr Wellenreuther könnte eine wenig den Mond betrachten, von hinten.
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  •   sodbrenner59
    (309 Beiträge)

    13.11.2019 19:25 Uhr
    Joooooo.....
    Der Tag wird kommen, an dem sich der KSC eine fette Retourkutsche einfängt! Und die spätestens, wenn der KSC mal wieder aus den altbekannten Gründen, seine Pacht-u. Kreditzahlungen, nicht mehr leisten kann! Dann schäpperts im Karton! Nächstes Jahr können sie den Kölmelkredit komplett für 7,5 Mio. ablösen. Wie viel der dem klammen KSC 2017 nochmal gepumpt hat, weiß niemand so genau. Genau wie die ominösen Genussscheine , die ja auch irgendwann mal fällig sein werden! Öhm...wie siehts denn aus mit dem selbst finanzierten Parkhaus? Geht da was?
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  •   Maverick
    (81 Beiträge)

    13.11.2019 12:14 Uhr
    Steht in den vertraulichen
    Passagen wer wie viel Provision eingesackt hat?
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  •   patrickkk
    (1428 Beiträge)

    13.11.2019 01:37 Uhr
    ...
    "Ausgenommen sind vorerst vertrauliche Unterlagen zwischen der Stadt und dem Totalunternehmer, der BAM Sports GmbH. Ob der Verein diese Unterlagen auch erhält, da bleibt das weitere Urteil abzuwarten."

    Dass es hier Kommentatoren gibt die von einem Teilerfolg sprechen ist bezeichnend.
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  •   schmidmi
    (2103 Beiträge)

    12.11.2019 18:02 Uhr
    Ob das ganze vom KSC so schlau war
    wird sich erst noch zeigen. Dass eine gegängelte Verwaltung recht pingelig und zickig reagieren kann (z. B. bei der Bearbeitung und Genehmigung von Sonderwünschen des Vereins) sollte jedem klar sein. Ich denke, die Zeche wird ihm am Ende schon präsentiert werden....
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  •   bekama
    (56 Beiträge)

    12.11.2019 17:22 Uhr
    Überheblich und selbstherrlich...
    von der Stadt, auf gutdünken nach Gutsherrenart, und noch 2x völlig unnötig Gerichtskosten dem Steuerzahler aufgebrummt. Das sollte das Chefchen der Stadt selber bezahlen müssen. Auf kosten der Steuerzahler den dicken Maxe raushängen.
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  •   Avatar
    (268 Beiträge)

    12.11.2019 17:53 Uhr
    Das soll mal
    der KSC und der Welle selber zahlen. Schließlich hat er eben nicht in allem Recht bekommen.
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  •   Robert1959
    (1967 Beiträge)

    12.11.2019 23:18 Uhr
    ..und da wo er nicht recht bekommen hat
    das würde mich als Steuerzahler sehr interessieren! Ob da minderwertige Materialien eingesetzt werden. Die Wahrheit kommt früher oder später doch heraus!
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  •   bekama
    (56 Beiträge)

    12.11.2019 17:20 Uhr
    Überheblich und selbstherrlich...
    den auf gutdünken nach Gutsherrenart heraushängen, und dem Steuerzahler noch 2 x völlig unnötig Gerichtskosten verursacht. Diese Nummer sollten die Stadtchefchen aus der eigenen Tasche bezahlen müssen.
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