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Karlsruhe KSC-Trainersuche: Sasic und Sander im Gespräch

Der Fußball-Zweiligist Karlsruher SC sucht nach der Trennung von Rainer Scharinger mal wieder einen neuen Trainer.

Milan Sasic ist ein möglicher Kandidat für das Traineramt beim KSC: Foto: Victoria Bonn-Meuser
Milan Sasic ist ein möglicher Kandidat für das Traineramt beim KSC: Foto: Victoria Bonn-Meuser |

«Wir haben keine Kontakte zu Peter Neururer. Auch ein Lothar Matthäus wird mit Sicherheit keine Rolle spielen. Am Ende wird es nur eine Handvoll Trainer sein, über die wir sprechen», sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther der Nachrichtenagentur dpa. Als mögliche Kandidaten werden in Karlsruhe der gerade beim Liga-Konkurrenten MSV Duisburg freigestellte Milan Sasic und der frühere Cottbusser Petrik Sander gehandelt. Er sei «grundsätzlich für eine neue Aufgabe bereit», sagte Sasic dem Internetportal «Der Westen».

Derartige Spekulationen haben in Baden mal wieder Hochkonjunktur, weil sich der Tabellenvorletzte nach zehn Ligaspielen ohne Sieg von Scharinger getrennt hatte. Der KSC wechselte damit bereits zum dritten Mal innerhalb nur eines Jahres seinen Chefcoach. In den Achtzigern lange Zeit als Fahrstuhlmannschaft verschrien, entwickelt sich der Verein damit in diesem Jahrzehnt zum Trainerschreck.

Wellenreuther glaubte zuletzt sowohl bei Scharinger als auch bei dessen Vorgänger Uwe Rapolder, den «richtigen Mann zum richtigen Zeitpunkt» gefunden zu haben. Jetzt geht die Suche von Neuem los. «Wir brauchen in dieser Situation jemanden, der eine gewisse Erfahrung, ein entsprechendes Auftreten und eine Persönlichkeit hat», erklärte der CDU-Politiker. Er suche «jemanden, dem die Mannschaft auch folgt und vertraut, und jemanden, dem es gelingt, das Optimale aus unserem Kader herauszuholen.»

Sportdirektor Oliver Kreuzer beschrieb das Anforderungsprofil mit ähnlichen Worten: «Er muss Erfahrung haben mit dieser Situation. Er muss aber auch ein Trainer sein, der nicht nur in seiner Wortwahl gut ist, sondern er muss auch etwas von Fußball verstehen.»

Das alles traf auf Scharinger offenbar nicht mehr zu. Als «Feuerwehrmann» vor erst sieben Monaten verpflichtet, wurde er nun in höchster Not selbst entlassen. «Die Ergebnisse, die Tabelle, aber auch die Einschätzung haben uns keine andere Wahl gelassen», sagte Wellenreuther. Auch Kreuzer meinte nach dem Absturz auf einen Abstiegsplatz: «Wir mussten im Sinne des Vereins handeln.»

Vorübergehend soll es nun wieder Markus Kauczinski richten. Der Trainer der zweiten Mannschaft fungierte in den vergangenen beiden Jahren schon zweimal als Übergangslösung. Für ein dauerhaftes Engagement als Chefcoach fehlt ihm die nötige Lizenz. Zumindest am Freitag im Kellerduell gegen den direkten Konkurrenten FC Ingolstadt 04 soll er den KSC aber zum ersten Sieg seit dem 7. August führen.

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Kommentare (26)
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  •   garrus
    (727 Beiträge)

    01.11.2011 21:35 Uhr
    Möller wollte dem
    Dirk Schuster mal nen Mord anhängen, der geht gar nicht!
    Und Oral - also erstens: dieser Name... Und ausserdem ist der viel zu klein!
    Nee, alles nur Spaß, bei mir gilt: wen auch immer die unter Vertrag nehmen, hauptsache alles wird gut!
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  •   Andyrudy
    (41 Beiträge)

    01.11.2011 20:12 Uhr
    Ein alter Bekannter
    Uwe Rappolder müsst auch frei sein...
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  •   Raul-Brasil
    (122 Beiträge)

    01.11.2011 15:47 Uhr
    Es stehen zwei Spitzentrainer zur Wahl....
    und das ist auch der Grund warum sich RS so lange halten konnte: es gibt keine echte Alternative.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3017 Beiträge)

    01.11.2011 16:41 Uhr
    Was erwartest du auch?
    def Verein hat keine Kohle = für den Trainer selbst und evtl. gewünschte Neuverpflichtungen , sportliche Perspektive ist maximal der Klassenerhalt in Liga 2 ...da wird sich kein Hiddink, van Gaal, Wenger & Konsorten drum prügeln.

    Wobei der Sasic wenigstens vom Typ her der völlige Kontrast zu 3 der letzten 4 Trainer wäre..allerdings bezweifle ich, daß der mit seiner Art beim OK und IW so durchgeht.
    Mein Tipp: die Lowcost-Lösung "Ede Becker" wird es machen müssen...weil der ganze Laden in finanzieller Hinsicht so richtig "Flasche leer" hat.
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  •   garrus
    (727 Beiträge)

    01.11.2011 18:57 Uhr
    Wie bei allen Berufen gilt auch hier:
    Die Guten haben einen Job.
    Oder zumidest die, die einen guten Namen haben.
    Trotzdem gibt es mehr Lizenzinhaber als Trainerstellen.
    Und als Cheftrainer für einen von 36 Proficlubs verantwortlich zu sein, ist immer noch besser als irgendwo zu "hospitieren".
    Man wird schon einen finden, der es macht. Wer überhaupt erst mit dem KSC verhandelt, wird schon vorher wissen, daß er hier nicht mit Gold überschüttet wird.
    Und wenn dann der Neue vorgestellt wird, freue ich schon drauf hier im Forum die vernichtende Kritik der einschlägig Bekannten Super-Experten zu lesen, die genauestens wissen, warum gerade DER Mann die falscheste Entscheidung war, die man hätte treffen können.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (3017 Beiträge)

    01.11.2011 19:44 Uhr
    Letztlich ist´s
    doch völlig wurst, wer sich auf den heissen Stuhl setzt. Die Messlatte heißt ganz einfach nur "Erfolg = Nichtabstieg" - der Rest interessiert erstmal nicht.
    Und wenn es dann noch wenig kostet, ist es umso besser für den klammem Geldbeutel des KSC.
    Ich bin ehrlich ziemlich gespannt drauf , wer das Rennen macht - wenn diese Nummer schiefgehen sollte , ist der ganze Laden keinen Kreuzer mehr wert zwinkern
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