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Karlsruhe KSC wieder vor Gericht: Streit mit Ex-Vermarkter dauert an

Der seit knapp einem Jahr andauernde Rechtsstreit des KSC mit dem Vermarkter Lagardère geht in die nächste Runde: Der Verein hat nun Berufung gegen das Urteil des Landgerichts im November eingelegt.

Das Gericht hatte am 15. November die vom KSC ausgesprochene Kündigung gegen seinen Vermarkter, die  Lagardère Sports Germany GmbH, für unwirksam erklärt. Lagardère bekam daraufhin Recht und der Verein war weiterhin an seinen Vermarkter gebunden.

KSC geht in Berufung

Bereits direkt nach der Niederlage vor dem Landgericht hatte der KSC angekündigt: "Wir sind natürlich sehr enttäuscht über diese Entscheidung und wir sind weiterhin der Auffassung, dass der KSC rechtmäßig von ihm zustehenden Kündigungsrechten Gebrauch gemacht hat. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Dass wir Berufung einlegen werden, ist sehr wahrscheinlich", so Präsident Ingo Wellenreuther. 

Supporters KSC Graffiti
(Archivbild) | Bild: Paul Needham

Nun hat der KSC sein Versprechen wahr gemacht und Berufung bei der nächst höheren Instanz, dem Oberlandesgericht Karlsruhe (OLG), eingelegt. "Das Oberlandesgericht Karlsruhe wird sich nun mit der Frage befassen, ob die Kündigungen des Agenturvertrages mit der Lagardère Sports Germany GmbH rechtmäßig waren", schreibt der Verein auf seiner Homepage am heutigen Mittwoch dazu.

Worum wird gestritten?

Im Februar 2019 war bekannt geworden, dass der KSC den Agenturvertrag mit seinem Vermarkter am 10. Dezember 2018 mit Wirkung zum Ablauf des 31. März schriftlich gekündigt hat.  Dabei gab der Verein an, von seinem gesetzlichen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen. Das habe dem KSC nach Aussage des Vermarkters allerdings nicht zugestanden. 

Wildparkstadion Ränge
(Archivbild) | Bild: Paul Needham

Trotz der Unstimmigkeiten: Von einem möglichen Rechtsstreit hatten sich beide Parteien anfangs distanziert. Ende Februar, eine knappe Woche später, dann allerdings die Nachricht: Lagardère hat vor dem Landgericht Karlsruhe Klage gegen seinen Vertragspartner, den KSC, eingereicht - und gewonnen

Wie geht's jetzt weiter?

Mit dem Einlegen der Berufung hat der KSC nun zwei Monate Zeit, die Begründung für diesen Schritt zu formulieren - "oftmals wird allerdings eine Verlängerung dieser Frist beantragt", so eine Sprecherin des Oberlandesgerichts gegenüber ka-news.de. Danach kann der "Gegner", in dem Fall Lagardère, sich zum Sachverhalt äußern, ebenfalls mit eventueller Fristverlängerung.

Abschließend muss ein Verhandlungstermin gefunden werden. "Bis es da zu einer Verhandlung vor dem OLG kommt, kann es also noch Monate dauern!", so die Sprecherin auf ka-news.de-Nachfrage abschließend.

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  •   Maverick
    (136 Beiträge)

    12.12.2019 12:39 Uhr
    Welles Anwaltkumpel
    müssen mit frischen Aufträgen versorgt werden, jetzt wo es im Prozess gegen die Stadt nix mehr zu verdienen gibt.
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  •   abakaba
    (109 Beiträge)

    12.12.2019 09:31 Uhr
    Ach, hier tummeln sie sich...
    In dem anderen Artikel (KSC bekommt Recht...) habe ich mich gewundert, wo die ganzen Schreihälse und Hetzer auf einmal geblieben sind. Und siehe da, hier sind sie ja wieder.
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  •   patrickkk
    (1436 Beiträge)

    11.12.2019 22:15 Uhr
    ...
    Und wenn der KSC gewinnt seid ihr alle wieder leise.

    Wie gehabt.
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  •   wolkenschauer
    (1353 Beiträge)

    14.12.2019 16:11 Uhr
    Psssst.....
    1:5 grinsen Dafür haben wir demnächst diese privatsponsorengeldbefreite kommunale Stadionruine an der Backe. Aber Haare sitzen sicher gut beim Prozesshanselverein...
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  •   zahlenbeutler
    (1412 Beiträge)

    11.12.2019 22:39 Uhr
    man kann
    KSC-Anhänger sein, ich seit quasi Gründung, aber man braucht doch nicht jeden Mist. denn die jeweilige Leitung macht, vollkommen unkritisch sehen, selbst wenn man nur in Blau-Weiß sein Bettzeug kauft
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  •   patrickkk
    (1436 Beiträge)

    12.12.2019 11:31 Uhr
    ...
    Ich bin ja auch kritisch wenn es angebracht ist. Etwa als Kaucze hingehalten wurde und es ihm dann zu dumm wurde, da war ich sehr kritisch.

    Aber wenn der KSC darauf klagt aus Verträgen rauszukommen weil die Vertrauensgrundlage nachhaltig zerstört wurde bin ich doch auf der Seite meines Vereines. Und da die Revision zugelassen wurde halte ich es auch für möglich hier zum Erfolg zu kommen. Ich habe da vertrauen in Ingo dass es mindestens realistische Chancen gibt aus diesem Geschäftsverhältniß rauszukommen.

    Und es wäre auch wichtig, da die Vermarktungseinahmen für einen Profiverein ein wichtiges Standbein sind. Da mit jemanden zusammenarbeiten zu müssen dem man nicht traut und der einen übervorteilt nur weil der ex-Präsi unzulässige Verträge unterschrieben hat fände ich auch nicht schlau.

    Und wenn wa verlieren haben wurde es mindestens versucht. Wir leben in einem Rechtstaat da ist es nicht verwerflich die Gerichte zu bemühen.
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  •   zahlenbeutler
    (1412 Beiträge)

    11.12.2019 19:41 Uhr
    man könnte denen
    doch einen Vergleich vorschlagen: sie verzichten auf das Geld und bekommen dann für ihre leitenden Angestellten Freikarten einer VIP-Lounge, gültig für 1.Bundesliga und internationale Wettbewerbe oder der KSC stellt Besserungscheine aus, auf die paar mehr kommt es doch nun auch nicht mehr an und fertig ist eine herrvoragende Bilanz. Dann hätte Wellenreuther auch mehr Zeit darüber nachzudenken, mit wem er nach vor Gericht gehen kann, SPD, DFB, UEFA, FIFA, UN oder vielleicht gar der Vatikan, wegen dem C.....
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  •   Robert1959
    (1979 Beiträge)

    11.12.2019 18:06 Uhr
    Es geht hier doch um eine interessante Frage
    Kann man gesetzliche Rechte ausschließen? Ich dachte immer gesetzliche Rechte sind Mindeststandards!
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  •   ruejoka
    (24 Beiträge)

    11.12.2019 16:53 Uhr
    Wahrheit
    Die Wahrheit liegt auf dem Platz!
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  •   santana
    (1162 Beiträge)

    11.12.2019 15:28 Uhr
    Wird beim KSC
    auch noch gekickt, oder nur noch vor Gericht gekämpft?
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