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Karlsruhe Harrys KSC-Sportschau: Warum tut sich der KSC zuhause so schwer?

Es ist wieder Mittwochnachmittag: Zeit für "Harrys KSC-Sportschau" - der KSC-Kolumne auf ka-news. Heimatpleite, Auswärtsglück: Heute stellt sich Harald Linder die Frage, warum sich der Karlsuher SC bei Heimspielen eigentlich so schwer tut. Und: Könnte eine besonders große Portion Fan-Rückhalt am Sonntag im Wildpark endlich zum lang ersehnten Heimsieg führen?

Liebe Fußballfreunde,

eine Mannschaft, die in sechs Heimspielen nur einmal als Sieger vom Platz geht und lediglich sieben von 18 möglichen Punkten holt, ist eigentlich ein Abstiegskandidat. Doch trotz dieser desaströsen Heimbilanz steht der KSC auf Platz sechs in der zweiten Liga und hat gerade mal vier Zähler Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Geschuldet ist das der Auswärtsstärke der Wildparkprofis, die in der Fremde offenbar freier und befreiter aufspielen als zuhause.

Zuhause ist von der Cleverness noch wenig zu spüren

13 Auswärtszähler haben Orlishausen und Co. geholt, dabei viermal gewonnen und dies dreimal ohne jegliches Gegentor. Wären die Blau-Weißen zuhause nur annähernd so erfolgreich, möchte ich gar nicht nachrechnen, wo die Mannschaft stehen könnte. Warum sich der KSC, der in der letzen Spielzeit noch eine Macht im Wildpark war, in dieser Saison zuhause so schwer tut, fragen sich nicht nur die Fans. Auch bei Trainern und Spielern wird dieses Thema immer wieder erörtert. Sicher stehen die meisten Gegner, die nach Karlsruhe kommen zumeist sehr tief, lassen den KSC das Spiel machen und warten auf Konter. Und damit scheint der KSC nur sehr schwer zurechtzukommen. Das ist auch eine Frage der Qualität, denn eine Spitzenmannschaft muss sowohl in der Lage sein, einen tief stehenden Gegner erfolgreich zu bespielen als auch selbst das Kontern zu beherrschen.

Letzteres gelingt dem KSC auswärts zumeist sehr gut, denn bis auf die Begegnungen in Leipzig und Kaiserslautern, die der Mannschaft von Markus Kauczinski vor Augen führten, dass es auch unter den besten Teams der Liga Qualitätsunterschiede gibt, die natürlich auch finanzielle Gründe haben, haben sich die Blau-Weißen zumeist sehr gut und sehr clever angestellt. Zuhause ist von dieser Cleverness (bislang jedenfalls) noch zu wenig zu spüren, obwohl genau die am Sonntag gegen Erzgebirge Aue gefragt sein wird. Auch hier wird es die Mannschaft mit einem tief stehenden Gegner zu tun haben, dessen Strategie die Verteidigung und das Lauern auf Konter sein wird. Um gegen einen solchen Gegner zum Erfolg zu kommen, reicht spielerische Überlegenheit nicht aus.

Gegen Aue: KSC braucht Rückhalt des gesamten Stadions

Da muss auch das volle kämpferische Potenzial zum Tragen kommen, und da müssen die Torchancen, die man mit Sicherheit bekommen wird, besser genutzt werden als dies in den Heimspielen zuvor der Fall war. Beim 3:0-Sieg in Fürth machte der KSC aus fünf Chancen drei Tore. Eine solche Quote zuhause, hätte - wie schon gesagt - den einen oder anderen Punkt mehr beschert. Und eine weitere Tugend wird am Sonntag gefragt sein - und diese Tugend heißt Geduld. Geduld, die sowohl die auf dem Platz aufbringen müssen, aber auch die Besucher im Wildpark. Sollte keiner glauben, dass man eine Mannschaft wie Aue im "Hurrastil" besiegen kann. Zumindest der KSC kann das nicht.

Und deshalb braucht die Mannschaft den Rückhalt des gesamten Stadions. Auch von denen, die auf der Haupttribüne oft sehr schnell ihrem Unmut Ausdruck verleihen, wenn das Spiel vielleicht eine zähere Angelegenheit wird, als erhofft. Entscheidend ist, dass am Ende drei Punkte im Wildpark bleiben und die trübe Heimbilanz aufgehellt wird. Und mit dem zweiten Heimsieg im Rücken könnte man sich dann auch ganz entspannt auf das nächste Auswärtspiel in Darmstadt freuen, um dort den Ruf als eine der besten Auswärtsmannschaften der Liga zu bestätigen.

Ihr Harald Linder

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ka-news-Kolumne: Harrys KSC-Sportschau: Jeden Mittwochnachmittag beleuchtet unser Autor Harald Linder in der ka-news-Kolumne "Harrys KSC-Sportschau" verschiedene Themen rund um den Karlsruher SC. Der einstige Chefredakteur des Kurier ist nach seiner Pensionierung mittlerweile als freier Publizist, unter anderem auch für ka-news, tätig und hat für seine Sportkommentare, die sich überwiegend mit dem KSC beschäftigen, schon einige Auszeichnungen erhalten.
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Kommentare (21)
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  •   Celtic
    (198 Beiträge)

    20.11.2014 11:00 Uhr
    Nach vielen grottenschlechten Kommentaren....
    ... gibt es diese Woche einen völlig belanglosen. Das macht diese "Kolumne" auch nicht interessanter.

    Erst recht nicht, wenn man die Antwort auf die Frage, warum sich der KSC zuhause so schwer tut, gleich mitliefert. Die meisten Mannschaften haben im Wildpark sehr tief gestanden und gekontert. Mit dieser Taktik tut sich unsere Mannschaft schwer, da die spielerischen Mittel fehlen, um eine massive Verteidigung zu knacken. Es fehlt die Qualität in der Offensive.... aber das zu erkennen, ist keine journalistische Glanzleistung. Das hat der aufmerksame KSC-Fan schon lange erkannt. Deshalb trägt Linder mit seinen Erkenntnissen lediglich zur gepflegten Langweile bei.
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  •  hat kein leider Bild
    unbekannt
    (173 Beiträge)

    19.11.2014 21:00 Uhr
    Legendär, wie der Linder
    auf der berühmten Metzger vs. Kahn Hauptversammlung wichtigtuerisch den Parkeinweiser spielte. Lolololololololololo grinsen
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  •   andi-b7
    (3326 Beiträge)

    19.11.2014 20:47 Uhr
    lasst uns doch wie in Liga 3 jedes Auswärtspiel zum Heimspiel werden.
    also ab in den Bus, Bahn , Flieger , Auto, Fahrrad und ab nach Darmstadt.

    Heimspiel in Darmstadt....
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  •   auchmalsenfdazu
    (3205 Beiträge)

    19.11.2014 20:09 Uhr
    gegen Aue
    gewinnen wir.
    Die Mannschaft muss es am Sonntag nur genau so sehr wollen wie ich zwinkern

    Nee, ernsthaft, so kanns zu Hause nicht weitergehen, wir sind das bessere Team als Aue, wir müssen das auch mal zu Hause umgesetzt bekommen.
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  •   schwarzvoraugen
    (4129 Beiträge)

    19.11.2014 19:04 Uhr
    Wir haben es wieder selbst in der Hand
    ein Sieg gegen Aue ist Pflicht, dann mit der Auswaertsstaerke dem Aufsteiger die Grenzen aufzeigen und wir sind wieder ganz oben mit dabei.

    Es ist machbar, wenn wir gegen Aue endlich einmal alle Bedenken in der Kabine lassen und selbstbewusst nach vorn Spielen. Das aber liegt natuerlich wieder mal an der taktischen Ausrichtung von Super Coach.

    Vermutlich aber wird wohl der Gegner wieder zu stark, die Verletztenlist zu lang, der November zu trocken oder sonst irgendwas sein. Super Coach lass laufen.
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  •   Antichrist
    (1608 Beiträge)

    19.11.2014 18:14 Uhr
    Sehr gut,
    Herr Linder!
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  •   HarryPotter
    (443 Beiträge)

    19.11.2014 17:48 Uhr
    Dann soll doch der KSC bei der DFL
    einen Antrag stellen zukünftig die Heimspiele auswärts zu bestreiten.
    Ein freies Stadion wird sich bestimmt finden.
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  •   haku
    (4191 Beiträge)

    19.11.2014 17:20 Uhr
    Das neue Stadion ganz klein bauen...
    Dann guckt kaum ein Karlsruher zu und die Mannschaft kann auch bei Heimspielen befreit aufspielen. grinsen
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  •   Borgi
    (44 Beiträge)

    19.11.2014 17:05 Uhr
    Motivationsproblem
    Dieses allmittwöchliche Überlebensgelaber kann einem echt "auf den Keks" gehen. Schon zu Saisonbeginn wurde allseits vorsichtshalber "gemauert": Die Saison 2014/2015 wird voraussichtlich nicht so gut laufen wie die Saison 2013/2014! Das sollte sich jeder hier mal in Erinnerung rufen. Wenn es anders, womöglich besser laufen soll, dann sind MOTIVATOREN gefordert und gefragt. Harry, es ist einfach destruktiv, mit womöglich weniger Zuschauern als bisher zu spekulieren! Wenn ein Cheftrainer immer nur mit "wir konnten, wir sollten, wir müssten" immer nur im Konjunktiv redet, wenn ein Präsident immer wieder nur in Selbstgefälligkeit badet, damit aber nichts an Karlsruher Fan- "Neutralität" ändert, der Randalierer niemand Herr wird, die Mitläufer sagen "so isch's halt" und der Hauptsponsor kein Machtwort spricht - tja, dann haben wir halt den üblichen Karlsruher "Phlegmatismus". Gibt's denn so etwas wie einen Mentalcoach (der Typ tut mir jetzt schon leid) für Trainer und Mannschaft sowie vor a
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  •   DonHasi
    (1012 Beiträge)

    19.11.2014 16:36 Uhr
    Fußball kann so leicht sein...
    Wir brauchen eine Mannschaft die mit Herzblut, Kampfkraft, Wille und Euphorie die Massen elektrisiert. Jeder der auf dem Platz steht, muß bereit sein, sich für den anderen zu zerreißen. Der Gegner, der sich nur ansatzweise traut einen Schritt über die Mittellinie zu machen, muß das nach dem Spiel bitter bereuen und die Folgen noch wochenlang später spüren.
    Aber wie soll das gehen, wenn 1,60 m geballte Fußballkompetenz, verteilt auf 120 Kilo Lebendgewicht mit der Ausstrahlung eines leeren Wassereimers sich schon beim Zähneputzen schwerste Verletzungen zuzieht...
    Die Mannschaft trifft keine Schuld. Sie setzt nur das um , was sie von oben "befohlen" kriegt. Und sie wäre dumm, sich nicht an das Gesagte zu halten.. Ein besseres Alibi gibt es nicht.
    Ein Trainer der am liebsten mit 2 Torhütern, 8 Abwehrspielern und 1 Stürmer spielt, wie will der einem Gegner Angst machen ???
    Vielleicht wäre es ja ein erster Schritt, die Tür zum "Nachwuchsleistungszentrum" zuzunageln.
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