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Karlsruhe KSC-Präsidium auf Info-Tour bei den Fans: ka-news berichtet aus dem Klubhaus im Wildparkstadion

Ende Juni soll im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung die Ausgliederung der Profiabteilung des KSC beschlossen werden. Für den Beschluss wird eine Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder benötigt. Um den Fans Sorgen und Ängste zu nehmen, informiert der Verein im Rahmen einer Regio-Tour.

Viele Vereine in Deutschland haben es schon vorgemacht und ihre Profiabteilung ausgegliedert. Laut Markus Schütz, Rechtsanwalt und Mitglied im Ausgliederungsausschuss des Karlsruher SC, ist das aus rechtlicher Sicht auch notwendig. Der Grund: Ein eingetragener Verein darf wirtschaftlich nicht tätig werden. Außerdem sollen laut Geschäftsführer Michael Becker mit diesem Schritt neue Kapitalgeber aufgenommen werden. 

Doch zum Schluss entscheiden einzig und allein die Mitglieder des Vereins, über 7.300 hat der Karlsruher SC. Und in ihrer außerordentlichen Sitzung am 29. Juni liegt es an ihnen, ob der KSC seine Profis "aus dem Verein nimmt". Dazu bedarf es allerdings einer Dreiviertelmehrheit.

Damit Fans und Mitglieder über die Vor- aber auch Nachteile einer Ausgliederung informiert sind, gibt es nun im Klubhaus im Wildpark einen Infoabend. Dort können sie ihre Ängste, Sorgen aber auch Ideen an das Präsidium loswerden - und je mehr Mitglieder informiert sind, desto höher die Chance, dass sie für die Ausgliederung stimmen. 

Zu Beginn der Veranstaltung hatten sich knapp 50 Mitglieder, Fans und Interessierte im Klubhaus Wildparkstadion eingefunden. Um kurz nach 18 Uhr begrüßte KSC-Geschäftsführer Michael Becker die Anwesenden mit den Worten:"Es ist ein sehr trockenes, aber wichtiges Thema für den Verein über das ich euch heute informiere", sagt er.

Der 34-Jährige erklärte ausführlich die Schritte, die nun getätigt wurden und bei positiver Abstimmung durch die Mitglieder, noch getätigt werden müssen, um die Profis auszugliedern. Wir waren bei der Deutschen Fußball Liga und haben unser Modell der GmbH & Co. KGaA vorgestellt", sagt Becker. "Die DFL hat uns das Go gegeben. Wir müssen nur eine kleine Änderung vornehmen." 

Auch Fans sollen Anteile kaufen können

Nicht nur große Investoren sollen einsteigen, sondern auch regionale Sponsoren, Mitglieder und Einzelpersonen. "Es soll Aktienpakete geben, die ausschließlich für Mitglieder und Fans reserviert sind", sagt Michael Becker. 

Bild: Thomas Riedel

Es soll außerdem noch eine Möglichkeit für die Fans geben, bereits vor einer möglichen Ausgliederung in den KSC zu investieren. "Zum Ende des Monats soll es eine Fananleihe geben. Bereits ab 100 Euro können Fans und Mitglieder über eine Online-Plattform investieren", so Michael Becker. Bis zu zweieinhalb Millionen Euro könnten zusammenkommen. "Die wollen wir in die Jugend investieren und einen neuen Kunstrasenplatz bauen", sagt Becker. 

Unternehmenswert ist ligaabhängig

Eine weitere Frage aus dem Publikum war, wie viel der wirtschaftliche Betrieb denn dann wert sei. Das könne laut Becker erst dann festgestellt werden, wenn die Ligazugehörigkeit feststeht. "Am Samstag machen wir den Aufstieg perfekt und spielen kommende Runde in der zweiten Liga", ruft einer aus dem Publikum. Die Anwesenden klatschen Beifall. 


ka-news-Hintergrund

Am 6. Juni 1894 wurde der "Karlsruher FC Phönix" gegründet, er fusionierte am 6. Juli 1912 mit dem 1897 gegründeten "Karlsruher FC Alemannia" zu "Karlsruher FC Phönix" (Phönix-Alemannia). Am 16. Oktober 1952 schloss sich der KFC Phönix mit dem VfB Mühlburg zusammen - zum heutigen Karlsruher SC. Seit jeher ist der KSC ein eingetragener Verein. Nach dem Willen des Präsidiums soll sich das bald ändern, die Profis sollen ausgegliedert werden. An folgenden Terminen können sich Mitglieder und Fans über die geplante Ausgliederung informieren:

Mittwoch, 15. Mai, 18 Uhr im Klubhaus des SV Sinzheim
Mittwoch, 22. Mai, 18 Uhr im Klubhaus des FC Germania Singen
Donnerstag, 23. Mai, 18 Uhr im Klubhaus Wildparkstadion
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  •   KlausKalle
    (380 Beiträge)

    10.05.2019 07:24 Uhr
    1. Bild
    Die Blicke und Haltung sagen schon alles...
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  •   lynx1984
    (3230 Beiträge)

    10.05.2019 08:35 Uhr
    das erste Bild im Artikel
    Ist super unglücklich aufgenommen. Die anderen Bilder in der Gallerie sprechen eine andere Sprache. Und wer Michael Becker kennt, der weiß dass er für unseren KSC brennt. Seine Einstellung ist professionell und ehrlich.

    Wer sich mal im Vereinsrecht sowie dem GmbHG etwas eingelesen hat und das Modell auf unseren KSC übertragen hat, der wird rasch feststellen wie treffend der Vorschlag zur Umwandlung in eine GmbH & Co. KGaA ist. Ja es ist ein sehr trockenes Thema das man nicht mit plumpen Sätzen einfach beantworten kann, sondern jeder sich seine eigene Meinung bilden muss. Man muss sich im Klaren sein welche Instituition des bisherigen Vereins in der GmbH & Co. KGaA welche Stimmrechte hat und wie diese ausgeübt werden können. Wichtig ist auch zu wissen, dass faktisch nur eine GmbH & Co. KGaA den Einstieg von Investoren UND Fans (auch Kleinstbeträge via Anleihen) überhaupt erst möglich macht ohne dass wir Mitglieder unserer Stimmrechte beschnitten werden.
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