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Karlsruhe Bauantrag für KSC-Stadion eingereicht: Im November sollen Bauarbeiten am Stadionkörper beginnen

Von der ersten groben Planung bis hin zum Aufbau der provisorischen Tribünen - seit die Entscheidung über den Neubau des Wildparkstadions gefallen ist, hat sich rund um die Spielstätte des KSC einiges getan. Am Donnerstag, 2. Mai, folgte nun der nächste Schritt: Der Bauantrag wurde offiziell eingereicht, der erste Bauabschnitt soll Ende des Jahres starten können.

Nach Jahren des Tauziehens wurde es mit dem Baggerbiss und dem Spatenstich Anfang November 2018 endlich offiziell: Der Karlsruher SC bekommt ein neues Wildparkstadion. Und seitdem hat sich auf der Baustelle, wie mit dem Abriss der alten Nord- und Südtribüne, bereits einiges getan - auch, wenn das offiziell erst die Vorabmaßnahmen zum Bau des eigentlichen Stadions sind. 

Der Neubau des Stadions startet mit dem Bau des Stadionkörpers: Totalunternehmer ist BAM Sports GmbH. Die BAM Sports GmbH hat sich auf den Bau von Stadien und Arenen spezialisiert. Unter ihrer Leitung entstanden so beispielsweise schon die Opel-Arena in Mainz, das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden und die WWK-Arena in Augsburg.

 

Ende des Jahres: Baustart für Stadionkörper

Wie die Verantwortlichen vom städtischen Eigenbetrieb "Fußballstadion im Wildpark" (EIBS) in einer Pressemeldung bekannt geben, wurden am Donnerstag, 2. Mai, die Bauantragsunterlagen für den Neubau des Karlsruher Wildparkstadions offiziell eingereicht worden.

Bild: Thomas Riedel

"Ziel ist, die Baugenehmigung bis November dieses Jahres zu erhalten und danach zügig mit dem ersten Bauabschnitt entlang des Adenauerringes zu beginnen", so die EIBS in der Meldung abschließend. 

ka-news-Hintergrund

Die Planungen zu einem neuen Fussballstadion in Karlsruhe gibt es seit 2000, wurde jedoch erstmals in den Jahren 2005 und 2006 konkret. Im Jahr 2014 liegen erste Bebauungspläne vor und im Oktober entscheidet sich der Gemeinderat für einen Neubau im Wildpark für etwas mehr als 88 Millionen Euro. 

Im Sommer 2015 werden dann die ersten planerischen Hürden genommen. Stadt und KSC einigen sich auf die Rahmenbedingungen der Refinanzierung. 

Im Juli 2016 stimmt der Karlsruher Gemeinderat für ein neues KSC-Stadion, wenige Monate später auch die Mitglieder des Karlsruher SC. Die Kosten für das Stadion liegen mittlerweile bei etwa 113 Millionen Euro.

2017 wird der EIBS gegründet, der Eigenbetrieb "Fußballstadion im Wildpark". Im März 2017 ist klar: Baubeginn ist 2018. Im Juni dann beginnen die ersten Bauarbeiten für die Umstrukturierung. Doch die Suche nach einem Anbieter und die Vergabe geraten ins Stocken. Der Grund: Alle Angebote liegen über dem Kostenrahmen von 113 Millionen Euro. 

Die Kosten erhöhen sich auf 123 Millionen Euro. Der KSC erklärt sich dafür bereit, die Finanzierung des Parkhauses zu übernehmen, die Stadt stimmt den Mehrkosten zu. Auch der Ablaufplan ändert sich: Der Beginn des Vollumbaus ist auf November 2019 verlegt worden. Im Oktober 2018 werden dann auch die angepassten Verträge zwischen Stadt und KSC unterschrieben. Wenige Tage später, am 5. November, starten die Bauarbeiten im alten Wildpark.

Ende November ist dann auch das größte Karlsruher Geheimnis gelüftet - das Aussehen des neuen Fußballstadions wird enthüllt. Mit der geplanten Eröffnung im Mai 2022 soll das Stadion Platz für 34.000 Zuschauer bieten.

Eine umlaufende Fassade aus drei Grundelementen soll die Kernoptik des Stadions bilden. Das Tragwerk aus Y-Stützen soll dem Ein-Rang-Stadion ein markantes, unverwechselbares Äußeres verleihen und durch einen umlaufenden Stadion-Boulevard soll man das Stadion ohne zusätzliche Ticketkontrollen umrunden können.

Bis es aber so weit ist, müssen zunächst die Vorabmaßnahmen zum Bau des eigentlichen Stadions abgeschlossen werden. Dabei werden unter anderem das Erdreich der neun Meter hohen Wälle der alten Tribünen abgetragen, auf Schadstoffe geprüft, sortiert und wieder neu in den künftig drei Meter hohen Wällen verbaut.

Zudem müssen nach und nach die Tribünen durch provisorische Ersatztribünen ausgetauscht werden, sodass der Spielbetrieb auch während der Baumaßnahmen aufrecht erhalten werden kann. Zuerst mussten die Nord- und die Südtribüne dem Neubau weichen, im Vorfeld durften sich die Fans die dortigen Sitzschalen als Souvenir sichern. Der Rückbau der Gegengerade im Herbst 2019 soll dann den Abschluss der Vorabmaßnahmen des Stadionumbaus bilden. Im Anschluss daran startet der Neubau des eigentlichen Stadionkörpers. 

Dieser Artikel wurde nachträglich bearbeitet. 

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  •   labbapaloema
    (69 Beiträge)

    02.05.2019 17:06 Uhr
    @ka-news Überschrift Bauantrag ≠ Baugenehmigung
    Dem Text zu Folge wurde ein Bauantrag eingereicht. Die Baugenehmigung kann nur das Bauordnungsamt erteilen.
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  •   kubel
    (7 Beiträge)

    02.05.2019 19:12 Uhr
    Vielen Dank...
    für Ihren Hinweis. Der Artikel wurde überarbeitet. Viele Grüße!
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    02.05.2019 16:30 Uhr
    leider
    leider gibt es kaum detaillierte Infos zum Neubau. Die Stadt hat Pläne von BAMs nur ausgehangen bei der PR. Danach gab es weiter keine INFOS. traurig Was viele Leute auf der PR störte: KEINE optionale Erweiterungsmöglichkeit in statischer Hinsicht = sollte man das nicht vernünftigerweise einplanen...dürfte kaum was kosten und ist einfach Bauen mit Weitsicht! Außerdem: Keine Konzerte im NEUEN Wildpark wegen angeblich "fehlendem Lärmschutz". Das war doch sicherlich ein übler Scherz? Zwei FAKTEN, die so auf der PR zähneknirschend hingenommen wurden. Der OB sagte: KA solle froh sein, dass wir überhaupt so viel Geld für ein Stadion bekommen. Alles gut und recht und er hat sicherlich sich auch stark dafür gemacht. Nur muss doch mal erlaubt sein, diese zwei Punkte mal näher zu beleuchten.
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  •   Badenstolz
    (1133 Beiträge)

    03.05.2019 08:45 Uhr
    Hey Chris ,
    du weißt doch das es sich beim Neubau um ein Einrangstadion handelt ... das kann man immer Ausbauen bzw. Erweitern (mit einem zweiten Rang) , das wäre überhaupt kein Problem weil die statische Lastabtragung den aktuellen Bau nicht betreffen würde (siehe Dresden , da wird das jetzt so umgesetzt) .
    Das es keine Konzerte gibt hat auch Vorteile - Zb. nur zwei Einfahrtschneisen und das die Ränge nicht zu hoch vom Spielfeld gebaut werden (kein Stelzenbau wie in Rostock).
    Zudem sind Stadien mit diesem Fassungsvolumen eh selten ein Thema für "große" Bands (zu klein) - die Infrastruktur in Ka. für solche Events lässt auch zu wünschen übrig .
    Ich freu mich auf den neuen Wildpark , klar hätte man einiges besser machen können ... aber wohl vom Budget her nicht machbar , der verschuldete KSC erhält unterm Strich ein Schmuckkästchen ohne dafür in Vorkasse treten zu müssen .
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    03.05.2019 10:48 Uhr
    Einrang-Stadion
    ja, ist ein Einrangstadion...allerdings mit Dach. Sollte man jemals vergrößern wollen, dann geht das nur mit Abriß der Dachkonstruktion. Augsburg wurde auch von der BAM gebaut, dort wäre ein zweiter Rang denkbar mit anstatt 30.000, dann mit 50.000 Zuschauer. Dann entschied sich Augsburg aber für ein komplettes Dach. Ich denke und hoffe, das Du Recht hast. Dann hätte man zumindest mal noch eine "Option". Man muss an alles denken...schauen wir nach Lautern, dort steigt nun ein Milliardär ein. On vera.
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  •   Badenstolz
    (1133 Beiträge)

    03.05.2019 13:01 Uhr
    In Basel
    hat man nachträglich zur EM 2008 gar einen dritten Rang aufgesetzt auf der Gegengerade ... dieser wird momentan zurück gebaut weil das Stadion zu wenig ausgelastet ist und die Unterhaltungskosten einfach zu hoch sind.
    Ca. 34T fasst der neue Wildpark ... kaum vorstellbar das wir einen Ausbau erleben werden - wenn doch haben wir am KSC die nächsten Jahre jede Menge Freude grinsen ... ich bin sogar der Meinung das 30T gereicht hätten ... dadurch die Stimmung besser wäre ! ... und ganz ehrlich auf die Schönwetterfans die nur im Erfolgsfall da sind kann man mMn. gerne verzichten .
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    03.05.2019 13:20 Uhr
    34 Tsd
    ich denke auch, dass 34 Tsd ausreichend sein werden...aber, man kann nie wissen...Frankfurter Eintracht...freue mich, dass ENDLICH mal nicht der FCB oder BVB oben mitspielen dürfen...wie eintönig doch alles geworden ist...das viele Geld hat nicht unbedingt immer Vorteile gebracht....
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  •   Lipa
    (813 Beiträge)

    02.05.2019 18:24 Uhr
    leider.
    Ist es nicht so, dass das Stadion auch für fußballfremde Veranstaltungen geeignet sein soll? ??
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  •   chris
    (666 Beiträge)

    02.05.2019 21:27 Uhr
    ja, leider
    ja, leider...wurde damals auf Zuschaueranfrage der offiziellen Pressekonferenz so vermittelt. traurig
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  •   Mozzer
    (1865 Beiträge)

    03.05.2019 06:07 Uhr
    Wird hier....
    .....genauso vorgegangen wie bei der Neuen Messe? Stichwort DM-Arena. Bei anderen Veranstaltungen als Messen müssen aufwendige Massnahmen getroffen werden, die jedes Mal auch kostenintensiv sind. Folge: es gibt so gut wie keine anderen Veranstaltungen anderer Art mehr. Es handelt sich somit um eine umbauten und oftmals nicjt genutzten und leeren Raum. Wie man es besser macht? Siehe SAP-Arena
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